Archiv für Februar 2011

Spanferkelbraten – ein Braten zum dran laben

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Samstag, 26. Februar 2011

Normalerweise muss ich ja im höchst beschissenen Hartz-4-DDR-Rewe einkaufen, heute gings aber mal zum Marktkauf nach Feuerbach, Leute, ich sags euch, ich hab immer noch Tränen in den Augen!

Da ist man diese schäbige Atmosphäre gepaart mit leeren Regalen gewohnt und dann sowas. Gut, Feuerbach besticht nicht gerade durch enorme Schönheit, hat man das Elend aber mit der Schwelle zum Marktkauf verlassen, haut es einen schier aus den Latschen. So viel, so viel super präsentiertes und frisches Zeug im Überfluss, kaum zu glauben. Dementsprechend “großzügig” viel dann auch der Einkauf aus :D

An der bombastischen Metzgertheke, wo ich den Schweinekrustenbraten erstand, bzw. erstehen musste, war so viel leckeres totes Getier, daneben befanden sich Kühltruhen mit allem was den Tierfreund erfreut. Kutteln, Herzen, Nieren, Geflügel, Lamm, Wurst … und der  in der Überschrift befindliche Spanferkelbraten. Hab ich noch nie gemacht, darum musste der mit.

Mein Mitbewohner hat mich dann Gott sei Dank aus dem Fleischbezirk geschleift sonst hätte das kein gutes Ende für mich und meinen Geldbeuten genommen. Also, darum gibts heute auf jeden Fall Spanferkelbraten. Als Vorspeise habe ich einen Wirsing zu einer Suppe verarbeitet. Nachtisch gibts keinen, bzw. halt… Vollrausch :D

Zutaten

  • Spanferkel-Teilstück (hatte glaub was aus der Schulter!?)
  • Karotte, Sellerie, Lauch, Zwiebel, Knoblauch
  • Wasser, Rotwein
  • Salz, Pfeffer

Lasst die Spanferkel-Spiele beginnen…

1. Alles wirklich sehr einfach, so mag ich es. Spanferkelbraten mit ordentlich Salz und Pfeffer einreiben. Karotte, Sellerie, Lauch, Zwiebel, Knoblauch grob putzen und zerteilen. Den Braten in einen weiten Bräter geben, das grob Zerteilte Antifleisch drum-herum verteilen. Eine Tasse Wasser und eine Tasse Rotwein dazu. Bei ca. 150°C für 2 – 2,5 Stunden garen. Je nachdem wie groß das Stück eben ist.

PS: Hatte das blöde Schwein erst eine Stunden umgedreht, sprich auf der Schwarte im Ofen, so das diese erst etwas weich wird. Die restliche Zeit dann mit Schwarte nach oben.

Das Fleisch war so abartig zart und Saftig, die Kruste war knackig und kross. Leute Leute, ein Geschmackserlebnis. Jetzt fehlen nur noch die 10 – 15 Nachtischbiere und ein erfolgreicher Samstag geht zu Ende.

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Tom sprach: Lamm-Bouletten, grüne Bohnen, Rosmarinkartoffeln. Und es war so

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Freitag, 18. Februar 2011

Vorhandenes Lammhack, Hunger und Ideen, Lust zu kochen, Zeit zu kochen, Urlaub nach erfolgreich getätigten Erledigungen. Welch himmlische Kombination, welch Eingebung mich beflügelte, welch Hunger ich schlussendlich zu befriedigen wusste. Amen.

Zutaten

Lamm-Bouletten

  • Lammhack
  • Weißbrot
  • Zwiebel, Knoblauch
  • Ei
  • Milch
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, Rosmarin

in gesalzener Butter sautierte grüne Bohnen, Rosmarinkartoffeln

  • grüne Bohnen
  • kleine festkochende Kartoffeln
  • Salz, Pfeffer, Rosmarin
  • Butter

Bei Rosmarin ist natürlich kein Pulver oder ähnlicher Schrott gemeint. Rosmarinzweige, frische Rosmarinzweige. Word!

Rezept

1. Die oben in der “Lamm-Bouletten”-Zutatenliste genannten Zutaten zu einer homogenen Masse kneten. Weißbrot natürlich vorher kleinschneiden und etwas mit Milch oder Sahne einweichen. Hier aber nicht zu viel. Ansonsten einfach kleinbröseln und etwas Milch direkt in die Schüssel zum Kneten geben.

