Archiv für die Kategorie ‘Deutsch’

Ente 23

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Sonntag, 04. Dezember 2011

Gestern bei Freunden gekocht. Eigentlich sollte es Gans geben. Eine ganze natürlich. Der Selgros in Feuerbach hat uns da aber mal wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht. Keine ganze Gans weit und breit. Dafür aber eine leckere Ente. Ist ja auch was feines.

Nebenher noch ein XXL-Topf, Kalbsknochen, Kalbsunterhaxe usw. eingepackt. Ich mag die günstigen Tage *höhö* Zum Glück habe ich noch rechzeitig die Kurve bekommen. Ebenfalls schon im Wagen befand sich ein 40 L Mega-Riesen-Topf, halb im Wagen ein Vakuumiergerät, eine Mikrowelle sowie ein paar maschinengeschmiedete Pfannen.Als Trost gabs dafür Currywurst auf dem Parkplat und Pizza beim Marktkauf.

Sonst hätte ich es auch keinesfalls bis um 22 Uhr ausgehalten als dann endlich die Ente aus dem Ofen geflattert kam… Begleitet in den Tot wurde sie von Semmelknödeln und Blaukraut.

Zutaten

Ente Zubehör

  • Ente am Stück
  • Hühnerbrühe / Entenbrühe
  • Suppengrün
  • Zwiebel, Knoblauch
  • Honig
  • Salz, Pfeffer
  • Apfel
  • Rotwein (für die Sauce)

Fürs Rotkraut

  • Rotkohl
  • Apfel
  • Zwiebel
  • Entenschmalz
  • Rotwein
  • Salz, Pfeffer

Semmelknödel

  • altbackene Brötchen
  • Milch
  • Mehl
  • Ei
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • Petersilie

Rezept zur Ente, Knödel und Blaukraut

1. Von der Ente die Flügel und größere Fettansammlungen wie Flomen entfernen. Entenflügel und Abschnitte mit einer Zwiebel im Ofen rösten. Die Flomen auslassen. Dieses Fett nehmen wir nacher fürs Rotkohl. In der Zwischenzeit aus einem Apfel und einer Zwiebel die Füllung mischen. Ente von innen und außen Salzen, PFeffern. Mit der Apfel-Zwiebel-Füllung füllen.

Geröstetes Entenzeug aus dem Ofen holen. In einen Topf umfüllen. Rotwein und Geflügelbrühe dazu geben. Auf kleiner Flamme köcheln lassen.

2. Nebenher die gefüllte Ente in einen Bräter geben in dem schon gewürfeltes Suppengrün wartet. Ca. 250 bis 300 ml Wasser angießen. Deckel drauf und bei ca. 180°C bis 200°C in den Ofen. (Pro Kilo dauert die Ente ca. eine Stunde).

Bleibt genug Zeit nebenher etwas den Appetit anzuregen

3. Ca eine Stunde bevor die Ente Essbar den Rotkohl zubereiten. Wie das geht seht ihr unter Anderem hier. Das Praktische an dem Link ist das da auch die Semmelknödel behandelt werden (die ich diesmal nicht selbst gemacht habe sondern eine Freundin).

4. Kurz vor Fertigstellung der Ente den Deckel abnehmen, Flüssigkeit zur eingekochten Basissauce vom Anfang geben, Ente mit Honig bepinseln und im Ofen offen knusprig backen. Die Sauce nebenher weiter reduzieren, abschmecken und abbinden.

Das war schließlich das Ergebnis…

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schwäbische saure Kutteln im Trollinger-Sößle

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Donnerstag, 24. November 2011

… oder auch Kaldaunen, Flecke, (franz.) Tripe, Löser, Pansen oder eben schwäbisch Kutteln sind, zumindest in der sauren Version mit Essig und Rotwein, eines meiner Leibgerichte. Keine Ahnung woher diese besondere Liebe zu den Kutteln, insbesondere in dieser Zubereitungsform, kommt, aber daran könnte ich mich dämlich fressen. Dazu dann noch richtig schön krosse Bratkartoffeln aus der schmiedeeisernen Pfanne und mein Tag ist gemacht.

