Archiv für April 2012

Hackfleischpizza auf „Ooooooooh Junge“-Art

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Samstag, 21. April 2012

Ja, so lecker war die. Ooooh Junge, Junge, Junge war die lecker!

Das erste mal aß ich diese leichte Köstlichkeit bei den Eltern meiner Ex-Freundin. Vorher kannte ich sowas nicht. Woher auch? Als zerbrechlicher, keuscher Jüngling aus katholisch-veganem-frutarier-Haushalt dauerte es die ein oder andere Sitzung bei meinem Heim-Psychologen um diese Erfahrung in einer der zahlreichen Schubladen meiner Selbst zu verstauen.

Das Rezept hab ich mir natürlich gleich ergaunert. »Oh WHUT?« entsprang meinem verdutzten Antlitz. »The FACK!« überkam es mich beim zweiten darauf linsen. Auf dem Schwarz-Weiß bedruckten A4 Papier konnte ich Worte wie „Ketchup“ und „Curry Ketchup“ entziffern. Kann man sicher besser machen Frau Stan******ger. Von der stammte das personalisierte Rezept nämlich. 😀

Ist jetzt bestimmt schon 3 bis 3 Jahre her. Endlich bin ich mal dazu gekommen das zu kochen bzw. backen. Hier also mein Rezept der Hackfleischpizza. Eben auf „Ooooooh Junge“-Art 😉

Zutaten

  • Hackfleisch vom Rind
  • altes Brötchen
  • Ein Ei
  • Zwiebel, Knoblauch
  • gelbe Paprika
  • Tomaten, passierte Tomaten oder aus der Dose
  • frische Champignons
  • geriebener Käse
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer (und ich hatte noch Habanerosauce [wers scharf mag ;-)])

Hackfleischpizza Rezept

1.Aus dem Hack, dem alten Brötchen, einem Ei, einer halben Zwiebel, einer Knoblauchzehe, Salz und Pfeffer einen schönen homogenen Hackfleischteig kneten. Ich hab am Ende noch etwas Habanerosauce untergemengt weil ichs etwas schärfer wollte.

2. Großes Backblech oder eine backofenfeste Form mit etwas Olivenöl auspinseln. Die Hackfleischmasse darin verteilen. Dicke sollte so 0,5 bis 1 cm sein.

3. Darauf dann etwas passierte Tomaten oder Dosentomaten verteilen. Salzen und Pfeffern nicht vergessen.

4. Nun mit Pilzen, Paprika, Tomatenscheiben, der anderen halben Zwiebel in Ringform und dem Käse belegen.

5. Alles für ca. 20 bis 30 Minuten (je nach Ofen eben) bei ca. 200°C backen.

Dazu hab ich etwas Weißbrot gegessen. Sonst wäre das sogar mir zu fleischig gewesen. Hab diesmal auch darauf verzichtet die Pizza noch mit Wurst zu belegen. Natürlich steht jedem Frei wie er seinen Herzinfarkt forcieren möchte 😉 Wohl bekomms!

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Phở bò – vietnamesische Nudelsuppe mit Rindfleisch

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Sonntag, 15. April 2012

Also irgendwie hab ich echt einen an der Klatsche stelle ich heute mal wieder fest. Da koche ich verfickte 7 Stunden einen Brühe für Phở bò – eine vietnamesische Reisnudelsuppe mit Rindflesich – um beim verfassen dieses Artikels auf meine Pizza vom Lieferdienst zu warten. Völlig verkatert und noch echt krank versteht sich. So wiederholt sich dieses groteske Schauspiel jeden Sonntag, der seltsam kulinarische Dreidel hat noch Restschwung. Mal sehen wo ich nächsten Sonntag Pizza bestelle 😀

Zur Suppe: Der Plan war ja mir mit der Suppe neuen Lebensodem einzuhauchen, flüssigen Odem, suppigen obendrein. Hätte wohl auch funktioniert wären mir die 10 Bier nicht in die Quere gekommen gestern Abend. Aber gut, ohne die Suppe wäre ich dann vielleicht schon tot. Keiner weiß es 🙂  Auf jeden Fall stehe ich auf diese Art von Suppen. Habe ich meiner Meinung nach auch schon oft erwähnt. Unglaublich leckere und lange Nudeln, gebettet auf allerlei frische Zutaten, eine dezente Schärfe im Hintergrund, alles verbunden durch die unglaublich nahrhafte und kochend heiße Brühe, wo nur Schlürfen einer fiesen Verbrennung vorbeugen kann, ja das mag ich. Ich mag dich. Dich mag ich – Suppe!

Das einzige Manko dabei ist die Zeit. Minimum 5 bis 6 Stunden für die Brühe, dann ggf. abkühlen und entfetten, schon ein kleiner Gewaltakt. Entgegen der Taten der RAF aber ein Gewaltakt der sich lohnt. Also partizipiert meine Freude und kocht Suppe!

Phở bò Zutaten

Für die Brühe

  • Markknochen (vom Rind)
  • Ochsenschwanz
  • Suppenfleisch (auch vom Rind versteht sich)
  • Zimtstange
  • Sternanis
  • 2 Zwiebeln
  • Ingwer
  • Fischsauce
  • Salz, Zucker

Für die Einlage

  • Rinderfilet
  • Sojasprossen
  • Glasnudeln (hier keinen Scheiß kaufen -> zum Asiaten gehen!)
  • Chilisauce
  • Frühlingszwiebeln
  • Limette
  • Fischsauce
  • und was immer euer Herz noch begehrt 😉

Rezept

1. Knochen, Ochsenschwanz und Suppenfleisch kurz unter fließendem Wasser waschen. Manche blanchieren die Knochen noch vorher um eine klarere Brühe zu bekommen.

