Archiv für die Kategorie ‘Deutschland’

Aprikosen-Currywurstsauce

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Donnerstag, 04. Oktober 2012

Seit den letzten zwei Saucen sind ja schon wieder ein paar Wochen ins Land gegangen. Zwar passt diese Currywurstsauce nicht recht in die Saucen-Offensive, trotzdem möchte ich die hier jetzt mal in den Blog posaunen. Hauptbestandteil bei dieser Currywurstsauce sind Aprikosen. Seltsam, aber nur auf den ersten Blick.

Vorgeschichte: Der gestrige Pizza Hut-Besuch in Stuttgart war so dermaßen ernüchternd, dass ich aus Frust und einem Resthunger, da ich die seltsam süße Pizza, welche zu allem Überfluss auch noch spärlich belegt war, nicht komplett Essen konnte, noch ein flockig leichtes Currywurstgericht nachschieben musste. Die Barbecue-Sauce, welche die Basis meiner Italian-Style Texas-Barbeque-Was-Weiß-Ich-Was-Pizza bildete, schien aus 80 % Zucker zu bestehen. Dazu eine Pepsi, welche gewohnt lecker und wohl temperiert war.

Ebenso erstaunlich wie viel „normale“ Menschen sich an einem Feiertag abends um halb Sieben in diesem Restaurant tummeln. Ich war immerhin stark verkatert.  Nur so als Ausrede. Außerdem war keiner adipös. Seltsam. Das hat natürlich alle Bedenken sofort ausgeräumt.

Zurück zur Wurst, um die dreht es sich hier ja eigentlich.

Wollte mir mal eine fruchtig scharfe Currywurstsauce köcheln. Da ich auf Süß-Sauer stehe, auch auf Chutneys abfahre, bot sich das für mich an. Im Prinzip ist es auch wirklich einfach. Reife Aprikosen entkernen, halbieren oder vierteln. Zusammen mit Zwiebeln und Knoblauch anschwitzen. Gescheite Dosentomaten dazu. Alles einkochen.

Etwas Zucker dazu. Mit Salz und Pfeffer sowie etwas Chili abschmacken. Am Ende habe ich noch etwas Madras-Currypulver dazu gegeben. Mehr braucht der ganze Spaß nicht.

Und Hey, die Currysauce ist der Hammer! Tomatig, fruchtig und scharf zugleich. Alles auf einer tollen Wurst serviert. Dazu Pommes. Wow, so macht Currywurst Spaß!

Die Reste können am Ende bequem gekühlt und/oder eingefroren werden. Quasi als Fastfood-Plasma.

Gib deinen Senf dazu

Rostbratwurst-Exzesse im Rotkohl-Studio

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Donnerstag, 20. September 2012

Das Ganze gab es vor drei Jahren ja schon mal hier. Allerdings hab ich mir da wohl zu viel Mühe beim Foto gegeben… Heute war es mal wider so weit. Gestern mit dem Fahrrad in der Stadt gewesen, beim Italiener speisen, schier die Eier und den Arsch abgefroren. Die heutige Konsequenz war neben einem kleinen Curry (gegen meine verdammten Magenschmerzen heute Morgen), einer Hand voll Kekse, einem Becher Fleischsalat mit Laugenbrötchen, Kaffee, Tee und Mezzo Mix, dieses leckere Abendmahl. Und hey, die Magenschmerzen sind weg, ich fühle mich fettig und lehne mich in mein nach Wurst und Rotkohl stinkendes Sofa zurück. Wochenend-Suff, du hast die Erlaubnis mich zu übermannen!

Rostbratwurst mit frischem Rotkohl, Sellerie-Kartoffelpüree und Sauce von der Ente

Zur Herstellung muss ich, wie 2009 ja auch schon, eigentlich nicht viel sagen. Bis darauf das ein manueller Weißabgleich bei alleinigem Glühbirnenlicht echt der Bringer ist, Kartoffelpüree mit Butter den Tag macht (und zwar immer!), die Wurst schön gebraten werden muss, und selbst gemachtes Rotkohl dem aus dem Glas vorzuziehen ist. Bei der Sauce hatte ich wieder einmal Glück da im Eis noch ein Rest Entensauce wartete.

