Archiv für die Kategorie ‘Deutschland’

Schniposa – Schnitzel, Pommes, Salat

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (5 Bewertungen, durchschnitt: 4,40 von 5)
Loading...
Samstag, 04. August 2012

Gibt ja tatsächlich noch Leute denen dieser Begriff nichts sagt. Jetzt werden vielleicht einige denken oder sagen „Ah, schon wieder dieser Assi-gastrophil mit seinem ans Lumpenprekariat angelehnten seltsamen Zeug“, aber hey, wenns mir schmeckt ess ich sowas gerne. Muss ja auch nicht jeden Tag Haute cuisine sein.

Im Normalfall kauft man ein schönes Kalbsschnitzel, muss auch nicht groß sein, klopft es mit Bedacht und Beharrlichkeit auf ca. 4 – 5 mm Dicke, wendet es in Mehl, Ei und anschließend guten Semmelbröseln um es sogleich in sehr heißem Butterschmalz goldgelb auszubacken. Dazu dann wunderbare Pommes und ein leckerer Salat.

Bei mir war das Schnitzel aber aus Schwein. Kalbsschnitzel führen die Freaks im Rewe am Marienplatz wohl nicht. Habe kürzlich aber auch gehört das die Wiener eigentlich sowieso lieber Schnitzel aus Schweinefleisch essen. Inwiefern das stimmt weiß ich nicht. Da meine Fritteuse kaputt gegangen ist gab es eben Pommes aus dem Backofen. Dazu habe ich mal den Ketchup von „Curry Queen“ versucht. War jetzt nicht schlecht aber auch nicht unglaublich toll. Hat immerhin um die 2,50€ gekostet wenn ich mich recht erinnere.

Ich gebs zu, hab die Schnitzel nicht soo dünn geklopft. Musste aber schnell kochen, zwei davon essen, da ich danach mit dem Fahrrad fahren war. Glaub man nennt das auch Sport?

Außerdem gab es Salat. Ja, eines der Essen wo Salat meiner Meinung nach wirklich gut passt. Aber keinen labbrigen Blattsalat mit dem Vitamingehalt einer alten Klorolle, nein, Ackersalat und Tomaten. So schmeckt das!

Gib deinen Senf dazu

Habenero-Currywurst mit Käse überbacken sowie Currywurst mit Sauce aus San Marzano Tomaten

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (3 Bewertungen, durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...
Mittwoch, 13. Juni 2012

Die Currywurst, unendliche Geschmacksvielfalt. Wir schreiben das Jahr 2012. Dies sind die Abenteuer der Currywurstzubereitung auf gastrophil, welche mit seinen unerforschten und vielschichtigen Aromen auftrumpfen kann, um neue gustatorische Höhepunkte zu erklimmen sowie neue Schärfe und Fruchtigkeit in Erfahrung zu bringen. Frei von Konservierungsstoffen sowie Geschmacksverstärkern dringt die Currywurst dabei in Genuss-Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor erschmecken durfte.

Da ich schon ewig keine richtige leckere und vor allem gesunde Currywurst mehr hatte (die letzte Wurst war wirklich diese hier von 2010) und ich ja mittlerweile eine Fritteuse besitze, Würste sowieso im Haus waren, gibt es diesmal zwei neue Varianten. Ein mal mit Käse und ein mal ohne.

Das Alpha und Omega hier ist natürlich die Sauce. Man kann mir wirklich viel antun. Was aber definitiv als Verbrechen an der Menschheit tituliert werden sollte ist kalter Ketchup auf der halbharten, heißen und feuchten Wurst. Das geht überhaupt nicht. Da wird nicht geschluckt, da wird gespuckt!

Darum koche ich meine Curry-Grundsaucen immer brav selber aus leckeren Zutaten wie Zwiebeln bzw. Schalotten, passierten Tomaten oder Dosentomaten (ja die sind da besser als frische Tomaten geeignet), Zucker, Essig, Salz, Pfeffer und Gewürzen. Verfeinern kann man dann die „quasi Grundsauce“ mit Schokolade, Currypulver, Whisky, Mango, Paprika oder noch mehr Chili… es gibt hier so dermaßen viele Möglichkeiten eine leckere Sauce zu basteln. Ruhig auch mehr kochen, dann einfrieren. Ist bei Saucen so einfach wie sonst nirgends.

