Mit ‘rindfleisch’ getaggte Artikel

Sam Köfte – Hackfleischbällchen in Joghurt-Knoblauchsauce und Champignons

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Dienstag, 03. Januar 2012

Jetzt wo Weihnachten und Silvester endlich genau so überstanden wie die Alkohol-Psychosen sind komme ich endlich mal wieder dazu das ein oder andere kulinarische,  welches sich gesammelt hat, zu Bloggen. Wobei es diesmal gar nicht so arg viel gastronomisch wertvolles gab. Meine Eltern hatten es vorgezogen am ersten Weihnachtsfeiertag auf Kartoffelsalat und Würstchen auszuweichen – das hätte ich ja noch ertragen – da für den zweiten Weihnachtsfeiertag aber gar nichts geplant war bzw. das Essen an dem Tag aus organisatorischen Gründen ganz ausfallen sollte hat mich dazu veranlasst auch gleich wieder heim zu fahren. Die Psychosen haben es im Endeffekt gedankt und ich hab mir eine Kalbshaxe gebaut welche ich hier auch noch Bloggen werde.

Um auf den Punkt zu kommen. Ich war dann am Neujahrstag in einem türkischen Restaurant im Stuttgarter Süden. Sultan Saray genannt – wo ich auch gleich den tollen Service loben muss. Leider war ich so durch das ich kaum Essen konnte. War eher damit beschäftigt nicht durchzudrehen und das Etablissement zu verlassen- Konnte so leider das Essen, was echt gut war, nicht gescheit würdigen. Leider.

Zum Glück hab ich mir aber gemerkt was drin gewesen sein könnte, hab mir dieses Zeug besorgt und etwas später – mit wieder klarem Kopf (zumindest bis zur Nachspeise) – nachgeklöppelt. Für meine Begriffe was es echt Sau-lecker und Imho auch sehr türkisch vom Geschmack. Wobei – darf man türkisches Essen überhaupt Sau-lecker finden oder ist das irgendwie zweideutig – verpönt?

Zutaten

  • Rinder oder Lamm-Hackfleisch
  • etwas altes Weißbrot
  • kleine Champignons
  • Zwiebel, Knoblauch
  • Salz, Pfeffer, Zucker, Cumin, Chili
  • Harissa-Paste
  • Ras el-Hanout
  • Tomaten
  • rote Paprika
  • Dose gewürfelte Tomaten
  • Fladenbrot vom Türken
  • Türkischer Joghurt
  • Ei
  • Olivenöl

Rezept

1. Zu aller erst die Köfte-Masse aus dem Hackfleisch, etwas aufgeweichtem Weißbrot, Ei, angedünsteten Zwiebelwürfel und Knoblauch (vorher wieder abkühlen lassen da sonst das Ei stockt), Harissa, Ras el-Hanout, Cumin sowie Salz und Pfeffer herstellen. Gut durchkneten.

2. Nun zwei Tomaten würfeln. Eine halbe rote Paprika ebenso. Auch eine Zwiebel wird in Ringe geschnitten und eine Knoblauchzehe zerkleinert. Die kleinen Champignons müssen nur grob vom Schmutz befreit werden da diese ganz verarbeitet werden. Alles bereitstellen.

3. Eine Pfanne erhitzen und darin die zu ca. 2 bis 2,5 cm großen Köfte rundum anbraten.

Haben diese Farbe genommen auf einen Teller geben und die Pilze in die Pfanne geben. Ebenfalls Farbe nehmen lassen. Zu den Köfte auf den Teller geben. Nun die Paprika und die Zwiebeln in die Pfanne geben. Anbraten. Nach einer Weile die gewürfelten Tomaten dazu. Alles schön andünsten. Jetzt dürfen die Köfte und Pilze auch wieder zurück in die Pfanne. Eine Dose Tomate darüber. Mit reichlich Salz, Pfeffer, Chili, Cumin, Ras el-Hanout und einer Prise Zucker würzen. Durchschwenken und ab in den Ofen bei ca. 160 °C für 15 Minuten.

4. Türkischen Joghurt mit Salz, Pfeffer abschmecken. Olivenöl dazu geben und glatt rühren. 5 Minuten bevor die Köfte fertig sind etwas vom türkischen Fladenbrot in den Ofen geben.

Das Fladenbrot vom Türken ist eifnach so viel besser. Allein schon die schiere Größe ist sprichwörtlich großartig ;) Und günstig ist es dazu auch noch.

5. Köfte aus dem Ofen holen und etwas Joghurt locker einrühren. Oder einfach einen ordentlichen Schlag auf die Köfte geben. Dazu das warme Fladenbrot. Einfach spitze!

So siehts aus wenn die Köfte mit dem Joghurt in der Pfanne geschwenkt wurden…

… und so wenn der Joghurt oben drauf kommt. Jeder wie er es mag.

