Archiv für Mai 2013

So is(s)t Chicago – von Hot Dogs, Deep Dish Pizza, Burgern, Tacos und Bier!

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Donnerstag, 30. Mai 2013

10 Tage in Chicago bei Jeff und Nina (nochmal Danke an eure Gastfreundschaft sowie den tollen Job als Tourguide ;)), so dermaßen viel Essen, meist etwas fettiger ab und an aber auch fast schon gesund, hatten am Sonntag leider ihr Ende. Neben den echt geilen Wetter ist Chicago einfach eine dermaßen tolle Stadt das mir Stuttgart hier wieder fast wie ein Dorf vorkommt. Alleine die schiere Größe, die Vielfalt der Kulturen und natürlich der damit zusammenhängenden kulinarischen Einflüssen findet man hier in Deutschland wohl nirgends. Vom typischen Chicaco-Food wie Chicago-Style Hot Dog, Italian Beef uvm., über mexikanischem Essen, italienisch angehauchtem alla Deep-Dish-Pizza und natürlich auch Burgern, war von allem etwas dabei. Nähres will ich euch hier im Artikel vorstellen und natürlich gebührend anpreisen. Alles mit Angaben zur Örtlichkeit – mit Karte – falls jemand dort auch mal speisen möchte. Ob ich es chronologisch korrekt noch auf die Reihe bekomme kann ich nicht versprechen, ist aber ach nicht so wichtig. Die Bilder werden für sich sprechen 😉

Chicago-Style Deep Dish Pizza bei Gino’s East Pizza

Gino’s East Pizza | 162 E. Superior St. | Chicago, IL 60611

Angefangen hat alles mit der oben erwähnten Chicago-Style Deep Dish Pizza bei Gino’s East Pizza, laut unterer Guides wohl eines der besten Plätze um eine solche Pizza zu genießen. Und wahrlich, ein wirklicher Genuss! Hier gibts jede menge verschiedene Sorten der mehrere Zentimeter dicken Spezialität. Entweder nur Käse bei der Four Cheese, für die Puristen, vegetarisch mit Spinat oder mit etwas mehr Inhalt. Meaty Legend, Chicago Fire (höhöhöö :D) oder der Gino`s East Supreme – wer hier nichts findet ist wohl selber schuld! Wir hatten laut meiner Erinnerung drei verschiedene. Eine mit Spinat, eine mit 4 Käse und eine mit Wurst. Was genau weiß ich aber leider nicht mehr.

Breakfast bei Lou Mitchell’s

Lou Mitchell’s | 565 W. Jackson | Chicago

Weiter ging es am nächsten Morgen mit einem kleinen gesunden Frühstück bei Lou Mitchell’s. Hier am Anfang der Route 66 gibts Pancakes mit Ahornsirup oder allerhand anderen Sides wie Bacon, Sausages oder Ham sowie allerlei anderem Zeug mit Eiern. Sunny-side-up oder auch pochiert so wie meine Eggs-Benedict. Die 4 pochierten Eier auf Muffins/Brioche mit Speck und Sauce Hollandaise waren mal sowas von healthy, einfach toll 😀 Ab dem Zeitpunkt war der Cholesterinwert für diesen Urlaub im Vornherein schon gedeckt…

Drinks in der Signature Lounge des Hancock-Towers

John Hancock Tower | Signature Lounge | 175 E. Delaware | Chicago, IL 60611
Danach führe uns ein kleiner Verdauungsspaziergang zum Hancock Tower, wo im 96 Stockwerk in der Signature Lounge ein paar Getränke konsumiert wurden. Gegessen wurde hier ausnahmsweise mal nichts.

Chicago-Style Hot-Dogs bei Jeff und Nina

Am Abend haben wir dann bei Jeff und Nina Chicago-Style Hotdogs gemacht. Ein mal mit „normalen“ Hot-Dog-Würstchen und welche mit Polish-Sausages. Hier finden sich die gegrillten Würstchen in einem Hot-Dog-Brötchen, Senf, Zwiebeln, Tomaten, Sport Peppers (wer weiß wie die Teile in DE heißen darf mir das gerne mitteilen) sowie Sweet-Pickle-Relish belegt um dann hurtig eingeatmet zu werden.