Auch die Tatsache das hier wieder etwas verwendet wird, das der Großteil der heutigen Bevölkerung lieber in den Müll kippen würde, tut mir hier keinen Abbruch. Im Gegenteil. Kann ja irgendwie nicht sein das Tiere nur wegen des Filets und 2 – 3 anderen Teilstücken gezüchtet werden. Wenn schon, dann muss alles weg.

Im Übrigen ist eine gute türkische Kuttelsuppe auch was sehr feines. Die wenigsten wissen überhaupt das eine solche in einem gut sortierten Dönerfachgeschäft überhaupt existiert. Dekoriert mit viel frischer Petersilie, scharf (wie auch immer dieses rote Zeug eigentlich auch heißt) und Zitrone eine sehr leckere Angelegenheit.

Hier geht es jetzt aber erst um die schwäbische Variante

Zutaten

  • gewaschene, vorgekochte und in Streifen geschnittene Kutteln vom Metzger
  • Trollinger
  • Essig
  • Zwiebeln
  • selbst gemachte Fleischbrühe
  • Mehl
  • Salz, Pfeffer
  • Lorbeerblatt
  • Öl oder Butter bzw. Schweineschmalz

So wirds gemacht meine Freunde

1. Zwiebel pellen, fein hacken.  In einem großen Topf goldgelb andünsten, mit Fleischbrühe und Rotwein aufgießen. (hier geben manche die Kutteln vor dem Ablöschen in den Topf und dünsten diese mit an, auch wird oft Tomatenmark zugegeben, kann man machen, ich machs irgendwie nie, werde das aber auch mal testen) Die vorgekochten Kutteln hinzugeben, Lorbeerblätter ebenfalls. Nun die Kutteln bis kurz vor den gewünschten Gargrad köcheln lassen. Bei vorgekochten Kutteln vom Metzger entfällt dies eigentlich da diese schon den richtigen Biss haben.

2. Dunkle Mehlschwitze zubereiten und damit die Soße abbinden. Alles grob mit Salz, Pfeffer, Trollinger und Essig abschmecken. Weiter für 10 bis 15 Minuten köcheln lassen. Nebenher Bratkartoffeln brutzeln.

3. Kutteln mit Bratkartoffeln mit Essig und Rotwein servieren, so kann jeder nochmals am Tisch nach würzen (falls es einer ganz sauer mag ;) ).

PS: Es ist gar nicht so einfach Restaurants zu finden wo es sowas noch gibt.

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Kochen am Krisenherd – gaisburger Marsch

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Sonntag, 02. Oktober 2011

Zur Abwechslung (es gab hier jetzt ja eine ganze Weile nur italienisches Gedöns) mal wieder etwas aus meiner Heimat. Schwaben. Es wird sogar noch besser meine Freunde, ein Gericht das der Sage nach direkt aus Stuttgart, besser gesagt aus dem Vorort Gaisburg stammt. Ob es dazu ein Originalrezept gibt weiß ich nicht. Dieses Rezept hier ist (bis auf ein paar kleine Änderungen) genau das welches meine Oma mir früher immer vorgesetzt hat.

Ich nehme kein Suppenfleisch vom Rind sondern die edlere Variante. Tafelspitz. Auch bereite ich die Spätze nicht separat sondern schabe diese direkt in den Eintopf. Mir wäre der andere Weg einfach zu stressig. Wem das aber nicht passt, nun gut, der kocht die Spätzle separat, schreckt selbige womöglich auch noch in Eiswasser ab, richtet eine Portion Spätzle im Teller an und gibt darüber dann den heißen Eintopf.

Zutaten

  • Tafelspitz
  • Rinderbrühe
  • Kartoffeln
  • Karotte, Knollensellerie, Zwiebel
  • Lorbeerblätter
  • Ei
  • Weizenmehl
  • Petersilie
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Und es wird losmarschiert…

1. Zwiebel würfeln und in Öl goldgelb dünsten. Mit Rinderbrühe aufgießen und den Tafelspitz hineingeben.

Kochen am Krisenherd

Bei dem Anblick werde ich ganz Tafel-Spitz

Den Tafelspitz nun auf sehr kleiner Flamme, quasi nur simmernd, für 2,5 Stunden belassen. Jetzt kann das gewürfelte Suppengrün und die Kartoffeln sowie Lorbeer  hinzugefügt werden. Langsam alles garkochen.