Ach und im Hintergrund sieht man noch im Ofen geröstete Peperoni. Dazu einfach große Peperoni mit Salz, Pfeffer und Olivenöl sowie etwas Knoblauch würzen und im Ofen bei Oberhitze rösten. Passt super dazu.

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Tournedos Rossini

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Sonntag, 25. Dezember 2011

Dieses Weihnachten wollte ich endlich mal diesen Klassiker machen. Abseits von Ente, Gans oder Pute. Mit schwirren diese Tournedos Rossini sowieso schon dermaßen lange im Kopf herum. Nun reichts! Bei der Beilage war ich mir zu aller erst unschlüssig, habe mich dann aber für getrüffelten Kartoffelpüree entschieden. Ich fand es klasse. Wirklich ein Gedicht… Wobei es im eigentlichen Sinne gar keine Tournedos waren. Dazu hätte ich das Filet zu einzelnen Tournedos binden müssen. Habe es aber am Stück im Ofen gemacht und später zerschnitten.

Zutaten

  • Rinderfilet
  • Foie Gras
  • dunkler Kalbsfond
  • Madeira
  • schwarzer Sommertrüffel
  • Brioche
  • Kartoffeln
  • Butter
  • Milch
  • Sahne
  • Speisestärke
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • Mehl

Rezept

1. Einen braunen Kalbsfond (gemacht aus Kalbsknochen und Kalbsfüßen welche im Ofen zu erst geröstet wurden) ein reduzieren. Mit Madeira, Salz und Pfeffer abschmecken. Dann aber nicht mehr kochen lassen.

2. Kartoffeln schälen und in kochendes gesalzenes Wasser geben. Rinderfilet Salzen und Pfeffern. Rundum scharf anbraten, bei ~ 180 °C in den Ofen schieben. Ab und an mit dem Daumen prüfen wie der Gargrad vom Filet ist. Rechtszeitug aus dem Ofen Holen und ruhen lassen.

3. Wenn das Fleisch ruht aus den gekochten Kartoffeln, Milch, einem Schuss Sahne, ordentlich Butter ein Püree herstellen. Salzen, Pfeffern und mit Muskat abschmecken. Trüffel fein hacken und unters Püree mischen.

4. Sauce binden. Filet zerteilen und auf den Schnittflächen nochmals kurz in der heißen Pfanne braten. Stopfleber mehlieren und ebenfalls kurz in einer Pfanne braten. Vorsicht: Nicht zu lange, die Stopfleber wird sonst zu flüssig / weich. Briochescheiben toasten.

5. Anrichten. Trüffel drüber hobeln.

Hab mir dafür extra einen Trüffelhobel gekauft und promt daheim liegen gelassen. So musste ich die Trüffel eben per Hand in sehr sehr feine Scheiben schneiden.

Etwas verwackelt. Wohl vor lauter Geilheit ;)

Wie immer auf den Punkt gegart. So taugte das Rinderfilet sehr. Super zart, man musste kaum kauen ;)

 

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Roastbeef medium-rare, gar nicht schwer

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Freitag, 16. Dezember 2011

Heute gabs Roastbeef. Erst scharf angebraten – dann bei ca. 150 °C im Ofen medium-rare gezogen. Einfach abartig lecker! Dazu reicht mir dann auch einfach Brot. Immer aufs Neue erstaunt mich das ich zwischenzeitlich die (für mich) perfekte Garstufe einzig durch die Druckprobe feststellen kann. Die Zeiten als das Fleisch als unansehnliche und trockene Schuhsohle auf den Teller kam sind wohl endgültig gezählt!

Wen es interessiert: Es waren ca. 800 g und 45 Minuten bei ca. 150 °C. Viele mögen es nicht so blutig, einfach etwas länger drin lassen. Wobei man hier schlecht Zeitangaben machen kann. Kommt auf die Dicke des Roastbeefs an, dessen Gewicht und natürlich auch auf die Eigenheiten des Ofens.

Wichtig ist auch das Fleisch am Ende für einige Minuten ruhen zu lassen. Somit können sich die Fleischsäfte im Inneren sammeln. In wie weit das jetzt stimmt kann ich aber auch nicht beurteilen. Bei mir (siehe Bild) trat trotz ruhen auch noch Saft aus – vielleicht war ich aber auch einfach nur zu gierig ;)

Wirklich super an einem Stück wie Roastbeef ist das man es einfach erkalten lassen kann, um es dann dünn aufgeschnitten, mit einer selbst gemachten Mayonnaise, im Baguette zu genießen. So weiß ich schon welchen Snack es morgen geben wird :D

 

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Rinderbrühe – ein Knochenjob der Spaß macht

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Freitag, 04. November 2011

Wer oft kocht, dies auch leidenschaftlich betreibt, sprich auf Müll wie gekörnte Brühe verzichtet, Qualität verarbeitet um optimale Ergebnisse zu erhalten, der kommt um eine gescheite Brühe, sei es Geflügel-, Kalb- oder Rind, nicht herum.

