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gefüllte Paprika

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Paprika. Ich steh einfach drauf. Sogar in roher Form. Und das soll was heißen. Im Normalfall kann ich mit rohem Gemüse nichts anfange. Rohes Gemüse erzeugt bei mir höchstens rohe Gewalt.

Wieso erschuf Gott der Allmächtige wohl das Feuer das die Menschen dann für sich nutzbar machten? Ist doch einleuchtend! Aus ollen Äpfeln wird dank der Hitze eine leckere Apfeltart, Tomaten werden mit gehackten Wiederkäuern dank Feuer zur Bolognese, der Schweinebauch erhält seine Knusprigkeit durch Oberhitze, die Bratwurst sollte braten, vom kalt in der Pfanne liegen wird da nichts lecker. Selbst bei offensichtlich kalte Speisen musste es erst mal heiß her gehen. Die Wurst im Wurstsalat wurde ja auch erst erhitzt.

Genug dazu. Ich mag eben einfach keine rohen Pilze, Salat oder Früchte. Bananen sowie Eisbecher ausgenommen 😀 Außer eben Paprika. Die ist so wunderbar frisch und lecker. Ja, selbst roh – besonders roh.

Da ich so drauf abfahre gibt (bzw. gab) es gefüllte Paprika. Richtig lecker mit Hackfleisch gefüllt und langsam im Ofen geschmort. Halb schwimmend in Tomatensauce. Dazu natürlich vorher erhitzte Kartoffeln. Zum Püree gestampft. Eine geile Kombination!

Zutaten

  • Paprika
  • Hackfleisch
  • Ei
  • etwas alte Semmel (k.a. ob das normal da rein kommt. ich hatte eben noch welches und dachte so wirds vielleicht „fluffiger“)
  • Reis
  • Zwiebel, Knoblauch
  • Passierte Tomaten
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver (Edelsüß und Rosenscharf), Zucker

Rezept zur gefüllten Schote

1. Reis bissfest kochen. Etwas eingeweichte Semmel, gehackte Zwiebel und Knoblauch, erkalteter Reis (es sollte auch roher Reis gehen – wird auch weich), Paprikapulver, Salz, 2 – 3 EL passierte Tomaten, Pfeffer sowie Ei mit groben slawischen Handbewegungen unter das Hack kneten. Nebenher darf geraucht werden! Die Paprikaschoten von ihrem Deckel befreien und die Kerne entfernen. Ebenso die weißen Stellen im Inneren. Diese können (zumindest ist das die Theorie – beobachtet, oder besser geschmeckt, habe ich das noch nie) wohl bitter sein. Hack rein füllen. Deckel wieder drauf.

2. In einem weiten backofenfesten Topf gehackte Zwiebeln andünsten, Knoblauch dazu. Mit passierten Tomaten ablöschen. Etwas Zucker dazu, aufkochen. DIe gefüllten Paprikas hinein stellen und im Ofen bei ca. 175 °C (anfangs mit Deckel) garen. Ja nach größe der Paprika dauert das seine Zeit. Bei mir waren es ca. 1,5 Stunden.

Dazu Kartoffeln in verbessertem Zustand.

Merke: Zwei Paprikaschoten waren etwas viel für eine Person…

Gib deinen Senf dazu


8 Antworten zu “gefüllte Paprika”

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  1. Walter sagt:

    Dabei Rauchen? Olle Sau! Das macht man nicht, Hygienegründe und so…

    Gab es gestern bei meiner Mutter auch, wobei diese geschmeidige osteuropäische Handbewegung verwendet hatte. Gewalt ist nicht immer eine Lösung. 😉

  2. Tom sagt:

    Wichtig: Die Rezepte immer zu 100% befolgen. Wird z.B. nicht geraucht oder nur osteuropäisch geknetet, ist das Essen von Vornherein zum Scheitern verurteilt.

