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Food-o-grafie – Objektiv betrachtet meine Kamera(den)

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Neulich habe ich beim äußerst aufmerksamen und scharfsinnigen durchstöbern des weltweiten Internetzes etwas entdeckt was sonst eigentlich nur bei Pornos oder Essen sowie der Kombination beider vorkommt – ein näheres Interesse. Genauer gesagt ein näheres Interesse an dem Blogevent Food-o-grafie. Vielleicht komme ich hier ja besser weg als bei der tollen Küchenaussicht meines Ghetto-Wohnparadieses 😀

Ok, zu meinem Scheiß. Angefangen hat alles vor langer Zeit mit einer Canon AE1, nach einer Weile dann die Canon 300v (wenn ich mich Recht erinnere). Hab eine ganze Zeit S/W Fotos mit den tollen Illford’s gemacht – ja sogar einen Vergrößerer zum selber entwickeln gekauft. Dann aus diversen Gründen eine längere Zeit nicht mehr fotografiert – warum ist ja auch erst mal egal… Bis es dann mit der Food-Fotografie los ging.

eos20d

Hier meine EOS 20D mit dem Zeiss f 1,4

Seither (ca 5 Jahre) fotografiere ich mit meiner EOS 20D die ich damals gebraucht für 400 € (ohne Objektiv) bei Ebay erstanden habe. Anfangs hatte ich darauf noch eine Sigma-Scherbe welche ich aber mal im Suff zerstört habe. Nun musste eine Festbrennweite her. Beim 50 mm 1,4 von Zeiss war es dann um mich geschehen. Ein wenig später folgte dann noch das Canon 100mm f/2.8 Macro. Beide Teile sind der Wahnsinn. Die meisten Fotos mache ich aber mit dem Zeiss. Die Lichtstärke haut einen einfach um. Einzig der fehlende AF nervt ab und an etwas. Mein 10-20 mm Sigma-Weitwinkel spielt hier jetzt wohl weniger eine Rolle.

zeiss1,4

Hier mal eine Foto mein momentanes Lieblingsobjektiv das Zeiss 1,4 50 mm – natürlich selber fotografiert. Alleine das schiere Gewicht von ~ 600 g vermittelt Qualität. Ich frage mich nur mit welchem Objektiv ich dieses Foto gemacht habe. Ist schon etwas älter das Foto.

stuttgart-west-zeiss-1,4-hdri

Hier sieht man auch die tolle Schärfe des Zeiss-Objektives bei f9, 9 Sekunden, ISO 100. Wobei das hier ja ein HDRI ist welches ich vor geraumer Zeit schon mal hier veröffentlicht habe. Allerdings mit meinem Sigma 10-20 mm Weitwinkel was weit aus nicht so knack scharf ist.

currywurst-pommes-mayo

Hier mal ne Currywurst mit Pommes und Mayo die es gerade gab. Aufgenommen bei ISO 800 und f 1,4 mit meinem Zeiss

Eigentlich wollte ich mir jetzt mal eine neue (gebrauchte) DSLR leisten da die 20D ja wirklich schon etwas in die Jahre gekommen ist. Sehr kleines Display, „nur“ 8,2 Megapixel (wobei das für Abzüge in A3 auch noch locker ausreicht) und dem relativ keinen ISO-Bereich. Da ich mir jetzt aber erst mal ein Studiolicht mit Tageslichtbirnen gekauft habe sowie einen neuen Rechner, muss meine EOS 5D Mark III wohl noch eine Weile warten… Diese kommt aber auf jeden Fall ins Haus. Am besten in Verbindung des 24-70 f/2.8L II USM… Das ist aber noch Zukunftsmusik 🙂

Anfangs waren die Fotos wirklich alle durch die Bank weg scheiße. Aus der Hand fotografiert, mit Blitz und Makroeinstellung. Langsam aber sicher wird es aber (hoffe ich mal) besser. Nicht immer aber fast immer mit einem vorhergegangenen Weißabgleich, ISO 100 und je nach gewünschter Tiefenschärfe f 1,4 bis f 8 (Blende 8 finde ich optimal beim Zeiss für ne super Schärfe).

