Archiv für die Kategorie ‘Rezepte’

Kimchi Udon – キムチ うどん

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Mittwoch, 23. November 2011

Winter, kalt, Suppe, heiß. Auf Grund äußerer Umstände wie dem kalten Wetter, fettigster Nahrungsmittel beim Gänsebesen in Fellbach am gestrigen Tage und der unstillbaren Lust nach Suppe, besonders in ihrer exotischeren Form, MUSS es heute einfach Suppe geben. Die Tatsache das ich noch ein paar Liter feinster Geflügelbrühe im Tiefkühler habe tut sein übriges dazu.

Eigentlich gehört in eine japanische Suppe wohl Dashi – wie ich einst las. Die große Entfernung zu Düsseldorf und der dort ansässigen japanischen Supermärkte mit ihrem breit gefächerten Produktspektrum zwingt mich aber auf Zutaten wie Bonito,  Konbu (getrockneter Seetang) usw. zu verzichten. Seis drum. Koch ich mir eben mein eigenes Süppchen. Eine Abwandlung meinerseits. Pervers geile Geflügelbrühe, frisch aufgekochte Udon Nudeln, knackige  Frühlingszwiebeln ……, super heiß serviert in einer meiner neuen japanischen Suppenschüsseln, neuste Anschaffung beim letzten Düsseldorf-Besuch. Ihr erinnert euch, da wo ich vergessen habe das scheiß Dashi-Pulver zu besorgen.

Egal, das nächste mal besorg ich alles möglich aus den dortigen Märkten.

Zutaten für Kimchi-Udon

  • Selbst gemachte beste Brühe (bei mir Geflügel)
  • Udon Nudeln
  • Kimchi
  • Bambussprossen
  • frischer Chili

Rezept

Der eigentliche Aufwand ist hier die Brühe. Auf keinen Fall würde ich hier auf gekörnte Brühe zurückgreifen. Frische Brühe sollte da wirklich Pflicht sein. Leider hatte ich bestimmte Zutaten nicht so das eben eine Hühnerbrühe herhalten musste.

1. Brühe abschmecken. Udon kochen. Hier könnte man auch frische Udon machen, da trau ich mich momentan aber noch nicht ran. Demnächst dann ;) Sobald die Udon fertig sind gleich in ein geeignetes Suppengefäß geben. Nicht abschrecken! Großzügig Kimchi darüber geben. Ein paar Bambussprossen ebenso. Nun mit der fast kochenden Brühe aufgießen. Alles kurz herum rühren. Frisch gehackter Chili drüber und sofort heiß essen.

Einfach nur super lecker!

Gibts Bukkake Udon eigentlich bei Frauenbesuch? Spitzen Name für eine Suppe wie ich finde. Die gibts wirklich, kein Scherz.

Wers etwas würziger mag, so wie ich, der haut sich noch ordentlich extra Kimchi rein :D

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Forelle auf Kohlrabibett

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Montag, 21. November 2011

Heute hatte ich Lust auf Fisch. Schwankte zwischen Dorade, Forelle oder Lachs-Lasagne. Im Endeffekt wurde daraus eine Forelle auf Kohlrabibett da ich noch Kohlrabi hatte und den irgendwie verwerten wollte. Alles ganz einfach gehalten, ohne viel Trara.

Zutaten

  • Regenbogenforelle (ausgenommen sowie geschuppt)
  • Kohlrabi
  • Weißwein, Fischfond oder andere Brühe
  • Schalotte, Salz, Pfeffer, Kräuter nach Gusto
  • Olivenöl

Rezept

1. Forelle ausnehmen, schuppen und auswaschen falls dies noch nicht geschehen ist. Kohlrabi schälen, halbieren und in ca. 4 mm dicke Scheiben schneiden. Backform etwas mit Öl auspinseln oder mit Butter einfetten. Aus den Kohlrabischeiben leicht überlappend zweireihig ein Bett für die Forelle basteln. Etwas Fond darüber, etwas Weißwein. Salzen Pfeffern.

