Archiv für November 2009

Schwäbische Linsen und Spätzle

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Samstag, 28. November 2009

Vorgestern gab es mal wieder was richtig schwäbisches. Leckere Linsen und Spätzle standen auf meinem Speiseplan, die obligatorischen Soida (Saitenwürstchen) brauch ich hier ja nicht extra erwähnen.

Zutaten

  • Ca. 2 Tassen Tellerlinsen (müssen vor dem Kochen über Nacht eingeweicht werden)
  • 2 Scheiben Schweinebauch
  • Gemüsebrühe oder Kalbs- / Rinderfond
  • 1 Karotte
  • 3 – 5 Kartoffeln
  • Sellerie
  • 1 Zwiebel
  • Speck (ca. 150 g)
  • Essig, Öl, Rotwein
  • Mehl
  • 2 Lorbeerblätter, Salz, schwarzer Pfeffer

Rezept

1. Am Vortag die Linsen in reichlich Wasser einweichen. Topf mit ca. 1 Liter Wasser aufstellen und zum kochen bringen. Die eingeweichten Linsen durch ein Sieb abgießen und unter fliesendem Wasser kurz waschen. Linsen ins Wasser geben. Vorsicht: kein Salz hinzufügen da dieses die Garzeit verlängern würde. Lorbeerblätter können auch dazu sowie der Schweinebauch. Das gilt für alle Hülsenfrüchte im Übrigen (wobei da auch andere Meinungen existieren. Hier z.B. werden die Linsen in Brühe, die bekanntermaßen ja salzig ist, gekocht). Man könnte die Linsen auch in einem Schnellkochtopf (Sikomatik) kochen wie z.B. hier aber darauf stehe ich nicht so.

linsen-spaetzle-01

2. Die Linsen nun ca. 20 – 30 Minuten köcheln lassen. Ab und an den Gargrad durch probieren feststellen. Die Karotten fein würfeln und zu den Linsen geben. Nach ca. weiteren 10 Minuten die Kartoffeln, ebenfalls in kleineren Würfeln, zugeben. Sellerie schälen und einen Teil ebenfalls würfeln (ca. 3 El).

linsen-spaetzle-02

3. In einer Pfanne die klein gehackte Zwiebel andünsten. Kann ruhig etwas Farbe bekommen. Die Zwiebel nun ebenfalls zu den Linsen geben. Danach den Speck in der Pfanne anbraten und ebenfalls zu den Linsen geben.

linsen-spaetzle-03

4. Nun bei geringer Hitze weiter köcheln lassen. Ein guter Schuss vom Rotwein und 3 – 4 El Essig können nun auch dazu. Wenn die Karotten und Kartoffeln gar sind sollten die Linsen auch so weit sein (zumindest ist das bei mir immer der Fall). Wer die Linsen etwas weicher, also schon eher in Richtung matschig mag, sollte das Rezept beim nächsten mal dementsprechend anpassen.

5. In einer Pfanne eine dunklere Mehlbrenne (auch Einbrenne oder Mehlschwitze genannt) zubereiten und auch zu den Linsen geben. Lorbeerblätter wieder raus nehmen. Mit Salz und frisch gemahlenen Pfeffer sowie Rotwein und Essig abschmecken.

6. Saitenwürstchen dazugeben und heiß ziehen lassen. Nicht mehr aufkochen da diese sonst platzen.

7. Während die Saiten heiß werden Spätzle zubereiten (Rezept folgt).

8. Spätzle und Linsen sowie Schweinebauch und Saiten auf einem Teller anrichten und heiß servieren. Essig und Rotwein zum nachwürzen mit auf den Tisch stellen. Guten Appetit.

linsen-spaetzle-04

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Rotkohl, Kartoffelpüree und leckere Bratwurst – wie es der Schwabe liebt – schwimmend in Soße

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Mittwoch, 25. November 2009

Yeah, endlich mal wieder was für die Seele. Rezept gibt es hierzu auf keinen Fall da die einzelnen Sachen kein Problem darstellen dürften. Rotkohlrezept findet ihr unter Anderem beim leckeren Perlhuhn hier direkt auf dem Blog und Kartoffelpüree … Naja dazu sag ich mal nichts. Wenn es trotzdem von Interesse ist, wie ich persönlich einen Kartoffelpüree herstelle, nur zu, sagt es und ich schreibe eines. Sind ja nur ein paar Zeilen ;)

Auf jeden Fall gab es heute leckere Hausmannskost. War echt lecker. Die Soße hatte ich noch übrig (eingefroren) von meinem Coq au Vin (Beitrag folgt).