Nachtrag: Scheint so als hätten Zeitgleich auch anderswo Currywurst-Saucen-Tests stattgefunden. Hier gibts sicherlich auch die eine oder andere Anregung für alle Currywurst-Fans…

Oben eine Currywurst mit einer Sauce aus San-Marzano Tomaten und selber gemachtem Curry

Zutaten (San-Marzano-Currywurstsauce)

  • San Marzano Tomaten aus der Dose
  • Salz, Pfeffer, Zwiebel, Knoblauch, Zucker
  • Currypulver (Cumin, Koriander, Zimt, Bockshornklee, schwarzer Pfeffer, Chili, prise Paprikapulver)
  • Chili (frisch)
  • wer es fruchtig mag kann hier wieder experimentieren. z.B. mit Mango o.Ä.

Rezept (San Marzano Currywurstsauce)

1. Currypulver im Mörser oder einer ausgedienten Kaffeemühle aus den oben genannten Zutaten beim Punkt „Currypulver“ herstellen. Mengenangaben kann ich hier leider keine machen da ich alles immer nach Gefühl mische. Logisch denken aber nicht vergessen. Es sollte klar sein das man nicht mehr Zimt nimmt wie Chili oder Cumin. Notfalls nachlesen. Ich geb hier ja nur Anregungen 😉

2. Zwiebel und Knoblauch hacken, andünsten. Currypulver dazu. Mit den Tomaten ablöschen. Etwas Zucker dazu. Einkochen. Am Ende noch etwas frischer Chili dazu. Pürieren und Abschmecken.

Weiter im Text und auf zur Habanero-Käse-Currywurst

Die Idee mit dem Käse kam wohl durch eine alkoholbedingte Fehlfunktion. Quasi eine kortikale Fehlzündung. Eine Fehlfunktion die sozusagen den überstimulierten Hungernerv meiner sonntäglichen klar-kommen-Zeit traf. Käse passt hier gut, glaube ich mich zumindest zu erinnern…

Zutaten (Habenero-Currywurstsauce)

  • Tomaten aus der Dose
  • Zwiebel
  • etwas Knoblauch
  • Currypulver (Madras), Pfeffer (schwarz, frisch gemahlen), grobes Meersalz, Habenero oder Habanerosauce, Zucker
  • Wurst (hatte irgend eine Bratwurst, Erinnerung ist nichts für mich. Usus sind m.W.n. Oberländer, ich sehe das aber heute mal nicht so eng)
  • Pommes bzw. Kartoffeln um Pommes zu bauen
  • Käse (hatte Chester soweit ich weiß)

Rezept (Habanero-Currywurst mit Käse)

1. Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in etwas Öl glasig dünsten. Tomaten, Salz, Zucker, Pfeffer, Curry sowie etwas Habanero oder Habanerosauce (je nach Schärfegeilheit dosieren) dazu. Alles für ~ 35 bis 45 Minuten leise köcheln lassen. Pürieren. Warm stellen. Ggf. nach Gusto noch verfeinern. Wie gesagt gibt es hier eigentlich keine Grenzen mehr.

2. Wurst schön braten. Am besten Goldgelb. Pommes zubereiten. Entweder frisch (Rezept gibts hier unter „beste Pommes“) oder eben die Fertigen. Ofen nebenbei vorheizen.

Richtig schön brodelndes Fett!

3. Die äußerst leckere und wunderbar gebratene Wurst auf einen Teller geben, Käse darüber verteilen und alles ca. 3 bis 4 Minuten im Ofen schmelzen lassen. Danach Pommes daneben anrichten, Sauce über die Käse-Currywurst, noch mal Currypulver drüber und ganz ganz schnell verschlingen.

Die mit Käse überbackene Currywurst

Das Foto ist leider nicht so toll geworden. Sobald ich mein verliehenes Stativ wieder haben wird nochmal ordentlich gewurstet und ein Bild nachgeliefert 😉

Currywürste in Stuttgart – ein Leidfaden…

Für alle Stuttgarter die mal wieder Lust auf eine richtig schöne Currywurst bekommen haben, den Currywurstwald vor lauter Dönerbuden aber nicht mehr sehen, haben die Stuttgarter Nachrichten „Stuttgarts beste Currywürste“ in einem Kurzen Artikel vorgestellt. In wie weit die Tipps etwas taugen kann ich nicht beurteilen bzw. warum die Grillstation auf Platz 9 ist verstehe ich nicht. Wer da schon mal war kann diese Platzvergabe wohl auch nicht verstehen :rolleyes:

Ergänzend dazu möchte ich dann noch die Rubrik „Imbisse in Stuttgart“ auf kesselfieber.de erwähnen. Hier werden auch einige Buden die diese berliner Köstlichkeit anbieten zu finden sein.