2. Forelle ebenfalls würzen und nach Gusto mit frischen Kräutern füllen. Auf das Kohlrabibett legen, mit Olivenöl beträufeln, Backform abdecken und bei ca. 190 bis 200 °C für ca. 30 Minuten backen (ja nach Größe des Fisches). Darauf achten das der Fisch nicht zu lange im Ofen bleibt. Nach der halben Backzeit habe ich den Deckel von der Backform entfernt. Die Garzeit würde sich ohne Deckel wohl verkürzen da es ja etwas dauert bis sich das Innere der Form aufgeheizt hat.

Der Fisch war vom Garpunkt fast perfekt. Vielleicht 3 Minuten zu lange aber war trotzdem noch schön glasig und konnte wunderbar von den Gräten befreit werden. Den Kohlrabi werde ich nächstes mal wohl in Brühe oder Weißwein etwas vor kochen. Mir persönlich war er zu hart. Manche mögen das vielleicht, ich bin eher ein Fan von weichem Gemüse.

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Kräuterseitlings-Maccheroni

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Sonntag, 20. November 2011

Jetzt hab ich hier Kreuterseitlinge liegen, neben soo vielen anderen Sachen die ich die Tage machen wollte. Rest Wirsing (immer noch – da mach ich wohl heute noch eine Suppe draus), Kürbis, Champignons, drei verschiedene frische Pasta, zu allem Überfluss (im wahrsten Sinne des Wortes) muss ich auch noch einen Geflügelfond zubereiten.Und das auch noch alles in einem verdammt verkaterten Zustand, dazu in sehr wenig Zeit da ich erst um 14:30 Uhr meinem Terminalschlaf entronnen bin.

Darum gibts heute was schnellen, einfaches und so leckeres. Mal wider vegetarisch. Ich bin wirklich erstaunt wie oft ich zur Zeit aus versehen vegetarisch koche… Macht aber wohl der Herbst mit seinen tollen saisonalen Gemüse (mein Gott bin ich durch heute, habe mich tatsächlich gerade gefragt ob das Plural von Gemüse dann Gemüsen heißt, oh Gott :D )

Zutaten

  • Kräuterseitlinge
  • Schalotte
  • Weißwein (trocken)
  • Geflügelbrühe
  • Sahne
  • Parmesan
  • Mehl
  • Salz, Pfeffer

Rezept

1. Schalotte zerkleinern. Kräuterseitlinge grob säubern falls diese schmutzig sein sollten und ebenfalls mundgerecht zerkleinern. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen, Pilze und Schalottenwürfel darin dünsten. Nach geraumer Zeit alles an den Rand der Pfanne schieben, wieder etwas Öl hinein geben und Mehl darüber streuen. Das bindet später die Soße. Mit Weißwein ablöschen, Sahne angießen, etwas Brühe ebenfalls, salzen, pfeffern. Die soße aufkochen, Hitze reduzieren. Soße sollte nun schon gebunden und sämig sein.

2. Maccheroni al dente kochen und unter die Soße heben. Etwas vom Nudelwasser dazu geben. Parmesan frisch darüber reiben und alles vermengen.

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Schweinebäckchen nach Braumeister Art mit Kartoffel-Wirsing-Püree

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Freitag, 18. November 2011

Eigentlich wollte ich heute ja diese saftigen gefüllten Kohlrouladen-ähnlichen Teile machen welche ich dort schon halb angekündigt hatte. Kartoffeln hat man ja im Haus, Kohl, in Form von Restwirsing hatte ich auch noch da, wollte also Hack und einen bis dato noch unbekannten Käse für die Kreation kaufen. Denkste! Da hat mir die Metzgerauslage mal wider einen ordentlichen dicken, mit fettem Edding gemalten Strich durch die noch nicht bezahlte Rechnung gemacht. Schweinebäckchen!

Der Kasten Bier war sowieso schon in meinem erbarmungslos durstigen Griff, dachte also dann nimmst davon auch was. Wie, keine Ahnung, das kommt dann schon. Und so kam es dann schlussendlich auch.

Spontanisierte Zutaten

  • Schweinebäckchen
  • Bier (hatte Pils da)
  • guter Fond / Brühe
  • Staudensellerie
  • Kartoffeln
  • Zwiebel
  • Lauch
  • Milch, Butter
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Auf die Backen fertig los!