2. Den Tafelspitz aus der Brühe nehmen, ebenfalls würfeln, wieder in die Brühe geben.

Sehr mager und trotzdem zart. Langsam in der Brühe gargezogener Tafelspitz

3. Aus Ei, Mehl, Salz, Pfeffer und Muskat einen Spätzleteig herstellen. Man kann hier auch noch etwas Milch benutzen wenn der Teig zu dick wird, man aber kein Ei mehr zugeben möchte. Nun entweder die Spätzle direkt in den Eintopf schaben oder, eben wie oben erklärt, separat kochen, in Eiswasser abschrecken um den Garprozess zu stoppen und erst auf dem Teller wieder mit dem Rest zusammen bringen.

4. Am Schluss das ganze mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.  Heiß in den Teller und mit gehackter Petersilie servieren. Auch super als Kater-Essen geeignet.

Gaisburger Marsch mit Tafelspitz

Ähnliche Varianten sind auch noch bekannt. Da wäre z.B. Kartoffelschnitz und Spätzle bei dem das Rindfleisch einfach durch Fleischwurst ersetzt wird. Finde ich persönlich auch sehr sehr lecker, gehört definitiv zu meinen Leibspeisen.

Viele finden die Kombination von Kartoffeln und Spätzle auch seltsam, ich hingegen nicht. Passt doch super zusammen, besser wie mach echte Verheierte.

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Stuttgarter Weinfest, bei mancher Speise und den Preisen echt zum weinen

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Donnerstag, 01. September 2011

Bei dieser Hitze sein Gemüt mit einem oder zwei Litern feinstem Weißwein aus der Region zu kühlen, dagegen ist ja nichts einzuwenden. Wenn dann in Faustreichweite alt-68er mit Stuttgart 21 Button am Schunkeln sind, die Probleme der ach so wertvollen Bäumen im Park im Wein ersoffen sind, dann ist das ja noch annehmbar. Auch die gesalzenen 19,50 € für eine schön kalte Flasche trockenen Riesling lasse ich mir noch gefallen. Hauptsache man hat keinen Hunger…

… denn dann kann man sich auf etwas gefasst machen meine Freunde der Nacht und der Dämmerung. 3,80 € für ~ 250 g geschmacklose, lauwarme, der Fertigpackung entsprungenen “Käsespätzle”, wenn man die überhaupt so schimpfen darf, sind da nur der Anfang des Grauens. Kartoffelsalat aus dem Eimer gehört gerade in hiesigen Gefilden zu den Tabus wie ich finde. Offensichtlich aus einer Bürger-Maultaschenpackung gepellte und angebratene Maultaschen, seltsam winzige Portionen Schupfnudeln mit Sauerkraut oder die immer gegenwärtige Rote Wurst machen mir auch nicht gerade den Mund wässrig. Dazu noch alles unverschämt teuer und proppenvoll.

Merke: Das nächste mal, also nächstes Jahr, entweder vorher was gescheites im Restaurant essen gehen, in Ruhe ohne Stress, oder einfach schon raketenvoll diese Festivität des Weingenusses aufsuchen. So macht das auf jeden Fall keinen Spaß.

