Archiv für die Kategorie ‘Ungarn’

gefüllte Paprika low fat Variante

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Sonntag, 25. August 2013

Joa, die letzten zwei Tage mal wieder das Hirn raus gesoffen. Freitag in die Stadt gekotzt, gestern auf nem Sofa gepennt nach einem riesen Teller Gulasch und einem halben Kasten Bier. Um da wenigstens beim Fett einigermaßen die Kurve zu bekommen gab es heute eine fettarme Variante gefüllter Paprika. Was aber nicht heißen muss das es nicht schmecken kann. Ich fand die Paprika und auch das Kartoffelpüree äußerst lecker und genial…

Und wie gehts? Ganz einfach. Bei der Füllung verzichte ich auf Hackfleisch und beim Püree auf die Butter. Dafür kommt in die Paprika ein Rinderhüftsteak, was im Gegensatz zum Hack ja eher weniger Fett besitzt, und welches ich von Hand sehr fein geschnitten habe. Für den Geschmack würze ich das zerkleinerte Steak mit Paprikapulver, Cayennepfeffer, Nelke und Zimt (im Mörser zerstoßen), einem eingeweichten halben Brötchen, angedünsteten Zwiebeln sowie Salz und Pfeffer aus der Mühle.

Diese Mischung kommt in ausgehöhlte Paprika. Die Sauce, in welcher die Paprika im Ofen garen, wird wieder aus angedünsteten Zwiebeln und Knoblauch, welche mit Dosentomaten und etwas Brühe abgelöscht werden, hergestellt. Außerdem habe ich die Reste der Füllung in die Sauce gegeben. Im Ofen brauchen die Teile dann ~1 Stunde zugedeckt und am Ende noch mal 15 Minuten ohne Deckel.

mit-steak-gefuellte-paprika-1

Für das Kartoffelpüree habe ich Kartoffeln geschält und gedünstet. In einem Topf dann Milch erhitzt. In die heiße Milch kamen Salz, Pfeffer, frisch geriebener Muskat und Majoran. Die Kartoffeln habe ich dann durch eine Presse hinein gepresst. Am Ende noch ein paar Esslöffel Hanföl dazu gegeben und fertig war das geniale Essen. Ganz ehrlich, Butter habe ich hier nirgends vermisst…

mit-steak-gefuellte-paprika-2

Gib deinen Senf dazu

Kesselgulasch = Rindfleisch x Zeit²

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Samstag, 16. Februar 2013

Als ich die Tage so im Internet meine wertvolle Zeit totgeschlagen habe, auf diversen Kochblogs Appetit holte, bin ich irgendwie häufiger als Sonst bei diversen Gulasch-Variationen hängen geblieben. Gulasch ist, gerade als Schwabe, für mich eines der Nonplusultra was es an Eintopfgerichten gibt. Schon wegen der Menge an Sauce! Außerdem ist es für mich immer wieder eine Freude, scheinbar minderwertiges Fleisch, durchwachsen und sehnig, durch einen fast magischen Vorgang, zu einem unglaublich zarten Gaumenschmaus zu metamorphosieren. Wenn durch die lange Garzeit das Fett schmilzt und man beim umrühren schon fast bedächtig die Luft anhalten muss weil durch ein Husten oder räuspern die einzelnen Fleischstücke sich in ihre Fasern auflösen dann ist das Gulasch-Werk vollbracht. Einfach Bográcsgulyás!

rahmgulasch-mit-nudeln

Mit Creme-Fresh verfeinertes Rahmgulasch

Was braucht es mehr? Es ist günstig, lecker, bodenständig und man kann es in rauen Mengen vorbereiten.

Was es dazu braucht? Außer Rindfleisch und Zeit? Natürlich wenig Geld! Die Formel dazu lautet also G = RZ² (Gulasch = Rindfleisch mal Zeit im Quadrat). Anhand dieser Formel hat wohl auch Einstein seine bekannte Relativitätstheorie entwickelt. Ich habe die entlarvt du Schuft!

Was ihr braucht und wie es geht sag ich euch jetzt mal.

Zutaten

  • Sehniges Rindfleisch (Beinscheibe o.Ä.)
  • eine Menge Zwiebeln, im Idealfall die selbe Menge wie das Fleisch
  • gutes Paprikapulver bzw. eine Mischung verschiedener nach eurem Gusto
  • Kartoffeln, Karotten, Sellerie, Tomaten, Paprika, Knoblauch, Pilze
  • Tomatenmark, Salz, etwas Chili (und ich hatte noch etwas Harissa, das muss aber nicht rein)
  • Wasser
  • Schweineschmalz

Aus Rind mach Kesselkgulasch

Angefangen wird mit dem Rind. Dieses würfelt man in größere Stücke. Dann wird Schweineschmalz in einem großen Topf erhitzt und das gerade geschnittene Rindfleisch, welches vorher noch kurz gesalzen wird, peu à peu (wichtig sonst kommt das Wasser!) darin scharf angebraten. In dieser Zeit schnibbelt man die Zwiebeln und den Knoblauch (4 – 6 Zehen auf 1 KG Fleisch). Wer dafür länger braucht sollte das aber schon vorher erledigen. Sobald das ganze Fleisch eine angenehme Bräune erhalten hat werden sie Zwiebeln in Schmalz schön langsam angedünstet. Das kann auch gute 30 Minuten dauern. Diese sollten sich gegen Ende fast schon auflösen. Nun zwei bis drei Tomaten häuten, würfeln und ebenso dazu.