So bot sich mir auf jeden Fall heute mein Essen an:

rotkohl-pueree-wuerstle

Rotkohl, Kartoffelpüree und Würstchen. Alles, wie es sich für einen Schwaben gehört, schwimmt in der Soße.

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Klassiker aus Burgund, Boeuf Bourguignon

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Samstag, 21. November 2009

Gestern gab es endlich mal wieder  Boeuf Bourguignon. Finde diese Eintopf-Gerichte ab und an einfach geil da man echt wenig Arbeit hat. Außerdem habe ich das jetzt schon seit mehreren Jahren nicht mehr gegessen, ein Grund mehr sofort die notwendigen Zutaten zu kaufen und loszulegen. Da wären also:

Zutaten

  • Rindfleisch zum schmoren (z.B. aus der Hüfte), je nach Hunger und Anzahl an Personen zwischen 800 g und 1,5 Kg. Mein Rezept bezieht sich auf 600 g Fleisch da ich es für mich alleine gekocht habe ;)
  • 150 g durchwachsener Speck
  • 250 g kleine Champignons
  • 1 Flasche Rotwein (idealerweise ein Burgunder, es geht aber auch anderer kräftiger Rotwein)
  • etwas Kalbsfond
  • Karotten
  • Zwiebel, Knoblauch, Sonnenblumenöl oder Schweineschmalz
  • Rosmarin, Thymian, Lorbeerblätter
  • Mehl

Rezept

1. Karotte schälen und in Scheiben schneiden. Zwiebel kleinhacken, Knoblauch schälen und mit einem Messer leicht andrücken. Das Fleisch in ca. 3×3 cm große Stücke schneiden und peu à peu in einem großen Topf scharf anbraten. Nach ca. einer Minute die gehackte Zwiebel und die angedrückte Knoblauchzehe dazugeben. Danach die Karottenscheiben dazu. Wenn die Zwiebel glasig ist alles mit dem Rotwein ablöschen. War bei mir genau eine Flasche. Dann noch ca. 100 ml Kalbsfond und 2-3 Lorbeerblätter dazu geben.

boeuf-bourguignon-01

Leckeres Rundfleisch

boeuf-bourguignon-02

Schön anbraten

2. Das ganze schmort nun bei sehr kleiner Flamme ca. 2 Stunden vor sich hin. Ab und an umrühren.

3. Die Champignons mit einem Tuch leicht säubern und in zwei hälften schneiden. Die Kräuter können jetzt auch in den Topf. In einer Pfanne die Speckwürfel anbraten. Die Champingnons dazu geben. Alles gut andünsten. Champignons und Speck zum Boeuf in den Topf geben und weitere 20 – 30 Minuten bei sehr kleiner Flamme mitköcheln lassen.

boeuf-bourguignon-03

boeuf-bourguignon-04

4. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 2 El Mehl mit etwas warmem Wasser verrühren und zum Andicken in die Soße einrühren. Mann könnte die Soße auch mit Butter montieren. Wie es im Originalrezept gemacht wird kann ich leider nicht sagen da ich nirgends ein Originalrezept gefunden habe.

Mann kann die Soße natürlich noch durch ein Sieb streichen bevor man den Speck und die Champignons dazu gibt. Dazu muss man allerdings vorher das Fleisch und die Karottenscheiben rausfischen. Ich habe darauf allerdings verzichtet.

Resultat: Boeuf Bourguignon mit selbstgemachtem Kartoffelpüree

boeuf-bourguignon-06

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Chili Con Carne und Bier – Combinations for the Masters

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Donnerstag, 19. November 2009

Im Chili, ums Chili und ums Chili herum war Bier. Leckeres Schwarzbier im Chili und ums Chili Oettinger sowie andere, nicht erwähnenswerte Biermarken, die natürlich auch allesamt im Bauche verschwanden. Heute habe ich die Scheiße, sprichwörtlich. Nebenbei – wer hat eigentlich die Kloschüsseln als Resonanzkörper konstruiert? Beeindruckend kreativ :D

Und nun das Beste. Habe vorher im Radio gehört das heut tatsächlich Welt-Toiletten-Tag ist. Das nenne ich mal Trinken mit  Weitsicht.

