Archiv für Oktober 2011

Choucroute garnie

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Montag, 31. Oktober 2011

Bei mir gibts Choucroute garnie zwar nie gar nie aber trotzdem selten, leider. Finde diese elsässische Version „unserer“ Schlachtplatte sehr lecker und zugleich einfach in der Herstellung. Es sollte aber, wie eigentlich immer, auf die Qualität der einzelnen Zutaten geachtet werden um ein leckeres Choucroute  garnie am Ende zu bekommen. Im eigentlichen Sinne wird Sauerkraut mit diversen Würsten und Fleischeinlagen in einer Mischung aus Brühe und Weißwein gegart und meist mit Kartoffeln gegessen.

Ich machte hier eine light Version da ich alleine bin und das alles sonst etwas viel werden würde. Wer das für mehrere macht sollte sich nicht lumpen lassen und Eisbein, Schweinebauch, Montbéliard-Würste, Saucisson-Vaudois, Bauernwurst, Speck verwenden. Ich für meinen Teil habe nur Bauernwürste und etwas gepökeltes Kassler benutzt.

Zutaten

  • Diverse Schweinereien (siehe oben)
  • Sauerkraut
  • trockener Weißwein
  • Gemüse oder Geflügelfond
  • Kartoffeln
  • Lorbeerblätter
  • Salz, Pfeffer
  • Schweineschmalz oder Öl
  • Zwiebeln

Choucroute erstrecht

1. Zwiebel schälen, halbieren und davon feine Ringe schneiden. Mit Schmalz oder Öl in einem großen Topf glasig dünsten. Mit etwas Fond oder Brühe ablöschen. Sauerkraut dazu geben. Lorbeerblätter dazu geben. Schweinereien Dazu geben. Kartoffeln schälen und in fingerdicke Scheiben schneiden. Ebenfalls dazu geben. Vorsichtig alles im Topf verteilen und mit Weißwein sowie weitererm Fond auffüllen. Gerade so viel damit das Sauerkraut leicht bedeckt ist.

2. Auf geringer Stufe so lange kochen mit die Kartoffeln gar sind. Wer hat darf natürlich auch Wacholderbeeren dazu geben. Ich habs einfach vergessen 😉

Alles heiß auf den Tisch. Zu den Würsten und dem Fleisch passt auch wunderbar ein gescheiter Senf wie Dijon Senf.

 

Gib deinen Senf dazu

Rotes-Rindfleisch-Curry, duftender Wildreis sowie selbstgebackenes Knoblauch-Nan

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Sonntag, 23. Oktober 2011

Früher gab es pro Woche Minimum ein mal ein Curry. Ob mit Fisch, Huhn, Lamm oder Rind war dabei eher zweitrangig. Dazu sei noch gesagt das diese Currys nichts mit dem hier bekannten Currypulver zu tun haben, welches oft an Geschmacklosigkeit nicht zu überbieten ist, nein, vielmehr handelt es sich bei besagten Currys um eigenständige Hauptgerichte die mit Reis und/oder Brot genossen werden. Das Wort Curry steht hier eigentlich für Soße. Quasi also ein Eintopf mit einer Hauptzutat wie Fleisch, Fisch oder Gemüse bzw. eine Mischung aus dem genannten, alles gegart in einer würzigen Soße, Curry eben…

Bei mir gab es gestern eine Version mit Rindfleisch und Tomaten sowie selbst gebackenes Knoblauch-Nan-Brot, welches aber nicht aus meiner Feder stammte sondern der Wohnungseigentümerin gebührte, bei welcher dieses Curry entstand.

Wichtig sind hier die Zutaten. Das meiste sollte man wirklich in einem indischen Lebensmittelgeschäft besorgen da hier die Auswahl groß ist und die Preise sehr moderat. Gewürze wie gemahlener Kreuzkümmel sowie Kreuzkümmel-Samen (Cumin), gemahlener Koriander, Kurkuma, Bockshornklee aber auch Curryblätter, Chilischoten, Ghee sind hier erhältlich. Ein Vorrat dieser Gewürze kann hier eigentlich nicht schaden.

