Seite 1 von 11

Ortef – griechischer Vorspeisenteller als Hauptspeise

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertungen, durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Wieso findet man im Internet eigentlich so wenig über Ortef? Liegt es an den hiesigen griechischen Restaurants, die ihrem Vorspeisenteller einen erfundenen Namen gegeben haben, oder ist das einfach ein Fantasiename griechischer Sportheimbesitzer, was ja eigentlich das Selbe wäre.

Wie oft war ich als Kind mit meinen Eltern an einem lauen Sommerabend in der Nachbarortschaft und habe, während sich die Erwachsenen ein kühles Hefe in den Kopf leerten, besagtes Ortef gegessen? Wie oft war ich in den Sommerferien auf dem Rückweg vom Freibad, den Arsch vom Fahrradsattel wund, noch auf ein Ortef beim Griechen?

Oft – kann ich euch sagen. Und trotzdem finde ich nichts gescheites über dieses Gericht im weltweiten Internetz. Zwar kein Google-Loch aber nah dran. Das ändert sich mit diesem Artikel. Nun könnt ihr, Völker der Erde, ebenfalls in den Genuss eines Ortef’s kommen. Jauchzet und Frohlocket!

Ergänzung: Wikipedia sagt Pikilia aber das habe ich so echt noch nie gehört! Vielleicht, oder sogar sehr wahrscheinlich kommt es vom griechischen Orektika. Dann könnte man es doch aber auch gleich so belassen…

Das gehört auf den griechischen Teller

  • Tsatsiki
  • Taramas
  • eingelegte Peperoni oder Pfefferoni
  • grüne und schwarze Oliven
  • Schafskäse
  • gefüllte Weinblätter
  • große weiße Bohnen in Tomatensoße (Gigantes)
  • Tomaten
  • Gurke
  • Zwiebeln (Ringe)
  • Weißbrot
  • Gyros, Tintenfischringe oder Bifteki (so kenne ich das zumindest)
  • Pommes (wer mag)

Rezept welches eigentlich gar keines ist

Klar könnte man jetzt anfangen die Oliven selber vom Baum zu schütteln, den Käse aus dem Schaf zu melken, die Bohnen nach dem Pulen und Kochen einzulegen, die Weinblätter zu wickeln oder den Rogen zu waschen und würzen. Darauf hab ich aber einfach keinen Bock, die Produkte (auch wenn vielleicht manchen „Fertigprodukt-Nazi“ schimpfen wird) finde ich für mich aber ok. Darum belasse ich das dabei und gestehe das ich da zu Dosen greife.

Außer bei den warmen Beilagen wie den mit Ziegenfeta gefüllten Hackbällchen (Mini-Bifteki?) trete ich selbst in Aktion. Auch die Tintenfischringe oder Pommes könnte man sich selber klöppeln, heute, nach diesem Arbeitstag, werde ich mir das aber schenken.

Für die gefüllten Hackbällchen reichen ich ein Rezept nach, versprochen. Ist aber echt easy. Kleine Frikadellen basteln, mit Feta füllen und ausbacken.

1. Wir nehmen einen dekorativen und sauberen Teller. Richten da das oben erwähnte Zeug an und dürfen sogleich essen. Schön leicht und auch gesund, perfekt für einen Sommerabend.

Das Ortef, ein treuer Begleiter auf dem steinigen weg genannt Sommer

Taramas, sau lecker und farbenfroh

Die Bohnen sind echt zum reinlegen – Gigantes

Gib deinen Senf dazu


6 Antworten zu “Ortef – griechischer Vorspeisenteller als Hauptspeise”

Seite 1 von 11
  1. Thomas sagt:

    Ich dachte immer Ortef leitet sich ab vom französichen hors d’oeuvre…

  2. Tom sagt:

    Ja, eine Ähnlichkeit ist vorhanden. Warum nur ist darüber dann nirgends etwas zu finden?

  3. Sonja sagt:

    Also ich glaube so eine Wortschöpfung wie Ortef gibt es in Griechenland gar nicht. Ich kenne die vorspeisenplatte bzw. Mehrere Verschiedenen Kleinigkeiten gemeinsam serviert als Mezze oder Pikilia.. und ich lebe es auch nur mit kalten oder lauwarm servierten Komponenten. Wir hatten immer bei unserem Griechen: Fladenbrot mit Olivenöl beträufelt aus dem Ofen ( frisch und knusprig ) , Zaziki, Auberginenpüree , angemachter Schafskäse , Weinblätter mit zimtgewürztem Hackfleisch , Oliven , Riesenbohnen , und das Allerwichtigste : Oktopus Salat und Taramas.
    Ich habe den Verdacht dass jeder Gastwirt seine Komposition selbst zusammenstellt ..deshalb gibt es dafür auch keinen festgelegten Namen, es sind halt einfach verschiedene Vorspeisen.

  4. Tom sagt:

    Hey Sonja. Ja das vermute ich allerdings auch. Nur seltsam das bei uns im Ländle sich quasi Restaurant-übergreifend dieses Wort „Ortef“ so eingebürgert hat 😀 Mezze heißt das Zeuch ja rund ums Mittelmeer. Pikilia hör ich heute zum ersten Mal.

    Auf jeden Fall hab ich jetzt Bock auf Griechisch 😀 Köchelt aber gerade ein Pot au feu auf dem (Elektro)-Herd 😉

    Grüße Tom

  5. Sonja sagt:

    Pot au feu? oh da bin ich dabei!!!
    Dumm dass ich nicht gleich mitbekommen hatte dass Du geantwortet hast!
    Gibt es da ein Mail- Abo oder so?

  6. Tom sagt:

    Pot au feu ist bei der Jahreszeit super genial! Gemüse und Fleisch in ner Brühe, was gibts besseres bei dem arsch kalten Wetter 😀

    PS: Im Normalfall solltest du eigentlich ne Mail bekommen wenn da jemand antwortet – 100% weiß ich das aber auch nicht. Ich persönlich bekomme aber Mails wenn wer hier einen Kommentar verfasst…

Seite 1 von 11

Hinterlasse eine Antwort