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Habenero-Currywurst mit Käse überbacken sowie Currywurst mit Sauce aus San Marzano Tomaten

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Die Currywurst, unendliche Geschmacksvielfalt. Wir schreiben das Jahr 2012. Dies sind die Abenteuer der Currywurstzubereitung auf gastrophil, welche mit seinen unerforschten und vielschichtigen Aromen auftrumpfen kann, um neue gustatorische Höhepunkte zu erklimmen sowie neue Schärfe und Fruchtigkeit in Erfahrung zu bringen. Frei von Konservierungsstoffen sowie Geschmacksverstärkern dringt die Currywurst dabei in Genuss-Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor erschmecken durfte.

Da ich schon ewig keine richtige leckere und vor allem gesunde Currywurst mehr hatte (die letzte Wurst war wirklich diese hier von 2010) und ich ja mittlerweile eine Fritteuse besitze, Würste sowieso im Haus waren, gibt es diesmal zwei neue Varianten. Ein mal mit Käse und ein mal ohne.

Das Alpha und Omega hier ist natürlich die Sauce. Man kann mir wirklich viel antun. Was aber definitiv als Verbrechen an der Menschheit tituliert werden sollte ist kalter Ketchup auf der halbharten, heißen und feuchten Wurst. Das geht überhaupt nicht. Da wird nicht geschluckt, da wird gespuckt!

Darum koche ich meine Curry-Grundsaucen immer brav selber aus leckeren Zutaten wie Zwiebeln bzw. Schalotten, passierten Tomaten oder Dosentomaten (ja die sind da besser als frische Tomaten geeignet), Zucker, Essig, Salz, Pfeffer und Gewürzen. Verfeinern kann man dann die „quasi Grundsauce“ mit Schokolade, Currypulver, Whisky, Mango, Paprika oder noch mehr Chili… es gibt hier so dermaßen viele Möglichkeiten eine leckere Sauce zu basteln. Ruhig auch mehr kochen, dann einfrieren. Ist bei Saucen so einfach wie sonst nirgends.

Nachtrag: Scheint so als hätten Zeitgleich auch anderswo Currywurst-Saucen-Tests stattgefunden. Hier gibts sicherlich auch die eine oder andere Anregung für alle Currywurst-Fans…

Oben eine Currywurst mit einer Sauce aus San-Marzano Tomaten und selber gemachtem Curry

Zutaten (San-Marzano-Currywurstsauce)

  • San Marzano Tomaten aus der Dose
  • Salz, Pfeffer, Zwiebel, Knoblauch, Zucker
  • Currypulver (Cumin, Koriander, Zimt, Bockshornklee, schwarzer Pfeffer, Chili, prise Paprikapulver)
  • Chili (frisch)
  • wer es fruchtig mag kann hier wieder experimentieren. z.B. mit Mango o.Ä.

Rezept (San Marzano Currywurstsauce)

1. Currypulver im Mörser oder einer ausgedienten Kaffeemühle aus den oben genannten Zutaten beim Punkt „Currypulver“ herstellen. Mengenangaben kann ich hier leider keine machen da ich alles immer nach Gefühl mische. Logisch denken aber nicht vergessen. Es sollte klar sein das man nicht mehr Zimt nimmt wie Chili oder Cumin. Notfalls nachlesen. Ich geb hier ja nur Anregungen 😉

2. Zwiebel und Knoblauch hacken, andünsten. Currypulver dazu. Mit den Tomaten ablöschen. Etwas Zucker dazu. Einkochen. Am Ende noch etwas frischer Chili dazu. Pürieren und Abschmecken.

Weiter im Text und auf zur Habanero-Käse-Currywurst

Die Idee mit dem Käse kam wohl durch eine alkoholbedingte Fehlfunktion. Quasi eine kortikale Fehlzündung. Eine Fehlfunktion die sozusagen den überstimulierten Hungernerv meiner sonntäglichen klar-kommen-Zeit traf. Käse passt hier gut, glaube ich mich zumindest zu erinnern…

Zutaten (Habenero-Currywurstsauce)

  • Tomaten aus der Dose
  • Zwiebel
  • etwas Knoblauch
  • Currypulver (Madras), Pfeffer (schwarz, frisch gemahlen), grobes Meersalz, Habenero oder Habanerosauce, Zucker
  • Wurst (hatte irgend eine Bratwurst, Erinnerung ist nichts für mich. Usus sind m.W.n. Oberländer, ich sehe das aber heute mal nicht so eng)
  • Pommes bzw. Kartoffeln um Pommes zu bauen
  • Käse (hatte Chester soweit ich weiß)

Rezept (Habanero-Currywurst mit Käse)

1. Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in etwas Öl glasig dünsten. Tomaten, Salz, Zucker, Pfeffer, Curry sowie etwas Habanero oder Habanerosauce (je nach Schärfegeilheit dosieren) dazu. Alles für ~ 35 bis 45 Minuten leise köcheln lassen. Pürieren. Warm stellen. Ggf. nach Gusto noch verfeinern. Wie gesagt gibt es hier eigentlich keine Grenzen mehr.

2. Wurst schön braten. Am besten Goldgelb. Pommes zubereiten. Entweder frisch (Rezept gibts hier unter „beste Pommes“) oder eben die Fertigen. Ofen nebenbei vorheizen.

Richtig schön brodelndes Fett!

3. Die äußerst leckere und wunderbar gebratene Wurst auf einen Teller geben, Käse darüber verteilen und alles ca. 3 bis 4 Minuten im Ofen schmelzen lassen. Danach Pommes daneben anrichten, Sauce über die Käse-Currywurst, noch mal Currypulver drüber und ganz ganz schnell verschlingen.

Die mit Käse überbackene Currywurst

Das Foto ist leider nicht so toll geworden. Sobald ich mein verliehenes Stativ wieder haben wird nochmal ordentlich gewurstet und ein Bild nachgeliefert 😉

Currywürste in Stuttgart – ein Leidfaden…

Für alle Stuttgarter die mal wieder Lust auf eine richtig schöne Currywurst bekommen haben, den Currywurstwald vor lauter Dönerbuden aber nicht mehr sehen, haben die Stuttgarter Nachrichten „Stuttgarts beste Currywürste“ in einem Kurzen Artikel vorgestellt. In wie weit die Tipps etwas taugen kann ich nicht beurteilen bzw. warum die Grillstation auf Platz 9 ist verstehe ich nicht. Wer da schon mal war kann diese Platzvergabe wohl auch nicht verstehen :rolleyes:

Ergänzend dazu möchte ich dann noch die Rubrik „Imbisse in Stuttgart“ auf kesselfieber.de erwähnen. Hier werden auch einige Buden die diese berliner Köstlichkeit anbieten zu finden sein.

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