Spiegelei, Spinat und Kartoffeln

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Ab und an darf es auch mal einigermaßen bodenständig sein. Nein – ab und an muss es sogar mal gescheit bodenständig sein! Ständig diese schwulen Schäumchen, Emulsionen von was-weiß-ich-was, 79,8 Tage sous vide gegartem Milchlamm-Bäckchen, zu Tode gekuschelt und post mortem mit Bier massiert. Ne, ab und an muss es doch auch mal etwas geben das man schmatzend und ohne abgespreizten Finger genießen kann. Was ordinäres. Für’n Bauch und die Seele.

Bei mir muss das dann ordentlich stopfen. Schön billig, gerne auch mit Fertiggericht-Anteil. Klar, da kommen jetzt sicher wieder Leute an die ihren Fleischkäse selber machen – aber hey – haben die nix zu schaffen? Nach der Arbeit hab ich bei Weitem nicht immer Lust alles von der Pike auf frisch zuzubereiten. Ab und an gibts dann eben einfach mal was aus der Packung. Auch wenn es vielleicht nicht toll und biologisch over the top ist…

Dazu gehört eben der Fleischkäse. Schön vergraben unter einem Haufen karamelisierter und angerösteter Zwiebelringe, welche wiederum von einem Spiegelei bedeckt sind. Wer mag kann dazu noch eine leckere Bratensauce servieren.

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Die Kartoffeln vorher noch in frischer Petersilie geschwenkt, alles neben einem Meer aus dickflüssigem Rahmspinat. Jaja, auch hier hat der fiese Prekarier keinen handgepflückten Bio-Blattspinat aus der Region verwendet. Asche über mein Haupt, Pompeji Style! 😀

 

 

 

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gefüllte Paprika low fat Variante

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Joa, die letzten zwei Tage mal wieder das Hirn raus gesoffen. Freitag in die Stadt gekotzt, gestern auf nem Sofa gepennt nach einem riesen Teller Gulasch und einem halben Kasten Bier. Um da wenigstens beim Fett einigermaßen die Kurve zu bekommen gab es heute eine fettarme Variante gefüllter Paprika. Was aber nicht heißen muss das es nicht schmecken kann. Ich fand die Paprika und auch das Kartoffelpüree äußerst lecker und genial…

Und wie gehts? Ganz einfach. Bei der Füllung verzichte ich auf Hackfleisch und beim Püree auf die Butter. Dafür kommt in die Paprika ein Rinderhüftsteak, was im Gegensatz zum Hack ja eher weniger Fett besitzt, und welches ich von Hand sehr fein geschnitten habe. Für den Geschmack würze ich das zerkleinerte Steak mit Paprikapulver, Cayennepfeffer, Nelke und Zimt (im Mörser zerstoßen), einem eingeweichten halben Brötchen, angedünsteten Zwiebeln sowie Salz und Pfeffer aus der Mühle.

Diese Mischung kommt in ausgehöhlte Paprika. Die Sauce, in welcher die Paprika im Ofen garen, wird wieder aus angedünsteten Zwiebeln und Knoblauch, welche mit Dosentomaten und etwas Brühe abgelöscht werden, hergestellt. Außerdem habe ich die Reste der Füllung in die Sauce gegeben. Im Ofen brauchen die Teile dann ~1 Stunde zugedeckt und am Ende noch mal 15 Minuten ohne Deckel.

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Für das Kartoffelpüree habe ich Kartoffeln geschält und gedünstet. In einem Topf dann Milch erhitzt. In die heiße Milch kamen Salz, Pfeffer, frisch geriebener Muskat und Majoran. Die Kartoffeln habe ich dann durch eine Presse hinein gepresst. Am Ende noch ein paar Esslöffel Hanföl dazu gegeben und fertig war das geniale Essen. Ganz ehrlich, Butter habe ich hier nirgends vermisst…

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gefüllte Maishähnchenschenkel à la paysanne

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Letztens hatte ich ein paar stramme und fein epilierte Maishähnchen-Wadeln im Hause. Die Frage war wie ich diese Kostbarkeiten vernünftig verarbeite. Mal was neues musste her, nicht schon wieder Coq au vin… Dann schoss es mir Schlaganfall-Gleich in mein Hirn – ENTBEINEN! Entbeinen und füllen!

Die einen denken bei „zu fettig und zu fleischig“ an Sex mit Vera am Mittag, die anderen an Burger, wiederum andere, so wie ich, werden hier erst hellhörig bevor sie dann doch der Hunger übermannt. Alles in Allem viel Aufwand für ein ziemlich fettiges Resultat. Einerseits gehört Maishähnchen nicht gerade zu den Abnehmwundern der Moderne, andererseits macht es der Pancetta auch nicht gerade besser 😀 Im Zweifelsfall würde ich beim nächsten mal die Haut des Maishähnchen-Schenkels entfernen oder auf den Pancetta verzichten.

Im Prinzip ist das ganze recht kompliziert. Die Ausbeute, wenn man sich den Stress wirklich gibt, dagegen eher mager (im übertragenen Sinne). Im Grunde nimmt man die Maishähnchen-Wadeln. Entbeint diese und füllt das Fleisch mit Pancetta sowie Kräutern um diese dann, eingerollt in Frischhalte- und Alufolie, unter Aufsicht eines Bratenthermometers, auf den Punkt zu garen. Wenn man wie oben beschrieben auf die Haut verzichtet, könnte man diese durch den Pancetta ersetzen. Der würde dann von innen nach außen wandern. Innen rein könnte man dann etwas völlig anders nehmen.

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Die Knochen auf keinen Fall entsorgen, daraus wird später die Sauce gekocht

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maishaehnchen-pancetta-gefuellt

Erinnert an eine Hüft-OP

Der ganze Kladderadatsch wandert dann schön eingepackt ins Wasserbad. Das Bratenthermometers führt Aufsicht. In der Zwischenzeit gehen die Knochen mit Zwiebeln und etwas Knoblauch in den Ofen. Hier werden diese bei starker Hitze schön geröstet. Haben sie Farbe genommen fügen wir etwas Demi-Glace und Wasser hinzu. Kochen alles auf und schließlich ein. Am Ende werden die Knochen entfernt, die Sauce mit etwas Stärke angedickt und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

huhn-bratenthermometer

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Ganz am Ende, also wenn die gefüllten Hähnchenschenkel ihren Garpunkt erreicht haben, werden diese sautiert, sodass eine Kruste entsteht. Serviert wird am Ende mit der aus den Knochen gezogenen Sauce, Kartoffelpüree oder Gratin sowie Frühlingsgemüse welches in Butter geschwenkt wurde. Da einerseits sehr sättigend und andererseits mit der Gemüsebeilage der Name auf Bauernart.

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