Bild © by Tim

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Sous-Vide gegarter Zicklein-Bauch – mariniert in Kräutern und konfiertem Knoblauch

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Mittwoch, 27. April 2011

Für Vegetarier mag es pervers anmuten Fleisch zu essen. Für ungeübte Fleischesser sind Fleischsorten abseits von Schwein, Rind oder Geflügel, ja selbst Fisch, oft schon Grund die Finger davon zu lassen. Was es für einen Vegetarier nun heißen mag, ein 4 – 6 Wochen altes Ziegenbaby zu essen, darüber habe ich mir bei diesem Festtagsmahl beim besten Willen keine Gedanken gemacht…

aboutpixel.de / Osterlamm 2 ©Teufelchen

Zutaten

  • Zicklein-Bauch (gebunden erhältlich oder selber rollen und binden)
  • gutes Olivenöl, Sonnenblumenöl
  • 5 Zehen Knoblauch
  • Frische Kräuter (Thymian, Oregano)
  • schwarze Pfefferkörner, Salz, Lorbeerblätter
  • Zimtstange
  • Sous Vide-Garer oder etwas WG-Fantasie (großer Topf, Gefrierbeutel)
  • Butter

Zickenkrieg… ich fast rosa, eher durch

1. Konfierter Knoblauch? Muss das sein? Keine Ahnung, ich dachte ich probiere es mal in Kombination mit meiner Zicke hier. Die Knoblauchzehen schälen und danach kurz blanchieren. Danach in reichlich Sonnenblumenöl, welches eine Temperatur von ca. 70°C besitzen sollte, über ca. 1,5 Stunden konfieren. Das Öl sollte nicht zu heiß werden um ein braun werden des Knoblauchs zu verhindern.

Links: Knoblauch badet in Öl | Rechts: fertig konfierter Knoblauch

Wenn man mehr Knoblauchzehen nimmt kann man das ganze abgekühlt in Gläser abfüllen um im Kühlschrank aufbewahren. Mir reichten aber die besagten 5 Zehen.

Die Zicke ist ins Netz gegangen…

2.  Den Zicklein-Bauch in einem Gefrierbeutel mit Olivenöl, Kräutern, Pfefferkörnern, dem konfierten Knoblauch sowie einem Lorbeerblatt und einem kleinen Stück Zimtstange (wirklich nicht zu viel nehmen) ca. 20 Stunden marinieren.

3. Das ganze wird nun etwas seltsam, ich weiß. Da wir in dieser super tollen 2,5 m² großen WG-Küche natürlich keinen Sous-Vide-Garer am Start haben, geschweige denn ein Vakuumiergerät (dafür seltsamer weiße aber gleich 2 Austernmesser!), musste ich hier etwas improvisieren ;-)

Zuerst habe ich das überschüssige Olivenöl aus dem Marinierbeutel abgeschüttet, dann so viel Luft wie möglich rausgedrückt um den Selbigen am Ende fest zu verschießen. Einen großen Topf lauwarmes Wasser aufgestellt, Gas auf kleinster Stufe, Beuten reingehängt, etwas beschwert, so das er sich immer unter der Wasseroberfläche befand, und das ganze für ca. 3,5 Stunden laufen lassen.

Witzigerweise schien das Wasser sich wirklich maximal bei ca. 65 bis 70°C eingependelt zu haben. Messen konnte ich es nicht weil wir hier auch kein Thermometer haben ;)

Da das Zicklein bei einer Kerntemperatur von 55°C bis 60°C rosa sein sollte habe ich diesen Punkt dann wohl doch verfehlt. Wäre auch ein Wunder gewesen wenn nicht.

Erstaunlich fand ich wie viel Fleischsaft in der Zeit aus den gerade mal ca. 400 g Fleisch austrat. War locker 100ml. Das Fleisch war wie gesagt trotzdem alles andere als trocken und aus diesem Kräuter-Fleischsaft, abgegossen durch ein Sieb, konnte man am Ende unter Zuhilfenahme von Butter ein leckeres Sößchen zubereiten.

Beim nächsten mal werde ich die Garzeit aber locker verdoppelt oder sogar verdreifachen. Ich finde das Fett hätte durchaus noch mehr schmelzen können. Auch ein Vakuumiergerät muss her habe ich beschlossen. So viel Flüssigkeit, welche im Ofen einfach verdampft, kann hier gerettet werden. Unglaublich.

4. Am Ende das Fleisch aus dem Beutel nehmen, den Fleischsaft, wie oben beschrieben, durch ein feines Sieb abschütten, um dann das Zicklein in Butter und etwas Öl zu bräunen. Hat das eine schöne Farbe, noch etwas salzen und Pfeffern und mit Beilage anrichten.

