Archiv für Juni 2012

Kaeng Khiao Wan (แกงเขียวหวาน) grünes Thai-Curry

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Freitag, 29. Juni 2012

Auch wenn die meisten Menschen mit einer westlichen Zunge hier nichts süßes schmecken werden heißt Kaeng Khiao Wan übersetzt grüne süße Suppe. Im Rest der Welt auch unter grünem Thai-Curry bekannt. Mich wundert es selber das ich es noch nicht gebloggt habe gehört thailändisches Essen doch zu meinen Favoriten. Aber gut, lieber jetzt als nie. Den Anfang mache ich mit der besagten grünen süßen Suppe. Da ich Schärfe-Fan bin solltet ihr mit der chilimenge etwas aufpassen, nicht das es ungenießbar wird 😉

Wer nicht gerade in einem Ballungszentrum oder kulturell stark frequentierten Gebieten wohnt, sprich auf dem Kaff, also keine asiatischen, chinesischen oder indischen Läden in Reichweite hat, sollte sich die Zutaten bestellen oder anderweitig besorgen. Diese eingedeutschten pseudo-Currypasten sind m.M.n. nicht so toll. Man kann hier auch auf eine gute grüne Currypaste vom Asiaten zurückgreifen. Die sind nicht so schlecht.

Ich habe z.B. auch keine Thai-Auberginen mehr bekommen, waren aus, habe dafür notgedrungen kleine runde (italienische) Auberginen genommen. Ist nicht original geht aber zur Not auch.

In diesem Sinne: „Grünes Thai-Curry wanna make you sweat, sweat till you cant sweat no more“…

Zutaten

grüne Currypaste (wer diese selber hestellen möchte)

  • grüne thai-Chili (Bird-Eye-Chili)
  • Zwiebel
  • Knoblauch
  • Garnelenpaste
  • Zitronengras
  • Koriander (Samen), Koriander Wurzel
  • Limonenschale

Rest

  • grüne Curry-Paste (siehe oben), oder fertige vom Asiamann
  • Hühnerfleisch
  • Thai-Auberginen
  • Kokosmilch
  • Fischsauce
  • Palmzucker
  • Limonenblätter, Thai-Basilikum

Rezept

1. In einem Mörser, am besten Steinmörser wegen der rauen Oberfläche, aus den oben genannten Zutaten die Currypaste herstellen. Das ist der aufwändigste Teil 😉

Die grünen Chilis sind sehr wichtig für das grüne Curry. Beim Asiaten kostet diese Hand voll ca. 20 Cent… Auf keinen Fall ins Gesicht fassen nach dem ihr die Chilis in Hälften geschnitten habt. Meines brennt gerade ziemlich gewalttätig 😉 Auch andere Aktivitäten sollten etwas warten…

2. Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Ich habe 2 Maishähnchenbrust-Filets und 2 Maishähnchen-Schenkel genommen. Von den Maishähnchen-Schenkeln das Fleisch ablösen. Ich habe diese beiden Fleischstücke wegen ihrer unterschiedlichen Textur genommen. Ich fand es authentischer da in Thailand sicherlich nicht nur Hähnchenfilet ins Curry kommt.

3. Kokosmilch in einen Topf geben. Ich habe hier zwei Dosen für ca. 500 g Fleisch genommen. Kokosmilch langsam auf ca. die Hälfte einreduzieren. 2 EL der Currypaste einrühren und auflösen. Die Knochen mit den Fleischresten von den Hähnchenschenkeln dazu geben. Das Ganze ca. 10 Minuten weiter einköcheln.

4. Knochen entfernen. Thai-Auberginen vierteln, dazu geben, nach weiteren 5 bis 10 Minuten das restliche Fleisch zugeben. 3 – 4 weitere grüne Chili in Hälften teilen, Kerne entfernen und ebenfalls dazu geben. Achtung! Wer es nicht so scharf mag hier die Chilis weg lassen 😉 1 TL Palmzucker dazu, Fischsauce, Limonenblätter und Thai-Basilikum.

5. Wenn das Fleisch gar ist mit etwas Limette, Fischsauce und ggf. etwas Salz abschmecken. Mit Reis essen…

Nach dem Genuss dieses Chilis sollten jegliche Atemwegen frei sein.

 

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Lasagne-Suppe mit Ziegen-Frischkäse-Béchamel

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Mittwoch, 27. Juni 2012

Es gibt ja so etwas wie Liebe auf den ersten Blick. Zumindest soll es das geben. Rezepte bzw. Speisen sind da auf eine Art den Frauen ähnlich. Manche findet man auf Anhieb attraktiv, rein vom Aussehen. Der Geschmack ist vorzüglich wird mit jedem Bissen aber aufdringlicher und aufdringlicher, bis man  Mühe hat den im Mund verbliebenen Rest herunter zu schlucken. Bei Anderen entwickelt man eine Zuneigung erst wenn man diese länger kennt. Dann erkennt man aber die feinen Abstufungen, die Vielschichtigkeit und Tiefe. Man muss sich darauf einlassen, dem Kennenlernen eine Chance und Zeit gewähren. Nicht von Vornherein „Nein“ sagen.

Heute war so ein Tag. Mittwoch, leichter Kater, eher eine tiefsitzende Abgeschlagenheit, trotzdem großer Hunger, Internet und die Entdeckung der Lasagna Soup von Brenda. Fragt mich nicht wie zur Hölle ich auf die Seite kam 😉 Gesehen, erst misstrauisch gewesen, auf Facebook angekündigt und heute Abend gleich gekocht. Mit 9 Fingern gekocht da ich es geschafft habe 1/3 vom Fingernagel meines linken Zeigefingers beim Brunoise schneiden zu amputieren.

