17.05
2012

schwarze Bohnensuppe und Brot schmeckt äußerst goot

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Wo genau diese Suppe herkommt kann ich nicht sagen. Das erste mal hab ich das Rezept aber in einem USA-Kochbuch unter “Florida” aufgeschnappt. Denke aber das alle Länder in denen Bohnen, hier im Besonderen die Schwarzen, wohl früher oder später die Idee hatten daraus ne Suppe zu köcheln. Für mich als großer Bohnen-Fan also eine tolle Angelegenheit. Wer sein Haus mit Erdgas heizt kann die daraus entstehenden Nebenprodukte auch gleich in den Brenner einspeisen.

Hier gibts jetzt das Rezept zu der schwarzen Bohnensuppe welche ich etwas nach meinen Wünschen abgeändert habe. Schärfer, heißer, leckerer. Quasi die Nutte unter den Suppen… aber lassen wir das. Ist ja ein Food-Blog und kein Fut-Blog hier.

Zutaten

  • getrocknete schwarze Bohnen
  • rote Paprika
  • Stangenselerie
  • Karotte
  • Tomate
  • Zwiebel, Knoblauch
  • Chilischote (hatte eine getrocknete Habanero oder so. k.A.)
  • Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer, Cumin
  • Saure Sahne

Bohne Alaaf!

1. Bohnen über Nacht einweichen.

Des Tones Ursprung. Die gemeine schwarze Bohne!

Am nächsten Tag in einem großen Topf in Brühe mit etwas Cumin gar kochen. Dauert ca. 2 bis 2,5 Stunden. Nebenbei ein Sofrito aus der Stangenselerie, Paprika, Karotte, Zwiebel, Knoblauch herstellen. Sprich alles in sehr kleine Würfel schneiden (ca. 5×5 mm) und für ca. 5 Minuten in einer Pfanne dünsten. Am Ende noch eine ebenfalls gewürfelte Tomate zugeben. Sofrito Salzen und Pfeffern. Mit Cumin Chili würzen.

2. Viele würden das Sofrito jetzt direkt zu den Bohnen geben. Ich wollte es aber feiner haben. Also hab ich das Zeug in den Mixer gegeben. Ja Barbara, in nehme heute mal den Food-Processor ;-) Das gemixte Sofrito habe ich dann zu den Bohnen gegeben. Eine frische Chili fein hacken. Zur Suppe geben und für weitere 30 Minuten köcheln lassen.

Die sind irgendwie ganz ganz fies. Was sind das für welche? Weiß das einer? Phoenix du?

Am Ende alles noch mal abschmecken und ggf. nachwürzen. Wichtig ist hier wirklich Cumin. Ohne Cumin kann man das mit der Suppe m.M.n. auch gleich lassen ;-)

3. Feschpra

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06.05
2012

Daube de Boeuf – geschmortes Rindfleisch

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Als kleinen Vorgeschmack auf meinen Frankreich Urlaub, der in ca. 3 Wochen beginnt, gibt es hier zur Zeit mehr französisches Essen als sonst. Gestern gab es als Vorspeise (vor dem Fisch der irgendwie scheiße war) einen wirklich genialen Ziegenkäse an langsam geschmorten Tomaten (Rezept folgt). Heute dann die Daube – von frz. dauber -> schmoren. Dabei wird Fleisch (Wild oder auch wie hier Rind) sehr langsam mit Wurzelgemüse in Wein geschmort.

Habe das Ganze von einem vorhandenen Rezept etwas an meinen Geschmack angepasst. Möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Ist ein einfaches und günstiges Rezept das aber voll und ganz im Geschmack überzeugt. Wer Gulasch mag wird Daube de Boeuf lieben ;-)

Zutaten

  • Rindfleisch (in größere Würfel zerteilt)
  • kräftiger Rotwein
  • Speck
  • Karotten, Staudensellerie, Tomaten, Knoblauch
  • Orange
  • Salz, Zucker, Pfeffer, Lorbeer, Pfefferkörner, Wacholderbeeren, Kräuter der Provence, Honig, gemahlener Chili

Rezept

1. Fleisch mit dem Rotwein (ca. 750 ml bis 1 Liter), Karotte in Scheiben, zerkleinerter Staudensellerie, Zwiebelringe, Knoblauch, Pfefferkörnern, Lorbeerblättern, Wacholderbeeren und der Schale einer Orange über Nacht (besser 12 bis 24 Stunden) marinieren. Dabei natürlich kalt stellen. Lorbeer und Orangenschale können zusammengebunden werden, so kann man sich später leichter entfernen. Pfefferkörner und Lorbeerblätter kann man mit einem Teeei zusammenhalten.