Nun kommt das Fleisch wieder in den Topf zu den Zwiebeln. Alles mit heißem Wasser aufgießen so das alles leicht bedeckt ist. Eine gute Prise Salz dazu und etwas von eurer Paprikagewürzmischung.

kesselgulasch-im-topf-schmoren

Nun schiebe ich den Topf in den auf ~ 150°C vorgeheizten Ofen für ca. 4 Stunden. Danach lasse ich alles über Nacht abkühlen und durchziehen.

Am nächsten Tag geht es weiter. Ich finde den Schritt wichtig da die Ruhezeit dem Ganzen einfach unglaublich gut tut und irgendwie einen besseren Geschmack ergibt. Kann aber auch täuschen und mit mir gehen da die Gulasch-Hormone durch. Also am nächsten Tag alles wieder auf den Herd und erhitzen. In Einer Pfanne werden nun gewürfelte Karotten und Sellerie mit etwas Tomatenmark angeröstet. Dazu in den Topf geben. Kartoffeln und Paprika ebenso würfeln und dazu. Pilze in etwas dickere Scheiben schneiden, dazu. Ist vielleicht nicht original schmeckt aber geil.

Mit Salz, Chili und Paprikapulver abschmecken. Wer mag und hat kann hier Kümmel und / oder Harissa zugeben. Muss aber nicht sein. Für weitere ~ 45 Minuten sanft köcheln.

Resultat sollte ein von sich aus gebundenes Gulasch sein welches beim umrühren schon zerfällt. Dazu habe ich versucht Semmelknödel zu bauen. Irgendwie war der Teig aber zu weich und ich entschloss mich diese Knödel in einer Form im Ofen zu backen. Gar nicht so schlecht!

im-ofen-gebackene-semmelknoedel

kesselgulasch-mit-pilzen

Habe natürlich so viel gemacht das ich ein paar Freunde zum Essen einladen konnte UND noch etwas wegfrieren 😉 Aus dieser „Basis“ habe ich dann ein paar Tage später noch ein leckere Rahmgulasch gemacht in dem ich einfach etwas Creme Fresh zugegeben habe.

rahmgulasch

So oder so ein Hit!

 

Gib deinen Senf dazu

modifiziertes Letscho

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Dienstag, 18. Oktober 2011

Nicht ungern mag ich dieses Gericht aus Ungarn, ja dies esse ich nicht ungern sondern sogar sehr gern. Auch hier ist es streng genommen kein originales Letscho, Lecsó, Leczo, Lečo oder wie auch immer dies in der Mannigfaltigkeit der diversen eher östlich in Europa angesiedelten Länder genannt wird.

Klar kenne ich auch die Grundversion bestehend in der Hauptsache aus Paprika, Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten und einer herzhaften groben Wurst (ich rede hier nicht von meiner), wollte aber irgendwie noch eine Komponente die mein gesundheitliches verlogenes Gewissen beruhigt. Pilze, auch in der Form zur Sättigung sind lecker, sowie eine olle Aubergine mussten daran glauben. In viele kleine Stücke zerhackt fanden die also auch in den großen Letscho-Schmortopf.

Und weil ich drauf steh kommt am Ende noch ein Klecks Schmand oder what ever rauf. Dazu gibts Brot, ich finde das passt dazu einfach am besten…

Rezeptur

  • Paprika nach Gusto (Spitzpaprika ist hier am günstigsten)
  • gute Wurst (Paprika und Peperoniwurst in meinem Fall)
  • Tomaten
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Aubergine
  • Champignons
  • Chilischote, Salz, Pfeffer, Paprikapulver (rosenscharf und edelsüß)
  • Wasser
  • Öl

Ja bist du deppat, so gehts

1. Das Paprikagedöns, die Aubergine, die Champignons, zwei Chilischoten, den Knoblauch und die Zwiebeln zerkleinern. Paprika und Aubergine habe ich in mundgerechte Stücke geschnibbelt, die Zwiebel in Ringform gebracht und dem Knoblauch etwas feiner gehackt. Die Würste jeweils längs halbieren und dann würfeln. In einem großen Topf die Zwiebeln und die Wurststücke andünsten. Dan geraumer Zeit das Grünzeug dazu. Alles orentlich andünsten. Ruhig für 15 – 20 Minuten. Häufiger rühren damit nix anbrennt.

Ohne Wurst nix los, mit einer gescheiten Wurst wird das Letscho erst so richtig geil – meine Meinung. Also Leute, visit yout local charcuterie…

Meine Spezialität ist die Lehre der Mengen. Hier die Menge Letscho für eine Person 😮

2. Tomaten entweder frisch enthäuten und entkernen und dazu geben. Wem das zu stressig ist kann hier imho auch auf Dosentomaten zurückgreifen. Zu dem Gemüse in den Topf geben. Etwas Wasser dazu. Ordentlich mit edelsüßem und rosenscharfem Paprikapulver zu Leibe rücken. Ebenso salzen, Pfeffern und eine Prise Zucker zugeben. Für weitere 10 – 15 Minuten köcheln lassen.

3. Nun ist auch schon alles fertig. Abschmecken und mit frischem, im Ofen mit Olivenöl und Knoblauch geröstetem Brot servieren. Den Schmand kann man sich auch sparen habe ich im Nachhinein entschieden. Ohne hat es mir besser geschmeckt.

Letscho, geht scho…

Gib deinen Senf dazu

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