Auf die Plätze, fertig, Nachklöppeln… So halb, hab das Rezept wie immer arg angepasst. Eigentlich hab ich das Rezept nur kurz überflogen, wie immer halt.

Zutaten

  • 500 ml Tomaten (passiert), Tomaten gestückelt (1 Dose)
  • Hackfleisch vom Rind (ca 150 g)
  • 2 bis 3 Lasagneplatten (oder andere breite Nudeln)
  • Zwiebel, Knoblauch, 1/2 Karotte
  • Ziegenfrischkäse, Mozzarella, Milch
  • 250 ml Rinderfond / Brühe
  • Salz, Pfeffer, getrockneter Thymian, Zucker, Paprikapulver
  • 1/2 Chilischote (frisch, mild), krause Petersilie
  • Weißwein
  • Weißbrot

Rezept

1. Karotte schälen und sehr fein zu Brunoise würfeln. Sprich eine Kantenlänge von ca. 1 bis 2 mm sollte nicht überschritten werden. In etwas Olivenöl sehr langsam dünsten. Nebenher eine Zwiebel und eine Zehe Knoblauch ebenfalls fein würfeln und zur Karotte geben. Alles für ca. 3 bis 4 Minuten mit dünsten. Nun das Hackfleisch zugeben. Hitze hoch drehen und krümelig braten. Aber Vorsicht, es soll nichts anbrennen! Salzen, Pfeffern und etwas mit Paprikapulver würzen.

2. Mit den passierten Tomaten und den gewürfelten Tomaten aus der Dose ablöschen. Rinderbrühe zugeben. 1 TL Zucker zugeben. 1/2 Chilischote in Ringe schneiden. Ebenfalls zugeben.

3. Ca. 30 Minuten köcheln lassen. Mit etwas getrocknetem Thymian würzen, etwas Weißwein dazu geben. Jetzt die Lasagneplatten grob zerbrechen. Zur Suppe geben. Nudeln al dente kochen. Dabei Deckel auf den Topf.  Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4. Ofen auf Oberhitze einstellen. Weißbrot in Scheiben schneiden und mit Olivenöl beträufeln. Im Ofen bräunen. Nebenher etwas Ziegenfrischkäse mit einem kleinen Schuss Milch mischen, Salzen, Pfeffern.

5. Suppe in einen Suppenteller geben, etwas von der Ziegenfrischkäse-Béchamel darauf geben, gewürfelten Mozzarella darüber und ebenfalls kurz im Ofen gratinieren.

Gehackte Petersilie drüber streuen und mit dem gerösteten Brot essen bzw unter sehr großer Kraftanstrengung rein schlürfen 😀 Lecker!

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Chorizo-Nudelsalat mit gegrillter Paprika

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Sonntag, 24. Juni 2012

Ich hatte es ja im Papperlapaprika-Beitrag in den Kommentaren schon erwähnt das ich noch nie Paprika gegrillt habe. Also in dem Sinne das die Paprika komplett außen verkohlt um dann ihre Haut zu verlieren. Später im Nudelsalat-Artikel habe ich dann dieses Vorhaben mit der Chorizo im Nudelsalat geäußert. In Kombination wurde dieser Chorizo-Nudelsalat mit gegrillter Paprika daraus. Wirklich lecker, probiert es aus…

Zutaten

  • rote Paprika
  • Chorizo
  • Fusilli-Nudeln
  • Zwiebel
  • 2-3 EL Mayonnaise oder ersatzweise 2 Eigelb
  • Essig, Öl
  • Salz, Pfeffer
  • Petersilie kraus

Chorizo-Nudelsalat Rezept

1. Paprika leicht einstechen um ein Platzen im Ofen zu vermeiden. Grillfunktion im Ofen nutzen. Volle Power! Die Heizstäbe müssen glühen! Das Blech im Ofen so einsetzen das zwischen der Paprika und den Heizstäben ca. 10 cm Platz sind. Nun nach und nach das Äußere schön schwarz grillen. Wer einen Gasherd hat kann hier auch die offene Flamme nutzen. Oder eben einen echten Grill 😉

2. Paprika abkühlen lassen. Die verkohlte Haut sauber entfernen. Kerne ebenfalls entfernen.

Die fertig gehäutete Paprika in Rauten bzw. kleine Vierecke schneiden.

3. In einer Schüssel die gegrillte Paprika mit Essig und Öl sowie einem TL Senf mischen. Entweder 2-3 EL Mayonnaise hinzufügen oder etwas Öl mit Senf und Öl separat zu einer Mayonnaise mischen, zu der Paprika geben. Zwiebel hacken, dazu geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Chorizo in Streifen schneiden, ebenfalls dazu geben.

4. Nudeln kochen, etwas abkühlen lassen. Nudeln zur Sauce geben, gut vermengen. Petersilie hacken, unter mengen. Fertig.

Der fertige Chorizo-Nudelsalat mit gegrillten Paprika. Dazu eine eitrige Tote Wurst und Baguette.

Eigentlich wollte ich noch Artischocken-Herzen unter mischen, war im Supermarkt aber so verkatert das ich mich zwischen den Artischockenherzen mit Kreislaufkollaps und dem schnellen Verlassen des Ladens entscheiden musste. Das Zweitere war mir dann lieber.

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