Gib deinen Senf dazu

schwäbische Fleischküchle in kräftiger Biersauce

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (10 Bewertungen, durchschnitt: 4,50 von 5)
Loading...
Montag, 23. April 2012

Ursprünglich bin ich über das Rezept von den in Bier gegarten Bratwürsten drauf gekommen auch mal wieder Bier zum Kochen zu nutzen. Wenn am Abend 5 Liter des leckeren Gerstensaftes ohne Gastrospasmus verbleiben können, so kann eine Sauce aus Bier ja nur noch besser sein! Ab und an, also selten, nutze ich auch Bier zum Kochen, irgendwie aber nicht so oft wie es dem leckeren Gebräu eigentlich gerecht würde. Da heute Tag des Bieres ist muss der Artikel jetzt einfach sein!

Hatte von Samstag Abend, an dem ich ausnahmsweise mal den geschundenen Körper zur Regeneration zwang, noch ein zwei Tropfen Bier über  dachte das kannst doch gut für ne Sauce mit Champignons nutzten. Fleischküchle, also die schwäbischen Frikadellen, sollte es eh geben. Die Idee hab ich irgendwie beim Kochschwabe aufgeschnappt. Die Karotten für Gelberübengemüse waren auch schon gekauft.

Und was soll ich sagen. Erfolg auf ganzer Linie. Die Sauce war der Hammer, die Fleischküchle schön saftig und beim Karottengemüse kann man sowieso nix falsch machen.

Zutaten

  • Hackfleisch
  • altes Brötchen
  • Eier
  • Zwiebeln, Knoblauch
  • Karotten, Kartoffeln
  • Champignons
  • Bier, Fleischbrühe -/Fond
  • passierte Tomaten
  • Senf
  • Butter
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Stärke

Rezept

1. Ofen auf ca. 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.Hackfleisch mit fein gehackter Zwiebel, etwas aufgeweichtem Brötchen, Ei, Senf  vermengen sowie mit Salz und Pfeffer würzen. Ich hab am Ende auch noch etwas Muskatnuss hinein gerieben.

2. Klein gehackte Zwiebel mit etwas Öl in einem Topf goldgelb dünsten. Mit etwas Fleischbrühe ablöschen. Ca. so viel das die Karotten und Kartoffeln im Topf ca. 3/4 bedeckt sind.

Nun Karotten schälen, zerkleinern und in den Topf geben. Am Ende auch noch 1 bis 3 Kartoffeln (mehlige) dazu geben. Deckel drauf und nebenher langsam weich garen.

3. Nun aus der Hackfleisch-Masse Fleischküchle formen. Mit etwas Öl in eine Pfanne geben. Wenn diese braten etwas klein gehackte Zwiebel, Champignons in Scheiben und angedrückten Knoblauch geben. Alles mit dünsten. Wenn die Fleischküchle auf beiden Seiten braun sind mit Bier ablöschen. Hab bei mir ca. ein großes Glas genommen. Ebenso etwas passierte Tomate und ebenso Fleischbrühe zugeben. Auch etwas Pfeffer sollte jetzt rein.

Ab in den Ofen für ca. 20 Minuten.

4. Nach ca. 20 Minuten sollten die Karotten und Kartoffeln auch gut sein. Alles schön zerstampfen. Mit Salz und Pfeffer sowie Muskat abschmecken. Stückchen Butter rein.

5. Pfanne aus dem Backofen nehmen. Fleischküchle auf Alufolie oder einen Teller geben. Sauce binden (mit Stärke o.Ä.). Abschmecken. Auch hier kann man noch etwas Butter hinzugeben wenn man mag.

Fertig sind die Fleischküchle in Kräftiger Biersauce mit Gelberübengemüse. Eines meiner Leibgerichte… Prost

Vor ein paar Tagen habe ich schon Würste in Schwarzbiersauce gemacht. Wie gesagt bin ich darauf gekommen als ich das von den in Bier gegarten Würsten las. Hab dazu in einer Backform zuallererst Selleriewürfel, Karottenscheiben, Zwiebelringe und Knoblauchzehen mit den eingeschnittenen Würsten bei ca. 200°C Ober-/Unterhitze geröstet. Alles vorher etwas mit Zucker bestäubt. Dann nach ca. 10 Minuten mit Schwarzbier und etwas Tomatensauce aufgegossen und für ca. eine Stunde weiter geschmort. Wie oben erwähnt dann am Ende binden. Dazu gab es Kartoffelpüree und Rotkohl. Das war auch sehr lecker!

Rostbratwurst und grobe Bauernbratwurst in Schwarzbier geschmort. Oberlecker!

Gib deinen Senf dazu