Archiv für Oktober 2012

Ragout vom Schweinebäckchen

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Montag, 29. Oktober 2012

Da es heute mal wider Schweinebäckchen zu kaufen gab war ich quasi gezwungen zuzugreifen. Alles andere hätte mich beschämt, gequält und wohl die nächsten Tage nicht mehr losgelassen. Also habe ich mich mir selber gefügt und den Kauf getätigt.

Die Bäckchen wollte ich diesmal zu einem Ragout verarbeiten, zumindest ein Teil davon, der andere kommt erst mal ins ewige Eis. Dazu nehme ich Staudensellerie her, Karotte und Weißwein sowie Zwiebel und Knoblauch. Zwiebel pellen, Knoblauch ebenso, beides fein hacken. Karotte und Staudensellerie erfährt das selbe Schicksal. Zwiebel und Knoblauch andünsten. Bäckchen dazu. Karotte und Sellerie dazu. Farbe nehmen lassen und mit Weißwein ablöschen. Fond (Kalb oder Rind, Geflügel geht sicher auch) dazu. Salzen, Pfeffern Lorbeerblätter dazu. Zudecken und langsam schmoren.

Nach ca. 45 Minuten ein paar EL Tomatenpüree zugeben. Danach den Deckel nicht mehr aufsetzen so das die Flüssigkeit reduzieren kann. Das ganze wird jetzt so lange gekocht bis die Bäckchen zart sind. Dauert 1,5 Stunden. Die Schweinebäckchen sollten so zart sein das sie mit einem Löffel zerteilt werden können. Genau so machen wir das jetzt auch. Nachdem alle Bäckchen in mundgerechte Stückchen zerteilt wurden wird Wasser für Pasta aufgesetzt. Die Schweinebäckchen mit Salz und Pfeffer Abschmecken. Etwas Butter dazu und langsam die Restflüssigkeit einreduzieren.

Am Ende mit der Pasta mischen. Fertig.

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Meatballs – Fleischbällchen auf italienisch

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Freitag, 26. Oktober 2012

Im Prinzip das alte Hackbällchen Rezept, diesmal aber ohne Zeitdruck und mit etwas ansehnlicheren Fotos. Damals war wohl wirklich „allright keine Zeit“ angesagt. Jetzt bin ich aber gefühlte 10 Jahre älter, somit langsamer und natürlich auch Weiser. Großartig am Rezept habe ich nicht herum gepfuscht. Ist meiner Meinung auch nicht nötig.

Gutes Hackfleisch vom Rind oder Gemischt, am besten daheim durchdrehen (aber so richtig!), gescheiter Pecorino, den ich mittlerweile lieber als Parmesan esse, gute San Marzano Tomaten (Dösle), altes Weißbrot, Knoblauch, Ei, Salz, Pfeffer, getrockneter Thymian sowie etwas Geduld. Ach ja, und ein oder zwei Salsiccia – mit Fenchel – wenn es geht. Weißwein schadet auch nicht. Für die Sauce und den Kopp.

Das als erste genannte Rind oder Schwein durch den Wolf drehen, mit etwas zuvor eingeweichtem und gut ausgedrücktem Weißbrot mischen. Ei dazu, eine ordentlich Portion frisch geriebenem Pecorino, fein gehackter Knoblauch, Salz, Pfeffer und Thymian. Knet, Knet. Kleine Bällchen formen. Salsiccia in ca. 1,5 cm dicke Stücke teilen. Pfanne auf den Herd. Die Hackbällchen peu à peu rundum anbraten. Aus der Pfanne nehmen. Das Selbe mit der Salsiccia machen. Auch aus der Pfanne nehmen.

Nun etwas Knoblauch in die jetzt freie Pfanne geben. Kurz anschwitzen. Tomaten drüber. Ordentlicher Schuss Weißwein ebenso. Für ca. 15 Minuten köcheln. Hackbällchen wieder dazu und weitere 0 Minuten köcheln lassen.

Am Ende die Salsiccia dazu, nochmals 1-2 Minuten warten, servieren. Mit was? Beliebige Pasta, geht aber auch mit Brot o.Ä.