Viele Grüße

Flatulenzian

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Mann, sind die dick, Mann. Bei Rindsrouladen kommt es auf die inneren Werte an!

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Dienstag, 17. November 2009

Als ich gerade die Tiefen meines Rechners nach Bildern durchforstete habe ich unter Anderem natürlich etliche Aufnahmen von einstigen Mahlzeiten wiedergefunden. Die Meisten sind … naja … nicht so der Hit. Teller voller Essen stehen irgendwie deplatziert zwischen Aschenbechern oder sind sowas von scheiße fotografiert das Appetit wirklich das Letzte ist, dass man bekommt, andere hingegen, also andere …

Musste bei dem Bild echt schmunzeln. Wie zur Hölle habe ich da so viel Speck rein bekommen? Überall quillt der Speck nur so raus, hahaaa wie geil! Jetzt weiß ich wenigstens schon was ich demnächst mal wieder kochen sollte :)

ordentlich-speck-roulade

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54092 Spam-Mails, eine wahre Pracht!

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Montag, 16. November 2009

Habe heute Windows neu aufgesetzt sowie alle benötigten Programme, inklusive natürlich meines Mailprogrammes, installiert. Nach dem einspielen meines Mail-Backups habe ich nichts ahnend und fröhlich alle meine Konten abgerufen und siehe da. Ich habe ja mehrere Domains und wie es scheint werden alle Spammails alla blah@domain.com, blub@domain.com usw. auf ein Konto gesendet welches ich seit einem Jahr nicht mehr abgerufen habe.

Zutaten

  • Ein allgemeiner Mailaccount für mehrere Unteraccounts
  • 1 Jahr keine Mails abrufen
  • scheinbar eine Spamfreundliche Adresse

Resultat

54092-mails-01

Sage und schreibe verdammte 54092 Spammails einseiself1111!!!. Na wenn das kein Rekord ist :D

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Less is more, Spaghetti mit einer ganz einfachen Tomatensoße

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Donnerstag, 12. November 2009

Gestern war ein guter Tag. Ein Tag voller Vorfreude auf Pasta. Tomatiger Pasta. Heißer dampfender Pasta. Pfannen-geschwenkt die dicke Soße aufnehmend, mit Parmesan oder Pecorino bedeckte, geile, heiße Pasta!  Jeglicher Hartkäse war nichts gegen das was da unten, bei dem Gedanke an diese Pasta, … ach lassen wir das …

Und das Beste dabei ist noch das man dafür echt fast nichts benötigt außer den folgenden Zutaten und ein wenig Zeit.

Zutaten

  • Spaghetti
  • 5 sehr reife Tomaten
  • Eine Zwiebel, eine Knoblauchzehe
  • Salz, schwarzer Pfeffer, Olivenöl
  • Hartkäse (siehe oben)

Rezept

1. Wasser in einem Wasserkocher oder Topf zum kochen bringen. Die Tomaten in eine Schüssel oder ein anderes Behältnis geben und mit dem kochenden wassre abbrühen. Tomaten danach schälen und zu Seite stellen.

spaghetti-tomatensauce-01

Links: Tomaten im Topf | Rechts: Tomaten kurz Abbrühen (erleichtert das schälen)

2. Zwiebel und Knoblauch fein schneiden. Pfanne mit Öl erhitzen und darin die Zwiebel und den Knoblauch andünsten. Die geschälten Tomaten würfeln und in die Pfanne geben. Etwas Olivenöl dazu. Einkochen (Dauer ja nach verfügbarer Zeit).

spaghetti-tomatensauce-02

Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Salz, Pfeffer und Olivenöl bilden die Basis. Quasi eine Grundsoße, die je nach Geschmack, natürlich verfeinert werden kann.

Nebenher die Spaghetti kochen. Sollte zeitlich so abgestimmt werden das die al dente gekochten Spaghetti gleichzeitig wie die Soße fertig sind oder aber später. Will sagen es ist Ok wenn die Soße schon vorher fertig ist, anders herum wäre es aber nicht so toll.

3. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer mag kann auch noch etwas Zucker verwenden ich habe darauf diesmal aber verzichtet. Die Soße in ein extra Behältnis umfüllen.