1. Schweinebäckchen salzen und pfeffern, mit etwas Öl von beiden Seiten scharf anbraten.

Links und rechts an die Backen. Zwar nur Salz und Pfeffer, knallt später aber trotzdem…

Kardiovaskuläre Störungen? Also mit Vorsicht genießen… Jeder nur 6 Bäckchen.

Gewürfelte Zwiebel, Lauch, Staudensellerie dazu. Alles durchschwenken. Mit einer halben Flasche Bier ablöschen, der Rest gilt dem Koch. Brühe dazu. Ab in den Ofen bei ca. 130°C für 3 Stunden.

Ab ab in den Ofen

2. Halbe Stunde bevor die Backen gar sind aus den Kartoffeln einen Püree herstellen. Nebenher aus ein paar Wirsingblättern den Strunk entfernen. Blätter zerkleinern und in kochendem Salzwasser garen. Abschrecken und unter das mit Salz, Pfeffer und Muskat gewürzte Püree geben.

3. Soße abbinden. Kartoffel-Wirsing-Püree anrichten. Schweinebäckchen aufschneiden und anrichten. Sauce darüber. Fertsch.

PS: Musste das Foto neu hoch laden bzw. schießen. Das gestern war einfach murks…

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Minestrone – im Winter gehts nicht ohne

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Mittwoch, 16. November 2011

Es gibt wirklich wenige vegetarische Gerichte die mich hinterm Baum hervor locken können. Eine deftige Gemüsesuppe, dazu ein knuspriges Brot, ja das gehört definitiv dazu.

Heute ist wohl so ein Tag. Ein Tag an dem ich mich hinter einem Baum voller fleischiger Gedanken auf das unsichere dünne vegetarische Eis locken lies. Aber wie ihr seht, meine lieben Leser, ich lebe noch. War es vielleicht das Stück vom harten alten Peccorino, welcher für eine Zeit lang mit gekocht wurde, der mich vor dem Einbrechen in vegetarische Untiefen bewahrt hat?

Findet es selber heraus und kostet die süßen Früchte in der erbarmungslosen winterlichen Jahreszeit…

Ministative Zutaten

  • Gute Brühe
  • Zwiebel, Karotte, Lauch, Wirsing, Staudensellerie, Tomate
  • Kartoffel
  • 50 ml passierte Tomate
  • weiße Bohnen (Fagiolini)
  • Kurze kleine Nudeln
  • Stück alter Parmesan oder Peccorino
  • Salz, Pfeffer, Öl

Und so gehts

1. Zwiebel schälen, in feine Ringe schneiden. Karotte schälen und in ebenfalls ca. 3 mm dicke Ringe schneiden. Mit der Staudensellerie verfahren wir genau so. Den Lauch in etwas feinere Ringe schneiden. 3 bis 4 Blätter vom Wirsing lösen, den Strunk heraus schneiden, falten und längs alle 3 cm durchtrennen. Das gleiche Spiel dann noch quer dazu. Muss also nicht ganz so fein sein. Kartoffel schälen und ebenfalls zerkleinern. Die Tomate auch, allerdings habe ich hier aufs schälen verzichtet.

2. In einem weiten Topf die Zwiebeln angehen lassen. Nach kurzer Zeit Karotten, Staudensellerie dazu geben. Weiter braten. Dann den Lauch sowie die Tomatenstücke dazu.

Kurz anbraten, mit Brühe ablöschen. Nun auch den Wirsing und die Kartoffeln dazu. Salzen und Pfeffern. Passierte Tomaten rein. Das Stück alter Parmesan oder Peccorino einfach dazu geben. Deckel drauf und Hitze reduzieren.

3. Nach ca. 10 Minuten dann eine Hand voll Nudeln hinein geben, den Käse dafür wieder heraus nehmen. Dieser sollte nur Geschmack abgeben. Unterrühren und den Deckel wieder drauf. 5 Minuten bevor die Nudeln fertig sind die Bohnen dazu geben. Diese entweder am Tag davor kochen oder auf eine Dose ausweichen. Die Bohnen falls sie aus der Dose kommen vorher abspülen.

