sind lecker und außerdem sowas von geil, einfach in der Zubereitung und sehr gesund! Gut, bis auf letzteres bin ich Meiner ziemlich sicher, aber auch das hat sicher ein fünkchen Wahrheit. Besonders in meinem selbst gebastelten Nahrungsviereck, in dem tierische Produkte keinen unwesentlichen Teil bilden, werden diese Ernährungswunder einen kleinen, mit Fett und Panade gepflasterten Ehrenplatz finden. Kotteletts sind sicher, nebst Foie Gras, Teewurst und anderen Diätwundern einer der Gründe, warum mein Kardiologe seit neuestem eine güldene Uhr an seinem sonnengebräunten, kaum behaarten Arm trägt. Ich gönne es ihm. Besonders das abnagen des Knochens, am Ende einer solchen Kotelett-Zeremonie, lässt einen einfach Glücksgefühle, ähnlich die des unsagbar herrlichen Alkoholkonsums, aufkommen.
Nun ist aber genug dieser Worte und ich komme zum wesentlichen Teil dieses Eintrags. Das Rezept. Rezept kann man das eigentlich nicht direkt nennen da ich gar nicht weiß wie man Koteletts anders zubereiten könnte (also mit Panade, vom Schwein also nix Côte de Boeuf o.Ä.) wenn man von der finalen Garmethode absieht. Der eine, so wie ich meist, brät die Teile einfach in der Pfanne gar. Andere schwören drauf die Koteletts im Ofen, bei niedriger Temperatur gar ziehen zu lassen und wieder andere lassen die Koteletts in der Pfanne ruhen bis diese den gewünschten Gargrad erreicht haben.
Ich mache es heute nur in der Pfanne. Der Hunger treibt mich zu dieser Methode.
Zutaten
- variable Anzahl Schweinekoteletts (schön dick und mit Fett marmoriert -> Abb. Fleischteilstücke S. 785 des Larousse )
- 1 Ei
- Semmelbrösel, Weckmehl oder wie das in der jeweiligen Provinz eben genannt wird. Das Zeug kann man natürlich auch selber machen (Rezept folgt) aber ich als alter Proletarier benutze heute das fertige Produkt. Asche über mein Haupt.
- Mehl
- Salz, Pfeffer
- Butterschmalz oder Öl (nach Gusto bzw. Jedem das seine)
Rezept
1. Ein großes, zum Arbeiten geeignetes Holzbrett oder Schneidebrett bereit legen und darauf die soeben an der Metzgertheke (bitte! nicht diesen abgepackten Schrott kaufen) gekauften Koteletts ausbreiten, auf das sie sich mit ihrer vollen Pracht präsentieren mögen. Erektion verdrängen und schon kann es los gehen …

2. Also ich klopfe die Dinger nicht. Keine Ahnung warum. Schnitzel klopf ich, so selten ich mir auch Schnitzel mache aber Koteletts … keine Ahnung wie gesagt. Hat bisher immer geschmeckt. Koteletts melieren, leicht salzen und Pfeffern. Ei in einem tiefen Teller verquirrlen und auch leicht salzen und pfeffern. Die melierten Koteletts erst durchs Ei, wer hätte es gedacht und dann durch die Brösel der Semmel geleiten. Panade nicht mit der Gabel oder anderen Küchenutensilien andrücken. Muss nicht sein …

3. Pfanne erhitzen. Wenn diese schön heiß ist die Koteletts nacheinander, wers schafft auch gerne gleichzeitig, hineingeben. Gut, nun werden diese prachtvollen Himmelsgeschenke gold gelb gebraten. Anleitung gibts dazu nicht das geht auch ohne.

4. Das wars dann auch schon wieder. Einfach und sau lecker.
Euer Captain Carne












Ja, darauf habe ich schon lange mal wieder Lust. Leider (oder vielleicht auch gut so) habe / möchte ich dafür kein Rezept verwenden. Da heute ja Freitag ist, ich vom Anti-Prekariat ziemlich geschafft und auch nicht sonderlich gewillt bin meine zierlichen Hände durch schnippeln diverser Discount-Produkte zu schänden, habe ich mich herab gelassen eine fertige Tandoori-Paste (2,99 beim Kaufland) zu kaufen. So, nun habe ich früher diese Paste immer mit Naturjoghurt gemischt. Wieso? Keine Ahnung. Heute habe ich wegen einer mir blöderweise zugezogenen Verkaterung vergessen einen solchen Naturjoghurt zu kaufen also marinieren meine prächtig gewachsenen Hähnchenschenkel ohne dieses tierische Nebenprodukt unter Frischhaltefolie im Kühlschrank vor sich hin. Um nicht in Versuchung zu kommen dieses Gericht in ein echtes Essen mutieren zu lassen habe ich, natürlich auch kein selbst gemachtes Curry gekocht, sondern eine (ebenfalls Ja!) fertige Paste, vom hiesigen Thai- oder was weiß ich Asiaten gekauft, mit Kokosmilch angerührt und Gemüse darin gegart. Nun warte ich mit meinem scheiß knurrenden Magen darauf das die leckere Paste in die Talkporen des toten Huhnes einzieht und ich dann, mit einer mir noch nicht bekannten Temperatur, selbiges im Ofen garen kann. Dazu gibts dann Reis … was auch sonst. Vielleicht Naan Brot, welches ich genau wie Naturjoghurt aber auch nicht im “Haus” habe. Damn!
(3 Bewertungen, durchschnitt: 4,33 von 5)