4. In die nun frei gewordene Pfanne eine Portion Spaghetti geben und zusammen mit einer guten Kelle Soße kurz erhitzen. Wer mag kann auch noch ein Stückchen Butter mit rein. Sofort servieren und mit Parmesan oder Pecorino verfeinern.

spaghetti-tomatensauce-03

Einfach nur … GEIL!

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Der Geist war willig aber der Körper zu schwach – Kalbsschnitzel an Brokkoli-Kartoffel-Gratin

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Mittwoch, 11. November 2009

Ja, da war sie mal wieder … diese Idee. Eine Idee von köstlichem und gleichzeitig auch gesundem Essen. Eine Idee wie ich sie schon oft hatte. Genau so oft wie die heutige  Situation im hiesigen Supermarktgeschäftsladen, in welchem ich planlos Minute um Minute umher irrte. Eine Idee von Gemüse & Gesundem, ganz tief verwurzelt im Hungerzentrum meines Cerebrum, welches mir puterrot vor Durchblutung, pochend vor Wut, entgegen schrie.

Das unerhört geile Gravitationsfeld der Fleisch- und Wursttheke zwang mich jedoch, parallel zur Aufenthaltsdauer, in enger werdenden elliptischen Bahnen, immer näher an diesen Moloch der Fleischeslust. Und da war es wieder, dieses Phänomen. Warum kann ich immer erst nach dem Erwerb von Fleisch die möglichen Beilagen wie Gemüse wählen? Immer das Gleiche. Der ewig gleiche perfide Drang nach rohem Fleisch. Egal, ich bereue nichts.

Nach dem durchdringen des Ereignishorizonts der Fleischtheke ist es dann passiert. Präsentiert im euklidischen Raum der mit Fleisch bestückten Auslage, habe ich dann dieses lecker anmutende Kalbsschnitzel entdeckt und zugleich die kleinste Menge Fleisch in meinem Leben gekauft. 87 g stand da später auf der Packung die mir von der netten Metzgereifachverkäuferin überreicht wurde. 2,97 € ist dafür ja auch ein fairer Preis ;)

Nun gut, da ich nun im Besitz des Hauptbestandteils meines nahezu vegetarischen Essens war kam ich nicht mehr umhin auch die Gemüsetheke aufzusuchen um die eigentliche Hauptzutat meiner Anfangsidee eines gesunden Essens zu besorgen. Brokkoli. Oder schreibt man das jetzt Broccoli? Ist ja auch egal. Brokkoli-Kartoffelgratin dachte ich mir. Hatte ich noch nie und zu kochen kann das ja auch nicht so schwer sein. Also gesagt getan.

Zutaten

  • Kalbsschnitzel (wer unterbietet 87 g ?)
  • ca. 200 g Brokkoli
  • 3-4 Kartoffeln
  • Sahne
  • Salz, Pfeffer
  • Zwiebel
  • Butter
  • Käse nach Gusto

Rezept

1. Brokkoli kurz blanchieren. Nebenher Ofen auf 160°C vorheizen, Kartoffeln schälen und in ca. 5 mm breite Spalten schneiden. In einer angemessen großen Backform nun die Kartoffelschnitze und Brokkoliröschen nebeneinander auslegen. Die Kartoffelscheiben habe ich hochkant (oder wie man das auch sagt [ist schon spät]) in die Form gepackt.Darüber kommt jetzt euer Käse nach Wahl. Gerieben natürlich.

2. In einem kleinen Topf etwas Öl erhitzen und darin Zwiebeln oder Schalotten andünsten, mit Sahne ablöschen und mit Salz und Pfeffer würzen. Kurz erhitzen.

3. Diese Plörre gießen wir jetzt über die Kartoffeln und den Brokkoli. Nun die Backform in den Ofen für ca. 25 – 35 Minuten.

4. Ca. 5 Minuten bevor das Gratin so weit ist etwas Butter in einer Pfanne zergehen lassen. Darin das leicht geklopfte und mit Salz und Pfeffer gewürzte Kalbsschnitzel anbraten. Näher muss ich bei diesem Arbeitsschritt ja nicht drauf eingehen.