2. Fleisch aus der Marinade fischen, etwas trockentupfen und peu à peu anbraten. Lorbeerblätter, Orangenschalen, Pfefferkörner sowie die Wacholderbeeren aus dem Sud entfernen. Wenn das komplette Fleisch angebraten wurde alles mit dem Sud (in dem natürlich noch die Zwiebeln, Karotten und Sellerie ist) auffüllen.

3. Salzen, Pfeffern, die Orange auspressen und Saft hinzugeben, etwas Zucker dazu. 1 TL Honig sowie etwas gemahlenes Chili kommen jetzt auch noch rein. Speck würfeln, hinzugeben.

In den Ofen bei ca. 120 bis 140°C für 4 Stunden. Eine Stunde vor Ende noch ordentlich frische Kräuter der Provence zu einem Bouquet garni binden und dazu geben.

4. Am Ende das Bouquet garni, Fleisch und die Karottenscheiben wieder herausnehmen. Leicht pürieren – entweder mit einer Mehlbutter oder Stärke binden. Fleisch und Karotten wieder dazu geben und erhitzen. Abschmecken am Ende nicht vergessen.

Ich hab dazu ein lockeres Kartoffelpüree gegessen.

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04.05
2012

Rindfleisch Szechuan – Eier du dazu brauchst, Junge!

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Wow, mein erstes chinesisches Rezept!” würde ich freudig grinsend schreiben wenn dies mein erstes chinesisches Rezept wäre. Angenehm enttäuscht stelle ich jedoch  fest das  ich lediglich vergessen habe die gebratenen chinesischen Nudeln gescheit zu taggen. Ein kräftiger Schluck vom perfekt gekühlten Weißwein, der in einem dieser  tollen großen Wassergläser daher kommt, lässt mich nun aber erstaunt feststellen: “Wow, mein zweites chinesisches Rezept!” Da nehm ich glatt noch einen Schluck…

Wer schon eine Weile meinen kulinarischen Alltag verfolgt, oder sich auch nur die Bilder ansieht, wird festgestellt haben, dass ich ein Faible für scharfes Essen habe. Aus diesem Grund halte ich natürlich immer Ausschau nach pikanten, die Tränendrüse anregenden, Capsaicin haltigen und heiß gekochten Gerichten. Jemand der auf dem Döner auch mal 5 EL “Scharf” verteilt, um dann immer noch nichts zu merken, ja meine Freunde, der kocht etwas aus der Sichuan region.

Diese im Südwesten gelegene Region Chinas ist für den Sichuan-Pfeffer und die recht chilli-haltigen Gerichte bekannt. Also genau mein Fall. Darum hier mein erster Versuch Rindfleisch Szechuan zu kochen. Natürlich habe ich kein gescheites und einheitliches Rezept gefunden. Es ist wirklich immer das Selbe. Also mal wieder ab in den Chinaladen (kann den in Stuttgart West an der S-Bahn-Haltestelle Schwabstraße empfehlen), Fresszettel dabei, unleserliche Schrift mit unleserlichen halb chinesischen Artikelauszeichungen vergleichen, komisches Zeug kaufen und hier einen ebenso unleserlichen Artikel basteln. Prost!

Sprich – Es ist hier kein nachgekochtes Rezept sondern Erinnerungsfetzen diverser Restaurantbesuche zusammengefasst in einer Pfanne. Jawoll, noch nicht mal einen Wok hat der Depp ;-)

Zutaten

  • Rindersteak aus der Hüfte (Filet geht natürlich auch)
  • Chili-Bohnensauce (Chinaladen)
  • Szechuanpfeffer (Chinaladen)
  • Pak Choi (Chinaladen)
  • Sojasprossen (auch hier ist der Chinaladen die erste Wahl)
  • helle Soja Sauce
  • Sesamöl
  • eingelegte ganze Knoblauchzehen
  • 10 -  20 ganze getrocknete Chilischoten (Chinaladen oder Inder, ist da sehr billig) Wer es nicht ganz so scharf mag nimmt eben weniger. Wobei man die sowieso nicht mit isst, die sollen nur Geschmack bzw. Schärfe abgeben.
  • halbe Zwiebel
  • 3 – 4 EL Fleisch oder Geflügelbrühe
  • halbe Paprika

