Archiv für September 2011

Cotolette d’agnello in padella con vino bianco uova e limone alla marchigiana

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Donnerstag, 22. September 2011

So kompliziert der italienisch Name, so einfach die Umsetzung am Herd. Die Zutaten kann selbst ein Arbeiter eines Sägewerks, in den sibillinischen Bergen, an seinen verbleibenden Fingern abzählen – sofern er in seinem Arbeitsalltag nicht all zu unvorsichtig gewesen ist. Ganz günstig ist dieses Mahl dann aber doch nicht. Das liegt wohl aber einzig an der Fleischsorte – welche hier aus ehemals süßen, goldigen und quick-lebendigen Lämmern besteht. Nach deren Ableben werden daraus wundervolle Lammkoteletts gewonnen.

„Gewonnen“ trifft es bei dem Rezept auch auf den Punkt. Frau Hazan, von welcher dieses Rezept stemmt, hat mir hier wieder ein mal gezeigt wie untypisch italienisches Essen schmecken kann. Endlich mal wider ein Rezept welches ohne die in vielen zweitklassigen italienischen Restaurants obligatorische Tomatensoße auskommt. Nach dem Verzehr war ich definitiv ein Gewinner. Der Mitesser – der gegenüber, nicht der im Gesicht – sah auch so aus als obs ihm geschmeckt hat. Von dem her  haben zwei gewonnen und einer verloren, in dem Fall das Lamm. Auf deutsch heißt dieser Schmaus außerdem Lammkoteletts, in Weißwein geschmort, mit Ei und Zitrone nach Art der Marken. Nur falls es jemanden interessiert. Ist auch einfacher zu erzählen was es zu essen gab.

8 Finger Zutaten

  • Lammkotelette
  • Zwiebeln
  • Pancetta
  • trockener Weißwein
  • Schweineschmalz oder Öl
  • Zitrone
  • Ei
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Wer kein Lamm bekommt bzw wem Lamm einfach zu teuer ist der kann dieses Rezept auch sicher mir einem anderen Stück aus einem anderen süßen, ehemals quick-lebendigen Tier zubereiten. Frau Hazan hat hier sogar eine Alternative mit Huhn aufgezeigt. Kann mir aber auch gut verstellen hier noch weiter zu variieren.

Schweinefilet, Wachteln, Perlhuhn, Stubenküken, Kalbsschnitzel, Kalbsbeinscheibe, Hähnchenschenkel, usw. Die Garzeiten sowie die grobe Zubereitung müssten hier natürlich leicht angepasst werden. Ich würde z.B. kein Kalbsschnitzel eine Stunde im Ofen schmoren. Das aber nur nebenbei.

Wir hatten auch weniger Glück beim organisieren der Zutaten. Es wollte einfach keiner Lammlendenkoteletts anbieten. Und das obwohl wir in einem Feinkostgeschäft waren sowie danach in einem sehr gut sortierten und darum preislich gehobenen Edeka der Innenstadt, in dem auch kein Wein für unter 10 € zu finden ist. Haben dann einfach Lammlende genommen, ging auch.

Ricetta

1. Zwiebeln in feine Ringe und Pancetta in feine Streifen aufschneiden. Zwiebelringe und Pancettaspeck mit etwas Öl oder Schweineschmalz in einem schweren Topf, am besten einem Schmortopf, anbraten.

Haben die Zwiebeln etwas Farbe genommen die Lammkoteletts, genauer gesagt Lammlendenkoteletts, hinzufügen und auch Farbe nehmen lassen.

2. Salzen, Pfeffern sowie Muskatnuss (natürlich Frisch!) sowie den Weißwein hinzufügen, kurz aufkochen, Hitze reduzieren und für ca. eine Stunde sehr sanft weiter schmoren. Den Deckel dabei zur Hälfte aufsetzen.

3. Das Ei trennen. Eigelb mit etwas frisch gepresstem Zitronensaft vermengen, hierbei sehr vorsichtig sein. Lieber etwas weniger Zitrone verwenden. Wer es hier übertreibt versaut sich u.U. sein Essen! Topf vom Feuer nehmen und die Koteletts mit der Eigelb-Zitronen-Mischung überziehen.