2. Jetzt geht es etwas ums Timing. Timing verhindert hier den Einsatz übertrieben vieler Kochutensilien wie Töpfe und Pfannen. Wir setzen also stark gesalzenes Wasser für die Bohnen und Kartoffeln auf, diese werden gleichzeitig und im selben Topf gekocht. Die Bohnen werden geputzt (evtl verholzte Enden abtrennen), die Kartoffeln von Erde befreit – sprich gewaschen. Ofen auf ca. 130°C vorheizen.

Am Anfang schuf Tom die Lamm-Boulette.
Und die Lamm-Boulette war kalt und roh.
Und Tom sprach: Es werde die Pfanne heiß! und es ward die Pfanne heiß.
Und Tom sah, daß die heiße Pfanne gut war.
Da gab Tom die Lamm-Boulette in die heiße Pfanne und nannte diese “gebratene Lamm-Boulette”. Und Tom gab die gebratene Lamm-Boulette in den auf 130°C vorgeheizten Ofen.


Und Tom sprach: Es werde das stark gesalzene Wasser für die Bohnen und Kartoffeln kochen. Und es kochte. Und Tom sah das es gut war.
Da gab Tom die Kartoffeln und Bohnen ins stark gesalzene Wasser. Und es geschah also.
Und Tom nannte die Bohnen und Kartoffeln nach ca. 12 Minuten gagart.
Da ward aus den Kartoffeln und Bohnen “halb gekochte Kartoffeln und bissfeste gegarte Bohnen”.


Und Tom sprach: Es begeben sich die Bohnen in den nun leeren Topf mit Butter, daß diese sautiert werden. Und Tom nahm eine Pfanne mit Olivenöl und gab die grob zerteilten Kartoffeln mit Thymian hinein.
Und Tom sah, daß es gut war.
Und Tom sprach: Es gare die Kartoffel weiter in der Pfanne, das sich der Geschmack des Thymians ausbreitet, und sie weicher werden, da keiner harte Kartoffeln mag.
Es gebe den grünen Bohnen, gegart im stark gesalzenen Wasser den letzten Kick, es gare die Lamm-Bouletten auf den Punkt im Ofen, so das alles zugleich fertig werde, heiß und lecker!

Amen…


PS: Wer das Lamm frisch durch den Wolf lässt, es etwas runder formt, ggf. in Semmelbrösel wälzt um es dann im Kern noch leicht rosa zu belassen, darf dem ganzen auch den Vornamen Brisolette geben. Das aber nur nebenbei ;)

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anchovisierte Tomatensoße – einfach kann so gut sein

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Mittwoch, 16. Februar 2011

Wenn der Hunger mal wieder nach Tomatensoße und Pasta schreit, es was ganz einfaches sein soll, aus guten Zutaten, dann ist das hier vielleicht das Richtige.

Zutaten

  • Passierte Tomaten
  • Anchovis (gesalzen, eingelegt)
  • Zwiebel, Knoblauch
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl

Rezept

1. Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Anchovis sehr fein schneiden. In reichlich Olivenöl dies alles zergehen lassen. Vorsicht, sollte nicht arg braun werden. Über alles kommt nun eine Tetrapack passierte Tomaten die auch sogleich mit Pfeffer und etwas Salz (Vorsicht, nur ganz wenig wenn überhaupt, die Anchovis sind ja gesalzen) versehen.

2. Wer mag kann nun noch diverse Kräuter hinzufügen. Ich hab darauf verzichtet, mag es genau so – pur (im Gegensatz zur Band).

3. Nudeln nach Gusto dazu. Ich entschied mich für schmale Tagliatelle die ich im Feinkost-Großmarkt erstand. Hat sehr gut gepasst…

So einfach, so gut. Drüber schön Parmesan gerieben, ein Gedicht!

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Yippie ya yay Schweinebacke – dreifach gegarte Schweinsbäckchen

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Sonntag, 13. Februar 2011

Endlich! Endlich gab es im Supermarché meines Vertrauens Schweinebacke. Außerdem saß die nicht wie so oft an der Kasse sondern war hybsch verpackt in der Auslage zu finden. Doppeltes Glück hatte ich da – meine Freunde.