Ich bin außerdem ein Suppenkasper, ganz besonders wenn es um japanische Nudelsuppe oder Pho geht. Da braucht man ohne eine gescheite Brühe eigentlich erst gar nicht anzufangen sondern sollte es gleich lassen. Bei einer solchen Suppenbasis (z.B. für Pho) wird meist aber noch dementsprechend mir getrocknetem Tintenfisch, Zimt, Sternanis usw. aromatisiert. Diese hier verzichtet darauf sondern soll eher als neutrale Basis für Saucen und Suppen dienen. Abgefüllt in Gläser hat man so immer eine vorzügliche und zugleich günstige sowie qualitativ hochwertige Brühe griffbereit.

Rinderbrühe

  • Rinderknochen
  • Rindfleisch wie Schulter, Hals, Bug, Rippe, Wade usw.
  • Suppengrün
  • Pfefferkörner, Lorbeerblätter
  • Wasser
  • Zeit
  • großer bis sehr großer Topf

Zubereitung einer Rinderbrühe / Bouillon

1. Rinderknochen ggf. klein hacken falls diese zu groß erscheinen. Suppengrün grob zerkleinern.

2. Knochen blanchieren. Dazu die Knochen  in einen großen Topf voll kochendem Wasser geben. Knochen wieder abseihen und gründlichst mit kaltem Wasser abspülen bzw. abbürsten. Knochen vollständig erkalten lassen.

3. Erkaltete Knochen und Fleisch wieder in den zuvor ausgespülten Topf geben, kaltes Wasser darüber geben und langsam erhitzen. Für ca. 2,5 Stunden sehr leicht simmern lassen. Den Schaum mit einer Schaumkelle immer abschöpfen.

4. Pfefferkörner, Zwiebeln sowie Suppengrün dazu geben. Für eine weitere Stunde bis 1,5 Stunden sieden lassen. Schaum immer wieder abschöpfen. Eventuell die obersten Fettaugen mit Küchenpapier entfetten. Wer mag kann die halbierten Zwiebeln auch noch in einer Pfanne ohne Öl oder Fett dunkel anbräunen / schwärzen. Das soll angeblich der Brühe eine goldenere Farbe geben. Ich habe davon aber noch nichts bemerken können.

5. Die Brühe durch ein Tuch abgießen. In Gläser abfüllen und sich an einer guten Brühe erfreuen ;)

Und nein, ich benutze keine Süß-Saure Sauce aus dem Glas. Auch keine Pastasauce o.Ä. Vielmehr musste ich mir genau aus diesem Grund, also wegen dem Fehlen solcher Gläser weil ich eben nie sowas kaufe, diese Gläser leihen. Nur falls jetzt Fragen dazu aufkommen sollten ;)

Klären einer Brühe

Hierbei versteht man das entfernen von Feststoffen / Trübstoffe aus der Brühe. Um eine Brühe zu klären wird eher mageres und  eiweißreiches Rindfleisch durch den Wolf gedreht, mit Eiweiß und Suppengemüse (Sallerie, Karotten, Zwiebel, Porree) vermischt und unter die entfettete Kalte Brühe gegeben. Nun wird diese langsam auf über 70°C erwärmt und sollte dann ~ 2 Stunden leicht sieden (nicht kochen) wobei das Eiweis gerinnt und die Trübstoffe dabei bindet. Diese gebundenen Trübstoffe werden mit einer Kelle von der Oberfläche, an welche sie aufsteigen, der Brühe geschöpft. Am Ende wird die Brühe durch ein Tuch gegossen. Nach dem klären der Brühe darf diese auch Rinderkraftbrühe / Consommé  genannt werden.

Klärt man eine Rinderbrühe mit der doppelten Menge an Klärfleisch (s.o.) so ist die Rede von einer doppelten Kraftbrühe / Consommé double.

Alles so weit geklärt?

Abfüllen der Brühe

Um die hergestellte Brühe länger vor dem Verderben zu schützen sollten die Gläser, in welche die Brühe abgefüllt werden soll, in kochendem Wasser desinfiziert werden. Danach die heiße Brühe bis kurz unter den Rand mit Brühe füllen und sofort verschießen, abkühlen lassen. Durch das Abkühlen entsteht im Glas auch der allseits bekannte Unterdruck wie auch z.B. in Marmeladengläsern. Danach im Kühlschrank aufbewahren.

Verschiedene Brühen

Genau so vielschichtig wie Tiere selbst so sind auch die aus ihnen gewonnenen Brühen in sich sowie geschmacklich verschieden. In nächster Zeit werde ich hier von Hühnerbrühe bis Fischbrühe alles behandeln. Die Feiertage werden dazu schon Anlass geben ;) Ja, selbst eine Gemüsebrühe wird demnächst hergestellt. Und das obwohl da kein Fleisch drin ist.