Rezeptle

1. Mise en place ist hier alles. Es muss nachher schnell gehen. Also erst mal alles vorbereiten. Paprika in Rauten, Vierecke, Tetraeder, Trapeze, Kuboktaeder oder wie man eben Bock hat schneiden. Zwiebel zu Ringen verkleinern. Aus einer halben Karotte werden Juliennen.  1 bis 2 TL Szechuanpfeffer mörsern. Pak Choi vierteln. Brühe vorbereiten. Sprossen waschen…

So sieht er aus der Zanthoxylum piperitum. Hat irgendwie was zitronig erfrischendes…

2. Das Fleisch wird nun ENTGEGEN der Faser in schmale Streifen geschnitten und in 1 TL der Chili-Bohnenpaste, 1 TL heller Sojasauce, dem gemörserten Szechuanpfeffer und ca. 10 eingelegten Knoblauchzehen für ca. 30 Minuten mariniert.

Die Anzahl der Knoblauchzehen war kein Schreibfehler ;)

3. Pfanne (oder wert hat einen Wok) erhitzen, Sesamöl rein, jetzt nach Garzeit alles nach und nach rein. Meine Reihenfolge war folgende.

Karotten-Juliennen und Paprika rein, nach ca. 2 Minuten das marinierte Fleisch mit Knoblauchzehen, nach einer weiteren Minute den Pak Choi und die Zwiebelringe, dazu dann noch mal einen TL der Chili-Bohnenpaste, etwas salzen, nach einer weiteren Minute die Sprossen sowie ordentlich Chilischoten (hatte ca. 15 Stück drin) und nach wieder einer Minute noch etwas von der Brühe.

Das wars dann auch schon.

Als Beilage gab es Reis. Nudeln passen sicher auch – sollten dann vielleicht aber auch chinesische sein ;)

In China neben dem Standgericht wohl eines der populäreren Gerichte…

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01.05
2012

Nudelsalat FTW!

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Was gibt es besseres als verkatert aufzuwachen, Nudelsalat nebst einer Eitrigen zu frühstücken und dazu einem großen Glas kalter Cola zu erlauben meinen Körper mit neuer Energie auszustatten? Klar, am Ende ist es gut überhaupt noch mal aufzuwachen, aber so quasi doppelt toll.

Nebenher köchelt auch schon eine Sauce für Lasagne, draußen scheint die Sonne (auch wenn ich das Haus wohl heute nicht verlassen werde eine schöne Sache) und ich leg mich gleich zur Ausdünstung restlichen Ethanols aufs große Sofa, vor den großen Fernseher denk an nix, wart etwas ab, dehne die Zeit in die Länge um einen maximalen Feiertag zu haben – auch wenn es nur gefühlt ist. Danke Zeitdilatation!

Das Rezept zu diesem Nudelsalat ist dabei nicht von mir. Eher von der Mutter meiner Ex-Freundin. Da ich aber noch nie einen besseren gegessen habe gebe ich den jetzt hier mal weiter. Da ich von Salat aber genau so wenig Ahnung habe wie ein Querschnittsgelähmter vom Rollschuhfahren habe ich keine Ahnung ob das vielleicht sogar das “normale” Rezept dazu ist.

Von daheim kannte ich den auf jeden Fall nicht so. Hab also den Salat geklaut und noch mit etwas Senf, Weißweinessig sowie Crème fraîche abgerundet. Seither  macht dieser  Salat nun meinen Tag!