4. Wenn alles gar ist nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit frischen Brot das man z.B. vorher im Ofen geröstet hat servieren. Lecker :)

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Gorgonzola Gnocchis

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Montag, 14. November 2011

Also irgendwie schweifen meine Gedanken seit dem gestrigen Sonntag permanent um Gnocchi aus Kartoffeln. Wieso das so ist – keine Ahnung. Seltsam ist auch das Gnocchis wirklich zu den Dingen gehören die ich so verdammt selten esse. Mag unglaublich klingen aber ich habe in meinen bisherigen 29 Jahren erst zwei mal diese Pastasorte verspeist. Um so seltsamer das mir die Teile nicht mehr aus dem Kopf gehen…

Wie es immer bei mir ist wenn ich etwas bestimmtes im Kopf habe, so habe ich dann heute auch gleich die Zutaten dafür besorgt. Wenn schon denn schon. Kein Päckchen, nein, frische Gnocchis werde ich mir aus dem Ärmel schütteln. Auch keine läppischen Gnocchi alla parigiana, also nach Pariser Art, welche mit Ei gefügiger gemacht werden, kommen auf den Tisch. nein, einzig richtige Gnocchis bestehend aus Kartoffeln und Mehl.

Für die Gnocchi braucht ihr

  • festkochende Kartoffeln (habe mal gelesen das es in Italien auch gar keine mehlig kochenden geben soll)
  • Weizenmehl
  • Salz

1. Kartoffeln kochen, schälen, durch die flotte Lotte drehen oder sonst wie zu feinem Püree zerkleinern. Mit Mehl und etwas Salz zu einem homogenen Teig kneten. Es darf nicht zu viel und auch nicht zu wenig Mehl sein. Um später das Verhältnis zu testen einfach 2 bis 3 Gnocchis probekochen.

2. Den Teig portionsweise zu ca. 1 cm dicken Würsten ausrollen und mit einem Küchenmesser in ca. 1,5 cm lange Stücke schneiden.

3. Nun eine Gabel her nehmen, Mit der einen Hand die Gabel halten, mit der anderen Hand, bzw. dem Zeigefinger, die Gnocchis in die Wölbung der Gaben drücken und abrollen. Schwer zu erklären. Man muss es hier aber auch nicht übertreiben. Die Gnocchis dürfen meiner Meinung auch gerne etwas ungleichmäßig aussehen. Immerhin sind die ja selbst gemacht.

Gorgonzola Sauce

  • Gorgonzola
  • weiße Zwiebel
  • Knoblauch
  • trockener Weißwein
  • Fleischbrühe
  • Sahne
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl

4. Zwiebel und Knoblauch hacken. In Olivenöl glasig dünsten. Mit etwas Weißwein ablöschen. Kurz aufkochen. Fleischbrühe und Sahne angießen. Salzen und Pfeffern.

5. Großzügig oder nach gewünschter Konsistenz sowie Intensität Gorgonzola in der Sauce auflösen.

6. Pasta, in meinem Fall die Gnocchis, unterheben. Genießen.

Ich hatte wohl Glück und auf Anhieb das richtige Kartoffel-Mehl-Verhältnis getroffen. Die Gnocchis sind nicht zerfallen nur etwas mehr Salz hätten sie vertragen können.

 

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Blanquette de poulet

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Montag, 07. November 2011

Blankett vom Huhn oder Hühnerfrikassee (wobei das meines Wissens die bessere Variante mit frischem, nicht nach dem garen vom Knochen gelöstem Hähnchenbrustfilet ist) gab es bei mir nach dem ich die Geflügelbrühe gekocht hatte. Das Blanquette oder deutsch Blankett bezeichnet hierbei einfach nur ein Ragout im Groben Sinn aus hellem Fleisch. Das Perfekte Essen nachdem man sich eben einen Geflügelfond gekocht hat.

Das braucht ihr dafür

  • Ausgekochtes Huhn
  • gute Geflügelbrühe (geht mit dem ausgekochten Huhn ja einher)
  • Butter
  • Weizenmehl
  • Erbsen
  • Champignons
  • Salz, Pfeffer

Rezept für Hühnerfrikassee

1. Das Fleisch vom ausgekochten Huhn bzw. dessen Knochen lösen. Große Stücke ggf. nochmals zerteilen. Alles bei Seite stellen.