Fond

Hiervon ist die Rede wenn die Knochen zuvor im Ofen geröstet wurden bzw. der Saft beim Garen aus dem Fleisch austrat. Genaue Anleitung dazu folgt demnächst. Stark reduziert wird aus dem Fond dann Demi Glace, auch das folgt hier noch.

PS: Ich habe nun wirklich schon sehr viel widersprüchliches zum Unterschied von Fond und Brühe gelesen. Nach meinem Kenntnisstand kommt, wie weiter oben ja schon beschrieben, ein Fond aus gegartem Gargut bzw. gerösteten Knochen, eine Brühe wird aus nicht gerösteten Zutaten gewonnen (wenn man von Blanchieren der Knochen mal absieht). Sachdienliche Hinweise dazu gerne hier hinterlassen damit ich den Artikel ggf. abändern kann. Ich bin mir mittlerweile selber sehr unsicher. Danke.

Auf jeden Fall erstaunlich wie ausgekocht diese Tiere sind…

 

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Rotes-Rindfleisch-Curry, duftender Wildreis sowie selbstgebackenes Knoblauch-Nan

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Sonntag, 23. Oktober 2011

Früher gab es pro Woche Minimum ein mal ein Curry. Ob mit Fisch, Huhn, Lamm oder Rind war dabei eher zweitrangig. Dazu sei noch gesagt das diese Currys nichts mit dem hier bekannten Currypulver zu tun haben, welches oft an Geschmacklosigkeit nicht zu überbieten ist, nein, vielmehr handelt es sich bei besagten Currys um eigenständige Hauptgerichte die mit Reis und/oder Brot genossen werden. Das Wort Curry steht hier eigentlich für Soße. Quasi also ein Eintopf mit einer Hauptzutat wie Fleisch, Fisch oder Gemüse bzw. eine Mischung aus dem genannten, alles gegart in einer würzigen Soße, Curry eben…

Bei mir gab es gestern eine Version mit Rindfleisch und Tomaten sowie selbst gebackenes Knoblauch-Nan-Brot, welches aber nicht aus meiner Feder stammte sondern der Wohnungseigentümerin gebührte, bei welcher dieses Curry entstand.

Wichtig sind hier die Zutaten. Das meiste sollte man wirklich in einem indischen Lebensmittelgeschäft besorgen da hier die Auswahl groß ist und die Preise sehr moderat. Gewürze wie gemahlener Kreuzkümmel sowie Kreuzkümmel-Samen (Cumin), gemahlener Koriander, Kurkuma, Bockshornklee aber auch Curryblätter, Chilischoten, Ghee sind hier erhältlich. Ein Vorrat dieser Gewürze kann hier eigentlich nicht schaden.

Auch den Fond habe ich hier selbst zubereitet. Das lohnt sich wirklich und kostet nicht viel. Von gekörnter Brühe würde ich ebenso Abstand nehmen. Da kann man sich schnell ein tolles Essen versauen bzw. aus einem außergewöhnlichen Curry auf ein gewöhnliches Curry abrutschen. Die 3 Stunden mehr sollte es einem Wert sein besonders da man hier ja nicht aktiv daneben stehen muss.

Für das Rote-Rindfleisch-Curry wird folgendes benötigt:

Zutaten

Für den Fond

  • ca. 1 KG Rinderknochen / Fleischknochen
  • eine Zwiebel
  • Suppengrün
  • Salz

Für das Curry

  • Rindfleisch (aus der Schulter)
  • reife Tomaten, frisch
  • Dose Tomaten
  • Ingwer
  • Essig
  • frische grüne, scharfe Chilischoten (Asialaden o.Ä.)
  • Ghee (zur Not auch Öl)
  • Pfefferkörner, Kreuzkümmel-Samen, Kreuzkümmel gemahlen, Koriander gemahlen, Curryblätter, Salz
  • Zwiebeln, Knoblauch

Für das Nan-Brot

  • 250 g Weizenmehl
  • 8 g Hefe
  • 1/2 TL Backpulver
  • 75 ml Milch
  • 75 ml Joghurt
  • 1 Ei
  • Zucker, Salz
  • Knoblauchöl

Rezept

1. Knochen in einen großen Topf geben, Zwiebel schälen, halbieren und dazu geben. Karotte schälen, halbieren dazu geben, kaltes Wasser darüber. Auf kleiner Flamme ca. 3 Stunden sieden lassen. Prise Salz dazu, fertig.

2. Kreuzkümmelsamen kurz in einer heißen Pfanne rösten. Pfefferkörner zerstoßen und mit je 2 EL gemahlenem Koriander und 2 EL gemahlenem Kreuzkümmel vermischen. Geröstete Kreuzkümmel-Samen dazu und mit etwas Essig zu einer Paste verrühren. 2 Zeiebeln und 3 Zehen Knoblauch grob zerhacken und mit einem Mixer pürieren. Zu der gerade angerührten Paste geben.