Da Schweinebacke ein ziemlich durchwachsenes Stück Fleisch ist nimmt dieses Rezept viel Zeit in Anspruch. Ist also eher was um eine Nebenbeschäftigung zum Bong rauchen, Trinken oder zwei bis drei Filme schauen. Wenn es schnell gehen muss weil einen der Hunger killt empfehle ich Anderes ;)

Ich habe es sogar an zwei Tagen gekocht weil ich keinen Nerv für alles am Stück hatte. Dazu geb es Semmelknödel. Passt aber sicher auch allerhand anderes Zeug dazu.

Zutaten

  • Schweinebäckchen
  • Kalbsfond
  • Rotwein
  • Karotte, Sellerie, Lauch, Zwiebel, Knoblauch, Petersilie
  • alte Brötchen
  • Butter, Öl, Schweineschmalz
  • Mehl
  • Eier
  • Sahne, Milch
  • Honig
  • Salz, schwarze Pfefferkörner, Lorbeerblätter, Wacholderbeeren, Zucker

Rezept

1. Mise en place: Karotte und Sellerie schälen, grob zerteilen. Zwiebel und Knoblauch schälen und halbieren. Lauch putzen. Pfefferkörner mörsern.

So richtig fies und Mise, Mise en place…

So sehen die Schweinsbäcken aus. Aus dem Mund für meinen Mund, danke du Schwein!

2. Kalbsfond (Rezept folgt) erhitzen. Etwas Rotwein, Lorbeer sowie angedrückte Wacholderbeeren  hinzugeben. In diesem Sud die Schweinebäckchen für 3 – 4 Minuten blanchieren, wieder herausnehmen und zur Seite stellen.

Könnte durchaus ein neues Hobby werden. Schweinebäckchen in Fond blanchieren…

In einem großen Schmortopf Schweineschmalz erhitzen und die Schweinebäckchen rundherum kräftig bräunen. Karotte, Sellerie, Knoblauch und die halbierten Zwiebeln zugeben. Hab für 6 Schweinebäckchen eine Karotte, ca. 1/4 Knollensellerie, zwei Knoblauchzehen und zwei Zwiebeln genommen.

Nun etwas Honig über alles geben und kurz karamellisieren. Salzen, Pfeffern, gleich mit dem vorherigen Sud aufgießen. Nochmals Rotwein zugeben. Salzen, Pfeffern, etwas Zucker dazu geben.

3. Alles auf sehr kleiner Hitze über 4 – 5 Stunden schmoren.

4. Ofen auf ca. 130°C vorheizen. Schweinebäckchen aus dem Schmortopf nehmen, bei Seite stellen. Soße durch eine Passiersieb geben. Die nun vom Suppengemüse und den Gewürzen befreite Soße mit etwas Sahne verfeinern und weiter langsam weiter einreduzieren.

5. Aus Semmeln, Milch, Zwiebel, Mehl, Salz, Pfeffer, Petersilie und Ei Semmelknödel herstellen. Sobald diese ins Wasser kommen habe ich die Schweinebäckchen in den vorgeheizten Ofen umgelagert (abgedeckt).

6. Die Soße mit einer dunklen Mehlschwitze abbinden, abschmecken. Muss dazu sagen das ich m.M.n. die perfekte Konsistenz getroffen habe.

Kommt auf dem Bild nicht so rüber, die Soße hatte aber echt die beste Konsistenz ever

Muss schon sagen das die Teile auf dem Teller eher wie Bricketts aussehen, das war aber dann doch nicht so schlimm in Natura. Außerdem waren die Dinger innen so zart und saftig – kaum zu glauben.

Schaut es auch an, so zart, so lecker, leider so schnell weg

Lohnt auf jeden Fall zur Nachahmung, ist auch gar nicht so teuer. Leider gerät sowas, wie vieles andere (Kutteln, Herz, Lunge, Nieren, Hirn usw.)  in Vergessenheit. Heute kauft der Otto Normalverbraucher nur noch Schnitzel, Filet, Hähnchenschenkel und so ein Kram. Schämt euch! Ein Tier sollte, wenn es schon sterben musste, auch komplett verbraucht und deshalb auch geschätzt werden.