Zutaten

  • So kleine Nudeln (vergessen wie die heißen)
  • Mayonnaise
  • Crème fraîche
  • Senf
  • Weißweinessig
  • Naturjoghurt
  • Essiggurken
  • Erbsen
  • Kochschinken
  • Zwiebeln
  • Weißweinessig
  • Salz, Pfeffer
  • Petersilie

Nudelsalat Rezept

1. Aus Naturjoghurt, Mayonnaise (ca. die doppelte bis dreifache Menge vom Joghurt [es kann hier auch Salatmayonnaise genommen werden]), Crème fraîche, eine fein gehackte Zwiebel, gewürfelter Schinken, gewürfelte Essiggurke oder Cornichons, die Hälfte des Essiggurken-Wassers, etwas Weißweinessig, Erbsen, etwas scharfen Dijon-Senf, sowie Salz und Pfeffer eine Salatsauce herstellen.

2. Diese kleinen Nudeln kochen abschrecken und mit der Sauce vermischen. Am Ende noch ordentlich frische krause Petersilie fein hacken und untermengen.

Essen. Und zwar ganz viel!

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29.04
2012

Kaninchen in Senfsauce – Lapin à la moutarde (mit Rezept)

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Das Karnickel gab es vor eine Weile ja schon mal. Diesmal liefere ich hier noch ein passendes Rezept. Nach meinem Gutdünken abgeändert. Das in mehrere Teile zerhackte Kaninchen hat mich einfach dermaßen angelacht das es sogleich als Sozius neben Büffelmozzarella, Pecorino und Speck im Einkaufswagen platz nehmen durfte. Warum Mozzarella und Pecorino werdet ihr euch vielleicht fragen. Ich wollte mir die Option auf eine Kaninchenlasagne offen lassen. Das ist mir mit dem heutigen Kater nach dem gestrigen Suff aber definitiv zu viel Arbeit, also gibt es diese Version von Kaninchen in Senfsauce jetzt hier. Dazu habe ich mir heute Nudeln gemacht.

Zutaten

  • Kaninchen
  • Speck oder Pancetta
  • trockener Weißwein
  • Geflügelbrühe
  • Sahne
  • Dijon Senf (scharf)
  • Schalotten, Knoblauch
  • Petersilie
  • Salz, Pfeffer

Rezept

1. Kaninchen in mehrere Teile zerteilen falls dies noch nicht passiert sein sollte. Es bietet sich an die Hinterläufe und Vorderläufe vom Rumpf abzutrennen. Ebenfalls den Kopf falls vorhanden. Diesen nicht wegwerfen sondern mit kochen. Zunge sowie Bäckchen kann man essen, der Rest gibt Geschmack. Alle Teile mit Mehl bestäuben, Schalotten fein hacken, Knoblauchzehe schälen und andrücken.

2. Die Kaninchenteile in einer Pfanne goldgelb wie Maiskolben anbraten. Schalotten und Knoblauch hinzugeben. Kurz mitdünsten. Alles mit Geflügelbrühe (hier lohnt sich wirklich eine selber gemachte) und Weißwein ablöschen.

Senf sowie einen Schuss Sahne hinzufügen. Salzen, Pfeffern. Alles nun für ca. 45 Minuten bis 1 Stunde sanft schmoren. Im Ofen oder auf dem Herd – wie man eben Bock hat.

Am Ende noch abschmecken, ggf abbinden (Stärke, heller Saucenbinder, geeiste Butter oder Ähnliches, etwas Petersilie dazu und eine leckere Beilage zaubern. Es bietet sich Kartoffelbrei, Salzkartoffeln o.Ä. an. Ich hatte diesmal wie gesagt Nudeln. Diese habe ich am Ende wie bei Pasta unter die Sauce gehoben.

War schon lecker…

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25.04
2012

Papperlapapprika!

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Nach einigen Tagen der Maßlosigkeit – was meinen Fleischkonsum betrifft – wird es auch mal Zeit für eines meiner Lieblingsgemüse eine Lanze zu brechen. Ob es daran liegt das diese Vitamin C Bombe zu den allgemein lustig anregenden Nachtschattengewächsen zählt, Paprikahähnchen einfach unübertroffen lecker ist oder in roher Form eine ungeahnte Frische an den Tag legt? Oder daran das ich das Gefühl habe aus jeder meiner Poren würde Fett und Cholesterin tropfen?

Vielleicht hat mich auch die gestrige Sendung dieses dicklichen Vielfraß Adam Richman, der doch tatsächlich mit ein paar verfressenen Ganoven versucht hat einen 85 Kg Burger, welcher zu allem Überfluss auch noch echt ekelhaft aussah, zu futtern oder am danach über die Leinwand huschenden aber m.M.n. viel sympathischeren Antoni Bourdain, welcher dem Fleischgenuss und Alkohol ja auch nicht gerade abgeneigt ist, zu diesem Artikel gedrängt. Ich weiß es nicht. Ich weiß nur eines: Es muss mal wieder etwas gesünderes auf dem Tisch!