Reihum: Gemahlener Pfeffer, gemahlener Koriander, gemahlener Kreuzkümmel und geröstete Kreuzkümmel-Samen (durch das anrösten entfalten sich die ätherischen Öle besser)

Die oben aufgeführten Gewürze mit Essig zur Paste verrührt

Dazu kommen dann die pürierte Zwiebel und der Knoblauch

3. In einem Schmortopf oder einer Casserole einen EL Ghee erhitzen, das in mundgerechte Stücke geschnittene Rindfleisch dazu geben. Von allen Seite sehr gut anbraten. Nun die Paste aus den Gewürzen und der pürierten Zwiebel und dem Knoblauch geben. Alles weiter für ca. 5 Minuten anbraten. Die Tomaten (in meinem Fall 3 Stück) Würfeln und ebenfalls dazu geben. Die Dose Tomaten auch dazu geben. Nun ca. 4 bis 5 Kellen vom Rinderfond dazu geben. Chilischote halbieren, Kerne entfernen und ebenfalls dazu geben. Ein ca. daumengroßes Stück Ingwer schälen und ins Curry reiben. Eine kleine Hand Curryblätter hinzufügen.

4. Hitze reduzieren und für ca. 2 Stunden leise köcheln lassen.

Dies ist die ungefähre Konsistenz welche das Curry erreichen sollte

5. Nun kann in der Zwischenzeit der Teig für das Nan-Brot zubereitet werden. Dieser muss etwas aufgehen darum nicht zu lange damit warten. 50 ml Milch erwärmen, vom Feuer nehmen. Prise Zucker und ca 8 g Hefe dazu geben und auflösen lassen. Nun den Rest der Milch mit ca. 75 ml Joghurt, dem Ei und etwas vom Knoblauchöl verrühren. 250 g Mehl mit dem Backpulver und etwas Salz mischen, Joghurt-Ei-Milch und die Hefe-Milch-Mischung dazu geben, gut durchkneten. Auf ca. die doppelte Größe aufgehen lassen.

6. Ofen auf ca. 200 bis 220°C vorheizen und ca. 10 Minuten bevor das Curry bzw. der Beilagenreis fertig ist zu kleinen Nan-Broten formen, auf ein Backblech legen, nochmals mit Knoblauchöl bepinseln und goldgelb wie Maiskolben backen.

Nan-Brot vor dem Backen

Und das war das Resultat – ultra leckeres Rotes-Rindercurry mit selbst gebackenem Knoblauch-Nan-Brot!

Das war wirklich eines der besten Currys welches ich seit langem gemacht habe. Das Nan-Brot war auch super lecker, schön luftig, einfach ein super Curry. Kann euch nur empfehlen dieses Curry mal nach zu kochen. Hier können z.B. auch noch Kartoffeln am Ende rein, es kann also noch experimentiert werden. Auch mit Lamm stell ich mir das lecker vor.

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Lieblingsbolognese meine Freunde…

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Sonntag, 09. Oktober 2011

Ja, mal wieder Bolognese. Das hier ist jetzt – nach langem probieren – meine Lieblingsbolognese. Zwar überhaupt keine Originale, aus selber von Hand gehacktem Rindfleisch, sondern eine Abwandlung nach meinem Geschmack. Ähnlich wie die im Larousse beschriebene Bolognese welche mir auch schon außerordentlich gut mundete. Also, nicht motzen wenn da abartige Zutaten fernab des Originals zur Verwendung kommen, ich mag es, mir schmeckts und ich koche dazu auch (weil ich so ne Drecksau bin) Spaghetti :D

Zutaten

  • gutes Rinderhackfleisch
  • Stangensellerie
  • Karotten
  • Speckwürfel
  • Kalbsfond
  • Weißwein
  • Lorbeerblätter, Salz, Pfeffer, Chili, Zucker
  • gute normale Dosentomaten, Cocktailtomaten aus der Dose
  • Tomatenmark
  • Zwiebeln, Knoblauch
  • Butter
  • Öl / Schweineschmalz

Zubereitung

1. Stangensellerie, Karotten, Zwiebeln und Knoblauch sehr fein Würfeln. Und ich meine sehr fein! 2-4 mm Kantenlänge, nicht größer. Irgendwie bin ich da pingelig :p Hackfleisch in Öl oder Schweineschmalz sehr scharf anbraten. Das Gemüse und den Speck auch recht flott dazu geben. Hack krümelig braten. Salzen und Pfeffern, sofort mit dem Weißwein ablöschen, die Dosentomaten dazu sowie den Kalbsfond. Lorbeerblätter sowie etwas gehackte Chilli dazu.

2. Nun auf kleiner Flamme so lange kochen bis die komplette Flüssigkeit verdampft ist. Hat bei mir ca. 4,5 Stunden gedauert. Ganz am Ende das Tomatenmark dazu geben. Lorbeerblätter entfernen und etwas Butter zugeben. Mit Salz, etwas Zucker und Pfeffer abschmecken. Fertig!

