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Von Schnitzel, Zwiebelrostbraten und Improvisationskochen, alles verkatert – Liefermaraton Teil 2

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Im letzten Artikel ging es ja eher um Verköstigungen durch diverse Lieferdienste. Da mir das über die Tage echt zum Hals raus hing, bin ich an dem ein oder anderen Tag nun auch auf Restaurants ausgewichen. Zusätzlich habe ich in der neuen Wohnung auch zum ersten mal toll gekocht. Naja, kochen konnte man dieses Brimborium nicht gerade nennen, meinen abartigen Hunger hat es aber trotzdem gestillt.

Langsam läuft dieses ganze Vorhaben doch auch ins Geld. Bei meinem Essensbedarf sind das trotz Mittagessen vom Metzger oder Bäcker dann immer noch zwei Nummern aus einem der zahlreichen Lieferdienstprospekte, auf die ich nach dem ein oder anderen Restaurantbesuch zugegebenermaßen trotzdem nicht verzichten konnte.

Da wird dann der eine Tag, bei dem der finanzielle Aufwand meinen Körper durch Nahrung am Leben zu halten bei ~ 25€ liegt, durch die nächsten Tage, an denen ich billigste Dosen für 85 Cent das Stück genoss, kompensiert.

Die Maximaltemperaturen von 32°C halten mich dann natürlich auch nicht ab Leckerbissen wie Tortellini al forno oder einen Feuertopf zu verschlingen.

Los ging das ganze Schlamassel am Samstag Mittag. Total verkaterter Besuch im Onkel Otto. Eines dieser berüchtigten Restaurants die XXL-Schnitzel und anderer XXL-Speisen anbieten. Eigentlich stehe ich ja gar nicht auf sowas, der Hunger, die Lust auf Abwechslung von den immer gleichen Pizzas und Pastagerichten stimmten mein Gewissen aber milde. Ob es an gerade dieser willkommenen Abwechslung lag? Keine Ahnung aber das Schnitzel war wirklich lecker. Die Überbleibsel werden als Schwabe natürlich eingepackt!

Schwäbisch, XXL, lecker mit Soße. Trotzdem für meinen flauen Magen ein zu großes Hindernis

Nach dem obligatorischen Vollsuff am Samstag Abend, der soweit ich mich erinnern kann bis ca. 5 Uhr am nächsten Morgen ging, folgte ein sonntäglicher Paddelausflug, welcher am wundervollen Atomkraftwerk Neckarwestheim vorbei führte. Die trübe Brühe, welche die Boote mit den verkaterten Paddlern trugen, gennant Neckar, verschuf uns am Ende dann aber noch eine tolle Abkühlung durch ein heftiges Gewitter mit Wellen die wirklich Spaß machten.

Nach dieser Anstrengenden Paddelfahrt über tödliche mannshohe Wellen, faustgroßen Hagelkörnern, tornadoähnlichen Winden, total durchnässt, den Magen voller strahlender Plörre aus dem Kernkraftwerk, trieb uns der dadurch entstandene Hunger mal wieder ins Trollinger am schönen Feuersee in Stuttgart. Das erste man gab es für mich da kein Filet oder Entrecote sondern einen Zwiebelrostbraten an Rahm-Käsespätzle. Auf der Zunge zergehen lassen: RAHM-KÄSESPÄTZLE, eine pervers stopfende Kombination. Um die Chance diese reichliche Beilage zu schaffen vollends zu zerstören habe ich mir glatt noch eine Tomatencremsuppe mit Croutons vorweg bestellt. Muss ja alles seine Richtigkeit haben 😉

Positiv am Restaurant Trollinger viel mir dabei noch auf das es anscheinend keine vegetarischen Gerichte zu geben scheint. Selbst der Ackersalat wird mit Speckwürfeln serviert. Sauber!

Nach diesem alkoholisierten Wochenende war ich wohl so durch das ich mich kein Stück erinnern kann was es am Montag zu futtern gab. Wenn ich mich anstrenge ist da, zugegeben mit sehr viel Fantasie, ein mattes und kaum zu erkennendes Bild eines Burgers vom MC-Doof. Das ist aber reine Spekulation. Darum gehe ich nicht weiter darauf ein.

Dienstag wurde dann fein gekocht! Auf meiner nicht montierten Arbeitsplatte schnell zwei externe Kochplatten aufgespannt, ein toller Ikea-Topf darauf und es konnte los gehen. Schinken, Tomatensoße und Tortellini sowie geriebener Käse. Der Schinken musste noch in der Packung geschnitten werden da ich kein Brett besitze. Dann ohne Öl (habe ich ebenfalls noch keines) im Topf erwärmen. Tomatensoße drüber und die Tortellini rein. Zur Krönung alles mit einem Schuss Sahne verfeinert, auf einem formschönen Plastikteller angerichtet und mit geriebenem Käse garniert.

Das Beste daran war der leckere Weißwein des es dazu gab. Geöffnet mit einem formschönen Holzlöffel da ich, wie auch nicht anders zu erwarten, keinen Korkenzieher besitze. Er war immerhin kalt und wurde direkt aus der Flasche genossen.

Jetzt wirds wieder ziemlich dunkel. Was zur Hölle gab es wohl letzte Woche danach? Ich hab ehrlich keine Ahnung mehr. Nicht mal anhand meines Restmülls lassen sich Rückschlüsse ziehen.

Am darauffolgenden Freitag, nach drei Flaschen Wein, ein paar Bieren und einem verdammt geilen Abend bei Balkan Beats  in den Wagenhallen fanden ich und eine Freundin, des Morgends beim gemütlichen Alkoholvernichten, dann die abgelaufene Packung Schinken welche dann mit dem restlichen geriebenen Käse belegt wurde. Und Hey, wer braucht schon Brot wenn man abgelaufenen Schinken hat? Eben, keiner!

Da meine Vorräte aus Schinken, geriebenem Käse und Sahne aufgebraucht waren musste am nächsten Tag wieder der Lieferdienst dran glauben. Der Gesundheit wegen wich ich auf pseudo-gesunde gebratene Nudeln aus. Mit Hähnchen.Als Vorspeise gabs Loempias mit scharfem Dip.

An irgend einem anderen Tag habe ich dann auch noch Cheeseburger bestellt. Von einem chinesischen Lieferdienst, dessen Fahrer augenscheinlich ein Inder war. Trotz dieser lustigen Zusammenstellung waren die Dinger echt lecker. Die Pommes dazu aber echt scheiße. Die Mayo und der Ketchup wurden intelligenterweiße IN der Pommesschachtel transportiert so das diese ca. 80°C besaßen. Die Cola hat es aber wett gemacht.

Eigentlich wollte ich diesen Artikel etwas besser strukturieren. Diese Hitze, das Bier und die vergangenen Tage haben mir da einen schönen Strich durch diese Milchmädchenrechnung gemacht. War ja auch nicht anders zu erwarten. Und wenn schon, selbst wenn es keiner liest, geschrieben hab ich es jetzt trotzdem.

Prost

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