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Von Pizza, Pasta und Asia – Liefermaraton Teil 1

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In den zahlreichen Tagen, die ich nun ohne Küche überbrücken musste, fern ab von Selbstgekochtem, angewiesen auf die Willkür von Lieferdiensten, Dönerbuden, Fastfoodketten sowie Convenience-Produkten, durchquerte ich Täler der Tristess und erklomm Gipfel der Genüsse.

Von leckerem pseudo gesundem Chop Suey aus dem Asia Wok in der Silberburgstr. 149, Stuttgart, welche einem für ein paar Cent Trinkgeld 2 Dosen Pepsi schenken, die dort anscheinend trotzdem Cola heißen, und für etwas mehr auch mal zwei Flaschen Likör mitgeben. Über etwas bessere Resteverwertung, bei der man zum ersten mal Hackfleisch in einer Gusseisernen Pfanne los brät, um damit am darauffolgenden Tag Cannelloni al forno zuzubereitet. Bis hin zum genauen Gegenteil, dem auf Holzkohle gegrillten und perfekt marmorierten französischen Entrecote, medium gebraten, in der Weinstube Trollinger am Feuersee.

Ja. Wer eine längere Zeit auf eine funktionierende Küche verzichten muss, der sollte kurzzeitig seinen Gusto in fremde Hände legen können, neue Restaurnts und Imbisbuden erforschen um dabei vielleicht sogar das ein oder andere Juwel zu entdecken.

Im Hinterkopf stapeln sich währenddessen andauernd Eindrücke, Speisen und Rezepte um letztendlich in der frisch entbundenen Küche nachgekocht und ausprobiert zu werden.

Für alle die meinen Leidensweg, den ich sporadisch über meine Facebook-Seite teilte, nicht verfolgt haben hier eine kleine Rundreise der Lebensmittel, aus denen nun wohl mein Körper besteht…

Los geht mit meinem letzten gekochten Essen. Aus bereits am Vortag gebrutzelten Fleischküchle wurden am nächsten Tag Cannelloni al forno.

Nach diesem letzen Hochgenuss stürzte ich mich in das tiefe und unergründliche Meer aus Lieferdiensten… Alle bei denen ich bestellte habe ich hier nicht aufführen können da der Hunger oft so groß war das alleine der Gedanke davon jetzt Fotos machen zu können ein wahnwitziger gewesen wäre. Meine niederen Triebe hätten die Hand, in der die Spiegelreflex Kamera mit eisernem Griff lag, wohl selbstlos und im Automatismus abgenagt.

Wie stark der Überlebenswille und die damit zusammenhängende Geschwindigkeit sowie Kraft der Nahrungsmittelaufnahme sein kann, habe ich an den eigens erworbenen Plastikgabeln und Plastiklöffeln bemerken dürfen. Es gab nicht ein Dinee mit selbigem Werkzeug wo nicht mindestens ein Löffel oder eine Gabel zu Bruch ging. Oft war nicht einmal die Zeit einen abgebrochene Gabel-Zinken im Essen zu suchen. Hoffen das der Zinken durchrutscht. Notfalls mit Cola runter spülen, so lautete meine Doktrin.

Genug gelabert, los ging es mit einem Indischen Menü.

Die waren wirklich verdammt lecker. Samosa Teller als Vorspeise in saftiger Kichererbsen Soße

Hauptgericht war ein Chicken Korma (Beides vom Enjoy Pizzaservice, Mozartstraße, Stuttgart)

Diese Pizza-Schinken sieht jetzt nicht so unglaublich aus hat aber überdurchschnittlich geschmeckt.

Diese Tortellini al forno haben richtig gestopft. Besonders da die Pizza Schinken von oben als Vorspeise gedacht war.

Ab und an muss auch mal was schwäbisches her. Geschmelzte Maultaschen mit einem nicht so prickelnden Kartoffelsalat. Der Hunger treibts trotzdem hinein 😉 Visuelle Eindrücke der obligatorischen Tortellini erspare ich euch an dieser Stelle ein mal..

Hier das Chop Suey aus dem oben erwähnten Asia Wok. Ist jetzt auf dauer nicht sonderlich abwechslungsreich, die Gerichte welche auf der Karte stehen sind für sich genommen aber solide und lecker.

Um in asiatischen Gefilden zu bleiben hier meine Bestellung von gerade eben. Geliefert vom Chinese Wok, Claudiusstraße, Stuttgart. Preislich fair, gute Bewertungen, heiß geliefert und reichlich in der Portionsgröße. Was will der Hungrige in einer solchen Notsituation mehr?

Wirklich lecker diese mit Gemüse und Rindfleisch gefüllte und panierte Frühlingsrolle an Süß-Saurem-Dip

Angeprisen neben anderen Gerichten als „Spezialität des Hauses“ das Rindfleisch auf mongolische Art.

Auch sehr lecker muss ich sagen. Unter „scharf“ verstehe ich zwar etwas anderes aber das liegt wohl auch an meinem mittlerweile feuerfesten Mundbereich. Mit dieser Vorahnung habe ich natürlich noch eine scharfe Soße dazu geordert. Für 40 Cent ist das dann aber doch eine ausreichende Menge (für 20 Portionen). Im Kühlschrang hält sich das Zeug aber eine ganze Weile und ist somit sogar billiger wie Sambal Oelek aus dem Supermarkt…

Am Ende dieses ersten Teils meiner Fastfood- und Lieferdienst-Periode, besser gesagt während des Genusses meines Rindfleisch auf mongolische Art, fragte ich mich dann aber doch wie zur Hölle die das Fleisch immer so seltsam in der Konsistenz bekommen.

Komischer Schnitt? Mariniert? Tiefgefroren? Ich komme einfach nicht darauf. Ist irgendwie trotzdem lecker aber auch gleichzeitig seltsam. Liegt auch nicht an einem bestimmen Chinesen, und ich habe weiß Gott viele versucht, sondern ist überall gleich.

Magen ist noch intakt, alles sauber verdaut. Also kann es wohl im zweiten Teil so weiter gehen 😉

 

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2 Antworten zu “Von Pizza, Pasta und Asia – Liefermaraton Teil 1”

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  1. xcdark sagt:

    Warum soll man Pepsi nicht als Cola bezeichnen? http://de.wikipedia.org/wiki/Cola

  2. Tom sagt:

    Du hast recht. Wenn man von einer Cola spricht könnte auch eine Pepsi gemeint sein. Scheint ja auch laut Wikipedia so zu stimmen. Ich unterscheide hier aber. Wenn ich eine Cola im Restaurant bestelle gehe ich schon aus das es sich um eine „Coca Cola“ handelt und nicht um eine billig „Club Cola“ (oder wie die alle heißen). Meistens steht ja auch noch extra „Pepsi“ dran wenn es sich um Pepsi handelt. Wie es sich korrekt verhält, darüber hab ich mir in der Tat noch keine Gedanken gemacht…

    Gruß Tom

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