Archiv für November 2010

Schnelle Fischsuppe

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Mittwoch, 24. November 2010

Da die letzten Tage etwas ungesünder als erwartet verliefen, auch was die konsumierte Menge Alkohol am Wochenende anbelangt, musste heute mal etwas gesünderes  auf den Tisch. Da ich Rohkost sprichwörtlich zum Kotzen finde, Gemüse in Reinstform, also ohne gescheite Beilage, auch weg fällt, habe ich mich für eine Fischsuppe entschieden.

Gemacht habe ich sowas noch nie, kenne und liebe zwar die Bouillabaisse, die wär mir jetzt aber zu aufwändig. Ok, kurz für Anregungen gefragt, quasi Ideen für Zutaten, und dann auf dem Heimweg gleich paar Sachen gekauft. Bin etwas von den “Vorgaben” abgewichen, hier und da etwas ergänzt, dazu gedichtet, das Resultat hat mich selbst dann doch überrascht.

Ist wirklich eine sau leckere Fischsuppe geworden. Und das Beste … dauert gerade mal eine halbe Stunde :-)

Ihr braucht dafür

  • Kabaljaufilet
  • Seeteufelfilet
  • 1,5 Liter Gemüsebrühe / Fond (wer hat natürlich Fischfond)
  • trockener Weißwein
  • 1 Zucchini
  • 1 Fenchel (Knolle)
  • 2 Tomaten
  • halbe Karotte
  • 1 Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, 1 Chilischote
  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • Olivenöl

Suppe? Rührend.

1. Karotte in sehr feine Würfel schneiden, ca. 3×3 mm. Chilischote in zwei Hälfen schneiden und die Samen entfernen. Beides bei Seite stellen. Zwiebel in feine Ringe schneiden, Knoblauchzehen schälen und grob andrücken. Fenchelknolle säubern, Strunk entfernen und ebenfalls in Ringform bringen. Zucchini säubern, Enden entfernen, längs teilen und in Streifen schneiden. Aus den Tomaten den Strunk entfernen, würfeln.

So, da das ganze Gemüse fertig vorbereitet ist kann es jetzt ja los gehen.

2. In einer großen Pfanne die beiden Fischfilets kurz von beiden Seiten anbraten (um etwas Geschmack zu erzeugen). Ist dies geschehen die Fischfilets entnehmen, Zwiebeln, Knoblauch sowie Karottenwürfel und die halbierte Chilischote hinzufügen. Alles andünsten.

Nach kurzer Zeit die Fenchenringe und Zucchinischeiben dazugeben.

Weiter dünsten. Nach einer Weile dann noch die Tomatenwürfel dazugeben. Alles mit einer Prise Zucker würzen, Salzen, Pfeffern und mit der Brühe ablöschen. Alles kurz aufkochen, einen ordentlichen Schuss Weißwein hinzugeben, Hitze reduzieren.

3. Die Fischfilets wieder hineingeben. Alles für ca. 20 Minuten ziehen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dazu passt Weißbrot. Wer Bock hat kann dazu natürlich auch noch eine Rouille machen.

Also ich bin echt baff wie einfach das ging und wie gut es geschmeckt hat. Kommt auf jeden Fall mal wieder auf den Tisch. Außer ich hab mal etwas mehr Zeit dann mach ich eine echte Bouillabaisse :-) Später hab ich den Rest dann püriert. Kommt auch nicht schlecht (Edelfische vorher entfernen)…

Gib deinen Senf dazu

Kaninchen Cannelloni

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Sonntag, 21. November 2010

Irgendwie hatte ich die ganze letzte Woche schon wieder diese Bilder im Kopf. Bilder von im Ofen gratinierten Cannelloni, dampfend heiß, badend in einer Béchamel welche mit Pecorino anstatt Parmesan gemacht wurde. Die Cannelloni, natürlich selbst gemacht, enthalten zweierlei Füllung. Zum einen ein tomatiges Kaninchen-Ragout und zum anderen eine Kaninchen-Farce.