Paprika in jeder Farbe ist hier immer eine gute wenn auch oft teure Wahl. Schlaue Füchse können aber auch auf die viel günstigeren Spitzpaprika zurückgreifen. Ich persönlich konnte da noch keinen wirklich großen Unterschied, der den oft erheblich höheren Preis der “normalen” Paprika rechtfertigen könnte, feststellen.

Ob man daraus dann ein Sofrito mit Paprika als Basis einer Schwarze-Bohnensuppe macht, es unter ein leckeres Gulasch mischt oder einfach roh unter einen Salat hebt ist da fast schon Zweitrangig. Gefüllt, gedünstet, gebraten, gekocht, am Stück, in Scheiben, kalt, warm – wer Paprika nutzt ist kulinarisch wohl kaum mehr arm!

Darum nutzt die Gunst der Stunde und köchelt euch eine leckere Paprika zurecht. Wenn ihr Lust habt dürft ihr mir auch gerne das ein oder andere Geheimrezept dazu verraten ;-)

 

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23.04
2012

schwäbische Fleischküchle in kräftiger Biersauce

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Ursprünglich bin ich über das Rezept von den in Bier gegarten Bratwürsten drauf gekommen auch mal wieder Bier zum Kochen zu nutzen. Wenn am Abend 5 Liter des leckeren Gerstensaftes ohne Gastrospasmus verbleiben können, so kann eine Sauce aus Bier ja nur noch besser sein! Ab und an, also selten, nutze ich auch Bier zum Kochen, irgendwie aber nicht so oft wie es dem leckeren Gebräu eigentlich gerecht würde. Da heute Tag des Bieres ist muss der Artikel jetzt einfach sein!

Hatte von Samstag Abend, an dem ich ausnahmsweise mal den geschundenen Körper zur Regeneration zwang, noch ein zwei Tropfen Bier über  dachte das kannst doch gut für ne Sauce mit Champignons nutzten. Fleischküchle, also die schwäbischen Frikadellen, sollte es eh geben. Die Idee hab ich irgendwie beim Kochschwabe aufgeschnappt. Die Karotten für Gelberübengemüse waren auch schon gekauft.

Und was soll ich sagen. Erfolg auf ganzer Linie. Die Sauce war der Hammer, die Fleischküchle schön saftig und beim Karottengemüse kann man sowieso nix falsch machen.

Zutaten

  • Hackfleisch
  • altes Brötchen
  • Eier
  • Zwiebeln, Knoblauch
  • Karotten, Kartoffeln
  • Champignons
  • Bier, Fleischbrühe -/Fond
  • passierte Tomaten
  • Senf
  • Butter
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Stärke

Rezept

1. Ofen auf ca. 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.Hackfleisch mit fein gehackter Zwiebel, etwas aufgeweichtem Brötchen, Ei, Senf  vermengen sowie mit Salz und Pfeffer würzen. Ich hab am Ende auch noch etwas Muskatnuss hinein gerieben.

2. Klein gehackte Zwiebel mit etwas Öl in einem Topf goldgelb dünsten. Mit etwas Fleischbrühe ablöschen. Ca. so viel das die Karotten und Kartoffeln im Topf ca. 3/4 bedeckt sind.

Nun Karotten schälen, zerkleinern und in den Topf geben. Am Ende auch noch 1 bis 3 Kartoffeln (mehlige) dazu geben. Deckel drauf und nebenher langsam weich garen.

3. Nun aus der Hackfleisch-Masse Fleischküchle formen. Mit etwas Öl in eine Pfanne geben. Wenn diese braten etwas klein gehackte Zwiebel, Champignons in Scheiben und angedrückten Knoblauch geben. Alles mit dünsten. Wenn die Fleischküchle auf beiden Seiten braun sind mit Bier ablöschen. Hab bei mir ca. ein großes Glas genommen. Ebenso etwas passierte Tomate und ebenso Fleischbrühe zugeben. Auch etwas Pfeffer sollte jetzt rein.

