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Yippie ya yay Schweinebacke – dreifach gegarte Schweinsbäckchen

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Endlich! Endlich gab es im Supermarché meines Vertrauens Schweinebacke. Außerdem saß die nicht wie so oft an der Kasse sondern war hybsch verpackt in der Auslage zu finden. Doppeltes Glück hatte ich da – meine Freunde.

Da Schweinebacke ein ziemlich durchwachsenes Stück Fleisch ist nimmt dieses Rezept viel Zeit in Anspruch. Ist also eher was um eine Nebenbeschäftigung zum Bong rauchen, Trinken oder zwei bis drei Filme schauen. Wenn es schnell gehen muss weil einen der Hunger killt empfehle ich Anderes 😉

Ich habe es sogar an zwei Tagen gekocht weil ich keinen Nerv für alles am Stück hatte. Dazu geb es Semmelknödel. Passt aber sicher auch allerhand anderes Zeug dazu.

Zutaten

  • Schweinebäckchen
  • Kalbsfond
  • Rotwein
  • Karotte, Sellerie, Lauch, Zwiebel, Knoblauch, Petersilie
  • alte Brötchen
  • Butter, Öl, Schweineschmalz
  • Mehl
  • Eier
  • Sahne, Milch
  • Honig
  • Salz, schwarze Pfefferkörner, Lorbeerblätter, Wacholderbeeren, Zucker

Rezept

1. Mise en place: Karotte und Sellerie schälen, grob zerteilen. Zwiebel und Knoblauch schälen und halbieren. Lauch putzen. Pfefferkörner mörsern.

So richtig fies und Mise, Mise en place…

So sehen die Schweinsbäcken aus. Aus dem Mund für meinen Mund, danke du Schwein!

2. Kalbsfond (Rezept folgt) erhitzen. Etwas Rotwein, Lorbeer sowie angedrückte Wacholderbeeren  hinzugeben. In diesem Sud die Schweinebäckchen für 3 – 4 Minuten blanchieren, wieder herausnehmen und zur Seite stellen.

Könnte durchaus ein neues Hobby werden. Schweinebäckchen in Fond blanchieren…

In einem großen Schmortopf Schweineschmalz erhitzen und die Schweinebäckchen rundherum kräftig bräunen. Karotte, Sellerie, Knoblauch und die halbierten Zwiebeln zugeben. Hab für 6 Schweinebäckchen eine Karotte, ca. 1/4 Knollensellerie, zwei Knoblauchzehen und zwei Zwiebeln genommen.

Nun etwas Honig über alles geben und kurz karamellisieren. Salzen, Pfeffern, gleich mit dem vorherigen Sud aufgießen. Nochmals Rotwein zugeben. Salzen, Pfeffern, etwas Zucker dazu geben.

3. Alles auf sehr kleiner Hitze über 4 – 5 Stunden schmoren.

4. Ofen auf ca. 130°C vorheizen. Schweinebäckchen aus dem Schmortopf nehmen, bei Seite stellen. Soße durch eine Passiersieb geben. Die nun vom Suppengemüse und den Gewürzen befreite Soße mit etwas Sahne verfeinern und weiter langsam weiter einreduzieren.

5. Aus Semmeln, Milch, Zwiebel, Mehl, Salz, Pfeffer, Petersilie und Ei Semmelknödel herstellen. Sobald diese ins Wasser kommen habe ich die Schweinebäckchen in den vorgeheizten Ofen umgelagert (abgedeckt).

6. Die Soße mit einer dunklen Mehlschwitze abbinden, abschmecken. Muss dazu sagen das ich m.M.n. die perfekte Konsistenz getroffen habe.

Kommt auf dem Bild nicht so rüber, die Soße hatte aber echt die beste Konsistenz ever

Muss schon sagen das die Teile auf dem Teller eher wie Bricketts aussehen, das war aber dann doch nicht so schlimm in Natura. Außerdem waren die Dinger innen so zart und saftig – kaum zu glauben.

