Archiv für die Kategorie ‘Italien’

Meatballs – Fleischbällchen auf italienisch

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Freitag, 26. Oktober 2012

Im Prinzip das alte Hackbällchen Rezept, diesmal aber ohne Zeitdruck und mit etwas ansehnlicheren Fotos. Damals war wohl wirklich „allright keine Zeit“ angesagt. Jetzt bin ich aber gefühlte 10 Jahre älter, somit langsamer und natürlich auch Weiser. Großartig am Rezept habe ich nicht herum gepfuscht. Ist meiner Meinung auch nicht nötig.

Gutes Hackfleisch vom Rind oder Gemischt, am besten daheim durchdrehen (aber so richtig!), gescheiter Pecorino, den ich mittlerweile lieber als Parmesan esse, gute San Marzano Tomaten (Dösle), altes Weißbrot, Knoblauch, Ei, Salz, Pfeffer, getrockneter Thymian sowie etwas Geduld. Ach ja, und ein oder zwei Salsiccia – mit Fenchel – wenn es geht. Weißwein schadet auch nicht. Für die Sauce und den Kopp.

Das als erste genannte Rind oder Schwein durch den Wolf drehen, mit etwas zuvor eingeweichtem und gut ausgedrücktem Weißbrot mischen. Ei dazu, eine ordentlich Portion frisch geriebenem Pecorino, fein gehackter Knoblauch, Salz, Pfeffer und Thymian. Knet, Knet. Kleine Bällchen formen. Salsiccia in ca. 1,5 cm dicke Stücke teilen. Pfanne auf den Herd. Die Hackbällchen peu à peu rundum anbraten. Aus der Pfanne nehmen. Das Selbe mit der Salsiccia machen. Auch aus der Pfanne nehmen.

Nun etwas Knoblauch in die jetzt freie Pfanne geben. Kurz anschwitzen. Tomaten drüber. Ordentlicher Schuss Weißwein ebenso. Für ca. 15 Minuten köcheln. Hackbällchen wieder dazu und weitere 0 Minuten köcheln lassen.

Am Ende die Salsiccia dazu, nochmals 1-2 Minuten warten, servieren. Mit was? Beliebige Pasta, geht aber auch mit Brot o.Ä.

Das ist perfekt wenn man schön verkatert einen ordentlichen Hunger schiebt, für Kinder toll und auch sonst. Man kann hier also eigentlich nichts falsch machen. Ich würde das sogar bei 40°C im Schatten kochen. Dazu ein kühles Bier (welches ich mir jetzt sowieso mal langsam öffnen sollte) und der Tag darf vor dem Abend gelobt werden.

Sodann lasst es krachen, formt die Hackbällchen und esst euch fröhlich! Merke: Jeder Tag ist Meatball-Tag…

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twenty Four hours chillout Handmade Hefeteig – Pilze-Sucuk-Pizza und Burgerbrötchen

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Donnerstag, 19. Juli 2012

Es gab Pilze-Sucuk-Pizza,
das erste Mal im Leben,
und es gab Homemade-Burgerbrötchen das allererste Mal…
und als ein Mann sah ich den Hefeteig aufgehen…
und es war Sommer.

So ähnlich oder noch dämlicher trällerte gestern die eingewachsene Schallplatte in meinem Kopf ihren Hefeteig-Reigen. Immer und immer wieder. Der einzige Weg diese Ode an Hefe, Mehl, Salz und Wasser zu beenden schien selbigen Zutaten in einer Plastikschüssel zu froher Einigkeit zu verhelfen. Auf das ihr euch vermehret oh kleine wunderliche Hefekreaturen!

Normalerweise habe ich ja nur den Nerv diesen Scheiß für ca. 1 Stunde gehen zu lassen. Wie der strange Vater seine Minirock-tragende läufige Tochter. Seit ich aber nur noch 4 mal die Woche Bier trinke, Hartgas ganz weg lasse, hab ich mehr Energie und Muße. Diese beiden neuerlichen Eigenschaften, welche ich nun mein Eigen nennen darf, veranlassten mich den Teig endlich mal volle 24 Stunden seine Arbeit verrichten zu lassen.

Sieht irgendwie noch scheiße und bröckelig trocken aus. Ging später aber echt gut zu verarbeiten

Eine Pizza und aus dem Rest Burgerbrötchen. So der Plan. Wenn die Burger-Dinger was werden, hab ich mir überlegt, müssen die gewürdigt werden. Vielleicht versuche ich dann endlich mal die Kobe-Patties aus dem Eis. Gibts beim dem Feinkost-Laden dessen Name ich immer vergesse. Soweit ich mich erinnern kann für lausige 24 Lappen. Sind leider schon fertig in Form geklöppelt, frisch bekomme ich aber kein Wagyū her.

Auf die Pizza kommen auf jeden Fall frische eukaryotische Lebewesen der nicht psilocybinhaltigen Sorte. Genannt Champignons. Abendländische Sucuk-Wurst, sonnengereifte Tomaten aus der Dose und Büffel-Mozzarella machen das multikulti Quartett perfekt. Je nach Grad der geistigen Umnachtung schnipple ich noch ein paar dünne Zwiebelringe drüber. Gibt Tinte auf den Füller. Ist wichtig. Könnte jeden Tag soweit sein das ich meine Entmündigung unterzeichnen muss. Ohne funktionierenden Füller ist diese unangenehme Situation dann wohl noch grotesker.

Pizza Sucuk-Pilze, diesmal mit Käserand! Dämlich und übertrieben, genau so wie ich es mag.

