Archiv für Januar 2014

Tacos und Burritos – Die Kunst des Hochstapelns

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Mittwoch, 29. Januar 2014

Jeder der sich am Abend extrem hungrig seine Mahlzeiten zubereitet kennt das Problem der Dosierung einzelnen Zutaten und Bestandteile des angestrebten Endproduktes. Da sollen es die fast schon gesunden, lockeren und leichten, mit Salat und anderen frischen Zutaten gefüllten mexikanischen Leckereien sein, und am Ende wartet ein 500 g schweres, nicht zu überschauendes Monstrum auf einen.

Man nimmt sich vor diesmal nur einen Löffel der Bohnen zu nehmen, refried oder auch nicht, schwarz, rot oder pinto-style, >>etwas<< vom gut gewürzten Hackfleisch, verfeinert mit Oregano und Kreuzkümmel. Auch der Salat, eher aus Alibigründen gekauft, die Salsa mit Chilinote, oder gehackte rote Zwiebeln landen tendenziell in größeren Mengen als geplant auf der fladigen Burrito-Basis. Geriebener Käse, Avocado, in Scheiben oder als Crème, müssen eh drauf, da will ich dann auch nicht sparen. Schlussendlich gilt es letzte Details an der Spitze bzw. den oberen Stockwerken auszuarbeiten. Mit Fingerspitzengefühl werden Fresken aus Jalapeños befestigt, Tupfen von Habanero-Sauce hinzugefügt und als krönender Abschluss ein weißes Dächchen aus frischem Chipotle-Habanero-Joghurt gefertigt.

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Das T-Shirt spare ich mir da mittlerweile schon,  Küchenkrep ist obligatorisch, die Ärmel brauch ich mit Unterhemd auch nicht mehr hochkrempeln. Jedes mal, wenn mir die ganze Chose heraus quillt, scharf meine Unterarme hinab läuft um verhöhnend auf mein Sofa zu tropfen, frage ich mich ob es das wert war…

chipotle-chicken-burrito-fuellung

Ja verdammt, es ist es wert. Und zwar jedes einzelne mal!

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Das Hähnchen habe ich im Übrigen mit eine Chipotle-Paste (eingelegte Chipotle sehr fein gehackt), Öl, gehacktem Knoblauch, etwas Zimt, Zucker und Majoran mariniert. Über Nacht. Am nächsten Tag dann in der Pfanne scharf angebraten um im Ofen fertig gar gezogen. Dann in Streifen geschnitten. Gegrillte Paprika, Bohnen mit Kreuzkümmel, Salat, Käse usw. haben das Ding vervollständigt…. BÄÄÄÄÄM!!!

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Hirschgulasch mit Pfifferlingen

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Dienstag, 28. Januar 2014

Ja, vor ein paar Tagen noch groß angekündigt das ich mehr schreiben möchte, nun hat es sogar zum zweiten Artikel wieder eine Woche gedauert *duck* Nun ja, was lange währt wird endlich gut. Nun also mein Hirschgulasch das es vor ein paar Tagen gab. Wie immer eher knapp gehalten. Mengenangaben gibt’s ja eh keine, Zeiten sind nicht notiert worden und die Freiheit zu würzen sowie  abzuschmecken habt ihr dadurch wie immer ganz besonders 😉

Zusätzlich zu der Tatsache, dass dies das erste Gericht aus meinem tollen neuen Kupfertopf ist, welchen ich zu Weihnachten geschenkt bekommen habe, ist es auch das erste Wildgericht seit langem. Keine Ahnung wieso das zur Zeit so selten auf den Tisch kommt. Irgendwie hab ich aber auch nichts mehr gescheites in den Auslagen der Märkte gesehen. Sollte sich auch wieder ändern. Und wenns zum Hochsommer ist, mir scheiß egal, gibts da halt die Wintergerichte, Blutwürste, Sauerkraut und anderes Gekröse…

Nun zum Hirschgulasch. Dafür hatte ich einen Hirschbraten. Also Keule oder Schulter nehme ich an. Das Alkoholdelirium war fleißig im Auslöschen jeglicher Produktdetails – ein Dank geht hier auch an die Brauerei Oettinger für die reibungslose Kooperation mit dem Gin(tonic), den Weißweinen und dem Rest. Zurück zum Hirsch, da geht natürlich auch was viel durchwachseneres. Wird eh zu Tode geschmort.