Dazu gabs Bier. Bier aus der USA, genauer gesagt Bier aus ein paar der zahlreichen Brauereien Chicagos. Hier muss ich auch gleich mal mit dem Vorurteil aufräumen das in den USA nur Bud Light getrunken wird oder das Deutschland ein großartiges Bier-Land sein soll. Das ist totaler Quatsch! Erstens trinkt in den USA kaum einer der normalen Menschen Bud Light und zweitens kann DE hier echt mal einpacken! Ich hab in meinem ganzen verhurten Leben noch nie so dermaßen viele Biersorten am Stück konsumiert geschweige denn konsumiert. Von 312, PBR, Zombie Dust oder Old Style über Half Acre, einfach unglaublich wie viele Sorten hier existieren. Bars, die 50 verschiedene Biere anbieten, sind hier wahrlich keine Seltenheit. DAS hat mich dann wirklich mal vom Hocker gehauen!

Leider hab ich so dermaßen viele verschiedene Biere getrunken das ich mich nicht mehr sooo genau erinnern kann was genau ich da jeweils im Glas oder der Dose hatte… Außerdem hat die Nina noch super geniala Cupcakes gebacken. Seht ihr auf dem zweiten Foto 🙂 Waren auch extrem lecker.

Burger im Kuma’s Too

Kuma’s Too | 666 W. Diversey Parkway | Chicago

Burger gabs natürlich auch. Und was für welche! Bei Kuma’s Too, einem wirklich brillanten Burgerladen, der Burger anbietet, welche nach bekannten Metal-Bands benannt sind, gab es schließlich die echte Burger-Dröhnung. Vom Plague Bringer, der mit Knoblauch, einer Knoblauch-Mayo, hausgemachter Chili-Sauce, Jalapenos, Tortillas, Salat, Tomaten und Zwiebeln daher kommt, über den Slayer, bei dem das Patty auf Pommes serviert wird, mit Chilis, Cherry Peppers, karamelisierten Zwiebeln, Andouille, Monterey-Jack-Käse, Frühlingszwiebeln und WUT zum Burger den ich da genoss, dem Iron Maiden mit Chipotle-Mayonnaise, Cherry Peppers, Pepper-Jack-Käse, Avocado, Salat, Tomaten und Zwiebeln – hier gehts Burgertechnisch dermaßen rund! Als Bonus kommt natürlich Havy-Metal und die Bedienungen sind wunderbar tätowiert… Sagenhaft!

Pulled Pork und Fried Pickles bei Reggie’s

Reggie’s | 2105 S. State Street | Chicago

Am Abend gings dann zu Reggie’s. Einer ziemlich coolen Bar, die neben einer kleinen Bühne, auf der ab und an Bands spielen, einem Recordstore in der mittleren Etage, auch jede Menge verschiedener Biersorten und Kleinigkeiten zu Essen anbietet. Das alles findet bei schönem Wetter auf der Dachterrasse statt.

Umgehauen haben mich hier die frittierten Gurken! Sowas von genial, müsst ihr probieren. Das Pulled Pork mit BBQ-Sauce war auch sau lecker, musste ich sogleich nach kochen (siehe letzter Artikel). Leider hab ich es verpennt von dem Essen Fotos zu machen. War auch scheiße dunkel und alle etwas angetrunken…

Chicken Tenders und Quesadillas bei Castaways

Castaways | 1603 N. Lakeshore Drive | Chicago

Am nächsten Tag ging es dann an den Strand. Es war wirklich sau heiß, der Sand hat einem sprichwörtlich die Haut von den Füßen gebrannt. Zum Glück sorgt die „Windy City“ nebenbei für eine stetige Zufuhr an Frischluft. Ist schon echt beeindruckend am Sandstrand zu liegen, hinter einem die Skyline Chicagos und vor einem der bis an den Horizont reichende Michigansee.

Mit der Zeit kam aber auch hier der Hunger und wir gingen zu Castaways. Das ist eine Bar/Restaurant in Form eines Schiffes. Zu Essen gabs hier ein paar Kleinigkeiten wie frittierte Chicken Tenders und Quesadillas.