Leider war der Rand nicht ganz geschlossen. Der Käse hat sich wohl auf die Pizza ergossen

So weit das Vorhaben. Der Unterschied ist schon schmeckbar. Habe ich zumindest bei der Pizza gerade feststellen dürfen. Anders wie sonst wird hier erst die Hälfte des Mehls, Hefe und Salz mit ungefähr gleich viel Wasser zu einer sehr flüssigen Vorteig gerührt. Dieser darf dann erst mal für ca. 25 Minuten aufgehen. Dann kommt nach und nach das restliche Mehl rein. Nach kräftigem Kneten wandert das Gedöns in Luftdichten Behältern für besagte 24 Stunden in den Kühlschrank. Vor dem Verarbeiten hab ich den Teig aber dann nochmals für ca. 30 bis 45 Minuten im Zimmer aufwärmen lassen.

Die Burgerbrötchen sind nicht so toll geworden. Irgendwie kompakt und schwer. Ob dieser Hefeteig 100% geeignet war habe ich in meinem jugendlichen Wahnsinn dann auch nicht weiter bedacht. Nach der Pizza einfach rein mit den Teigklumpen. Wenn ich die morgen als Basis meiner Burger verpflichte gibt es natürlich noch Fotos.

Knusper, knusper, Knäuschen, Wer knuspert an meinem Burgerbrötchen-Häuschen…

 

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Lasagne-Suppe mit Ziegen-Frischkäse-Béchamel

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Mittwoch, 27. Juni 2012

Es gibt ja so etwas wie Liebe auf den ersten Blick. Zumindest soll es das geben. Rezepte bzw. Speisen sind da auf eine Art den Frauen ähnlich. Manche findet man auf Anhieb attraktiv, rein vom Aussehen. Der Geschmack ist vorzüglich wird mit jedem Bissen aber aufdringlicher und aufdringlicher, bis man  Mühe hat den im Mund verbliebenen Rest herunter zu schlucken. Bei Anderen entwickelt man eine Zuneigung erst wenn man diese länger kennt. Dann erkennt man aber die feinen Abstufungen, die Vielschichtigkeit und Tiefe. Man muss sich darauf einlassen, dem Kennenlernen eine Chance und Zeit gewähren. Nicht von Vornherein „Nein“ sagen.

Heute war so ein Tag. Mittwoch, leichter Kater, eher eine tiefsitzende Abgeschlagenheit, trotzdem großer Hunger, Internet und die Entdeckung der Lasagna Soup von Brenda. Fragt mich nicht wie zur Hölle ich auf die Seite kam 😉 Gesehen, erst misstrauisch gewesen, auf Facebook angekündigt und heute Abend gleich gekocht. Mit 9 Fingern gekocht da ich es geschafft habe 1/3 vom Fingernagel meines linken Zeigefingers beim Brunoise schneiden zu amputieren.

Auf die Plätze, fertig, Nachklöppeln… So halb, hab das Rezept wie immer arg angepasst. Eigentlich hab ich das Rezept nur kurz überflogen, wie immer halt.

Zutaten

  • 500 ml Tomaten (passiert), Tomaten gestückelt (1 Dose)
  • Hackfleisch vom Rind (ca 150 g)
  • 2 bis 3 Lasagneplatten (oder andere breite Nudeln)
  • Zwiebel, Knoblauch, 1/2 Karotte
  • Ziegenfrischkäse, Mozzarella, Milch
  • 250 ml Rinderfond / Brühe
  • Salz, Pfeffer, getrockneter Thymian, Zucker, Paprikapulver
  • 1/2 Chilischote (frisch, mild), krause Petersilie
  • Weißwein
  • Weißbrot

Rezept

1. Karotte schälen und sehr fein zu Brunoise würfeln. Sprich eine Kantenlänge von ca. 1 bis 2 mm sollte nicht überschritten werden. In etwas Olivenöl sehr langsam dünsten. Nebenher eine Zwiebel und eine Zehe Knoblauch ebenfalls fein würfeln und zur Karotte geben. Alles für ca. 3 bis 4 Minuten mit dünsten. Nun das Hackfleisch zugeben. Hitze hoch drehen und krümelig braten. Aber Vorsicht, es soll nichts anbrennen! Salzen, Pfeffern und etwas mit Paprikapulver würzen.

2. Mit den passierten Tomaten und den gewürfelten Tomaten aus der Dose ablöschen. Rinderbrühe zugeben. 1 TL Zucker zugeben. 1/2 Chilischote in Ringe schneiden. Ebenfalls zugeben.

3. Ca. 30 Minuten köcheln lassen. Mit etwas getrocknetem Thymian würzen, etwas Weißwein dazu geben. Jetzt die Lasagneplatten grob zerbrechen. Zur Suppe geben. Nudeln al dente kochen. Dabei Deckel auf den Topf.  Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4. Ofen auf Oberhitze einstellen. Weißbrot in Scheiben schneiden und mit Olivenöl beträufeln. Im Ofen bräunen. Nebenher etwas Ziegenfrischkäse mit einem kleinen Schuss Milch mischen, Salzen, Pfeffern.

5. Suppe in einen Suppenteller geben, etwas von der Ziegenfrischkäse-Béchamel darauf geben, gewürfelten Mozzarella darüber und ebenfalls kurz im Ofen gratinieren.

Gehackte Petersilie drüber streuen und mit dem gerösteten Brot essen bzw unter sehr großer Kraftanstrengung rein schlürfen 😀 Lecker!

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