Ab in den Ofen für ca. 20 Minuten.

4. Nach ca. 20 Minuten sollten die Karotten und Kartoffeln auch gut sein. Alles schön zerstampfen. Mit Salz und Pfeffer sowie Muskat abschmecken. Stückchen Butter rein.

5. Pfanne aus dem Backofen nehmen. Fleischküchle auf Alufolie oder einen Teller geben. Sauce binden (mit Stärke o.Ä.). Abschmecken. Auch hier kann man noch etwas Butter hinzugeben wenn man mag.

Fertig sind die Fleischküchle in Kräftiger Biersauce mit Gelberübengemüse. Eines meiner Leibgerichte… Prost

Vor ein paar Tagen habe ich schon Würste in Schwarzbiersauce gemacht. Wie gesagt bin ich darauf gekommen als ich das von den in Bier gegarten Würsten las. Hab dazu in einer Backform zuallererst Selleriewürfel, Karottenscheiben, Zwiebelringe und Knoblauchzehen mit den eingeschnittenen Würsten bei ca. 200°C Ober-/Unterhitze geröstet. Alles vorher etwas mit Zucker bestäubt. Dann nach ca. 10 Minuten mit Schwarzbier und etwas Tomatensauce aufgegossen und für ca. eine Stunde weiter geschmort. Wie oben erwähnt dann am Ende binden. Dazu gab es Kartoffelpüree und Rotkohl. Das war auch sehr lecker!

Rostbratwurst und grobe Bauernbratwurst in Schwarzbier geschmort. Oberlecker!

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21.04
2012

Hackfleischpizza auf “Ooooooooh Junge”-Art

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Ja, so lecker war die. Ooooh Junge, Junge, Junge war die lecker!

Das erste mal aß ich diese leichte Köstlichkeit bei den Eltern meiner Ex-Freundin. Vorher kannte ich sowas nicht. Woher auch? Als zerbrechlicher, keuscher Jüngling aus katholisch-veganem-frutarier-Haushalt dauerte es die ein oder andere Sitzung bei meinem Heim-Psychologen um diese Erfahrung in einer der zahlreichen Schubladen meiner Selbst zu verstauen.

Das Rezept hab ich mir natürlich gleich ergaunert. »Oh WHUT?« entsprang meinem verdutzten Antlitz. »The FACK!« überkam es mich beim zweiten darauf linsen. Auf dem Schwarz-Weiß bedruckten A4 Papier konnte ich Worte wie “Ketchup” und “Curry Ketchup” entziffern. Kann man sicher besser machen Frau Stan******ger. Von der stammte das personalisierte Rezept nämlich. :-D

Ist jetzt bestimmt schon 3 bis 3 Jahre her. Endlich bin ich mal dazu gekommen das zu kochen bzw. backen. Hier also mein Rezept der Hackfleischpizza. Eben auf “Ooooooh Junge”-Art ;-)

Zutaten

  • Hackfleisch vom Rind
  • altes Brötchen
  • Ein Ei
  • Zwiebel, Knoblauch
  • gelbe Paprika
  • Tomaten, passierte Tomaten oder aus der Dose
  • frische Champignons
  • geriebener Käse
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer (und ich hatte noch Habanerosauce [wers scharf mag ;-) ])

Hackfleischpizza Rezept

1.Aus dem Hack, dem alten Brötchen, einem Ei, einer halben Zwiebel, einer Knoblauchzehe, Salz und Pfeffer einen schönen homogenen Hackfleischteig kneten. Ich hab am Ende noch etwas Habanerosauce untergemengt weil ichs etwas schärfer wollte.

2. Großes Backblech oder eine backofenfeste Form mit etwas Olivenöl auspinseln. Die Hackfleischmasse darin verteilen. Dicke sollte so 0,5 bis 1 cm sein.

3. Darauf dann etwas passierte Tomaten oder Dosentomaten verteilen. Salzen und Pfeffern nicht vergessen.

4. Nun mit Pilzen, Paprika, Tomatenscheiben, der anderen halben Zwiebel in Ringform und dem Käse belegen.

5. Alles für ca. 20 bis 30 Minuten (je nach Ofen eben) bei ca. 200°C backen.

Dazu hab ich etwas Weißbrot gegessen. Sonst wäre das sogar mir zu fleischig gewesen. Hab diesmal auch darauf verzichtet die Pizza noch mit Wurst zu belegen. Natürlich steht jedem Frei wie er seinen Herzinfarkt forcieren möchte ;-) Wohl bekomms!