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Mitgekocht und genossen – Tomatensoße mit Hackbällchen, gebratenen Auberginen und hartgekochten Eiern

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Sonntag, 06. Februar 2011

Am Wochenende ist hier mal wieder ordentlich gekocht worden. Trotz einiger Startschwierigkeiten (der Großmarkt war schon geschlossen) hat dann alles super geklappt. Gegeben hat es Pasta mit zweierlei Soße. Die Pasta hieß glaube ich Gnocchetti Sardi, so genau weiß ich das aber nicht mehr da die folgenden 11 oder 12 Bier mein Gedächtnis ziemlich ausgedünnt haben.

Rezept von der Tomatensoße mit Hackbällchen, Auberginen und Ei gibts dieses mal nur grob da ich ja nur Helfer war. Die zweite Soße gibts hier schon als Rezept. Siehe Broccolisoße.

Zutaten

  • Tomaten (passiert)
  • Hackfleisch
  • eine Aubergine
  • Zwiebeln, Knoblauch, Petersilie, italienische Kräuter
  • Eier
  • Mozzarella
  • Olivenöl
  • Semmelbrösel

Grobes Rezept

1. Aus den Passierten Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch eine Soße kochen und abschmecken. Dauert ca. 2 Stunden, ab und an Wasser nachgießen und oft umrühren.

Blub, Blub, Soße.

2. Mit dem Hackfleisch, Zwiebeln, Knoblauch, Semmelbrösel und Petersilie sowie Salz und Pfeffer kleine Hackbällchen formen. Diese werden roh in die Soße gegeben, darin vorsichtig garen (sprich nicht am Anfang gleich rühren sonst zerfallen die Hackbällchen).

Man beachte die Musterung des frisch geputzten Herdes, danke Tomatensoße, danke Kochvorgang!

3. Auberginen schälen und in feine Scheiben schneiden, in Olivenöl braten.

4. Einer hart kochen. Pellen, in Würfel schneiden.

Das wars wohl fürs Küken. Ein Opfer der Gesellschaft Pasta…

5. Auberginen in die Soße geben. Pasta kochen. Mozarella ebenfalls in Würfel schneiden.

6. Pasta in den Teller, Soße drüber, gehacktes Ei darüber, Mozzarellawürfel drüber, Essen. Und ganz wichtig: Nebenher Bier trinken nicht vergessen ;)

So siehts aus meine Freunde, Gnocchetti Sardi an Tomaten-Hackbällchen, Auberginen, Eier und Mozzarella.

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Heilige dreisaftigkeit – Kotelett natur in Rahmsoße

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Mittwoch, 02. Februar 2011

Im Gegensatz zur theologischen Trinität, welche den Geist beschreibt, ist dieses eher eine weltliche – nämlich die des Genusses. Was gibt es rustikaleres (nicht im negativ behafteten Sinne) als heiße, gusseiserne Pfannen, in denen Fleischteile der noch brodelnden und sahnigen Soße schwimmen und auf den Verzehr mit einer saftigen Beilage warten? Richtig, da gibt es ziemlich wenig. Wenn Augen schmecken könnten würde dieses Gemälde als Umami interpretiert werden.

Die Zutaten sind hier meist einfach aber um so besser…

Zutaten

  • Schweinekoteletts (schön dick und durchwachsen)
  • Sahne
  • Rinder oder Kalbsfond
  • Kräuterbutter (selbst gemacht!)
  • Zwiebeln, Knoblauch
  • Salz, Pfeffer, frische Kräuter
  • Öl

Rezept

1. Zwiebeln und Knoblauch fein hacken sowie die Koteletts salzen und Pfeffern. Gusseiserne Pfanne (geht auch eine andere Backofenfeste, so machts aber mehr her ;) ) erhitzen. Koteletts von beiden Seiten scharf anbraten. Zwiebeln und Knoblauch dazu geben. Sahne und Fond angießen. Kurz aufkochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

2. Frische Kräuter (nach Gusto) grob hacken und dazu geben. Großzügig selbstgemachte Kräuterbutter auf dein einzelnen Koteletts verteilen. In den auf ca. 160°C vorgeheizten Ofen geben. Dort in ungefähr 15 – 20 Minuten sanft fertig garen.

Ich mag die Koteletts sogar noch einen Tacken rosa im Kern – ähnlich Schweinefilet.

3. Mit selbstgemachten Spätzle servieren. Sau lecker!

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