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Schwäbische Linsen und Spätzle

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Vorgestern gab es mal wieder was richtig schwäbisches. Leckere Linsen und Spätzle standen auf meinem Speiseplan, die obligatorischen Soida (Saitenwürstchen) brauch ich hier ja nicht extra erwähnen.

Zutaten

  • Ca. 2 Tassen Tellerlinsen (müssen vor dem Kochen über Nacht eingeweicht werden)
  • 2 Scheiben Schweinebauch
  • Gemüsebrühe oder Kalbs- / Rinderfond
  • 1 Karotte
  • 3 – 5 Kartoffeln
  • Sellerie
  • 1 Zwiebel
  • Speck (ca. 150 g)
  • Essig, Öl, Rotwein
  • Mehl
  • 2 Lorbeerblätter, Salz, schwarzer Pfeffer

Rezept

1. Am Vortag die Linsen in reichlich Wasser einweichen. Topf mit ca. 1 Liter Wasser aufstellen und zum kochen bringen. Die eingeweichten Linsen durch ein Sieb abgießen und unter fliesendem Wasser kurz waschen. Linsen ins Wasser geben. Vorsicht: kein Salz hinzufügen da dieses die Garzeit verlängern würde. Lorbeerblätter können auch dazu sowie der Schweinebauch. Das gilt für alle Hülsenfrüchte im Übrigen (wobei da auch andere Meinungen existieren. Hier z.B. werden die Linsen in Brühe, die bekanntermaßen ja salzig ist, gekocht). Man könnte die Linsen auch in einem Schnellkochtopf (Sikomatik) kochen wie z.B. hier aber darauf stehe ich nicht so.

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2. Die Linsen nun ca. 20 – 30 Minuten köcheln lassen. Ab und an den Gargrad durch probieren feststellen. Die Karotten fein würfeln und zu den Linsen geben. Nach ca. weiteren 10 Minuten die Kartoffeln, ebenfalls in kleineren Würfeln, zugeben. Sellerie schälen und einen Teil ebenfalls würfeln (ca. 3 El).

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3. In einer Pfanne die klein gehackte Zwiebel andünsten. Kann ruhig etwas Farbe bekommen. Die Zwiebel nun ebenfalls zu den Linsen geben. Danach den Speck in der Pfanne anbraten und ebenfalls zu den Linsen geben.

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4. Nun bei geringer Hitze weiter köcheln lassen. Ein guter Schuss vom Rotwein und 3 – 4 El Essig können nun auch dazu. Wenn die Karotten und Kartoffeln gar sind sollten die Linsen auch so weit sein (zumindest ist das bei mir immer der Fall). Wer die Linsen etwas weicher, also schon eher in Richtung matschig mag, sollte das Rezept beim nächsten mal dementsprechend anpassen.

5. In einer Pfanne eine dunklere Mehlbrenne (auch Einbrenne oder Mehlschwitze genannt) zubereiten und auch zu den Linsen geben. Lorbeerblätter wieder raus nehmen. Mit Salz und frisch gemahlenen Pfeffer sowie Rotwein und Essig abschmecken.

6. Saitenwürstchen dazugeben und heiß ziehen lassen. Nicht mehr aufkochen da diese sonst platzen.

7. Während die Saiten heiß werden Spätzle zubereiten (Rezept folgt).

8. Spätzle und Linsen sowie Schweinebauch und Saiten auf einem Teller anrichten und heiß servieren. Essig und Rotwein zum nachwürzen mit auf den Tisch stellen. Guten Appetit.

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15 Antworten zu “Schwäbische Linsen und Spätzle”

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  1. Fred sagt:

    Sieht verdammt lecker aus!

    Diese Gericht vermisse ich hier in Thüringen. Wird an der Zeit, dass ich mich auch mal selber daran wage! Was mich noch interessieren würde, für wieviel Personen das ganze ist. Gehst du immer von dir als Einzelperson aus?

    Ostalgische Grüße

  2. Tom sagt:

    Hi Fred,

    oh ja, ich würde das im fernen Osten auch sehr vermissen. Zum Glück ist es ja so einfach zu kochen 🙂

    Wegen den Mengenangaben. Ich gehe bei den Rezepten immer von 1-2 Personen aus. Jeweils ca. 2 Portionen. Bei den Linsen wären es auch ca. 4 Portionen. Für eine Person würde ich einfach die Hälfte von allem nehmen.

    Und sag Bescheid obs was geworden ist 🙂

    Gruss Tom

  3. Gourmandise sagt:

    Hey Tom,

    ohne Schnellkochtopf geht es – zugegeben – auch…

    Liebe Grüße
    Gourmandise

  4. Günter sagt:

    Huh, ich kriege ja richtig Heimweh. Ich bin gebürtig aus dem Schwäbischen, aber seit 15 Jahren leider nicht mehr dort… Habe tolle Erinnerungen an dieses Gericht.
    Na ja, jetzt sollte ich mich wohl selbst mal an dieses Rezept machen. Vielen Dank!
    Günter

  5. Tom sagt:

    Das gute an Heimweh in Kombination mit Essen ist – man kann was dagegen unternehmen 😉 Linsen sollte es ja überall geben, Saiten auch. Zur Not eben bestellen. So kannst du dir dein kleines Stück Schwabenland in die eigenen 4 oder mehr Wände holen 😀

    Gruß Tom

  6. Roland sagt:

    Also hier in Oberschwaben nimmt man Rauchfleich, das in mehreren cm dicken Scheiben mit den Linsen gekocht wird, statt der Saiten. In der Betriebskantine werden aber auch Saiten verwendet

  7. Tom sagt:

    Ja, das kenne ich auch. Allerdings sind da auch immer Saiten dabei. Den Bauch bekommt man dann auch auf den Teller. Dazu dann die Linsen und paar Saiten.

  8. Uffbassa sagt:

    Hast du den Kalbs- bzw. Rinderfonds dann zum Essen getrunken oder wo ist der abgeblieben?

  9. Tom sagt:

    Das ist in der Tat ein Fehler im Rezept 😉

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