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schwäbischer Kartoffelsalat

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Hier ein Rezept für den einzig wahren Kartoffelsalat!

Zutaten

  • ca. 700g – 1KG Kartoffeln (festkochend)
  • 1 Zwiebel
  • ca. 150ml Fleischbrühe
  • 1 Esslöffel Senf (mittelscharf)
  • Essig, Öl
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

1. Die Kartoffeln in reichlich gesalzenem Wasser gar kochen (entweder mit Schale, oder, was auch geht, ohne Schale. Für die, die es nicht mögen, die heißen Kartoffeln zu schälen und die, die auch nicht lange warten möchten, bis die Kartoffeln abgekühlt sind empfehle ich die Methode ohne Schale. Aber das ist nur eine Notlösung. Eigentlich werden die Kartoffeln mit Schale gekocht.) Kochzeit hierbei je nach Größe der Kartoffeln 20 – 25 Minuten.

Nachtrag: Am besten ist es die Kartoffeln mit Schale am Vortag zu kochen und dann am nächsten erst zu schälen. So sammelt sich die Stärke in der Kartoffel und der Salat wird nicht so sehr matschig.

schwäbischer-kartoffelsalat-01

2. In der Zwischenzeit wird die Salatsoße zubereitet, die im Gegensatz zur ostdeutschen Version des Kartoffelsalates, ohne Mayonnaise und sauren Gurken zubereitet wird. Mir ist zu Gehör gekommen das ganz besonders perverse Menschen sogar Fleischwurst oder Speck da rein mischen. Sowas geht mal gar nicht und ist anti-westdeutsch! Es wird also in eine geräumigen Schüssel Öl und Essig (im Verhältnis 2:1) gegeben. In meinem Fall, also bei ca. 700g Kartoffeln wären das 6 Esslöffel Öl auf 3 Esslöffel Essig. Dazu kommt dann ca. 1 – 1 1/2 Teelöffel mittelscharfer Senf, die kleingehackte Zwiebel, Salz und Pfeffer. Dazu kommt dann noch ein großzügiger Schuss von der leckeren Fleischbrühe. Das alles wird gut verrührt und wäre dann somit auch schon fertig.

3. Dieser Schritt erklärt sich eigentlich von selbst. Man glaubt es kaum aber jetzt werden die hoffentlich gar gekochten Kartoffeln, in geschälter Form versteht sich, scheibchenweise der Salatsoße beigemengt.

schwäbischer-kartoffelsalat-02

Nun, da alles schön beinander ist kann er entweder gleich gegessen werden oder man lässt ihn etwas abkühlen. Voraussetzung ist hierbei aber das er schön, wie der Schwabe sagt, schlonzig ist 😉

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3.1 Wer möchte kann dem Kartoffelsalat noch eine geriebene Salatgurke hinzufügen. Dafür einfach eine Salatgurke schälen und fein hobeln. Die gehobelte Gurke aber vorher etwas auspressen um zu vermeiden das der Kartoffelsalat zu wässrig wird.

schwäbischer-kartoffelsalat-04

Diese Version ist mit Gurke. Mein persönlicher Favorit!

Dazu passen natürlich Maultaschen in der Brühe aber auch angebraten. Aber auch ein leckerer Backfisch mit Remoulade fühlt sich neben diesem Salat sehr wohl.

maultaschen-mit-kartoffel-gurkensalat

Gib deinen Senf dazu


15 Antworten zu “schwäbischer Kartoffelsalat”

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  1. Gourmandise sagt:

    Hallo Tom,
    endlich sind wir dazu gekommen dies Rezept auszuprobieren
    und was soll ich sagen: Lecker!
    Vielen Dank für die Anregung
    Gourmandise

    PS:
    http://gourmandise.wordpress.com/2010/06/22/paniertes-kotelett-mit-schwabischem-kartoffelsalat-sowie-blattsalat/

  2. Tom sagt:

    Hallo Gourmandise, freut mich das der Salat geschmeckt hat. Habe aber noch einen Nachtrag zum ersten Schritt hinzugefügt welchen ich damals beim Schreiben des Rezeptes wohl vergessen hatte. Am besten die Kartoffeln am Vortag kochen (mit Schale) und am nächsten dann schälen und verarbeiten. Kannst du beim nächsten mal ja versuchen dann bekommt dein Kartoffelsalat noch mehr Struktur 🙂

    Gruss Tom

  3. Gourmandise sagt:

    Hallo Tom,

    vielen Dank für den ergänzenden Tipp.
    Vermutlich hilft aber auch schon die Verwendung festkochender Kartoffeln, die hatten wir nur gerade nicht im Haus…

    Grüße
    Gourmandise

  4. Tom sagt:

    Oh, jetzt dachte ich schon diese Angabe hätte ich ebenfalls vergessen zu erwähnen aber dem war ja doch nicht so. Ja, bei Kartoffelsalat sollte man immer festkochende Kartoffeln benutzen. Die mehlig kochenden sind einfach zu instabil. Kannst das nächste mal dann ja versuchen 😉

    Gruss Tom

  5. Gourmandise sagt:

    So schlecht war das mit den mehligkochenden Kartoffeln gar nicht,
    das hatte durchaus seinen eigenen Reiz, es ging in Richtung angenehm frischer Stampfkartoffeln.