Dann wirds immer einfacher. Man hacke gescheit viele Zwiebeln, die Bourgeoisie darf hier natürlich auch auf Schalotten zurück greifen 😀 Angeschmurgelt wird nun beides. Also die Zwiebeln und das in Würfel geschnitze Fleisch. Wer mag nimmt noch Knoblauch dazu. Hat alles Farbe wird mit einem kräftigen Roten abgelöscht. Darf ruhig etwas mehr sein 😉 Der Rest wandert in den eigenen Magen, aber zügig!

Nun basteln wir uns eine Art Teebeutel. Dazu kann man Kaffeefilter nehmen, ein Tee-Ei oder eben extra Beutel zum Kochen.  Nun kommen angedrückte Wacholderbeeren, ein ganz wenig Zimt, etwas zerstoßene Lorbeerblätter, 1/2 Sternanis, Nelken, ganz wenig Chili sowie Stangenpfeffer hinein. Normale Pfefferkörner gehen natürlich auch. Das kommt, zusammen mit etwas Wild- oder Kalbsfond zum Gulasch. Hitze runter, für ~2 bis 2,5 Stunden köcheln. Ca. 35 Minuten bevor das Fleisch perfekt mürbe ist kommen dann in Scheiben geschnittene Karotten sowie etwas Sellerie dazu. Ganz am Ende ein Schuss Sahne sowie in Butter sautierte Pfifferlinge.

hirschgulasch-rosenkohl

Also irgendwie hab ich die Pfifferlinge nicht so gut getroffen auf den Bildern…

Ist die Sauce am Ende zu dünnflüssig kann mit Stärke, eine Mehlschwitze (wobei man die Sauce dann noch ~ 20 Minuten weiter kochen sollte damit der Mehlgeschmack verfliegt) noch nachgeholfen werden. Das ist aber größtenteils von den Mengen und der Kochzeit abhängig. Auch Preiselbeerkonfitüre kann man Ende noch hinzu gegeben werden. Passt ebenfalls sehr gut – hatte ich aber keine im Haus.

Dazu gab es Kartoffelklöße. Als weitere Beilage eignet sich Rosenkohl oder Rotkohl…

hirschgulasch-rotkohl

 

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Croque Madame Baked Beans style!

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Sonntag, 19. Januar 2014

In letzter Zeit ist es hier etwas still geworden. Hatte irgendwie nicht die Zeit was zu schreiben, geschweige denn zu kochen. Zu viel Arbeit, zu wenig Muße. Das wird sich aber hoffentlich demnächst wieder ändern. Den Anfang will ich mit meinem heutigen Katerfrühstück machen. Wie immer zu viel gesoffen, zu lange gepennt.

Zum Glück hatte ich noch was von meinen selbst gemachten Baked Beans im Eis. Also fix ein Sandwich mit dick Putenbrust und Käse belegt, das ganze auf ein Bett von den köstlichen Baked Beans gesetzt, in die obere Brotscheibe ein kreisrundes Loch geschnibbelt und ein Ei hinein geschlagen. Dann im Ofen so lange backen bis das Ei halbwegs gestockt war… dauerte länger als ich dachte darum ist das Toastbrot außen auch etwas dunkel geworden.

croque-madame-baked-beans-2

Außerdem gabs dazu leckere Taco-Chips mit Guacamole und Cheddar-Cheese-Jalapeno-Dipp!

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Morgen gibts dann Hirschgulasch in Pfifferlingsauce, saurtierter Rosenkohl und Spätzle. Schmort schon etwas auf dem Herd. In meinem neuen Kupfertopf! Das ist heute aber zu kompliziert. Artikel gibts dann morgen oder die Tage…

So, ich höre mein Sofa und meine Fanta rufen 😀

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