Beim Sous-Vide garen wird das Gargut am Ende immer noch in der Pfanne gebräunt

Und so siehts am Ende aus: Im Kräutersud und konfiertem Knoblauch gagarte Zickleinbrust

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zart-rosa Pferdefilet am Stück, was ein Glück

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Montag, 21. März 2011

Freitag vor zwei Wochen war wieder der Pferdemetzger Beerwart am Wilhelmsplatz in Stuttgart anwesend. Neben der üblichen und überaus leckeren Pferde-Salsiccia, Rostbraten, diverser Wurstsorten und Pferde-Fleischsalat in der Auslage, haben wir uns für Pferdefilet, welches m.M.n. mit 22,50 € pro Kilo sehr günstig ausfiel, entschieden.

Das erbauende Gefühl mit der prall gefüllten Pferdemetzger-Tüte durch die volle Stuttgarter-Innenstadt zu schlendern war hierbei sogar völlig kostenlos. Win-Win sage ich da nur (der Pferdefreund wohl er Wein-Wein).

Angesagt war also 1,2 KG gut abgehangenes Pferdefilet für 4 Personen. Mein Mitbewohner hat dazu Gröstel-ähnliche Kartoffelpuffer aus rohen Kartoffeln gebacken. Die selbst gemachte Kräuterbutter war dazu auch sehr vorzüglich.

Gartechnisch haben wir uns, der Maillard-Reaktion zuliebe, für eine Kombination aus scharfem Anbraten in der Gusseisernen Pfanne und dem Garziehen im Ofen entschieden. Da unser Gasofen ein ungenaues blödes Schwein ist kann ich hier leider keine genaue Temperatur angeben. Einfache Druckprobe muss daher reichen. Gedauert hat der Brocken ca. 35 – 40 Minuten um diese schöne Farbe anzunehmen. Salz und Pfeffer muss ich ja wohl hoffentlich nicht extra erwähnen.

Röstaromen bilden die Basis des Fleischgenusses

Schön rosa der Gaul

Die selber gemachte gesalzene Kräuterbutter

Die Gröstl (eigentlich ja eher Kartoffelpuffer) meines Mitbewohners, Rezept müsste ich erfragen…

Zur Zubereitung empfehle ich Musik von Jacques Palminger

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Pasta al Prosciutto e Formaggio oder einfach nur – Käääsnudeln …

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Mittwoch, 09. März 2011

… gab es früher bei uns öfter. Käsnudeln, wie sie bei uns immer hießen, oder auch Schinkennudeln, ist sogar eines der Essen, die ich partout mit Salat genießen möchte. Schon richtig gehört, möchte! Es ist einfach die perfekte Kombination. Bohnen oder Ackersalat auf dem gleichen Teller, so läuft die Salatsoße schön in die Nudeln und es wird einfach Umami.

Das Rezept hierfür ist denkbar einfach. Gekochte Nudeln werden mit angedünsteten Zwiebeln, Fleischbrühe und Käse in einer Pfanne geschwenkt. Meine Mutter hat immer Emmentaler genommen, dank der Resteverwertung lies ich mit Mozzarella und Tagliatelle eine neue, quasi italienische Variante entstehen. Sau lecker wars.

Zutaten

  • Tagliatelle
  • Mozzarella
  • Fleischbrühe
  • Zwiebel
  • Kochschinken
  • Ackersalat
  • Milch
  • Salz, Pfeffer
  • Essig, Öl

Rezeptös

1. In einem großen Topf Nudeln kochen.

2. Zwiebel in etwas Öl Farbe nehmen lassen. Den in kleine Streifen geschnittene gekochte Schinken dazu geben, kurz mit dünsten. Mit etwas Fleischbrühe ablöschen, abschmecken.

3. Gekochte Nudeln in die Pfanne zum Rest geben. Großzügig Mozzarella (vorher klein rupfen) drüber verteilen. Alles auf kleiner Flamme schmelzen lassen. Nebenher aus Essig, Öl, Zwiebel, Salz, Pfeffer und etwas Milch eine Salatsoße für den Ackersalat zubereiten. Salat rein, wer hätte es gedacht.