Auch den Fond habe ich hier selbst zubereitet. Das lohnt sich wirklich und kostet nicht viel. Von gekörnter Brühe würde ich ebenso Abstand nehmen. Da kann man sich schnell ein tolles Essen versauen bzw. aus einem außergewöhnlichen Curry auf ein gewöhnliches Curry abrutschen. Die 3 Stunden mehr sollte es einem Wert sein besonders da man hier ja nicht aktiv daneben stehen muss.

Für das Rote-Rindfleisch-Curry wird folgendes benötigt:

Zutaten

Für den Fond

  • ca. 1 KG Rinderknochen / Fleischknochen
  • eine Zwiebel
  • Suppengrün
  • Salz

Für das Curry

  • Rindfleisch (aus der Schulter)
  • reife Tomaten, frisch
  • Dose Tomaten
  • Ingwer
  • Essig
  • frische grüne, scharfe Chilischoten (Asialaden o.Ä.)
  • Ghee (zur Not auch Öl)
  • Pfefferkörner, Kreuzkümmel-Samen, Kreuzkümmel gemahlen, Koriander gemahlen, Curryblätter, Salz
  • Zwiebeln, Knoblauch

Für das Nan-Brot

  • 250 g Weizenmehl
  • 8 g Hefe
  • 1/2 TL Backpulver
  • 75 ml Milch
  • 75 ml Joghurt
  • 1 Ei
  • Zucker, Salz
  • Knoblauchöl

Rezept

1. Knochen in einen großen Topf geben, Zwiebel schälen, halbieren und dazu geben. Karotte schälen, halbieren dazu geben, kaltes Wasser darüber. Auf kleiner Flamme ca. 3 Stunden sieden lassen. Prise Salz dazu, fertig.

2. Kreuzkümmelsamen kurz in einer heißen Pfanne rösten. Pfefferkörner zerstoßen und mit je 2 EL gemahlenem Koriander und 2 EL gemahlenem Kreuzkümmel vermischen. Geröstete Kreuzkümmel-Samen dazu und mit etwas Essig zu einer Paste verrühren. 2 Zeiebeln und 3 Zehen Knoblauch grob zerhacken und mit einem Mixer pürieren. Zu der gerade angerührten Paste geben.

Reihum: Gemahlener Pfeffer, gemahlener Koriander, gemahlener Kreuzkümmel und geröstete Kreuzkümmel-Samen (durch das anrösten entfalten sich die ätherischen Öle besser)

Die oben aufgeführten Gewürze mit Essig zur Paste verrührt

Dazu kommen dann die pürierte Zwiebel und der Knoblauch

3. In einem Schmortopf oder einer Casserole einen EL Ghee erhitzen, das in mundgerechte Stücke geschnittene Rindfleisch dazu geben. Von allen Seite sehr gut anbraten. Nun die Paste aus den Gewürzen und der pürierten Zwiebel und dem Knoblauch geben. Alles weiter für ca. 5 Minuten anbraten. Die Tomaten (in meinem Fall 3 Stück) Würfeln und ebenfalls dazu geben. Die Dose Tomaten auch dazu geben. Nun ca. 4 bis 5 Kellen vom Rinderfond dazu geben. Chilischote halbieren, Kerne entfernen und ebenfalls dazu geben. Ein ca. daumengroßes Stück Ingwer schälen und ins Curry reiben. Eine kleine Hand Curryblätter hinzufügen.

4. Hitze reduzieren und für ca. 2 Stunden leise köcheln lassen.

Dies ist die ungefähre Konsistenz welche das Curry erreichen sollte

5. Nun kann in der Zwischenzeit der Teig für das Nan-Brot zubereitet werden. Dieser muss etwas aufgehen darum nicht zu lange damit warten. 50 ml Milch erwärmen, vom Feuer nehmen. Prise Zucker und ca 8 g Hefe dazu geben und auflösen lassen. Nun den Rest der Milch mit ca. 75 ml Joghurt, dem Ei und etwas vom Knoblauchöl verrühren. 250 g Mehl mit dem Backpulver und etwas Salz mischen, Joghurt-Ei-Milch und die Hefe-Milch-Mischung dazu geben, gut durchkneten. Auf ca. die doppelte Größe aufgehen lassen.

6. Ofen auf ca. 200 bis 220°C vorheizen und ca. 10 Minuten bevor das Curry bzw. der Beilagenreis fertig ist zu kleinen Nan-Broten formen, auf ein Backblech legen, nochmals mit Knoblauchöl bepinseln und goldgelb wie Maiskolben backen.

