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Rindfleisch Szechuan – Eier du dazu brauchst, Junge!

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Wow, mein erstes chinesisches Rezept!“ würde ich freudig grinsend schreiben wenn dies mein erstes chinesisches Rezept wäre. Angenehm enttäuscht stelle ich jedoch  fest das  ich lediglich vergessen habe die gebratenen chinesischen Nudeln gescheit zu taggen. Ein kräftiger Schluck vom perfekt gekühlten Weißwein, der in einem dieser  tollen großen Wassergläser daher kommt, lässt mich nun aber erstaunt feststellen: „Wow, mein zweites chinesisches Rezept!“ Da nehm ich glatt noch einen Schluck…

Wer schon eine Weile meinen kulinarischen Alltag verfolgt, oder sich auch nur die Bilder ansieht, wird festgestellt haben, dass ich ein Faible für scharfes Essen habe. Aus diesem Grund halte ich natürlich immer Ausschau nach pikanten, die Tränendrüse anregenden, Capsaicin haltigen und heiß gekochten Gerichten. Jemand der auf dem Döner auch mal 5 EL „Scharf“ verteilt, um dann immer noch nichts zu merken, ja meine Freunde, der kocht etwas aus der Sichuan region.

Diese im Südwesten gelegene Region Chinas ist für den Sichuan-Pfeffer und die recht chilli-haltigen Gerichte bekannt. Also genau mein Fall. Darum hier mein erster Versuch Rindfleisch Szechuan zu kochen. Natürlich habe ich kein gescheites und einheitliches Rezept gefunden. Es ist wirklich immer das Selbe. Also mal wieder ab in den Chinaladen (kann den in Stuttgart West an der S-Bahn-Haltestelle Schwabstraße empfehlen), Fresszettel dabei, unleserliche Schrift mit unleserlichen halb chinesischen Artikelauszeichungen vergleichen, komisches Zeug kaufen und hier einen ebenso unleserlichen Artikel basteln. Prost!

Sprich – Es ist hier kein nachgekochtes Rezept sondern Erinnerungsfetzen diverser Restaurantbesuche zusammengefasst in einer Pfanne. Jawoll, noch nicht mal einen Wok hat der Depp 😉

Zutaten

  • Rindersteak aus der Hüfte (Filet geht natürlich auch)
  • Chili-Bohnensauce (Chinaladen)
  • Szechuanpfeffer (Chinaladen)
  • Pak Choi (Chinaladen)
  • Sojasprossen (auch hier ist der Chinaladen die erste Wahl)
  • helle Soja Sauce
  • Sesamöl
  • eingelegte ganze Knoblauchzehen
  • 10 –  20 ganze getrocknete Chilischoten (Chinaladen oder Inder, ist da sehr billig) Wer es nicht ganz so scharf mag nimmt eben weniger. Wobei man die sowieso nicht mit isst, die sollen nur Geschmack bzw. Schärfe abgeben.
  • halbe Zwiebel
  • 3 – 4 EL Fleisch oder Geflügelbrühe
  • halbe Paprika

Rezeptle

1. Mise en place ist hier alles. Es muss nachher schnell gehen. Also erst mal alles vorbereiten. Paprika in Rauten, Vierecke, Tetraeder, Trapeze, Kuboktaeder oder wie man eben Bock hat schneiden. Zwiebel zu Ringen verkleinern. Aus einer halben Karotte werden Juliennen.  1 bis 2 TL Szechuanpfeffer mörsern. Pak Choi vierteln. Brühe vorbereiten. Sprossen waschen…

So sieht er aus der Zanthoxylum piperitum. Hat irgendwie was zitronig erfrischendes…

2. Das Fleisch wird nun ENTGEGEN der Faser in schmale Streifen geschnitten und in 1 TL der Chili-Bohnenpaste, 1 TL heller Sojasauce, dem gemörserten Szechuanpfeffer und ca. 10 eingelegten Knoblauchzehen für ca. 30 Minuten mariniert.

Die Anzahl der Knoblauchzehen war kein Schreibfehler 😉

3. Pfanne (oder wert hat einen Wok) erhitzen, Sesamöl rein, jetzt nach Garzeit alles nach und nach rein. Meine Reihenfolge war folgende.

Karotten-Juliennen und Paprika rein, nach ca. 2 Minuten das marinierte Fleisch mit Knoblauchzehen, nach einer weiteren Minute den Pak Choi und die Zwiebelringe, dazu dann noch mal einen TL der Chili-Bohnenpaste, etwas salzen, nach einer weiteren Minute die Sprossen sowie ordentlich Chilischoten (hatte ca. 15 Stück drin) und nach wieder einer Minute noch etwas von der Brühe.

Das wars dann auch schon.

Als Beilage gab es Reis. Nudeln passen sicher auch – sollten dann vielleicht aber auch chinesische sein 😉

In China neben dem Standgericht wohl eines der populäreren Gerichte…

Gib deinen Senf dazu