Pizza und Pasta bei Mitch

Am Abend waren wir dann bei Mitch, einem mit-Eigentümer des Reggies, der Bar in welcher wir am Abend davor waren, zu Gast. Hier gabs eine wirklich geniale, leicht scharfe, selber gemachte Pizza sowie Pasta mit einer Sauce aus Tomaten, Kapern, Oliven und Fleischbällchen. Dazu Margaritas, Wein und Bier. Wirklich tolle Wohnung mitten in Chicago mit direktem Blick auf den Willis Tower (ehem. Sears Tower).

Barbecue mit Burgern, Hotdogs, frittierten Ravioli und Tacos mit Käsedipp

Am selben Tag (oder am nächsten!?) waren wir dann zum Barbecue eingeladen. Hier habe ich jedoch keine Fotos gemacht. War ein entspannter Tag mit Washers, einem tollen Spiel bei dem Unterlegscheiben in Kisten geworfen werden, Bier, Burgern und Hotdogs. Außerdem gab es hier frittierte Ravioli (welche wir auch schon bei Gino’s hatten). Einfach sagenhaft gut. Gedippt werden die frittierten Köstlichkeiten dann in z.B. Sauce Marinara. Tacos mit selber gemachten Käsesauce gab es dazu auch noch. Werde ich hier sicherlich auch mal probieren zu machen. Topp!

Tacos bei La Lagartija Taqueria

La Lagartija Taqueria | 132 S. Ashland | Chicago

Dienstags gab es dann ein weiteres Highlight. Tacos bei La Lagartija Taqueria. Darauf fahr ich ja total ab. Unglauchblich leckere maxikanische Küche mit allerlei verschiedenen Tacos. Der Renner war der Al Pastor mit gegrilltem Schweinefleisch und als i-Tüpfelchen einer kleinen Julienne aus Ananas welche einfach perfekt mit dem Schweinefleisch harmoniert. Hut ab dafür!

Aber auch das Steak-Taco, Chicken-Taco und Chorizo-Taco waren der Hammer. Genau so wie die Tortilla-Chips mit frischer Guacamole, welche es zur Vorspeise gab. Als Sideorder hatten wir dann noch schwarze Bohnen und Refried-Beans. Und das beste sind die ralativ moderaten Preise für solch authentisches Essen. Könnte auch mein Lieblings-Restaurant werden…

Baseball bei den White Sox und Polish Sausage

U.S. Cellular Field | 333 W. 35th Street | Chicago

Nach einem kleinen Einkauf sowie einem Mittagsschlaf ging es dann zum U.S. Cellular Field, einem Spiel der White Sox beiwohnen und (Achtung) mein erstes Schrott-Bier zu trinken. Habe in den Tagen davor angekündigt wenigstens ein oder zwei Dreck-Biere zu konsumieren und passt es wohl besser als da 😀 Wetter war wie immer Super, das Stadion echt beeindruckend, die Atmosphäre echt entspannt und die Polish Sausage am Ende der krönende Abschluss dieses tollen Tags im Stadion.

Grilled-Cheese-Sandwich bei Panera Bread

Nach einem Tag in der Mall gab es schließlich einen kleinen Snack bei Panera Bread. Hier gibt’s es Sandwiches, Suppen und andere Kleinigkeiten. Das Sandwich war lecker, mehr kann ich dazu nicht sagen denn mehr habe ich nicht probiert. Außer, wartet. Hatte noch ein Stück einer fuckin Fat-Faggot-Cinnamon Roll. Zwar ohne hot cum aber trotzdem brillant leicht 😉

Wollte Platz lassen für eines der Highlights des Urlaubs in Chicago. Und das folgt jetzt:

9 Gänge im „Girl & the Goat“

Girl & the Goat | 809 W. Randolph St. | Chicago

Dazu kann ich eigentlich nur AWESOME sagen. Anfangs dachten wir noch das wir evtl. nicht richtig satt werden könnten, nach 5 oder 6 Gängen haben wir diese Überlegung dann aber doch schnell abgelegt. Wir waren so dermaßen voll das wir die Hälfte des letzten Gangs sogar liegen lassen mussten. Stephanie Izard, die Eigentümerin und Köchin des Girl & the Goat, versteht es wirklich mit verschiedenen Geschmäckern und Konsistenzen umzugehen. Jeder Gang war für sich so stimmig, einfach toll. Mein Favorit warten aber auf jeden Fall die Schnecken-Revioli. Eines der besten Dinge die ich je gegessen habe in meinem lumpigen Leben. Sox-Mütze ab Frau Izard!