Für den Nudelteig hatte ich zum Glück kompetente Hilfe in Form unserer Zwischenmieterin. Ich kann mit dem Zeug nicht so viel anfangen. War dann eine ganz schöne action in einer 2,5 Quadratmeter Küche zu zweit zu hantieren. Gott sei Dank ist von den vier Herdplatten auch noch eine kaputt. Die Tatsache das es ja auch noch Maronensuppe gab machte dieses groteske Schauspiel auch nicht besser. Gedauert hat das alles auch nur ca. 4 Stunden, also genug Zeit sich nebenbei ordentlich und gepflegt zu betrinken.

Da seit heute auch ein Pürierstab zu unserem umfangreichen Küchenequipment gehört gab es vorweg, wie oben bereits gesagt, auch eine Maronensuppe. Das kommt aber ein ander mal. Ich bin schon froh wenn ich das Cannelloni Rezept aus meinem versoffenen Hirn hier in Buchstaben auf den Blog bringe. Quasi ne ordentliche Buchstabensuppe im Gulliver.

So, Kaninchen tot, Klappe zu.

Einkaufsliste

Für das Ragout und die Farce:

  • Kaninchen (hab zwei Kaninchenrücken gehabt)
  • Weißwein
  • Karotte, Sellerie
  • Schalotten, Knoblauch
  • Tomaten (Dose)
  • Salz, Pfeffer, Chili (Pulver), Rosmarin, Thymian, Lorbeerblätter
  • Schweineschmalz, Olivenöl
  • Kalbsfond
  • Brötchen
  • Milch, Sahne

Béchamel:

  • Butter
  • Mehl
  • Salz, Pfeffer
  • Pecorino
  • Muskatnuss

Nudelteig:

  • Mehl
  • Eier
  • Gries
  • Salz

Nu gehts los…

1. Schalotten (ca. 8 bis 10 Stück) und Knoblauch fein hacken. Karotte und Sellerie sehr fein würfeln.

Notwendiges Übel – kann man die Teile nicht größer züchten?

2. Im Mörser aus Salz, Pfeffer und etwas Chilipulver ein Gewürz herstellen. Das Kaninchen damit schön pudern. In einem großen Topf Schweineschmalz erhitzen und das Kaninchen von allen Seiten anbräunen.

Hat das gemeine Langohr Farbe genommen kommen die Schalotten und der Knoblauch ebenfalls in den Topf. Sobald die Zwiebeln glasig sind wird alles mit Weißwein, einer Dose Tomaten und Kalbsfond abgelöscht. Als Maß für den Weißwein und den Fond nehme hier einfach die leere Dose Tomaten zur Hand. Einfach füllen. So wird auch noch der restliche Tomatensaft ausgespült. Die sehr fein gewürfelte Karotte und Sellerie zugeben.

Lorbeerblätter, etwas Pfeffer und Salz dazu geben. Das ganze kocht nun auf kleiner Flamme für ca. eine Stunde.

Jetzt kann das Fleisch abgelöst werden. Der Großteil kommt wieder in die Soße, ein kleiner Teil, ca. 1/4, (besonders das Bauchfett) in ein separates Gefäß geben. Daraus wird später die Farce hergestellt. Das restliche Fleisch eben sehr fein schneiden und zurück in den großen Topf.

Tipp: Das Kaninchen 10 Minuten abkühlen lassen verhindert das man sich permanent die Griffel verbrennt.

Nun einfach weiter kochen bis das ganze Wasser verkocht ist und die Soße eine sämige Konsistenz bekommt. Dann nochmal abschmecken, Ragout fertig! Quasi Ragout Fin.

3. Für die Béchamel Butter schmelzen und mit Mehl eine helle Mehlschwitze herstellen. Mit Milch ablöschen. Salzen, frische Muskatnuss dazugeben. Reichlich geriebenen Pecorino dazu. Abschmecken.

Schau schau junger Maltschik – super Pecorino nach langer Reifezeit – für béchameltauglich befunden

4. Aus dem zur Seite gestellten Fleisch, einem in warmer Milch eingeweichten Brötchen und dem Stabmixer die Farce pürieren. Mit Salz, Pfeffer und etwas gehackten Rosmarin abschmecken.