Keine Ahnung aber diese Variante schmeckt mir persönlich am besten. Dazu frisch geriebenen Parmesan oder etwas Pecorino, perfekt!

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Kochen am Krisenherd – gaisburger Marsch

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Sonntag, 02. Oktober 2011

Zur Abwechslung (es gab hier jetzt ja eine ganze Weile nur italienisches Gedöns) mal wieder etwas aus meiner Heimat. Schwaben. Es wird sogar noch besser meine Freunde, ein Gericht das der Sage nach direkt aus Stuttgart, besser gesagt aus dem Vorort Gaisburg stammt. Ob es dazu ein Originalrezept gibt weiß ich nicht. Dieses Rezept hier ist (bis auf ein paar kleine Änderungen) genau das welches meine Oma mir früher immer vorgesetzt hat.

Ich nehme kein Suppenfleisch vom Rind sondern die edlere Variante. Tafelspitz. Auch bereite ich die Spätze nicht separat sondern schabe diese direkt in den Eintopf. Mir wäre der andere Weg einfach zu stressig. Wem das aber nicht passt, nun gut, der kocht die Spätzle separat, schreckt selbige womöglich auch noch in Eiswasser ab, richtet eine Portion Spätzle im Teller an und gibt darüber dann den heißen Eintopf.

Zutaten

  • Tafelspitz
  • Rinderbrühe
  • Kartoffeln
  • Karotte, Knollensellerie, Zwiebel
  • Lorbeerblätter
  • Ei
  • Weizenmehl
  • Petersilie
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Und es wird losmarschiert…

1. Zwiebel würfeln und in Öl goldgelb dünsten. Mit Rinderbrühe aufgießen und den Tafelspitz hineingeben.

Kochen am Krisenherd

Bei dem Anblick werde ich ganz Tafel-Spitz

Den Tafelspitz nun auf sehr kleiner Flamme, quasi nur simmernd, für 2,5 Stunden belassen. Jetzt kann das gewürfelte Suppengrün und die Kartoffeln sowie Lorbeer  hinzugefügt werden. Langsam alles garkochen.

2. Den Tafelspitz aus der Brühe nehmen, ebenfalls würfeln, wieder in die Brühe geben.

Sehr mager und trotzdem zart. Langsam in der Brühe gargezogener Tafelspitz

3. Aus Ei, Mehl, Salz, Pfeffer und Muskat einen Spätzleteig herstellen. Man kann hier auch noch etwas Milch benutzen wenn der Teig zu dick wird, man aber kein Ei mehr zugeben möchte. Nun entweder die Spätzle direkt in den Eintopf schaben oder, eben wie oben erklärt, separat kochen, in Eiswasser abschrecken um den Garprozess zu stoppen und erst auf dem Teller wieder mit dem Rest zusammen bringen.

4. Am Schluss das ganze mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.  Heiß in den Teller und mit gehackter Petersilie servieren. Auch super als Kater-Essen geeignet.

Gaisburger Marsch mit Tafelspitz

Ähnliche Varianten sind auch noch bekannt. Da wäre z.B. Kartoffelschnitz und Spätzle bei dem das Rindfleisch einfach durch Fleischwurst ersetzt wird. Finde ich persönlich auch sehr sehr lecker, gehört definitiv zu meinen Leibspeisen.

Viele finden die Kombination von Kartoffeln und Spätzle auch seltsam, ich hingegen nicht. Passt doch super zusammen, besser wie mach echte Verheierte.

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Spargel, Roastbeef und Petersilienkartoffeln (gibts wenn hungrig eingekauft wird)

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Sonntag, 15. Mai 2011

Eigentlich wollte ich gestern ja nur eine Kleinigkeit fürs Paprikagulasch, welches es gestern gab, besorgen. Doch merke: Hungrig einkaufen ist eine verdammt schlechte Idee. Eine Stunde, ein prall gefüllter Einkaufskorb und 32 € später war also auch schon entschieden was es heute zu essen geben wird. Spargel mit hoffentlich rosa gegartem Roastbeef, Petersilienkartoffeln und Sauce Hollandaise. Da ich am Freitag aber schon ordentlich gepichelt hatte war mir in dem Moment nicht ganz klar das zu einer Sauce Hollandaise auch Eier benötigt werden, also gibts das eben ohne.

Und ganz ehrlich. Sogar als Schwabe, bei denen bekanntlich ja alles in Soße schwimmen muss, hat sie mir hier nicht gefehlt.