Beides auf dem gleichen Teller servieren!

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Heilige dreisaftigkeit – Kotelett natur in Rahmsoße

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Mittwoch, 02. Februar 2011

Im Gegensatz zur theologischen Trinität, welche den Geist beschreibt, ist dieses eher eine weltliche – nämlich die des Genusses. Was gibt es rustikaleres (nicht im negativ behafteten Sinne) als heiße, gusseiserne Pfannen, in denen Fleischteile der noch brodelnden und sahnigen Soße schwimmen und auf den Verzehr mit einer saftigen Beilage warten? Richtig, da gibt es ziemlich wenig. Wenn Augen schmecken könnten würde dieses Gemälde als Umami interpretiert werden.

Die Zutaten sind hier meist einfach aber um so besser…

Zutaten

  • Schweinekoteletts (schön dick und durchwachsen)
  • Sahne
  • Rinder oder Kalbsfond
  • Kräuterbutter (selbst gemacht!)
  • Zwiebeln, Knoblauch
  • Salz, Pfeffer, frische Kräuter
  • Öl

Rezept

1. Zwiebeln und Knoblauch fein hacken sowie die Koteletts salzen und Pfeffern. Gusseiserne Pfanne (geht auch eine andere Backofenfeste, so machts aber mehr her ;) ) erhitzen. Koteletts von beiden Seiten scharf anbraten. Zwiebeln und Knoblauch dazu geben. Sahne und Fond angießen. Kurz aufkochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

2. Frische Kräuter (nach Gusto) grob hacken und dazu geben. Großzügig selbstgemachte Kräuterbutter auf dein einzelnen Koteletts verteilen. In den auf ca. 160°C vorgeheizten Ofen geben. Dort in ungefähr 15 – 20 Minuten sanft fertig garen.

Ich mag die Koteletts sogar noch einen Tacken rosa im Kern – ähnlich Schweinefilet.

3. Mit selbstgemachten Spätzle servieren. Sau lecker!

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La Lentille Verte du Puy – grüne Le Puy Linsen mit schwäbischem Touch

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Montag, 17. Januar 2011

Heute stelle ich mal ein neues Linsen Rezept online. Eine Mischung aus einem französischen und dem schwäbischen Linsengericht. Habe die Linsen nicht eingeweicht, auf Essig verzichtet, welcher im schwäbischen auf jeden Fall rein gehört, und Weißwein statt Rotwein benutzt. War auf jeden Fall lecker. Das Ganze wurde dann ohne Mehlschwitze gebunden, einfach einen Teil der Linsen am Ende leicht anpüriert.

Benutzt habe ich hier grüne De Puy Linsen aus der Auvergne. Diese, mit dem A.O.C. Siegel ausgezeichnete Linse, finde ich persönlich besonders Schmackhaft. Bei der Gasentwicklung konnte ich jedoch noch keine Unterschiede zu anderen Linsen “beobachten”.

So, ich leg einfach mal los.

Zutaten

  • Le Puy Linsen
  • Zwiebeln, Knoblauch
  • Speck
  • Karotte, Knollensellerie
  • Butter
  • Rinder oder Kalbsfond
  • Weißwein
  • Salz, Pfeffer, Lorbeer

Rezept

Das sind sie – Le Puy Linsen aus der Auvergne

1. Linsen in ungesalzenes Wasser geben (ca. 2,5 bis 3-fache Menge Wasser) und mit zwei Lorbeerblättern für ca. 45 Minuten köcheln.

2. In der Zwischenzeit Knoblauch, Zwiebeln, Karotte und Sellerie fein hacken.

Alles sehr fein hacken, genauigkeit zahlt sich hier aus

Nach den genannten 24 Minuten in einer Pfanne und unter Zuhilfenahme von Butter das soeben gehackte “Gemüse” andünsten.