5. Alles fertig? Gut dann anrichten und Guten Appetit :)

kalb-kartoffel-brokkoli

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Perlhuhn mit Rotkohl und Semmelknödel

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Montag, 09. November 2009

war an diesem Samstag Abend die Devise. War quasi eine Schnapsidee (im wahrsten Sinne des Wortes ;) ). Spontan das Perlhuhn entdeckt und dann eben den Rest drumherum dazu gekauft. Alles mal wieder ohne Rezept, nur mit einer groben Vorstellung was es geben könnte. Gekocht wurde das alles dann bei einem Freund. Dazu gabs reichlich Bier und Wein. Es muss auch dazu gesagt werden das ich wahrscheinlich nicht mehr alles zu 100% zusammen bekomme. Es ist also Raum für Interpretation vorhanden was beim Kochen ja nicht verkehrt ist. Die Mengenangaben habe ich versucht so genau wie möglich zu rekonstruieren. Ob es mir gelungen ist müsst ihr selbst herausfinden ;)

Zutaten:

  • Perlhuhn
  • 1/2 Kopf Rotkohl
  • 4 Zwiebeln
  • 3 Eier
  • 5 Brötchen
  • 5 Scheiben Brot
  • Gänseschmalz
  • Butter
  • Mehl
  • Suppengrün
  • Pfeffer, Salz, Lorbeer, Nelken, Wacholderbeeren
  • 1 Bund krause Petersilie
  • Honig
  • Rotwein

perlhuhn-01-zutaten

perlhuhn-02-zutaten

Oben: Le Beurre Moulé – Demi-Sel (halb-gesalzene Butter)
Unten (von L nach R): Salz, Nelken, Pfeffer (schwarz), Wacholderbeeren, Lorbeerblätter

Rezept:

Fond:

1. Ca. 600ml kaltes Wasser in einem Top auf den Herd stellen. Suppengrün zugeben. Die Flügel des Perlhuhns sowie grobe Fettstücke abtrennen und ebenfalls hinzufügen. Zwiebel schälen und mit zwei Nelken spicken, ebenfalls dazu geben. Mit ein paar Wacholderbeeren, schwarzen Pfefferkörnern und 2-3 Lorbeerblättern ergänzen.

perlhuhn-03-fond

Links: Perlhuhnflügel abtrennen | Rechts: Werdegang des Fonds

2. Auf kleiner Flamme sieden lassen. Ca. 2 Stunden. Wenn die ca. 2 Stunden vorüber sind die Flügel und das Gemüse in ein Sieb geben und mit einem Schöpflöffel leicht den restlichen Saft raus drücken. Auf kleiner Flamme wieder auf den Herd stellen.

Perlhuhn:

3. Für die Füllung (kann auch weggelassen werden) eine Zwiebel fein hacken. Wir haben aus Ressourcenmangel Brot genommen da wir zu wenig Brötchen hatten. Fand das aber nicht schlecht. Wem das Experiment zu riskant ist kann statt den 4 Scheiben Brot auch einfach Brötchen nehmen.

4. Brot in kleine Würfel schneiden. Etwas Gänseschmalz in einer Pfanne erhitzen. Zuerst die Zwiebel leicht andünsten und danach die Brotwürfel mit anbraten. Zwiebel-Brot-Mischung in eine Schüssel geben und abkühlen lassen.

5. Die Hälfte der Petersilie fein hacken und ein Ei sowie Salz und Pfeffer dazu geben. Alles gut vermengen, mit den Händen versteht sich. Ich weiß nicht warum sich manche Leute die Mühe machen dafür extra eine Küchenmaschine zu verdrecken.

perlhuhn-06-petersilie-hacken

Kräuter, genauer gesagt Petersilie, hacken

6. Füllung in das Perlhuhn füllen, mit Olivenöl, Salz, Pfeffer einreiben und in den auf 170°C vorgeheizten Ofen geben. Aus Honig, Olivenöl, Salz und Pfeffer eine Marinade herstellen. Mit dieser sollte das Perlhuhn nun ca. alle 30 Minuten eingepinselt werden.

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Links: Füllung für das Perlhuhn | Rechts: Bald gehts ab in den Ofen

Rotkohl (1/2):

7. Den Strunk aus dem Rotkohl entfernen und in handlichere Teile, die das Hobeln erleichtern, zerteilen. Den Rotkohl nun in eine große Schüssel hobeln.

perlhuhn-05-rotkohl-hobeln

Links: Strunk aus dem Rotkohl entfernt | Rechts: Fertig gehobelter Rotkohl

8. Zwiebel fein Hacken. Gänseschmalz in einem großen Topf erhitzen und darin die gehackte Zwiebel anschwitzen. Rotkohl hinzugeben und mit andünsten. Das alles mit etwas Fond und Rotwein ablöschen. Salz, Pfeffer, Zucker und Lorbeerblätter zugeben, zudecken und bei kleiner Flamme langsam schmoren. Ab und an umrühren.

