Ca. 2 Pferde früher, beim ollen Pferdemetzger, erstand ich ja etwas Fenchel-Pferde-Salsiccia, welche ich am selben Tag auch gleich mit Pasta verarbeitete. Da ich dieses Wochenende nicht zum kochen komme, dachte ich, ich hau mal dieses Rezept in den Blog. Wobei, wenn ich es mir genau überlege ist mir dazu ein Rezept zu blöd. Ein Bild vom Endprodukt sowie eine Zutatenliste sollte hier ja reichen…
Zutaten
Pasta
Pferde-Salsiccia
Zwiebel
Tomaten (passiert oder stückig)
Salz, Pfeffer
Diese ganzen Zutaten werden eben irgendwie zu einer Soße gemischt und mit Pasta verzehrt. Sehr lecker.
Freitag vor zwei Wochen war wieder der Pferdemetzger Beerwart am Wilhelmsplatz in Stuttgart anwesend. Neben der üblichen und überaus leckeren Pferde-Salsiccia, Rostbraten, diverser Wurstsorten und Pferde-Fleischsalat in der Auslage, haben wir uns für Pferdefilet, welches m.M.n. mit 22,50 € pro Kilo sehr günstig ausfiel, entschieden.
Das erbauende Gefühl mit der prall gefüllten Pferdemetzger-Tüte durch die volle Stuttgarter-Innenstadt zu schlendern war hierbei sogar völlig kostenlos. Win-Win sage ich da nur (der Pferdefreund wohl er Wein-Wein).
Angesagt war also 1,2 KG gut abgehangenes Pferdefilet für 4 Personen. Mein Mitbewohner hat dazu Gröstel-ähnliche Kartoffelpuffer aus rohen Kartoffeln gebacken. Die selbst gemachte Kräuterbutter war dazu auch sehr vorzüglich.
Gartechnisch haben wir uns, der Maillard-Reaktion zuliebe, für eine Kombination aus scharfem Anbraten in der Gusseisernen Pfanne und dem Garziehen im Ofen entschieden. Da unser Gasofen ein ungenaues blödes Schwein ist kann ich hier leider keine genaue Temperatur angeben. Einfache Druckprobe muss daher reichen. Gedauert hat der Brocken ca. 35 – 40 Minuten um diese schöne Farbe anzunehmen. Salz und Pfeffer muss ich ja wohl hoffentlich nicht extra erwähnen.
Röstaromen bilden die Basis des Fleischgenusses
Schön rosa der Gaul
Die selber gemachte gesalzene Kräuterbutter
Die Gröstl (eigentlich ja eher Kartoffelpuffer) meines Mitbewohners, Rezept müsste ich erfragen…
Zur Zubereitung empfehle ich Musik von Jacques Palminger
Da heute gegrillt wird und es nebst in Olivenöl, Honig, Knoblauch und Chili marinierten Skampispießen auch Pferdefilet geben wird, habe ich mir gedacht, ich stelle mal die Fotos vom Pferd ins Netz, welches es vor zwei Wochen gab.
Hier also das Meisterwerk aus Metzgerkunst und kreativem Tierfleischangebot:
gab es letzten Freitag. Mein erster Rostbraten vom Pferd. Geschmacklich lecker, leider etwas zäh. Hier mal das Ergebnis. Rezept gibt es wegen sowas banalem nicht.
Direkt vom Stall auf dieses formschöne Plastik-Schneidebrett. Da lacht mein Herz.
Im Pfannen-Spa wird erst mal ordentlichst entspannt.
Da haben wir was angerichtet. Lebloses Pferd nebst fleischlosen und angebratenen Kartoffeln. Trotzdem wurde das große Los gezogen. Eine Win-Win Situation (für uns).
Die wertvollen Pferdefleischsäfte, gefangen zwischen den Muskelfasern dieses Reittieres, sind einfach nur köstlich!
Leider war der Gaul etwas zäh. Das Filet, welches es gestern gab, war hingegen wundervoll zart. Dazu aber die Tage mal genaueres.