Gekochte und erkaltete Hühnerteile – nach der Geflügelfondproduktion die perfekte Verwertung

Nach dem Essen werdet ihr, im Gegensatz zu diesem Fleisch hier, nicht vom Knochen fallen

2. Aus Butter und Mehl eine helle Roux blanc (helle Mehlschwitze) zubereiten und mit der kalten Geflügelbrühe ablöschen, darauf achten das keine Klümpchen entstehen. Habe hier für ca. 650 ml Geflügelbrühe ca. 3 – 4 EL Mehl benutzt um eine gute Konsistenz zu erreichen. Salzen und Pfeffern. Abgelöstes Fleisch hinzugeben. Auf kleiner Flamme für ca. 20 Minuten sehr sanft köcheln lassen, so geht der Mehlgeschmack der Roux verloren.

3. Pilze und Erbsen hinzufügen.

Pilze aus dem Glas braucht kein Mensch, frische Pilze ftw!

Alles für weitere 5 Minuten durchziehen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dazu hatte ich Reis.

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Geflügelbrühe – so richtig abgebrüht

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Sonntag, 06. November 2011

Da ich es zuvor von Rinderbrühe hatte, ich gerade sowieso in Fond und Brühenproduktion bin, folgt hier jetzt als nächstes die Herstellung einer Hühnerbrühe. Im Prinzip der Rinderbrühe sehr ähnlich, Grundzutat entgegen der Rinderbrühe bildet hier allerdings Geflügel. In meinem Fall Huhn bzw. Hühnerklein. Wer hätte es gedacht.

Geflügelbrühe

  • Ein gutes Huhn (zur Not auch Hühnerklein)
  • Knollensellerie, Karotten
  • Pfefferkörner, Lorbeerblätter
  • Salz
  • Wasser, großer Topf und wie immer Zeit

Zubereitung einer Geflügelbrühe / Hühnerbrühe

1. Huhn zerteilen und unter fließendem Wasser waschen.

2. Salzwasser zum Kochen bringen, Hühnerteile darin blanchieren. Hühnerteile abgießen und wieder mit kalten Wasser waschen. Vollständig erkalten lassen.

3. Knollensellerie und Karotten grob putzen und zerkleinern. Zwiebel halbieren. Kalte Hühnerteile sowie die Sellerie, Karotten, Zwiebel, Pfefferkörner und Lorbeerblätter in den Topf geben. Kaltes Wasser darüber und sehr langsam erhitzen.

4. Darauf achten das die Brühe nicht zu Kochen anfängt. Das ganze für ca. 3 Stunden sieden lassen. Schaum ab und an abschöpfen.

5. Alles durch Tuch abgießen.

Ist die Brühe am Ende immer noch zu fettig entweder mit Küchenkrepp entfetten, erkalten lassen und Fett abschöpfen oder eine Fettkanne nutzen.

Klären der Geflügelbrühe

Das Klären der Geflügelbrühe läuft im eigentlichen Sinne so ab wie das Klären einer Rinderbrühe. Als Klärfleisch wird hier allerdings Geflügelfleisch verwendet. Ich persönlich kläre meine Brühe aber nicht. Wär mir schon zu aufwendig ;)

Abfüllen der Geflügelbrühe

Auch hier gibt es keinen Unterschied zur Rinderbrühe. Entweder noch sehr heiß in vorher im kochenden Wasser desinfizierte Gläser abfüllen und sofort den Deckel drauf oder eben einfrieren.

Resteverwertung

Anders als bei Brühen bzw. Fonds die auf Knochen basieren wäre es hier zu schade das gute Fleisch wegzuwerfen. Mir persönlich geht das zumindest so. Die Hühnerteile einfach abkühlen lassen und mit einer Gabel vom Knochen trennen. Daraus kann man dann verschiedenste Gerichte zaubern:

In einer Pfanne etwas Öl, Zwiebeln und Knoblauch sowie Chili angehen lassen. Dazu das fasrige ausgelöste Geflügelfleisch. Mit Cumin etwas nachwürzen, Salzen, Pfeffern. Wrap mit Bohnenpaste bestreichen, pfannengeschwenktes Geflügel darüber, Joghurtdip und vielleicht frischer Koriander wer mag.