Wir hatten dazu Nudeln. Könnte mir hier aber auch gebackene Kartoffeln dazu vorstellen.

Lammkoteletts, in Weißwein geschmort, mit Ei und Zitrone nach Art der Marken

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Spaghetti alla puttanesca, verhurt noch mal!

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Freitag, 16. September 2011

 

Wer dachte der ganze Lieferdienstwahn hat mir die Lust auf italienisches Essen genommen, der hat, meine Freunde, sich geschnitten wie ein Emo! Genau wie der Bierdurst, die Lust mal einen zu rauchen oder etwas Hartalk zu süffeln, mir vergeht es einfach nicht 😀

Zwei Kochplatten, keine Spüle, da werde ich jetzt sicher keine Täubchen in Jus mit Polentanocken zubereiten, das ist unkoch- und unspülbar. Pastagerichte passen da schon eher. Quasi wie der Topf in die Hartz 4 Küche.

Zutaten wäre da

  • Pasta
  • Knoblauch
  • Sardellenfilets (gesalzen)
  • schwarze Oliven
  • Kapern
  • Tomaten (passiert / in Stücken)
  • Tomate ganz
  • kleine Peperocini
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

So wirds gemacht

1. Knoblauch fein hacken, Sardellenfilets grob vom Salz befreien, ebenfalls fein hacken.

In Olivenöl den Knoblauch und die Sardellenfilets sowie die zerkleinerte Peperocini auflösen. Öl nicht zu heiß machen, es soll hier nichts arg viel Farbe nehmen.

2. Tomaten hinzufügen, die frische Tomate ebenfalls zerkleinern und dazu geben. Oliven entsteinen, grob hacken, ebenso die Kapern. Beides hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Gibt dem ganzen einen gewissen Kick. Kapern und schwarze Oliven

3. Pasta kochen, kurz bevor diese fertig sind mit der Soße vermischen.

Spaghetti, irgendwie immer noch eine meiner lieblings Pastasorten

puttanesca

Spaghetti alla Puttanesca, herrliche Kombination

PS: Das erste mal mein neues Canon 2,8 100 mm L Makro im Einsatz gehabt 🙂

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Stuttgarter Weinfest, bei mancher Speise und den Preisen echt zum weinen

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Donnerstag, 01. September 2011

Bei dieser Hitze sein Gemüt mit einem oder zwei Litern feinstem Weißwein aus der Region zu kühlen, dagegen ist ja nichts einzuwenden. Wenn dann in Faustreichweite alt-68er mit Stuttgart 21 Button am Schunkeln sind, die Probleme der ach so wertvollen Bäumen im Park im Wein ersoffen sind, dann ist das ja noch annehmbar. Auch die gesalzenen 19,50 € für eine schön kalte Flasche trockenen Riesling lasse ich mir noch gefallen. Hauptsache man hat keinen Hunger…

… denn dann kann man sich auf etwas gefasst machen meine Freunde der Nacht und der Dämmerung. 3,80 € für ~ 250 g geschmacklose, lauwarme, der Fertigpackung entsprungenen „Käsespätzle“, wenn man die überhaupt so schimpfen darf, sind da nur der Anfang des Grauens. Kartoffelsalat aus dem Eimer gehört gerade in hiesigen Gefilden zu den Tabus wie ich finde. Offensichtlich aus einer Bürger-Maultaschenpackung gepellte und angebratene Maultaschen, seltsam winzige Portionen Schupfnudeln mit Sauerkraut oder die immer gegenwärtige Rote Wurst machen mir auch nicht gerade den Mund wässrig. Dazu noch alles unverschämt teuer und proppenvoll.

Merke: Das nächste mal, also nächstes Jahr, entweder vorher was gescheites im Restaurant essen gehen, in Ruhe ohne Stress, oder einfach schon raketenvoll diese Festivität des Weingenusses aufsuchen. So macht das auf jeden Fall keinen Spaß.

Bild © by Tim

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