Nachfolgend ein paar Impressionen. Leider war es etwas dunkel. Danke an Jeff der mit seine Handyfotos zu Verfügung gestellt hat. Mit der „normalen“ Kamera und Blitz wollte ich nun wirklich niemanden da nerven 😉

Ab jetzt muss ich echt raten was ab ging. Habe keinen Plan mehr. Glaube wir waren aber hier:

Italien Beef, Hotdogs, Chili mit Käse, Tamale bei Portillos

Portillos | 100 W. Ontario | Chicago

Hier ist es dann mal wieder etwas ausgeartet! Die meisten Gäste saßen mit ihrem Burger, einem Hotdog, einem Salat am Tisch, anders bei uns. Italian-Beef-Sandwiches, Chicago-style Hot Dogs, Pommes, Chili mit Käse und Zwiebeln „on top“, Tamale, Pizza, Salat.

Das Italien Beef war dermaßen geil, eine Schande das es sowas nicht hier in Deutschland gibt. Meine erste Tamale war auch sagenhaft lecker. Das Chili war super genial, die Pizza sehr käsig und lecker. Die Hotdogs einfach topp! Der Magen war danach aber sowas von angespannt das der Nachhauseweg fast nicht zu bewältigen war. Danach folgte der obligatorische und komatöse Mittagsschlaf.

Jetzt ist dieser Artikel doch etwas länger als geplant geworden. Vielleicht dient er aber dem Ein oder Anderen Urlauber mal als kleine Hilfe für ein erfolgreiches Fresskoma 😀 Abschließend noch ein paar Impressionen aus Chicago und guten Hunger!

Gib deinen Senf dazu

Pulled Pork, Colelsaw, BBQ-Sauce

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Mittwoch, 29. Mai 2013

Ja, hier gehts um mein Erstes selber gemachtes Pulled Pork. Gegessen habe ich zwar schon ein mal eines in den USA, genauer gesagt bei Reggies (USA Artikel folgt), das hier ist aber das erste aus dem eigenen Ofen. Ja ihr habt richtig gehört – Ofen. Leider habe ich keinen Grill. Das hat dem Ganzen aber keinen Abbruch getan. Glaubt mir, es war super lecker!

Da es keine Schweineschulter gab musste ich auf einen Nacken ausweichen. Habe den Nacken mit einem sogenannten Rub, also einer Gewürzmischung, eingerieben und für eine Weile ins Fleisch einziehen lassen. Dafür habe ich Senf, Chipotle-Hotsauce, Chipottle-Pulver, Selleriesalz, Ketchup, Essig, Salz, brauner Zucker und Pfeffer sowie etwas Paprikapulver und Wasser hergenommen. Keine Ahnung ob das so OK war, am Ende kam die Kruste aber geil raus. Wie es zur Kruste kam? Dazu habe ich den Ofen auf ~130°C aufgeheizt und darin den Fleisch für ca. 6 Stunden langsam gegart. Jede 2 Stunden mit dem Rub bepinselt. Am Ende sollte es so zart sein, dass man es kaum vom Rost nehmen kann, da es fast zerfällt.

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In der Zwischenzeit habe ich aus dem Rest des Rubs sowie einer Dose Tomaten, weiterem Paprikapulver, Selleriesalz, Zucker, Essig, Chilipulver, Pfeffer und ein paar Gewürzen die ich leider vergessen habe eine Barbecue-Sauce gekocht.

chipottle-bbq-sauce

Aus Weißkohl, wer hat etwas Karotte, Zucker, Salz, Pfeffer, Milch / Joghurt wurde dann noch ein Coleslaw. Der sollte auch etwas ziehen damit der Kohl weich wird.

Am Ende alles auf einem Sesambrötchen angerichtet mit einem halben Kolben Zuckermais. Das Ganze gab es nach einer durchgemachten Nacht (danke Jetlag!) morgens um 7. Für mich ein perfektes Frühstück…

pulled-pork-coleslaw

PS: Der Chicago-Artikel dauert sicher noch eine Weile. Habe ca. 100 Fotos aus unzähligen Food-Locations die ich erst noch sichten muss. Wird aber super-mega-turbo-interessant meine Freunde!

 

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