    😉

    Ich muss auf jeden Fall auch mal wieder gefüllte Tomaten / Zwiebeln oder Zucchini machen. Auch die Vegetarische Variante, also mit gehackten usw. Pilzen in den Paprika muss noch probiert werden. Bei deiner Ma war sicher auch Hack drin denk ich? Oder hat die da ein spezial osteuropäer Rezept oder so? 😉

    Gruß Tom

  3. Walter sagt:

    Übersetzen würde man die rumänische Version mit Klumpatsch, es kommt also rein was grad noch greifbar und nicht verdorben ist. Scheitern ist da immer einprogammiert, sonst würde man ja was richtiges kochen. Und ja, Hack ist mit verarbeitet. Häufig ging man sogar aus Kostengründen nur auf die Kohl oder Wirsing Variante zu.

    Deine Soße sieht dickflüssiger aus als das was da unten serviert wird. Dort hat es mehr den Charakter von Suppe (bzgl. Konsistenz) und wird auf dem Teller häufig vermatscht wie hier das Püree von Kindern…

  4. barbara sagt:

    ohnäääh, bitte keine rumänische variante.
    so wie hier müssen die sein. könnte ich auch mal wieder machen.
    aus gründen der faulheit, und weil ich immer gleich einen großen schmortopf voller schoten mache, reibe ich zwiebeln und knofi mit der ganz feinen reibe zu pürree und mische das unter und reis vorkochen mache ich ebenfalls nicht.
    bei mir kein ei und brot, stattdessen einen löffel mondamin.
    ich finde, damit wird die füllung noch fluffiger.
    macht eine ungarische freundin so.

  5. Tom sagt:

    Haha, Klumpatsch – wie geil. Ja so war das eben fryher. Yn den guten alten Zeyten 😉 die klumpatsch variante werde ich auf jeden fall mal probieren.

    Was ist denn genau Mondamin? Ist das Backpulver? Muss ich auch mal testen. Machen manche ja auch in den Pfannenkuchen-Teig…

  6. barbara sagt:

    mondamin ist ein stärkepulver. brauche das zum einen für hackfleischgerichte und bei einigen fleischgerichten aus dem wok.
    z.b. mixe ich etwas eiweiß, salz und pfeffer mit mondamin und wende hühnchenstreifen drin bevor ich sie in das heiße öl schmeiße. rindfleisch wird nur mit m. meliert und ab in den wok.
    der biß ist dadurch ein sehr spezieller, knuspriger.
    es empfiehlt sich aber, das fleisch nach dem anbraten herauszunehmen und die anderen zutaten zu garen um dann das fleisch leicht unterzuheben. wenig sauce dazu, was das ganze für einen schwaben natürlich etwas fragwürdig erscheinen läßt 🙂

  7. Seniorenresidenz Düsseldorf-Denise sagt:

    Oh, das hört sich aber verdammt lecker an 🙂 Da bekommt man ja glatt Hunger.
    Ich arbeite seit einigen Jahren in einer Seniorenresidenz in Düsseldorf in der Küche. Ich glaube dieses Gericht werde ich mal nachkochen für meine Bewohner. Zum Glück haben sind wir eher eine kleine Einrichtung, sodass man da auch mal ausgefallenere gerichte kochen kann 🙂
    Insgesamt mag ich diese Seite sehr und werde bestimmt noch öfter hier vorbeischauen! Schön 🙂

  8. Tom sagt:

    @Barbara
    Du hast es erkannt. „Wenig Sauce“ ist hier im Schwobaländle fast schon ein Totschlagargument 😉 Ich werde mir mal dieses misteriöse Mondamit besorgen und es ausprobieren. Die Sauce mach ich dann eben irgendwie extra 😉

    @Seniorenresidenz Düsseldorf-Denise
    Das freut mich natürlich ungemein wenn dich dieses Rezept und auch die Anderen hier gefallen und Anregen. Ich fände es schön wenn du sagst ob es denn dann den Bewohnern geschmeckt hat 🙂 So haben ja sprichwörtlich dann alle was davon 😉

    Gruß Tom

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