Nan-Brot vor dem Backen

Und das war das Resultat – ultra leckeres Rotes-Rindercurry mit selbst gebackenem Knoblauch-Nan-Brot!

Das war wirklich eines der besten Currys welches ich seit langem gemacht habe. Das Nan-Brot war auch super lecker, schön luftig, einfach ein super Curry. Kann euch nur empfehlen dieses Curry mal nach zu kochen. Hier können z.B. auch noch Kartoffeln am Ende rein, es kann also noch experimentiert werden. Auch mit Lamm stell ich mir das lecker vor.

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Blogparade Küchenausstattung – Thema Schneiden | momentan noch ins eigene Fleisch

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Donnerstag, 20. Oktober 2011

Mein kurzer sowie einschneidender Beitrag zu der Blogparade Küchenausstattung des Küchen Atlas Blog werde ich hier zum besten geben. Darauf aufmerksam gemacht hat mit der Jan, ebenfalls Stuttgarter und Plog-Schreiberling. Am Anfang dachte ich >>Ne, mit meiner momentanen Ausstattung bringts das ja eigentlich gar nicht<<, dann dachte ich mir aber >>warum nicht<<. Genug um den heißen Brei geredet, ich fang einfach mal an.

Frage 1: Mit was für Messern arbeitet ihr? Welche Sondermesser setzt ihr wofür ein?

Das ist einfach zu beantworten. Bei mir hier ist der Plural überflüssig da ich nur ein Messer besitze. Ein gescheites, kein Spielzeug sondern ein Arbeitstier. Mein WMF Grand Class wird zu jeder Gelegenheit so richtig schön gequält. Ein Huhn zerteilen? Kein Problem. Mirepoix schneiden? Kein Ding. Sogar Fisch filetier ich mit dem Mistding, auch kein Problem.

Hätte ich mehr Messer wäre das wie wenn ich zwei Sportwägen in der Garage stehen hätte. Nie könnte ich mich entscheiden. Gut, ein Hackebeil wäre noch nett aber brauchen tu ich das bisher nicht. Solang ich nicht so ein nerviges kleines Omamesser nutzen muss wird dieses Messer hier auch die nächste Zeit single bleiben. Ich sehe bei mir kein Bedarf zu einem zweiten Messer.

Frage 2: Worauf schneidet ihr?

Auf einem 5 Euro teuren und im verkaterten zustand gekauften Plastikbrett 😀 Hab hier zwar noch ein großes nobles Holzbrett (ca. 50 x 50 cm) aber das ist noch original verpackt. Dachte das passt viel besser zu meiner unfertigen Küche 😉

Frage 3: Wie schärft ihr die Messer?

Mein Messer schärfe ich vor jeder X-Ten Benutzung mit einem Wetzstahl. Man kennt die ja aus der Metzgerei. Plastikgriff mit Stahlstange dran, 10 man links und rechts runter gezogen und das Teil ist bereit tief ins Fleisch zu schneiden. Wenn es mal ganz stumpf sein sollte wird es zu WMF eingeschickt und für kleines Geld gescheit geschliffen.

Frage 4: Wie bewahrt ihr eure Messer auf?

In einer Schublade. Ich weiß das sollte man nicht aber gut. Genau so sollte man nicht über den Durst trinken, macht mir aber nix. Ich muss die Schublade mit dem Besteck ja nicht unnötig schütteln. Geht also schon 😉

Frage 5: Wie schützt ihr euch vor Verletzungen?

Gar nicht. Wenn das Messer schön scharf ist schneidet man sich eigentlich auch nicht. Man muss ja nicht unnötig drücken und schieben. Das Messer schneidet dann genau da wo es soll.Wüsste jetzt auch nicht wie man sich dagegen schützen sollte außer nix mehr zu schneiden bzw. nen Kettenhandschuh zu tragen.

So das waren auch schon meine schnittigen Antworten. Dann bin ich mal gespannt wie die anderen so mit ihren Messern handwerken oder auch nicht. Wer fragen hat darf diese gerne als Kommentar hinterlassen. Ich entscheide dann spontan ob ich diese beantworte 😉

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