    Wir können gegenseitig ja mal die Alternative ausprobieren…

    Gruß
    Gourmandise

  6. […] 1. Für den Kartoffelsalaz die Kartoffeln am besten am Vortag kochen. Aus Essig, Öl, Fleischbrühe, Senf, Salz, Pfeffer und einer Zwiebel die Grundsoße herstellen. Genaues Rezept für meinen schwäbischen Kartoffelsalat findet ihr hier. […]

  7. Kartoffelfreund sagt:

    Bezüglich der „Kartoffelsalatgrenze“ ist die Wahrnehmung ETWAS verzerrt. Die Variante mit Brühe, Essig und Öl scheint eher eine „süddeutsche Spezialität“ zu sein. Kartoffelsalat mit Mayonnaise hingegen ist mitnichten eine besonders ostdeutsche Angelegenheit.

  8. Tom sagt:

    Hey Kartoffelfreund, ich dachte das man das heraus liest das es nicht so ganz ernst gemeint ist 😉

    Grus Tom

  9. Ralf sagt:

    Interessant wäre zu wissen welches Öl und welcher Essig dazu verwendet wird! Diese haben ja einen enormen Einfluss auf den Geschmack.

  10. Tom sagt:

    Sorry das ich jetzt erst antworte, hatte deine Frage ganz übersehen. Ich nehme hier immer Sonnenblumenöl. Dieses ist recht neutral und beeinflusst den Geschmack des Salates nicht nachhaltig. Olivenöl, Sesamöl oder Konsorten würde ich hier nicht nehmen!

    Viele Grüße

    Tom

  11. "die Schwäbin" - sagen die anderen sagt:

    Was machst du wenn er nicht schlonzig wird? Als großer Fan des schwäbischen Kartoffelsalats habe ich diverse Varianten ausprobiert mit unterschiedlichen Erfolgen. Oft bleibt er „trocken“.

  12. Tom sagt:

    Uh, das passiert mit eigentlich selten. Wenn du genügend Fleischbrühe vorbereitet hast kannst du ja so lange nach gießen bis die Kartoffeln gesättigt sind. Sprich genügend Feuchtigkeit aufgenommen haben. Oder machst du zu wenig Öl hin?

  13. Gorly sagt:

    Ein paar kleine Anmerkungen hätte ich da aber noch:
    1. Wenn man das Dressing erst einmal _ohne_ das Öl vorbereitet und dann unter die Kartoffeln mengt, bekommen die nach dem Ziehenlassen (das fehlt im Rezept) einen wesentlich kompletteren Geschmack.
    2. Schlotzig bekommt man ihn wirklich immer, wenn das Öl erst zum Schluss dazu gibt, und zwar nicht nach Menge, sondern nach Gefühl: Öl dazu, wenden, wieder Öl dazu, wenden – und das Ganze so lange bis er schlotzig ist und einen schönen Glanz annimmt.

    Für den Schwaben an sich versteht sich das eigentlich von selbst (vor allem mit dem Ziehenlassen), aber der Rest der Welt sollte das auch wissen 😉

    PS.: Kleiner Tipp zum Essig: Relativ neutral ist Altmeister, wer’s etwas saurer und würziger mag kann auch Kressi nehmen. Ansonsten einfach mal ausprobieren (ich persönlich nehm‘ Altmeister und Balsamico im Verhältnis 4:1).

  14. Tom sagt:

    Hey Gorly, danke für die Tipps 🙂 Das mit dem Öl, welches später dazu kommt, war mir auch als Schwabe neu. Werde ich auf jeden Fall ausprobieren 🙂

    Viele Grüße
    Tom

  15. Kassandra sagt:

    Der Kartoffelsalat ist wirklich lecker.
    Nur das mit dem „antiwestdeutsch“, -das finde ich überflüssig und irgendwie „daneben“…Im Osten werden/ wurden auch Kartoffelsalatrezepte verwendet, die dem schwäbischen Kartoffelsalat .
    sehr ähnlich sind.

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