Im Gegensatz zu den knochigen Tatsachen in Modemagazinen steh ich auf den Scheiß hier!

Ich spare mir das weil ich finde die Brühe muss hier nicht klar sein. Also alles in einen großen Topf geben, Wasser drüber und sanft erhitzen. Nach alles Regeln der Brühenkunst nun langsam eine Brühe ziehen. Steht schon oft genug im Internet und auch hier, darum erwähne ich es nicht noch mal extra.

Nach ca. 3 bis 4 Stunden noch die vorher geschwärzte Zwiebel und ein großes Stück Ingwer, welches in zwei Hälften zerteilt wurde, hinzu geben. Ebenso ein kleines Stück einer Zimtstange und Sternanis. Weiter für ca. 2 Stunden ziehen lassen. Am Ende Fischsauce (ca. 6 bis 8 EL) Salz sowie etwas Zucker hinzugeben.

2. Alles durch ein Tuch geben. Wer mag kann das ganze dann über Nacht im Kühlschrank abkühlen lassen. So lässt sich die Fettschicht am nächsten Tag sehr leicht entfernen. Wem das egal ist der kann gleich weiter durchstarten.

Die Brühe ist durch abkühlen versülzt und das Fett hart geworden. Kann also bequem mit einem Löffel entfernt werden

3. Glasnudeln für ca. 10 Minuten einweichen. Je nach Art und dicke variieren die Zeiten aber hier. Dann auf der Packung nachlesen oder (wer kein Vietnamesisch lesen kann) im Laden fragen oder nach Gefühl probieren 😉 Nudeln kochen und die Brühe nebenher auf Temperatur bringen – also sehr heiß!

4. Alles zusammen bringen. Etwas Sprossen in eine Suppenschüssel geben. Darüber etwas Chilisauce und Fischsauce geben. Dann kommt eine Portion Nudeln darüber. Jetzt ein Teil vom Rinderfilet (ist noch roh!) sehr dünn aufschneiden. Auf die Nudeln geben. Das Filet wird jetzt mit der heißen Brühe, mit der wir nun die Suppenschüssel auffüllen, gegart. Frühlingszwiebeln als Ringe drüber und fertig ist die Suppe. Jetzt kann jeder mit Limette, Chilis, Sesamöl usw. nachwürzen wie er mag. Natürlich kann man auch noch mehr in die Suppe geben. Frischer Koriander, Thai Basilikum usw. Jeder wie er Lust hat.

Man sieht wo die Brühe das Fleisch bereits gegart hat. Einfach das Fleisch etwas in die Brühe drücken und der Rest wird auch gar.

Und weil so schön ist noch mal eines. Wie in nem Porno!

Ich kann dazu nur eines sagen. Wow!

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mann bin ich Miso drauf heute! japanische Misosuppe – 味噌汁

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Freitag, 13. April 2012

Ja, es ist Freitag. Eigentlich schön, leider hat mein erbärmlicher Körper das nicht realisiert und mir seit Mittwoch Halsweh beschert. Mit der Hoffnung wenigstens morgen diverse Alkoholika absorbieren zu können mache ich heute dann mal Halbgas, ruh mich schön aus und erquicke mich kulinarisch.

Suppe. Spontan fällt mir genesungstechnisch Suppe ein. Da ich meine Geschmacksrezeptoren erst kürzlich im Tokio-Dining (kann ich nur empfehlen – auch wenn es etwas teurer ist) auf japanische Suppe geeicht habe, japanische Suppen an sich der Gipfel der Geilheit sind, Suppen sowieso IMMER Geil sind, schon länger eine Packung Misopaste im Kühlschrank entspannt, wird es wohl heute Misosuppe geben.

Zutaten für die Misosuppe

  • Dashi (japanischer Fischsud aus Bonito-Flocken und Kombu sowie getrocknete Shiitake-Pilzen)
  • Misopaste
  • Frühlingszwiebeln
  • Seidentofu

Suppengekaspere auf japanisch

1. Dashi zubereiten (beziehe mich hier auf 500 ml Wasser): Dazu den Kombu (ca 10g) mit einer Schere grob zerteilen. Ebenso einen getrockneten Shiitake mit dem Messer etwas zerkleinern. Nun Wasser langsam erhitzen. Den Kombu und Shiitake dazu geben und leicht aufkochen. Hitze reduzieren und alles kurz durchziehen lassen.

Links: getrocknete Shiitake-Pilze | Rechts Kombu (Seetang)

Durch ein feines Sieb absieben. Den Topf ausspülen und den Sud zurück schütten. In den Sud nun ca. 5 g Bonito-Flocken einrühren. Wem der Geschmack zu intensiv wird nimmt einfach weniger -> ausprobieren. Die Bonito-Flocken ebenfalls kurz ziehen lassen und dann wieder durch ein feines Sieb abgießen.

Topf wieder ausspülen und das fertige Dashi zurück gießen. Jetzt kann nach und nach – Löffel für Löffel die Misopaste eingerührt werden. Aber Vorsicht, diese ist sehr intensiv. Mir haben hier ca. 2 EL völlig gereicht! Also ab und an probieren. Wenn der gewünschte Geschmack erreicht ist  den Löffel bei Seite legen. Die Suppe sollte nach dem Einrühren der Misopaste nicht mehr aufgekocht werden da sonst der feine Geschmack verloren geht.

2. Die Einlage: Hier kann man wieder flexibler sein. Ich habe mich für eine vegetarische Variante mit Seidentofu sowie Frühlingszwiebeln entschieden.

 

 

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