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Gulasch, du Aff!

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Am Lebendrind noch völlig unbeachtet finden die lecker durchwachsenen Stücke des Bos Primigenius-Taurus erst in diesem Comfort-Food ihre wahre Wertschätzung. Hetzen bringt hier gar nichts. Man muss quasi die Bindegewebsschwäche des gemeinen Rindes erst durch längeres und langsames Köcheln an die Oberfläche bringen. Fass dir also lieber mal an die eigene Kollage-Nose! Hamperer du! Dann, nach diesem zermürbenden Eingriff, im Idealfall mit Hilfe des guten alten Alkohols, vorzugsweise in Wein- oder auch Bierform, kann man seiner Fantasie freien lauf lassen. Mit WAS man dem Gulasch am Ende seinen eigenen Touch gibt, der Möglichkeiten gibt es so viele.

gulaschkowaniOb jetzt die tschuschn Variation mit Kümmel, Paprikapulver uvm., ungarisches versupptes Gulyás, Szekler Gulasch mit feinstem Sauerkraut, frankophil mit viel rotem rotem Vino, am besten Burgunder, sowie Speck und Pilzen oder diverse deutsche Mutationen… nach dem schmoren des garstigen Flesiches ist wohl jede Version für sich ein Kunstwerk. Der spätere Fettstuhl nach dem Genuss mehrere Teller macht euch zum Beuys und eure Küche zur Factory. Also auch was für den darauffolgenden Akademiker-Stammtisch.

Und damit ihr hier auch was zu tun bekommt gibts jetzt das wie immer sehr grobe Rezept zum selber klöppeln:

Zutaten

  • Schmor- Gulaschfleisch vom Rind
  • gute Rinderbrühe
  • Paprika, Karotte, Staudensellerie, Knollensellerie
  • viele Metzgerzwiebeln (~ 3/4 so viel wie das Fleisch)
  • 2-3 Knoblauchzehen pro Kg Fleisch
  • passierte Tomaten
  • Kreuzkümmel, Paprikapulver, Pfeffer, Salz, Lorbeer, Chili, Kümmel, Tomatenmark, Paprika-Mark/Paste, Mayoran (gerebelt), geräuchertes Paprikapulver wer hat
  • Öl oder Schmalz

Bolla Floisch a me no!

gulasch

1. Fein gehackte Zwiebeln, Staudensellerie und Knoblauch langsam golden dünsten. Bei Seite Stellen. Nun das Fleisch Portionsweise scharf anbraten. Dabei kann gleich gesalzen werden. Am Ende die Zwiebeln wieder dazu geben. Ebenso die gescheite Rinderbrühe sowie ordentlich passierte Tomaten. Nun macht man sich aus den oben genannten Kräutern eine sehr kräftige Gewürzmischung und kippt diese auch hinein. Dazu kommen dann pro Kg Fleisch ~ 5 EL Tomatenmark, 2 EL Paprikamark sowie 3 Lorbeerblätter.

2. Das alles lässt man nun auf kleiner Flamme für ~3-4 Stunden langsam köcheln. Alles ohne Deckel. Ca. 45 Minuten vor Ende kommen nun kleine Würfel von Karotten und Knollensellerie sowie Paprika dazu. In meinem Fall waren es gelbe und grüne. Alles langsam weiter köcheln.

3. Am Ende wird abgeschmeckt. Ich hab das erste Mal beim Gulasch mit Kreuzkümmel experimentiert und habe davon noch etwas dazu gegeben. Je nach dem von den üblichen Verdächtigen zugeben. Also Pfeffer, Salz, Paprika usw.

Am Ende habt ihr einfach eine super Gulasch-Grundlage welche ihr beliebig verändern oder erweitern könnt. Ich mach mir da immer gleich ein paar Liter und friere das portionsweise ein. So hab ich immer lecker Gulasch im Haus. Mit Bohnen kann man da sicherlich auch noch ganz andere Köstlichkeiten Zaubern aber das überlasse ich mal eurer Fantasie 😉

rindergulasch

Gib deinen Senf dazu


6 Antworten zu “Gulasch, du Aff!”

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  1. Habe das Gulasch jetzt auch mal mit einem Freund nachgekocht. Das Wasser sollte man wirklich durch Brühe ersetzen, Maggiwürfel gehen auch. Die Soße haben wir halt noch ein wenig anders gewürzt, aber ist ja Geschmackssache. Ansonsten: *thums up*

  2. Tom sagt:

    Ja, wobei sich Wein, egal ob Weiß oder Rot, auch immer gut macht. Aber da währen wir dann ja schon fast wieder beim französischen Boeuf-Bourguignon. Ich ersetze aber häufig Wasser durch Brühe. Allerdings habe ich meistens auch eine ungesalzene Kalbs- oder Rinderbrühe im Eis…

    Gruß Tom

  3. Barbara sagt:

    Ich plädiere auch auf Brühe.
    Und Weißwein.
    Man kann gar nicht genug von einem Gulasch im Eis haben.
    Wenn ich mal nur noch Sauce habe, schneide ich Wienerl einer sehr guten Qualität hinein, Spiegelei darauf und ein saures „Gurkerl“ gefächert geschnitten. Krachfrische Semmeln dazu.

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