5. Den Nudelteig herstellen. Hierzu habe ich kein Rezept, schlagt einfach im Kochbuch nach. Wie gesagt hat das die Tina, unsere Zwischenmieterin, gemacht. Ich hingegen war mit dem Konsum von Alkohol und Tabakwaren beschäftigt. Ab und an hab ich aber fotografiert ;-)

Mach ihn platt!

Verläuft ja alles (noch) in geordneten Bahnen…

Deckel drauf, die Oberschicht der Cannelloni, ein Playboy im Herd.

6. Nudelteigscheiben kurz vorkochen und in kaltem Wasser abschrecken. Dann jeweils mit einer Bahn Kaninchen-Sugo und einer Spur Farce belegen, zusammenrollen und so die Backform füllen.

(T)roll dich Kaninchen

Mit dem Rest-Ragout werden die Lücken verschlossen.

Am Ende alles großzügig mit Béchamel begießen. Mit reichlich geriebenem Pecorieno bestreuen und im Ofen bei mittlerer Hitze für ca. 30 – 40 Minuten backen.

Und das wars am Ende. Leider ist es auf dem Teller etwas zerlaufen.

Unglaublich aufwändig. Mit Freunden Kochen macht Spaß, darum für gut befunden.

Gib deinen Senf dazu

Pilzrahm-Tortiglioni unterm rosa Lammlachs

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Freitag, 19. November 2010

Heute hatte ich mal wieder eine dieser speziellen, fast schon halluzinogen anmutenden Eingebungen. Ein Bild einer Speise vor meinem inneren Auge. Erst recht nach einem äußerlich arg angekokelten Fleischküchle, bedeckt mit seltsamem Senf aus dem Päckchen zwischen zwei Hälften eines furztrockenen “Brötchens” – ja da, da wurde dieses Verlangen nach genau dem geistig manifestierten Teller Essen fast unbändig.

Außerdem sollte ich meinen Physis stärken um das abendliche Kassierer Konzert zu überleben. Dafür eignet sich doch nichts besser als ein großer Teller Pasta, in sahniger Soße, bedeckt von rosa gebratenem Fleisch. Gedacht getan:

Zutaten

  • Lammlachs
  • braune Champignons
  • Tortiglioni
  • Knoblauch, Schalotten, frischer Rosmarin
  • Salz, Pfeffer, Chilipulver
  • Öl, Butter
  • Sahne
  • Kalbsfond

Körperertüchtigung

1. Eine halbe Zehe Knoblauch, 2 Echalottes sehr fein hacken.  Die Pilze säubern und in Hälften schneiden.

Auch in nicht-psychedelischer Form lecker – Pilze

Salz, Pfefferkörner und etwas Chili im Mörser eine Gewürzmischung bereiten.

2. Nudelwasser salzen und zum Kochen bringen. Nebenher eine Rauchen und Bier trinken wenn es die Tageszeit zulässt. Wobei es ja keine Tageszeit gibt bei der das nicht geht.

3. Nun in einer großen Pfanne (in welcher später wegen dem Geschmack auch die Soße gemacht werden sollte) den Lammlachs von beiden Seiten scharf anbraten. Das Lamm mit der Würzmischung würzen und auf einem Backblech langsam rosa garen -> wenig Hitze.

4. Nebenbei die Zwiebel und den Knoblauch kurz anschwitzen, die Pilze dazu geben. Stückchen gute Butter rein. Alles mit etwas Kalbsfond ablöschen (wer keinen Fond zur Hand hat nimmt eben Brühe oder was weiß ich. Fond ist aber auf jeden Fall besser). Sahne angießen, Salzen, Pfeffern. Leicht köcheln lassen. Gehackten Rosmarin zugeben. Abschmecken.

5. Nun können die Nudeln auch ins Wasser. Diese kochen bis ein Gargrad erreicht ist der ca. eine Minute vor al dente liegt. Nudeln zur Soße geben und dort fertig “kochen”.

6. Das rosa gegarte Lammfleisch aus dem Ofen holen und ruhen lassen.

Entspannen Sie sich Mr. Lachs des Lammes.

7. Lamm in Streifen schneiden. Ob ihr das Fleisch nun in die Soße mischt oder wie ich einfach auf den Nudeln serviert bleibt euch überlassen.

Bon Appétit

Gib deinen Senf dazu

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