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15.04
2012

Phở bò – vietnamesische Nudelsuppe mit Rindfleisch

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Also irgendwie hab ich echt einen an der Klatsche stelle ich heute mal wieder fest. Da koche ich verfickte 7 Stunden einen Brühe für Phở bò – eine vietnamesische Reisnudelsuppe mit Rindflesich – um beim verfassen dieses Artikels auf meine Pizza vom Lieferdienst zu warten. Völlig verkatert und noch echt krank versteht sich. So wiederholt sich dieses groteske Schauspiel jeden Sonntag, der seltsam kulinarische Dreidel hat noch Restschwung. Mal sehen wo ich nächsten Sonntag Pizza bestelle :D

Zur Suppe: Der Plan war ja mir mit der Suppe neuen Lebensodem einzuhauchen, flüssigen Odem, suppigen obendrein. Hätte wohl auch funktioniert wären mir die 10 Bier nicht in die Quere gekommen gestern Abend. Aber gut, ohne die Suppe wäre ich dann vielleicht schon tot. Keiner weiß es :)   Auf jeden Fall stehe ich auf diese Art von Suppen. Habe ich meiner Meinung nach auch schon oft erwähnt. Unglaublich leckere und lange Nudeln, gebettet auf allerlei frische Zutaten, eine dezente Schärfe im Hintergrund, alles verbunden durch die unglaublich nahrhafte und kochend heiße Brühe, wo nur Schlürfen einer fiesen Verbrennung vorbeugen kann, ja das mag ich. Ich mag dich. Dich mag ich – Suppe!

Das einzige Manko dabei ist die Zeit. Minimum 5 bis 6 Stunden für die Brühe, dann ggf. abkühlen und entfetten, schon ein kleiner Gewaltakt. Entgegen der Taten der RAF aber ein Gewaltakt der sich lohnt. Also partizipiert meine Freude und kocht Suppe!

Phở bò Zutaten

Für die Brühe

  • Markknochen (vom Rind)
  • Ochsenschwanz
  • Suppenfleisch (auch vom Rind versteht sich)
  • Zimtstange
  • Sternanis
  • 2 Zwiebeln
  • Ingwer
  • Fischsauce
  • Salz, Zucker

Für die Einlage

  • Rinderfilet
  • Sojasprossen
  • Glasnudeln (hier keinen Scheiß kaufen -> zum Asiaten gehen!)
  • Chilisauce
  • Frühlingszwiebeln
  • Limette
  • Fischsauce
  • und was immer euer Herz noch begehrt ;-)

Rezept

1. Knochen, Ochsenschwanz und Suppenfleisch kurz unter fließendem Wasser waschen. Manche blanchieren die Knochen noch vorher um eine klarere Brühe zu bekommen.

Im Gegensatz zu den knochigen Tatsachen in Modemagazinen steh ich auf den Scheiß hier!

Ich spare mir das weil ich finde die Brühe muss hier nicht klar sein. Also alles in einen großen Topf geben, Wasser drüber und sanft erhitzen. Nach alles Regeln der Brühenkunst nun langsam eine Brühe ziehen. Steht schon oft genug im Internet und auch hier, darum erwähne ich es nicht noch mal extra.

Nach ca. 3 bis 4 Stunden noch die vorher geschwärzte Zwiebel und ein großes Stück Ingwer, welches in zwei Hälften zerteilt wurde, hinzu geben. Ebenso ein kleines Stück einer Zimtstange und Sternanis. Weiter für ca. 2 Stunden ziehen lassen. Am Ende Fischsauce (ca. 6 bis 8 EL) Salz sowie etwas Zucker hinzugeben.

2. Alles durch ein Tuch geben. Wer mag kann das ganze dann über Nacht im Kühlschrank abkühlen lassen. So lässt sich die Fettschicht am nächsten Tag sehr leicht entfernen. Wem das egal ist der kann gleich weiter durchstarten.