Hungrig gekaufte Zutaten

  • weißer Spargel (drauf achten das die Schnittkanten noch leicht feucht sind)
  • abgehangenes Roastbeef
  • Kartoffeln
  • Butter, Butterschmalz
  • Petersilie, Senf, Salz, Pfefferkörner (schwarz), Zucker, Zitrone

Rezept

Hier kommt es sehr auf das Timing an. Der Spargel sollte bissfest sein, die Kartoffeln gar, das Roastbeef rosa. Die Zeiten variieren dazu noch von Produkt zu Produkt. Darum gehe ich hier nur sehr grob auf die Zeiten ein. Ist alles Gefühlssache sowie beim Fleisch Druckprobe usw.

Bare Meat meine Freunde!

1. Roastbeef auf Zimmertemperatur kommen lassen. Im Mörser den schwarzen Pfeffer grob zerstoßen. Das Roastbeef mit dem Senf, Salz und Pfeffer sehr großzügig einmassieren.

2. Fleisch von alles Seiten scharf anbraten. Bei ca. 80 bis 90°C im Ofen garen. Bei mir war es ca eine Stunde für 800 g + 15 bis 20 Minuten Ruhezeit in Alufolie. An den Fotos seht ihr das es sehr gut geklappt hat und das Fleisch den perfekten Garpunkt hatte. Die Kerntemperatur liegt bei ca. 55°C (für diejenigen die ein Bratenthermometer besitzen).

Das Zwischenrippenstück oder auch Beiried des Rinder-Hinterviertels bei seiner Arbeit.

3. Jetzt müsst Ihr die Zeiten eurer Produkte schätzen um damit zu errechnen wann was in den Topf muss. Bei mir war das ca. 80 Minuten für das Roastbeef, 15 Minuten für die Kartoffeln und 20 Minuten für den Spargel (mit anbraten).

3. Während das Fleisch also im Ofen ist einen weiten Topf aufstellen.

Den Spargel schälen und am Ende ca. 1 cm entfernen. Die Schalen und Abschnitte auf keinen Fall wegwerfen. Die kommen sogleich in den weiten Topf in dem schon etwas Wasser sieden sollte. Eine Prise Salz, eine Prise Zucker, etwas Butter sowie ein Spritzer Zitronensaft ins Wasser geben. Das wird später eine Spargelsuppe ergeben. In dem Wasser wird dann auch der Spargel gekocht. Die Schalen können dabei gleichzeitig im Topf bleiben. Macht dem Spargel nix.

Schalen und Spargel teilen sich den Topf

5. Ca. 15 bis 20 Minuten bevor die anderen Sachen fertig sind das Roastbeef aus dem Ofen holen, in Alufolie wickeln und ruhen lassen.

4. Nebenher die Kartoffeln nicht vergessen.

6. Den Spargel in einer Pfanne in reichlich Butter braten, die garen Kartoffeln abgießen, mit Butter und fein gehackter Petersilie vermengen.

7. Perfekt gegartes Roastbeef aufschneiden, sich unheimlich und sehr lange andauernd über den perfekten Garpunkt des Roastbeefs freuen! Alles anrichten.

Noch herrscht Spannung ob es auch schön rosa ist…

So sollte es sein! Rosa und saftig

Einfach perfekt. Rosa Roastbeef, Spargel und Petersilienkartoffeln

Bon Appétit

PS: Die Schalen im Spargel-Kochwasser vollends auskochen, etwas reduzieren, Sahne dazu geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken, Spargelsuppe genießen ;)

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T-Bone-Steak!

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Samstag, 23. April 2011

Heute brauchts mal ordentlich Fleisch! Darum (und weil sowieso nichts dagegen spricht medium-rare gegartes Fleisch en masse zu verspeisen, von mir aus auch täglich) habe ich mir mal ein ordentliches T-Bone-Steak gegönnt. Zwar kein solcher Brocken wie er in der USA üblich ist aber, mit seinen knapp 500 Gramm, hoffentlich genug sättigend.

Nun, wo ich auf das Erreichen der Zimmertemperatur meines neuen Freundes warte, durchlebe ich schon jegliche Enttäuschung, oder auch jeden Erfolg, der mir beim finalen Anschnitt dieses göttlichen Fleischstückes blüht. Werde ich mir es verzeihen können wenn ich es versaue? Pro Seite ca. 2 Minuten in heißem Butterschmalz, dann kurz Ruhen und danach nochmal für 5-6 Minuten in den Ofen bei ca. 80 bis 90 Grad. Das muss einfach klappen, verdammt. Auch wegen der 15,90 € für das geniale Teil.

Zutaten

  • gut abgehangenes T-Bone-Steak
  • Salz, Pfeffer
  • Butterschmalz

für die Kräuterbutter

  • Butter
  • krause Petersilie
  • Knoblauch
  • Meersalz oder Fleur de Sel
  • Pfeffer

da brat mir einer doch ein…

1. Butter weich werden lassen. Kräuter fein hacken. Pfeffer zerstoßen. Knoblauch sehr fein hacken, mit Fleur de Sel oder anderem Salz salzen und alles mit einer Gabel gut durchmischen. Danach mit Frischhaltefolie zu einer Rolle formen, kalt stellen.