Kann Nackt oder angezogen genossen werden. Spielt überhaupt keine Rolle.

Nebenbei ist mit noch aufgefallen das eine Eitrige (Käsekrainer) viel schneller in der Mikrowelle aufzutauen ist wie eine Rostbratwurst. Und das obwohl das spezifische Gewicht ungefähr das Selbe ist. An was könnte das liegen? Bündelt der Käse in der Käsekrainer die Mikrowellen und lässt die Wurst schneller erhitzen? Reflektiert die helle Oberfläche der Rostbratwurst mehr der elektromagnetischen Wellen zwischen 1 GHz – 300 GHz?

Die Wurst war gefroren (sagen auch Herr und Frau Simon…). Darum weiß ich da jetzt so genau Bescheid.

Um dem Titel noch gerecht zu werden hier der Soundtrack zum Gericht:

Gib deinen Senf dazu

Boulettes sauce chasseur oder auch Fleischküchle mit Jägersauce

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Sonntag, 02. September 2012

Die alkoholinduzierte psychische Zwangsstörung der gestrigen beiden Tage klingt langsam ab. In der selben Geschwindigkeit fällt es mir wieder leichter, wenn auch in kleinen Schritten, Worte zu fassen. Diese soweit es mir möglich ist in Zusammenhang hier niederzuschreiben. In der Hoffnung das diese am Ende auch einen Sinn ergeben. Am Besten einen Sinn der Hunger und Lust auf Saucen macht. Während im Ofen meine 3 gefüllten Paprika und zwei gefüllten Fleischtomaten schmoren möchte ich hier also den zweiten Teil meiner Saucen-Offensive starten. Diesmal (Dirk hat mich hier durch seinen Kommentar inspiriert) mit einer Sauce Chasseur aka Jägersauce.

Saucen-Offensive Teil 2: Jägersauce – Sauce chasseur

Eigentlich ist die Zubereitung hier wieder ein Kinderspiel. Gute Zutaten natürlich wie immer die Grundvoraussetzung. Sprich eine sehr gute Basis in Form von Demi Glace oder eines dunklen Kalbsfonds,. Eeiner basis-Tomatensauce (ganz fleißige stellen eine Art Tomatenconcassée her), Weißwein, frischer Pilze, Éechalottes, gute Butter sowie ebenso frische Kräuter. In diesem Falle Kerbel und Estragon.

Die Pilze werden hier fein geschnitten, mit den ebenfalls fein geschnittenen Schalotten in Butter angedünstet. Mit Weißwein abgelöscht. Nachdem der Weißwein um ca. die Hälfte einreduziert wird kann hier (laut dem Larousse Gastronomique) mit Cognac flambiert werden. Darauf habe ich verzichtet. Dafür habe ich zusätzlich zum Kerbel und Estragon noch Petersilie genommen. Die Kräuter kommen allerdings erst ganz am Ende zur Sauce. Vorher wird die Weißwein-Pilz-Schalotten Reduktion noch mit Demi Glace oder dunklem Kalbsfond verlängert sowie mit etwas Tomatensauce tomatisiert. Am Ende wird mit Butter etwas abgebunden.

Laut „The Professional Chef“ wird der Sauce Chasseur/Huntsman’s statt Cognac Brandy hinzugefügt.

Als Basisgericht habe ich mich für Buletten/Fleischküchle entschieden. Erstens weil die ja in Frankreich nicht unbeliebt sind, ich insbesondere im Elsass oft welche gegessen habe und zweitens weil Jägersauce ja auch eine typische Imbissbuden-Sauce ist. Zwar nicht in der Kombination und Qualität wie hier, allerdings mit einer eindeutigen Parallele. Pilze. Dachte das passt irgendwie. Die Bouletten habe ich mit Bacon, Hackfleisch (gemischt) alten Brot, Ei, Petersilie, Schalotten, Senf sowie Salz und Pfeffer hergestellt. Mehr brauchts da auch nicht.

Als Beilage habe ich ganz simpel einen ganzen Blumenkohl gedämpft. Da ich so viele Bouletten hatte habe ich auf eine weitere Sättigungsbeilage verzichtet.

Ich muss sagen – ein außergewöhnlicher Genuss. Nachmachen Leute! Rettet die Saucen!

 

Gib deinen Senf dazu

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