Die Brühe ist durch abkühlen versülzt und das Fett hart geworden. Kann also bequem mit einem Löffel entfernt werden

3. Glasnudeln für ca. 10 Minuten einweichen. Je nach Art und dicke variieren die Zeiten aber hier. Dann auf der Packung nachlesen oder (wer kein Vietnamesisch lesen kann) im Laden fragen oder nach Gefühl probieren ;) Nudeln kochen und die Brühe nebenher auf Temperatur bringen – also sehr heiß!

4. Alles zusammen bringen. Etwas Sprossen in eine Suppenschüssel geben. Darüber etwas Chilisauce und Fischsauce geben. Dann kommt eine Portion Nudeln darüber. Jetzt ein Teil vom Rinderfilet (ist noch roh!) sehr dünn aufschneiden. Auf die Nudeln geben. Das Filet wird jetzt mit der heißen Brühe, mit der wir nun die Suppenschüssel auffüllen, gegart. Frühlingszwiebeln als Ringe drüber und fertig ist die Suppe. Jetzt kann jeder mit Limette, Chilis, Sesamöl usw. nachwürzen wie er mag. Natürlich kann man auch noch mehr in die Suppe geben. Frischer Koriander, Thai Basilikum usw. Jeder wie er Lust hat.

Man sieht wo die Brühe das Fleisch bereits gegart hat. Einfach das Fleisch etwas in die Brühe drücken und der Rest wird auch gar.

Und weil so schön ist noch mal eines. Wie in nem Porno!

Ich kann dazu nur eines sagen. Wow!

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13.04
2012

mann bin ich Miso drauf heute! japanische Misosuppe – 味噌汁

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Ja, es ist Freitag. Eigentlich schön, leider hat mein erbärmlicher Körper das nicht realisiert und mir seit Mittwoch Halsweh beschert. Mit der Hoffnung wenigstens morgen diverse Alkoholika absorbieren zu können mache ich heute dann mal Halbgas, ruh mich schön aus und erquicke mich kulinarisch.

Suppe. Spontan fällt mir genesungstechnisch Suppe ein. Da ich meine Geschmacksrezeptoren erst kürzlich im Tokio-Dining (kann ich nur empfehlen – auch wenn es etwas teurer ist) auf japanische Suppe geeicht habe, japanische Suppen an sich der Gipfel der Geilheit sind, Suppen sowieso IMMER Geil sind, schon länger eine Packung Misopaste im Kühlschrank entspannt, wird es wohl heute Misosuppe geben.

Zutaten für die Misosuppe

  • Dashi (japanischer Fischsud aus Bonito-Flocken und Kombu sowie getrocknete Shiitake-Pilzen)
  • Misopaste
  • Frühlingszwiebeln
  • Seidentofu

Suppengekaspere auf japanisch

1. Dashi zubereiten (beziehe mich hier auf 500 ml Wasser): Dazu den Kombu (ca 10g) mit einer Schere grob zerteilen. Ebenso einen getrockneten Shiitake mit dem Messer etwas zerkleinern. Nun Wasser langsam erhitzen. Den Kombu und Shiitake dazu geben und leicht aufkochen. Hitze reduzieren und alles kurz durchziehen lassen.

Links: getrocknete Shiitake-Pilze | Rechts Kombu (Seetang)

Durch ein feines Sieb absieben. Den Topf ausspülen und den Sud zurück schütten. In den Sud nun ca. 5 g Bonito-Flocken einrühren. Wem der Geschmack zu intensiv wird nimmt einfach weniger -> ausprobieren. Die Bonito-Flocken ebenfalls kurz ziehen lassen und dann wieder durch ein feines Sieb abgießen.

Topf wieder ausspülen und das fertige Dashi zurück gießen. Jetzt kann nach und nach – Löffel für Löffel die Misopaste eingerührt werden. Aber Vorsicht, diese ist sehr intensiv. Mir haben hier ca. 2 EL völlig gereicht! Also ab und an probieren. Wenn der gewünschte Geschmack erreicht ist  den Löffel bei Seite legen. Die Suppe sollte nach dem Einrühren der Misopaste nicht mehr aufgekocht werden da sonst der feine Geschmack verloren geht.

2. Die Einlage: Hier kann man wieder flexibler sein. Ich habe mich für eine vegetarische Variante mit Seidentofu sowie Frühlingszwiebeln entschieden.

 

 

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