Archiv für März 2014

Enchiladas Suizas

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Mittwoch, 19. März 2014

Gestern war es wieder so weit. Der Hunger und die Gier auf heiße, mit Bohnen und Fleisch gefüllte, scharfe, würzige und weiche Tortillas, war größer als meine meist sowieso eher kleine Vernunft. Am besten wäre dieses himmlische, im wahnhaften Geiste bereits vorkonstruierte, delikate und nahrhafte Konstrukt, natürlich bedeckt unter einer crèmigen Tomaten-Käsedecke.

Gesagt getan. Mit erigiertem Geldbeutel ging es ab in den Supermarkt. Nicht in den „Normalen“. Nein! Die äußerst schmackhafte Cholula Hot Sauce, in der Geschmacksrichtung Chipotle, falls man das in dem Sinne überhaupt so betiteln kann, gibt es leider nur im Galeria-Feinkost-Hipster-Laden. Natürlich nur zu einem angemessenen Hipster-Preis. Aber Ok, mir reicht die immerhin auch 4 Wochen, also gut investiert meine hart verdiente Kohle… außerdem wollte ich da eh hin. Kein einziger anderer Supermarkt hat die originale Worcestershiresauce von Lea & Perrins, wieso auch immer. Finde ich auch ne ziemlich Frechheit.

cholula-hot-sauce-chipotle

Zu den Saucen wanderte dann noch eine Avocado sowie Cheddar in den Korb. Danach flugs zwischen den hektischen Menschenmassen am Hauptbahnhof geschlängelt, ab in die S-Bahn und daheim, quasi beim durchqueren der Küche, gleich mal alle erforderlichen Geräte gebootet.

Chili hab ich zum Glück immer im Eis. Bohnen in jeglicher Couleur sowieso. Musste also nur noch diverse Auftautätigkeiten erledigen sowie die Avocado zur Guacamole schlagen. Auf das darauf sogleich die Gratinier-Spiele beginnen! Natürlich erst nach dem aufreibenden Cheddar-Erlebnis.

cheddar-chipotle-enchilada

Die Tomatensauce, welche über den in der Backform befindlichen Tortilla, der mit Käse überbacken auch den Beinamen „Suiza“ bekommt, habe ich aus einem Rest Sauce Marinara gekocht. Gab es ja erst letztens zu den wundersam frittieren Diät-Tortellini. Einfach mit etwas Chipotle sowie Chili gewürzt und leicht einreduziert. Bombastisch! Am Ende fanden noch ein paar eingelegte eher milde Poblano-Chilis ihren Platz oben auf.

Was soll man dazu auch noch sagen? Brudal halt!

PS: Nein, das ist hier keine Werbung für die Cholula-Sauce. Ich bekomme (leider) keinen Rabatt oder Gratisproben wie der Mars-Rover. Vielleicht ändert sich das aber ja auch mal 😀

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Sommer, Sonne, Metzelsupp

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Sonntag, 16. März 2014

Endlich ist es wieder Sommer und der Genuss von Blutwurst, Leberwurst, Sauerkraut, Schweinsfüßen, Bauchspeck, Schweineöhrchen, Schwänzchen und anderen Würsten sowie Kassler macht endlich wieder Sinn.

sauerkraut-blutwurst-leberwurst

Jetzt braucht es nur  noch 30°C im Schatten, möglichst wenig Luftbewegung, dann wird mal wieder schön deftig gekocht und gegessen! Einzig der Bezug von benötigten Rohstoffen wird wie jedes Jahr etwas schwerer ausfallen.

Ich bleib dran…

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Gumbo

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Samstag, 15. März 2014

Gumbo ist etwas was ich schon seit Jahren machen wollte. Wieso es aber erst jetzt den Weg in einen meiner Kochtöpfe bzw. über die Schwelle meiner Küche geschafft hat kann ich euch leider nicht sagen. Genau so wenig wie ich weiß, wieso ich noch keine Waffe besitze, nie im Knast war oder mein Körper so unglaublich mesomorph ist.

»New Orleans food is as delicious as the less criminal forms of sin« Mark Twain, 1884

Sagte ja einst schon Mark Twain anno 1884. Dieser weniger kriminellen Sünde will ich heute man so richtig einheizen. Und zwar in Form eines Gumbos! Die Louisiana-Küche ist hier ja leider eher weniger bekannt. Wieso das so ist, keine Ahnung. Ich fahr drauf ab, genau so wie auf dieses ganze Creolische Zeug und die Cajun Küche.

Im Prinzip sind diese Gambos ja gar nicht so schwer zuzubereiten. Man braucht Zeit, eine dunkle bis sehr dunkle Roux (Mehlschwitze [meist 50% Öl und 50% Mehl]), irgend ein Fleisch oder Wurst sowie Seafood alla Shrimps, Prawns oder Krabben. Dazu kommt dann noch die Holy Trinity (Heilige Dreifaltigkeit) in Form von Staudensellerie, Zwiebeln und Paprika, welche anfangs in Öl angeschwitzt wird, um später mit Brühe und der Roux zum fertigen Gumbo zu werden.

gumbo-haehnchen

Die Brühe habe ich selber aus Karkassen gezogen. Am Ende kamen noch Zwiebeln, Staudensellerie, Karotten sowie Pfefferkörner, Lorbeerblätter, Thymian, Rosmarin und Knoblauch dazu. Ebenfalls kann man hier im letzten Drittel der Kochzeit noch Shrimp-Schalen dazu geben und auskochen. Am Ende alles durch ein Tuch passieren. Nach dem man mit dieser aromatischen Brühe die Holy Trinity abgelöscht hat kann man mit einer kreolische Gewürzmischung sein Hähnchenfleisch würzen und in einer Pfanne separat anbraten. Die Wurst (ich habe Krakauer genommen da ich beim besten Willen keine Andouille bekommen habe) wird ebenfalls angebraten und kommt dazu. Ganz am Schluss dann natürlich noch Gambas, Shrimps oder wer hat z.B. Krabben. Okraschoten hatte dieser gottverdammte Supermarkt ebenfalls nicht. Somit musste ich darauf auch verzichten.

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Ist zwar viel Aufwand, gerade wenn man die Brühe noch frisch machen muss, lohnt sich aber auf jeden Fall. Ein richtiger Blues auf dem Teller sag ich euch 😉

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