Schaut es auch an, so zart, so lecker, leider so schnell weg

Lohnt auf jeden Fall zur Nachahmung, ist auch gar nicht so teuer. Leider gerät sowas, wie vieles andere (Kutteln, Herz, Lunge, Nieren, Hirn usw.)  in Vergessenheit. Heute kauft der Otto Normalverbraucher nur noch Schnitzel, Filet, Hähnchenschenkel und so ein Kram. Schämt euch! Ein Tier sollte, wenn es schon sterben musste, auch komplett verbraucht und deshalb auch geschätzt werden.

Gib deinen Senf dazu


9 Antworten zu “Yippie ya yay Schweinebacke – dreifach gegarte Schweinsbäckchen”

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  1. Hi!
    Ich habe heute Deinen Blog entdeckt, die Bäckchen haben mich gelockt! 😉
    Bei uns gibts Bäckchen rauf und runter von Kalb, Ochse, Schwein und auch Seeteufel. Daher interessiert mich jetzt brennend, warum Du die Backen vorher blanchierst und die Sauce mit Mehl bindest.
    Lieber Gruß!

  2. Tom sagt:

    Hallöle, deinen Blog kenne ich zufälligerweise:)

    Dann will ich dir mal Rede und Antwort stehen. Kurz und knapp: Blanchiert habe ich die Bäckchen aus dem Grunde weil es noch niemand gemacht hat (oder ich es noch nirgends gelesen habe). Ob es großartig was bringt weiß ich auch nicht, habe aber mal in einem chinesischen Kochbuch die selbe Methode gelesen, erst Blanchiert dann gebraten. Wobei ich im Nachhinein sagen muss das es bei etwas Kurzgebratenem wohl doch mehr Sinn macht, das hätte ich mir vorher genauer überlegen können 😉

    Die Soße habe ich mit Mehl gebunden weil ich mal wieder Lust auf den Geschmack hatte (dunkle Mehlschwitze). Habe in letzter Zeit immer mit Stärke gebunden, darum mal wider Mehl. Einkochen wäre auch gegangen, hat sich aber dann so ergeben. War lecker 🙂

    Gruß Tom

  3. Danke Tom! Das Blanchieren erschien mir einfach nicht schlüssig. Ich mag zum Binden gerne Pfeilwurzmehl, eben weil es nach gar nichts schmeckt,nicht wie Stärke herumschleimt und die Saucen nicht stumpf und trüb macht. Also hast Du erst eine dunkle Einbrenne gemacht und diese dann an die Sauce gegeben, ja? Das werde ich bei Gelegenheit mal probieren.

  4. Tom sagt:

    Naja, mir erscheint das Blanchieren im Nachhinein auch nicht schlüssig wie gesagt. Da ich aber gerne Experimentiere hab ich es einfach mal gemacht 😀

    Ja, habe eine Dunkle einbrenne gemacht, in die Soße gegeben und nochmal für ca. 15 – 20 Minuten gekocht. So habe ich früher fast alle Soßen gebunden, da kannte ich noch nichts anderes.

    Das mit dem Pfeilwurzmehl muss ich aber mal versuchen.

    Man lernt ja nie aus 🙂

  5. Ich sach ja immer, bloggen bildet! 🙂
    Pfeilwurzmehl bekommst Du bei guten Gewürzhändlern, ansonsten im Reformhaus.

  6. […] Yippie ya yay Schweinebacke – dreifach gegarte Schweinsbäckchen […]

  7. Heike sagt:

    War ja klar, dass die Frau AT bei Backen die Backen nicht halten kann! 🙂

    Schöne Brickets aussen, super innen. Würd ich sofort nehmen!

  8. Tom sagt:

    Das witzige ist das die eigentlich gar nicht trocken oder richtig schwarz außen waren. Das kommt irgendwie nur auf diesen Fotos so übel rüber ;-P

  9. Ugly I sagt:

    […] Schweinebacke von Tom […]

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