Das ist perfekt wenn man schön verkatert einen ordentlichen Hunger schiebt, für Kinder toll und auch sonst. Man kann hier also eigentlich nichts falsch machen. Ich würde das sogar bei 40°C im Schatten kochen. Dazu ein kühles Bier (welches ich mir jetzt sowieso mal langsam öffnen sollte) und der Tag darf vor dem Abend gelobt werden.

Sodann lasst es krachen, formt die Hackbällchen und esst euch fröhlich! Merke: Jeder Tag ist Meatball-Tag…

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französische Zwiebelsuppe

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Donnerstag, 11. Oktober 2012

Zwieblein, Zwieblein an der Wand, mit welcher Suppe hab ich mir schon die Fresse verbrannt?

Die Antwort deckt sich bei Vielen wohl mit der Überschrift des heutigen Artikels. Wobei die Kürbissuppe nach Paul Bocuse auch ein guter Kandidat wäre. Dabei ist diese Zwiebelsuppe so einfach zuzubereiten. Das Endprodukt muss sich meiner Meinung nach vor keine Consommé verstecken. Nur bei den Kalorien. Da geht es eher in die Richtung Hüftgold 😉 Aber hey, ist hier ja kein verdammter Diätblog oder so ein Kram. Kommt nicht in die Tüte, bzw. in den Teller, jetzt Kalorien zu zählen. Wobei – bei mir käme das sowieso einer Sisyphusarbeit gleich.

Grundstock bildet, wie bei jeder guten Suppe, die Brühe. Hier sollte nicht gekleckert werden sondern geglotzt. Einen Kalbsfond konnte ich leider mangels Kalbsknochen nicht herstellen. Rinderknochen waren auch aus. Schwein wollte ich nicht. Also blieb nur noch Geflügel. Meine Soupe d’oignons aux Halles ist also mit einer langsam und sanft gekochten Geflügelbrühe gemacht. Das ist aber ein anderes Thema und soll nicht der Schwerpunkt hier sein. Ich gehe von einer fertig abgeschmeckten Brühe aus.

Im Grunde genommen geht die Suppe sehr einfach. In genügend Butter oder Fett werden in sehr feine Ringe geschnittene Zwiebeln (ca. 1 große Zwiebel pro Person) langsam goldgelb angeschwitzt. Vorsicht – nicht anbrennen lassen. Nun wird mit etwas trockenem Weißwein abgelöscht. Die Brühe gesellt sich ebenso dazu. Allerdings natürlich in weitaus größerem Verhältnis zum Wein. Alles lässt man nun für ca. 20 Minuten leise köcheln.

Kurz bevor die 20 Minuten zu Ende sind nimmt man Weißbrot-Scheiben her. Etwas Knoblauch wird zerhackt. Das Weißbrot in einer Pfanne mit Butter leicht angebräunt. Parallel den Knoblauch auch in die Pfanne geben. Sehr leicht braun werden lassen. Auf den Brotscheiben verteilen. Brot aus der Pfanne entfernen. Sollte nicht zu dunkel werden das Ganze.

Nun nimmt man Suppenschüsseln. Ich habe leider keine solch schönen wie man in den Pariser Bistros sieht. Es kommt etwas Suppe, natürlich mit ordentlich Zwiebeln, in die (backofenfesten) Suppenschüsseln, oben auf die mit Knoblauch versehenen Weißbrotscheiben und darauf, quasi als Krönung, geriebener Gruyère-Käse.

Das wandert dann bei 180°C Oberhitze / Grillfunktion oder was auch immer  für ~2-3 Minuten in den Ofen.

Welch ein Erlebnis. Der Gaumen voller Brandblasen, der Hals ebenso, die Körpertemperatur um 6°C gestiegen, Schweißperlen überall, Hemd nass, Löffel voller festgebackenem Käse, eine Rolle gebrauchtes Wisch und Weg liegt zerknüllt vor einem. Halleluja!

Gib deinen Senf dazu

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