2. Dem T-Bone-Steak ermöglichen sich der Raumtemperatur vorsichtig anzunähern. Salzen und Pfeffern.

In einer gescheiten Pfanne sehr scharf in etwas Butterschmalz anbraten. Pro Seite je nach Dicke die Dauer selber einschätzen.

Nachtrag: Dabei ist zu beachten das ein T-Bone-Steak aus zwei verschiedenen Fleischsorten, je nach dem auf welcher Seite des T-förmigen Knochens befindlich, besteht. Die Roastbeef-Seite braucht hier etwas länger Hitze als die Filet-Seite. Darum wird unter die Filet-Seite nach gewisser Zeit (gewünschter Garpunkt) eine Kartoffelscheibe oder auch ein Löffel gelegt um das Weitergaren zu verhindern. Man kann das T-Bone-Steak auch mit der Filet-Seite an den Pfannenrand schieben da dort die Temperatur etwas niedriger ist. Dies hat den Selben Effekt wobei hier bei wärme speichernden Pfannen (Guss oder Schmiedeeisern) noch mit einer gewissen Nachgardauer gerechnet werden sollte.

Auf dem Bild: gescheite Pfanne, T-Bone-Steak

Ich werde das Teil mit seinen knapp 500 g pro Seite ca 2 Minuten brutzeln lassen. Danach in den Ofen bei ca. 80 Grad für 5 bis 6 Minuten. (Im Nachhinein genau die richtige Zeitdauer, Fleisch war perfekt!)

3. Fleisch mit der Kräuterbutter und Brot essen. Keine Soße oder ähnlicher Schmarrn. Kräuterbutter ist das Maximale, kann auch weggelassen werden…

Auf dich Jesus!

Kräuterbutter, salzige Kräuterbutter, salzige Kräuterbutter mit Knoblauch

Beilage Brot, finde ich bei gutem Fleisch eigentlich ausreichend

Die Garstufe perfekt getroffen. Super rosa, durchgehend saftig, einfach genial!

 

 

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Ragù alla bolognese, fast wie in Bologna

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Sonntag, 06. März 2011

Heute bzw. gestern gab es mal wieder Pasta. Die Kutteln, welche ich in meinem neuen Lieblingsladen kaufen wollte, gab es natürlich an genau dem Tag nicht. Also hab ich umdisponiert und Schmorfleisch vom Rind geholt. Die meisten wissen gar nicht das in eine original Bolognese gar kein Hackfleisch oder viele Tomaten gehören. Lediglich etwas Tomatenmark oder Tomatensoße. Für alle die auch weg wollen von der eingedeutschten Version ihrer Bolognese hier mal ein etwas originalgetreueres Rezept. Wie immer kann ich nicht sagen ob das jetzt DAS Original ist, gibt es evtl. bei vielen auch gar nicht.

Zutaten

  • Schmorfleisch vom Rind,
  • roher Speck (bei mir war es ein Rest Panchetta)
  • Sellerie, Karotte, Zwiebel, Knoblauch
  • Tomatenmark
  • Rotwein
  • Gemüse oder Fleischbrühe bzw. Fond
  • Schweineschmalz oder Butter
  • Salz, Pfeffer, Basilikum
  • David Bowie – Ziggy Stardust

Rezept

1. Als erstes Musik. Ziggy Stardust vom unerreichten David Bowie auflegen, Lautstärke erhöhen und anfangen die Sellerie, Karotte und Zwiebeln sehr fein zu Würfeln. Bei Seite stellen. Knoblauch schälen und grob andrücken. Das Schmorfleisch grob von Fett und den Sehnen befreien, ebenfalls sehr fein schneiden bzw. hacken.

Aus groß mach klein.

2. In einem großen Schmortopf Schweineschmalz oder Butter zerlassen, das gehackte Fleisch scharf anbraten, nach ein bis zwei Minuten das Gemüse dazugeben, alles kurz dünsten. Einen EL Tomatenmark zugeben, gut rühren, etwas salzen und pfeffern. Mit Fond oder Brühe aufgießen, guten Schuss Rotwein dazu, Deckel drauf und auf kleiner Flamme für 2 bis 3 Stunden schmoren. Ab und an umrühren und schauen das nichts anbrennt.

3. Ist die Soße fertig mit Salz und Pfeffer abschmecken. Pasta kochen und mit der Soße vermischen. Auf dem Teller dann das grob zerrupften Basilikum drüber geben und Käse wer mag.

Dieses Ragù wird üblicherweise nicht zu Spaghetti gegessen sondern eher zu kräftigeren und raueren Nudeln, die diese schwere Soße besser tragen. Die Mode mit Spaghetti und einer Bolognese aus Hackfleisch und vielen Tomaten bzw. fast schon als Tomatensoße mit Hack gibt es in Italien meines Wissens so auch gar nicht.

Gib deinen Senf dazu

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