Soße (1/2):

9. Den Rest des Fonds (waren ca. noch 120ml) mit ca. 150ml Rotwein ergänzwn und weiter einkochen. Diese Soße wird ganz am Ende, wenn alles andere fertig ist, mit der Butter (habe extra eine gute französische Butter gekauft aber normale Butter geht natürlich auch) montiert.

Semmelknödel:

10. Die Brötchen würfeln. Eine Zwiebel fein hacken, andünsten (Gänseschmalz, Butter oder Öl) und dazu geben. Die restliche Petersilie fein hacken und mitsamt zwei Eiern, Salz, Pfeffer und ca. 30g Mehl (ja nach Brötchenmenge) dazu geben. Alles gut vermengen.

perlhuhn-07-semmelknoedel-masse

Links: Semmelknödel-Masse | Rechts: Alles mit der Hand

11. Großen Topf mit Wasser aufsetzen und zum Sieden bringen. Knödel formen, in den Topf geben und Hitze reduzieren. Wasser sollte nicht mehr kochen! Die Knödel sollten nach ca. der Hälfte der Zeit wenden. Garzeit ist ja nach Größe 20-25 Minuten.

Finish (Rotkohl 2/2), Soße (2/2):

Den Rotkohl mit Salz, Pfeffer und Zucker Abschmecken. Die Soße vom Feuer nehmen und mit der Butter montieren.

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Würfel aus der Butter zum montieren der Soße

Diese sollte dann nicht mehr erwärmt werden. Semmelknödel abschöpfen. Perlhuhn tranchieren. Alles auf Tellern anrichten und ab gehts!

perlhuhn-09-knoedel-rotkraut-fertig

Und so präsentierte es sich am Schluß auf dem Teller

PS: Manche empfinden das alles vielleicht etwas übertrieben. Soße mit französischer Butter zu montieren. Ein Perlhuhn für zwei Personen. Überall ist Gänseschmalz dran. Aber gut, so sind wir eben und sowas gibts ja auch nicht jeden Tag. Nur jede Woche ;)

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Maultaschen-Gratin – wenns mal schneller gehen muss …

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Samstag, 07. November 2009

Ja, der schnelle Hunger und die Tatsache das sich die folgenden Produkte, besonders aber der Büffelmozzarella, kurz vor dem Verfallsdatum stehen, drängten mich zu diesem Maultaschen-Gratin. Folgende Zutaten habe ich verwendet.

Zutaten

  • Eine Packung Maultaschen (jaja, die vom Metzger oder natürlich selbst gemachte sind um Längen besser aber ich hatte eben nur die parat).
  • Eine Dose Tomaten
  • Büffelmozzarella
  • Pecorino
  • 2-3 Schalotten
  • Butter
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Lorbeerblätter

Zubereitung

1. Schalotten fein schneiden und in etwas Olivenöl andünsten. Sobald die Schalotten glasig sind mit der Dose Tomaten ablöschen. Lorbeerblätter, Salz und Pfeffer zugeben. Ca. 15 Minuten köcheln lassen und am Ende mit etwas geriebenem Pecorino verfeinern.

2. Maultaschen in feine Streifen schneiden. Eine Backform mit etwas Butter auslegen. Die Größe sollte dabei der Menge an Maultaschen angepasst werden. Es sollte entweder eine Schicht oder, wie in meinem Fall, zwei Schichten entstehen können. Über die Butter etwas der Tomatensauce geben.Nun die in Streifen geschnittenen Maultaschen dicht an dicht schichten (ähnlich wie bei einem Kartoffelgratin).

maultaschengratin-01

Über die erste Schicht dann wieder etwas der Tomatensauce geben und darüber dann die zweite Schicht beginnen.

3. Büffelmozzarella in Stücke rupfen und damit das Gratin abschließen. Es kann natürlich auch normaler Mozzarella benutzt werden wobei mir dieser nicht so gut schmeckt. Zu guter letzt ab in den Ofen für ca. 25-35 Minuten.

maultaschengratin-fertig

Also mir hats geschmeckt.

PS: Wie immer kann man natürlich überall variieren. Ob mit oder ohne Knoblauch, Weißwein in der Soße usw. viel kann man da echt nicht falsch machen.

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