Muss die Fotos zwar immer noch in meiner nicht repräsentativen Baracke schießen versuche aber das durch den Blickwinkel zu verschleiern 😉 Nicht jeder kann mit einem tollen Tisch und Deko punkten. Ich bin froh das ich mittlerweile genug Besteck und ein paar Teller habe 😉 Außerdem ist mir das ganze arrangieren auch oft zu stressig. Ich will das Zeug ja auch essen. Habe meistens so einen Hunger das ich mir oft überlege die Fotos ganz weg zu lassen 😛

Nachbearbeitet wird dann am Ende mit Photoshop. Als alter Medien-Grafik-Webdesign-Fuzzi ja eh klar oder? Viel isses da aber nicht mehr. Neuer Bildausschnitt, Tonwertkorrektur, Unscharf maskieren – fertig ist die Foto-Wurst. Nur ganz selten überkommt es mich und ich versuche neue Methoden alla Brenzier o.Ä. Das aber nur wenn ich zu viel Zeit habe, bekifft oder verkatert bin. Beim Rest siehe Oben beim „Hunger keine Zeit Teil„.

Abseits der tollen Zutaten, modernen und exotischen Zubereitungsweisen, toll dekorierten oder ziemlich überfüllter Teller komme ich leider nicht mehr so oft zum Knipsen. Das muss sich ändern und wird sich hoffentlich auch.

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7 Antworten zu “Food-o-grafie – Objektiv betrachtet meine Kamera(den)”

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  1. Dirk sagt:

    Danke für diesen Beitrag 🙂
    Ich frage mich schon lange, womit du wohl fotografieren magst. Das mit der D20 ließ sich ja problemlos (Auf fotocommunity) herausfinden, aber das Zeiss…
    Ja, das erklärt deine schönen Bilder und vor allem das Bokeh. 😀

    Aber wieso „Unscharf maskieren“? ich dachte, das sei eine Nachschärfoption von Photoshop. Das ist doch gar nicht nötig, bei solch einem Objektiv – oder?

    Viele Grüße
    Dirk

  2. Tom sagt:

    Ja, auf Fotocommunity hab ich mein Profil schon ewig nicht mehr aktualisiert – daher ist da das Zeiss noch gar nicht vermerkt ,-)

    Wieso unscharf maskieren? Na weil ich die original Fotos aus der Kamera ja auf eine Web taugliche Größe herunter skaliere. Dabei entsteht immer eine kleine Unschärfe. Allgemein beim Verkleinern von Fotos. Daher zeichne ich die in Photoshop noch etwas scharf… das macht wirklich noch eine Kleinigkeit aus 😉

    Gruß Tom

  3. Dirk sagt:

    [Lästermodus] na, bei 8MP musst du doch fürs Web nichts mehr herunter skalieren… ;-D [/Lästermodus]

    Hm, ok, ich glaub dir das.
    Aber zu Sicherheit werde mir mal meine Bilder in PS vor und nach dem skalieren anschauen – auf der Arbeit, denn nur dort habe ich Photoshop. Ohne PS wären die Rahmenbedingungen ja doch arg verfälscht.
    Wenn stimmt was Du sagst, müssten die Fotos schärfer sein, wenn ich sie nach dem Skalieren unscharf maskiere und unschärfer, wenn ich die vor dem Skalieren unscharf maskiere…

    Ein Experiment… 🙂

  4. Tom sagt:

    Kannst mir ruhig glauben, ich mach das ja beruflich 😉

    Hier steht auch noch was drüber: http://www.fotocommunity.de/info/Sch%E4rfen_%28Vorgehen%29

    Aber probier es aus und mache beim Nachschärfen testweise den Haken bei „Vorschau“ raus und wieder rein. Dann siehst du den Unterschied 🙂 Liegt daran das beim Verkleinern ja Pixel aus dem Bild gerechnet werden müssen. Das erzeugt dann eine leichte Unschärfe die man korrigieren sollte…

    Und ja, bei den 8MP lohnt sich das ja echt fast nicht 😛

    Gruß Tom

  5. Dirk sagt:

    Aber ich glaube Dir doch 😉
    Nur mag ich solche Experimente…
    Ebenso wie ich Experimente in der Küche mag – selbst wenn ich dem Rezeptschreiber glaube… (Ok, vielleicht hinkt der Vergleich ein wenig).

    Danke übrigens für den Link die Seite ist gut.

    Gruß
    Dirk

  6. zorra sagt:

    Danke fürs Mitmachen. Jetzt will ich aber deine Baracke sehen. 😉

  7. Tom sagt:

    Baracke ablichten – ist notiert 😉

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