Bretonische Butter mit Meersalz

Beim schwenken der schmelzenden Butter kann man kratzende Geräusche, verursacht durch die enthaltenen Salzkristalle, vernehmen

Zu den Linsen geben. Den Speck würfeln und ebenfalls andünsten. Etwas Weißwein und Fond zugeben.

3. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken. Linsen zum gewünschten Gargrad weiter köcheln. Lorbeerblätter entfernen. Mit einem Pürierstab einen Teil der Linsen anpürieren um für Bindung zu sorgen. Nochmal abschmecken und etwas Butter zugeben.

Ich habe dazu Spätzle gegessen. Dazu kann ich mir aber auch sehr gut anderes vorstellen. Werde dazu sicherlich noch das ein oder andere ausprobieren.

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Hirschgeschnetzeltes in Preiselbeerrahm an Butterspätzle

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Sonntag, 19. Dezember 2010

Eigentlich sollte es gestern ja Schweinefilet in einer Pfeffersoße geben, die Metzerauslage, ich welcher ich Hirschschnitzel entdeckte, hatte mich dann aber ziemlich schnell und widerstandslos umgestimmt. Anfangs wollte ich das Hirschschnitzel am Stück in der Pfanne braten, nach kurzer Bedenkzeit wurde daraus dann aber ein Geschnetzeltes. Hatte ich so noch nie und hab es mir auch gleich lecker vorgestellt – wen wundert´s ;-)

Außerdem waren die Schnitzel vakuumiert und zusätzlich auch schon ziemlich dünn geschnitten. So wurde dann das daraus:

Zutaten

  • Hirschschnitzel (pro Person eines, pro dicker Person evtl. 2 – 4)
  • Sahne
  • Wild oder Kalbsfond
  • kräftiger Rotwein
  • Preiselbeeren (aus dem Glas)
  • Schalotte
  • Butter
  • Salz, Pfeffer

Rezept

1. Das Hirschschnitzel quer zur Faser in dünne Streifen schneiden.

Was für ein herrliches Stück Hirsch!

Wichtig ist es das Fleisch immer quer zur Faser zu schneiden da es sonst zäh wird

Schalotte sehr fein schneiden, Butter in einer Kasserolle erhitzen, das Hirschgeschnetzelte darin sehr kurz und scharf anbraten – nur um Röstaromen zu erzeugen, Fleisch sollte blutig bleiben da es später in der Soße gar gezogen wird.

Das Fleisch noch nicht würzen da es ja noch eine Weile außerhalb der Kasserolle verbringt

Fleisch also gleich wieder herausnehmen, die Schalottenwürfel hinein, evtl. ein Stück Butter hinterher, Schalotte glasig werden lassen, mit einem Schuss Rotwein, dem Fond ablöschen.

Vom Wein kommt ein Schuss in die Soße, der Rest in den hohlen Kopp

2. Alles einreduzieren. Das Fleisch darf nebenher ruhig kalt werden, macht nichts aus. Nach ca. 10 Minuten Sahne zugeben, weiter einreduzieren.

3. Nebenher habe ich mir Butterspätzle gemacht. Dazu einfach aus Eiern, Mehl, Salz und Pfeffer einen Teig herstellen. Spätzle in kochendes Wasser oder Brühe schaben, in Eiswasser abschrecken. Vor dem Servieren in Butter schwenken.

4. Wenn die Soße die gewünschte Konsistenz erreicht hat mit Salz, Pfeffer und etwas Preiselbeeren abschmecken. Bei den Preiselbeeren aber aufpassen, es passiert schnell das die Soße dadurch zu Süß werden kann.

5. Spätzle in Butter schwenken, nebenher das vorher angebratene Hirschgeschnetzelte mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Danach in die Soße geben und gar ziehen. Dauert nur ne Minute. Alles sofort heiß essen :-)

Ganz ehrlich – im Restaurant ist es auch nicht besser. Hatte auch noch eine Birne die ich braten und mit Preiselbeeren füllen wollte. Irgendwie hatte ich an dem Tag aber nicht die nötige Muße. War trotzdem sehr lecker. Das nächste mal werde ich die Spätzle aber noch in Kräutern schwenken um etwas mehr Frische hinein zu bringen.

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