Oder ihr bastelt euch wie eure Eltern oder Großeltern daraus einfach ein leckeres Hühnerfrikassee bzw Blankett. Dazu Reis und der Tag das Huhn ist gerettet…

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Rinderbrühe – ein Knochenjob der Spaß macht

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Freitag, 04. November 2011

Wer oft kocht, dies auch leidenschaftlich betreibt, sprich auf Müll wie gekörnte Brühe verzichtet, Qualität verarbeitet um optimale Ergebnisse zu erhalten, der kommt um eine gescheite Brühe, sei es Geflügel-, Kalb- oder Rind, nicht herum.

Ich bin außerdem ein Suppenkasper, ganz besonders wenn es um japanische Nudelsuppe oder Pho geht. Da braucht man ohne eine gescheite Brühe eigentlich erst gar nicht anzufangen sondern sollte es gleich lassen. Bei einer solchen Suppenbasis (z.B. für Pho) wird meist aber noch dementsprechend mir getrocknetem Tintenfisch, Zimt, Sternanis usw. aromatisiert. Diese hier verzichtet darauf sondern soll eher als neutrale Basis für Saucen und Suppen dienen. Abgefüllt in Gläser hat man so immer eine vorzügliche und zugleich günstige sowie qualitativ hochwertige Brühe griffbereit.

Rinderbrühe

  • Rinderknochen
  • Rindfleisch wie Schulter, Hals, Bug, Rippe, Wade usw.
  • Suppengrün
  • Pfefferkörner, Lorbeerblätter
  • Wasser
  • Zeit
  • großer bis sehr großer Topf

Zubereitung einer Rinderbrühe / Bouillon

1. Rinderknochen ggf. klein hacken falls diese zu groß erscheinen. Suppengrün grob zerkleinern.

2. Knochen blanchieren. Dazu die Knochen  in einen großen Topf voll kochendem Wasser geben. Knochen wieder abseihen und gründlichst mit kaltem Wasser abspülen bzw. abbürsten. Knochen vollständig erkalten lassen.

3. Erkaltete Knochen und Fleisch wieder in den zuvor ausgespülten Topf geben, kaltes Wasser darüber geben und langsam erhitzen. Für ca. 2,5 Stunden sehr leicht simmern lassen. Den Schaum mit einer Schaumkelle immer abschöpfen.

4. Pfefferkörner, Zwiebeln sowie Suppengrün dazu geben. Für eine weitere Stunde bis 1,5 Stunden sieden lassen. Schaum immer wieder abschöpfen. Eventuell die obersten Fettaugen mit Küchenpapier entfetten. Wer mag kann die halbierten Zwiebeln auch noch in einer Pfanne ohne Öl oder Fett dunkel anbräunen / schwärzen. Das soll angeblich der Brühe eine goldenere Farbe geben. Ich habe davon aber noch nichts bemerken können.

5. Die Brühe durch ein Tuch abgießen. In Gläser abfüllen und sich an einer guten Brühe erfreuen ;)

Und nein, ich benutze keine Süß-Saure Sauce aus dem Glas. Auch keine Pastasauce o.Ä. Vielmehr musste ich mir genau aus diesem Grund, also wegen dem Fehlen solcher Gläser weil ich eben nie sowas kaufe, diese Gläser leihen. Nur falls jetzt Fragen dazu aufkommen sollten ;)

Klären einer Brühe

Hierbei versteht man das entfernen von Feststoffen / Trübstoffe aus der Brühe. Um eine Brühe zu klären wird eher mageres und  eiweißreiches Rindfleisch durch den Wolf gedreht, mit Eiweiß und Suppengemüse (Sallerie, Karotten, Zwiebel, Porree) vermischt und unter die entfettete Kalte Brühe gegeben. Nun wird diese langsam auf über 70°C erwärmt und sollte dann ~ 2 Stunden leicht sieden (nicht kochen) wobei das Eiweis gerinnt und die Trübstoffe dabei bindet. Diese gebundenen Trübstoffe werden mit einer Kelle von der Oberfläche, an welche sie aufsteigen, der Brühe geschöpft. Am Ende wird die Brühe durch ein Tuch gegossen. Nach dem klären der Brühe darf diese auch Rinderkraftbrühe / Consommé  genannt werden.

