Archiv für die Kategorie ‘Frankreich’

Petite Baguette

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Donnerstag, 17. Januar 2013

Gestern am späten Abend überkam mich auf einmal ein unbändiger Hunger auf Brot. Natürlich habe ich keines gefunden. Mehl und Hefe war da. Also schnell mal im Netz geschaut wie sowas geht. Bei Aurélie hab ich dann dieses tolle Rezept gefunden und sogleich umgesetzt. Gut, ich hab jetzt keine Küchenwaage, auch kein tolles Backblech mit Einkerbungen worin sich die Baguette-Rohlinge entspannen können, ebenso hab ich von Teigen und dem Backhandwerk an sich keinen Schimmer. Einzig beim gehen lassen – da meine Freunde habe ich große Ahnung…

Nach einigem groben Schätzen, Kneten, Warten, Falten, Warten, Falten, Warten, Falten, Warten, Rollen, Warten, Einschneiden, Backen, Warten war es dann so weit. Meine ersten selbst gebackenen, annähernd dem französischen Original entsprechenden Baguettes (dachte bisher das diese Teile dann Flûte bzw. Parisienne genannt werden) entspannten sich zur normalen Temperatur auf meiner Arbeitsfläche.

petite-baguette-1

Im Hintergrund sind noch zwei „Brötchen“ zu sehen die ich aus dem Teigrest geformt habe. Im Nachhinein hätte ich mit diesem Teig aber eher die Länge der Baguettes vergrößern sollen. Beim nächsten Mal dann 😉 Außerdem ist das im Baguette im Vordergrund mit Mehl bestäubt worden, hinten wurde mit Wasser bepinselt. Einfach um den Unterschied zu testen. Mit Mehl gefällt mir persönlich aber besser.

petite-baguette-querschnitt

Auch im Anschnitt hat mich das Baguette überzeugt. War echt luftig. Ich hätte aber mit dem Anschneiden etwas länger warten sollen. Der Teig war hier noch sehr heiß – ich konnte es aber einfach nicht erwarten 😉

Fazit: Danke noch mal Aurélie, ein wirklich tolles Rezept welches, im gegensatz zu diesen eingedeutschten fetten und weichen Riesenbaguettes, wirklich einen Geschmacklichen accent auf meinen Tisch zauberte! Nun, da der erste für mich noch sehr unsichere Schritt in Richtung des Backhandwerks getan wurde, werden weitere folgen. Hoffentlich sicherere. Vielleicht wird auch ein Tanz daraus. Ob Walzer oder Pogo steht noch in den Sternen.

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französische Zwiebelsuppe

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Donnerstag, 11. Oktober 2012

Zwieblein, Zwieblein an der Wand, mit welcher Suppe hab ich mir schon die Fresse verbrannt?

Die Antwort deckt sich bei Vielen wohl mit der Überschrift des heutigen Artikels. Wobei die Kürbissuppe nach Paul Bocuse auch ein guter Kandidat wäre. Dabei ist diese Zwiebelsuppe so einfach zuzubereiten. Das Endprodukt muss sich meiner Meinung nach vor keine Consommé verstecken. Nur bei den Kalorien. Da geht es eher in die Richtung Hüftgold 😉 Aber hey, ist hier ja kein verdammter Diätblog oder so ein Kram. Kommt nicht in die Tüte, bzw. in den Teller, jetzt Kalorien zu zählen. Wobei – bei mir käme das sowieso einer Sisyphusarbeit gleich.

Grundstock bildet, wie bei jeder guten Suppe, die Brühe. Hier sollte nicht gekleckert werden sondern geglotzt. Einen Kalbsfond konnte ich leider mangels Kalbsknochen nicht herstellen. Rinderknochen waren auch aus. Schwein wollte ich nicht. Also blieb nur noch Geflügel. Meine Soupe d’oignons aux Halles ist also mit einer langsam und sanft gekochten Geflügelbrühe gemacht. Das ist aber ein anderes Thema und soll nicht der Schwerpunkt hier sein. Ich gehe von einer fertig abgeschmeckten Brühe aus.

Im Grunde genommen geht die Suppe sehr einfach. In genügend Butter oder Fett werden in sehr feine Ringe geschnittene Zwiebeln (ca. 1 große Zwiebel pro Person) langsam goldgelb angeschwitzt. Vorsicht – nicht anbrennen lassen. Nun wird mit etwas trockenem Weißwein abgelöscht. Die Brühe gesellt sich ebenso dazu. Allerdings natürlich in weitaus größerem Verhältnis zum Wein. Alles lässt man nun für ca. 20 Minuten leise köcheln.

Kurz bevor die 20 Minuten zu Ende sind nimmt man Weißbrot-Scheiben her. Etwas Knoblauch wird zerhackt. Das Weißbrot in einer Pfanne mit Butter leicht angebräunt. Parallel den Knoblauch auch in die Pfanne geben. Sehr leicht braun werden lassen. Auf den Brotscheiben verteilen. Brot aus der Pfanne entfernen. Sollte nicht zu dunkel werden das Ganze.

Nun nimmt man Suppenschüsseln. Ich habe leider keine solch schönen wie man in den Pariser Bistros sieht. Es kommt etwas Suppe, natürlich mit ordentlich Zwiebeln, in die (backofenfesten) Suppenschüsseln, oben auf die mit Knoblauch versehenen Weißbrotscheiben und darauf, quasi als Krönung, geriebener Gruyère-Käse.

Das wandert dann bei 180°C Oberhitze / Grillfunktion oder was auch immer  für ~2-3 Minuten in den Ofen.

Welch ein Erlebnis. Der Gaumen voller Brandblasen, der Hals ebenso, die Körpertemperatur um 6°C gestiegen, Schweißperlen überall, Hemd nass, Löffel voller festgebackenem Käse, eine Rolle gebrauchtes Wisch und Weg liegt zerknüllt vor einem. Halleluja!

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Croque Monsieur „normal“ sowie mit Chili con Carne

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Dienstag, 25. September 2012

Dienstag wird zurückgevespert. Und zwar Zeug aus der ewig kalten Gefriertruhe. Darin befand sich noch köstliches Chili. Außerhalb dieser unwirklichen Kälte, quasi in der habitablen Zone meiner kleinen Küche, fand sich noch Kastenweißbrot vom fiesen Bäcker, Käse und ein Schinken mit schwarzem Trüffel. Butter, Milch und Mehl vereinten sich der Saftigkeit halber noch zu einer Béchamel.

Der Erste Croque, ein normaler mit Schinken, die Weißbrotscheiben mit Béchamel bestrichen und mit Käse überbacken, war schon sehr lecker…

Beim zweiten Croque sind dann wohl die Pferde mit mir durchgegangen. Es befand sich auf einmal Chili con carne oberhalb des Schinkens. Der Rest, also die Abdeckung, war die Selbe. Und hey, sieht vielleicht scheiße aus aber geschmeckt hat es gut. Sorry Franzosen 😉

Wenn ich irgendwann mal Eier habe gibts auch mal die Version mit der Madame. Heute war ich froh drum keine zu haben. Diese zwei Prachtkerle haben mich so dermaßen fertig gemacht das ich mit halb offenen Augen, sabbernd und halluzinierend, für 45 Minuten auf dem Sofa eine Nahtoderfahrung par excellence genießen durfte. Also gebt acht, haut rein!

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