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marokkanische Kartoffel-Auberginen-Lamm-Tajine

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Der ehrenwerte Konsul erhebt sich aus seinem mit Brokat bezogenen und Silberknöpfen besetzten Richterstuhl. Es herrscht eine trockene Stille. Bedingt durch die Temperaturen oder den offensichtlich zu engen Talar bilden sich Schweißtropfen auf seiner durch Besorgnis gerunzelten Stirn. » In allen Punkten schuldig! Ich verurteile Sie zu Tausend und Einer Nacht Schmackhaft! « hallt es von dem handbemalten Fliesendekor – welches den länglichen mit Zedernholz möblierten Gerichtssaal ziert. Mit einem rostig quitschenden Klicken rasten die viel zu engen Fuß- und Handfesseln ein. Zwei im Söldnerdienst stehende Janitscharen, leise Gebetsverse murmelnt, welche zusammen mit den rasselnden Ketten ein dumpfes Klagelied verlauten lassen, begleiten mich aus den Augen der orientalischen Justitia.

Der letzte Weg hat begonnen. Ich beschreite ihn mit vollem Bauch…

Und damit Ihr – meine Freunde – euch auch dieses Gnadelmahl zaubern könnt kommt nun das Rezept. Wie der Zufall so will passt diese Tajine zum Blogevent 1001-Nacht von Küchenplausch. Super lecker, besonders als letztes Abendmahl, da es für die mittägliche Hitze des Orients wohl nicht sehr geeignet ist…

Ali Baba und die 16 Zutaten

  • Lammfleisch (hatte was von der Keule)
  • Aubergine
  • kleine Kartoffeln
  • Karotte
  • Tomaten (Dose)
  • Zwiebel, Knoblauch
  • Harissa, Cumin, Sternanis, Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, Safranfäden
  • Öl, Wasser

Rezept

Genau so einfach wie die Rechtsprechung der Antike wird auch dieses Gericht ein schnelles Ende finden. Nicht zu kompliziert, bodenständig, vollmundig und lecker. Entsprungen ist mir das Spontan. Die Zutaten passten orgendwie zur marrokkanischen Küche wie ich finde. Oder ich bilde mir das zumindest ein.

Eine Tajine ist nicht von Nöten. Kann genau so gut in einem Schmortopf zubereitet werden. Obgleich die Präsentation in einer Solchen natürlich sehr schön anzusehen ist.

1. Lammhüfte in mundgerechte Stücke vierteilen. Zwiebel und Knoblauch in sehr feine Scheiben bzw. Ringe schneiden. Karotte schälen. In ca. 5 mm dicke Scheiben schneiden. Fleisch, Zwiebelringe, Knoblauch, Karotte, Harissa, Cumin, Cayennepfeffer sowie Salz und Pfeffer mit etwas Öl vermischen. Durchziehen lassen.

2. Tajine, Schmortopf oder what the heck erhitzen, Alles scharf anbraten. Mit einer Tasse Wasser und der Dose Tomaten ablöschen. Der Sternanis möchte nun auch dazu. Ab in den Ofen bei ca. 160°C für eine Stunde. Zugedeckt versteht sich.

3. Kleine festkochende Kartoffeln schälen. Aubergine in größere Würfel schneiden. Zu dem Fleisch geben. Safranfäden dazu. Wieder zugedeckt in den Ofen für eine weitere Stunde.

Zu allerletzt nur noch abschmecken und fertig.

Ich fand es lecker und eigentlich ganz gut gelungen für mein erstes marokkanisches Essen. Mehr hätte frei Schnauze wohl nicht herausspringen können. Wen die „Körner“ auf dem Bild wundern – das ist Reis (Baby)! Gabs bei mir dazu. Alternativ würde ich Couscous vorschlagen.

Gib deinen Senf dazu


6 Antworten zu “marokkanische Kartoffel-Auberginen-Lamm-Tajine”

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  1. barbara sagt:

    naja.
    von dir gekocht würd ich’s vielleicht noch essen.
    im land oft genug mit tajine traktiert worden fehlt mir hier die rechte begeisterung um ein fettes kompliment zu machen.
    die gehören nicht eben zu den kochbegabten völkern.

  2. Tom sagt:

    Naja, ist vielleicht auch nur geschmackssache. Ich kenne auch genug Leute die z.B. Indisch nicht so toll finden, oder die mit chinesischem Essen nichts anfangen können. Ich dagegen fahr voll drauf ab. Gut, in dem Fall hab ich zu wenig Erfahrung. Ist wie gesagt mein erstes „marokkanisches“ Essen gewesen. Hab ich ja sowieso selber erfunden :p k.A. wie die das z.B. in Marokko machen würden 😉

    Gruß Tom

  3. barbara sagt:

    nee, die haben mich traumatisiert da unten. das land ist eines der schönsten und wir haben es mehrfach bereist. wir aßen unterwegs immer einheimisches, eine öde sache. in asien dagegen schmeckte es überall.
    einen guten inder in münchen hätte ich gerne, aber die kochen leider auch mit convinience fertigsaucen (in ffm gibt es den größten dealer für das zeug) und das schmeckt mir dann auch nicht.

  4. Hallo Tom,

    nochmal vielen lieben Dank für deinen Beitrag zu unserem Event 1001 Nacht.
    Nächste Woche gibt es dann die Zusammenfassung auf meinem Blog und auf unserer Facebook Seite https://www.facebook.com/kuechenplausch.

    Liebe Grüße
    Isabell

  5. Vronismus sagt:

    Hi Tom,
    für deinen ersten Versuch mit der marokkanischen Küche finde ich dein zum Schluss präsentiertes Gericht echt klasse, sieht sehr einladend aus und ich hätte eh gerade Hunger 🙂 Hab die marokkanische Küche bereits auf dem Tollwood probiert und das war echt lecker. Hoffe du machst bald mal wieder einen Ausflug in die marokkanische Küche!
    Gruß Vronismus

  6. Tom sagt:

    @barbara

    Seltsam, habe ich mir irgendwie anders vorgestellt. Aber gut, ich war ja noch nie da und weiß es eben einfach nicht. Mein marokkanischer „Eintopf“ hat mir auf jeden Fall geschmeckt. Ist ja irgendwie ähnlich wie Curry…

    @Isabell

    Kein Thema, hat mir Spaß gemacht 😉

    @Vronismus

    Ja, ich bin wie gesagt auch zufrieden. Das nächste mal mach ich wohl was mit Hackbällchen. Hab mir zur Sicherheit auch glatt mal ein marokkanisches Kochbuch gekauft 😉

    Gruß Tom

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