Klärt man eine Rinderbrühe mit der doppelten Menge an Klärfleisch (s.o.) so ist die Rede von einer doppelten Kraftbrühe / Consommé double.

Alles so weit geklärt?

Abfüllen der Brühe

Um die hergestellte Brühe länger vor dem Verderben zu schützen sollten die Gläser, in welche die Brühe abgefüllt werden soll, in kochendem Wasser desinfiziert werden. Danach die heiße Brühe bis kurz unter den Rand mit Brühe füllen und sofort verschießen, abkühlen lassen. Durch das Abkühlen entsteht im Glas auch der allseits bekannte Unterdruck wie auch z.B. in Marmeladengläsern. Danach im Kühlschrank aufbewahren.

Verschiedene Brühen

Genau so vielschichtig wie Tiere selbst so sind auch die aus ihnen gewonnenen Brühen in sich sowie geschmacklich verschieden. In nächster Zeit werde ich hier von Hühnerbrühe bis Fischbrühe alles behandeln. Die Feiertage werden dazu schon Anlass geben ;) Ja, selbst eine Gemüsebrühe wird demnächst hergestellt. Und das obwohl da kein Fleisch drin ist.

Fond

Hiervon ist die Rede wenn die Knochen zuvor im Ofen geröstet wurden bzw. der Saft beim Garen aus dem Fleisch austrat. Genaue Anleitung dazu folgt demnächst. Stark reduziert wird aus dem Fond dann Demi Glace, auch das folgt hier noch.

PS: Ich habe nun wirklich schon sehr viel widersprüchliches zum Unterschied von Fond und Brühe gelesen. Nach meinem Kenntnisstand kommt, wie weiter oben ja schon beschrieben, ein Fond aus gegartem Gargut bzw. gerösteten Knochen, eine Brühe wird aus nicht gerösteten Zutaten gewonnen (wenn man von Blanchieren der Knochen mal absieht). Sachdienliche Hinweise dazu gerne hier hinterlassen damit ich den Artikel ggf. abändern kann. Ich bin mir mittlerweile selber sehr unsicher. Danke.

Auf jeden Fall erstaunlich wie ausgekocht diese Tiere sind…

 

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Rahmwirsing ist toll…

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Dienstag, 01. November 2011

… könnte neben Super 16, Hallogallo, Negativland oder Hallo Excentrico der Titel eines Liedes der düsseldorfer Krautrock-Band Neu! lauten. Auch wenn ich weder Neu! noch deren Vorgänger Kraftwerk bei der Zubereitung dieser leckeren Beilage gehört habe, so ist dieses Rezept in weiten Zügen genau so minimalistisch.

Zubereitungsmusik gibts natürlich auch als Vorschlag:

Zutatendrang

  • Wirsing
  • Zwiebel
  • Weißwein
  • Öl
  • Sahne
  • Geflügelbrühe
  • Salz, Pfeffer

Wirsing Wirsing Popiersing

Eine numerische Aufzählung macht hier fast schon keinen Sinn mehr, um die Semantik im Blog aufrecht zu erhalten nutze ich diese dennoch.

1. Wirsing vom Strunk befreien. Welke Blätter entfernen, vierteln und in schmale Streifen schneiden. Zwiebel fein hacken. In einer großen Pfanne etwas Öl erhitzen. Zwiebel darin glasig dünsten. Wirsing dazu geben, kurz mit anschwitzen. Mit einem guten Schuss Weißwein ablöschen. Hühnerfond dazu geben. Deckel darauf und gar dünsten.

2. Etwas Sahne angießen, 5 Minuten weiter köcheln lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Dazu gab es bei mir Fleischküchle aus frisch durchgelassenem Rindfleisch. Sehr lecker…

 

 

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