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Fleischküchle, du Sau

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Ja, das dachte ich mir heute als ich nach einem sehr harten, wie immer unbequemen und anstrengenden Arbeitstag in der Fabrik, von dem ich schließlich, nach gefühlten 16 Stunden Knechtschaft, nach Hause in meine dreckige WG zurückgekehrt bin. Also besser gesagt habe ich mir das schon auf dem Nachhauseweg überlegt. Ich wollte mir eigentlich panierte Koteletts, nebst dem Rest Kartoffelsalat vom gestrigen Festmal, zubereiten. Also bog ich mit meinem französischen „Auto“ in die Tiefgarage des Bosch Areals ein um einem herrlichen Kreuzzug, im Namen der Protein- und Eiweißlastigen tierischen Produkte, entgegen zu eifern. So, dort angekommen musste ich wie gewohnt feststellen, dass im ansässigen Supermarkt die Auslagen wieder denen ähnelten, die sich wahrscheinlich schon meinem Opa, in der Nachkriegszeit, dargeboten hatten. Scheiße, muss man heutzutage eigentlich um 7 Uhr Morgens vor einem scheiß Laden stehen, um sich dann, mit seinen überaus wertvollen Schekalim, die um die Zeit verbleibenden Restartikel kaufen zu können?

Naja egal dachte ich mir. Wird halt umdisponiert. Basta! Also kaufe ich unglaublich hochwertiges, unter Schutzatmosphäre verpacktes, leckere Hackfleisch, aus Rindern, um mir daraus, so dachte ich mir, Fleischküchle (der nicht westdeutsche sagt dazu glaube ich Buletten) zu brutzeln. Ok, dazu noch ein einzelnes Ei, welche irgendwie konträr zur beobachteten Firmenpolitik auch einzeln erhältlich sind, Zwiebeln und krause Petersilie. Den Rest habe ich daheim, soweit war ich sicher.

So, um nicht abzuschweifen will ich hier mal vorspulen. Ab zu Kasse, leider zahlen müssen, wie immer. Ab ins „Auto“ und heim. Nun kann es ja eigentlich auch schon zum eigentlichen Rezept, um das es sich hier ja handelt, gehen.

Zuataten

  • 250g Rinderhack
  • 1 Ei
  • Semmelbrösel oder ein altes Brötchen
  • krause Petersilie (glatte geht natürlich auch)
  • Senf
  • Salz, Pfeffer
  • Öl (hab Rabsöl verwendet)

Rezept

1. Rinderhack, Ei, eine Hand voll Semmelbrösel oder ca. eine halbe alte Semmel und einen Teelöffel Senf in eine große Schüssel geben. Alles  gut durch-mengen, mit der Hand, eine Maschine oder einen Rührlöffel zu verwenden wäre schwul. Salzen und Pfeffern. Beim Salzen hab ich (wohlgemerkt für mich) herausgefunden, dass ich genau so viel salze, bis ich denke es wäre versalzen, genau dann passt es immer. Die krause Petersilie fein Hacken und untermengen. Fleischküchle, Frikadellen, Fleischpflanzerl,  Buletten, sogar dänische Frikadellen gibts (kannte bisher nur dänische Delikatessen) … oder was weiß ich daraus formen und diese fertigen Brätlinge zugleich auch noch etwas von außen panieren.

2. Pfanne auf den Herd, erhitzen und Öl rein. Wenn das Öl schön heiß ist die Fleischküchle hinein geben. Das sollte dann nach geraumer Zeit ungefähr dieses Bild ergeben. Wenn nicht bitte noch mal von Anfang anfangen …

fleischkuechle_in_pfanne

3. Wenn die Fleischküchle von beiden Seiten schön angebraten sind könnt ihr auch, je nach Dicke, die Hitze etwas runter drehen und die Fleischküchle langsam durchziehen bzw. garen lassen. Kann u.U. schon eine Weile dauern.

4. Wenn die Fleischküchle schließlich gar sind könnt ihr diese sofort heiß servieren.  Ich hatte dazu heute Kartoffelsalat vom Vortag und Senf. Gibt auch Leute die Ketchup dazu essen aber das mag ich persönlich nicht so gerne.

fleischkuechle_fertig

Lasst es euch schmecken!

Gib deinen Senf dazu


5 Antworten zu “Fleischküchle, du Sau”

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  1. Gourmandise sagt:

    Hallo Tom,

    vielen Dank für den pingback zu meinem Blog,
    denn dadurch bin ich auf Deinen Blog aufmerksam geworden.

    Deine Fotos von Deinen Fleischküchlen/Frikadellen/Fleischpflanzerln/Buletten… sind sehr appetitlich geworden. Die sehen so aus, als ob sie mir auch schmecken könnten.

    Im Moment interessiert mich jedoch mehr, dass Rezept für Deinen schwäbischen Kartoffelsalat ( http://www.gastrophil.de/rezepte/schwabischer-kartoffelsalat/ ). Das klingt nämlich sehr vielversprechend. Warum ist denn da kein Foto bei?

    Mal schauen.
    Vielleicht mache ich diesen ja demnächst mal und bringe dann dort im Kommentar einen Link zu meinem Foto unter…

    Genussvolle Grüße aus Osnabrück
    Gourmandise

    PS:
    Beim Salzen von Fleischküchlen/Frikadellen/Fleischpflanzerln/Buletten… gehe ich übrigens genauso vor wie in diesem Beitrag beschrieben – bei mir klappt das so auch immer wieder.

  2. Tom sagt:

    Hi,

    freut mich das dir die Fotos von meinen Frikadellen, hier im schwäbischen Fleischküchle, zugesagt haben und ich dir etwas Appetit machen konnte 🙂 Zum Kartoffelsalat werden demnächst auch noch ein paar Fotos online gestellt wenn ich welche gemacht habe. Oft habe ich einfach nicht die Zeit neben dem Kochen auch noch zu knipsen. Mich würde ein Foto von deinem Kartoffelsalat, wenn du ihn mal gemacht hast, natürlich auch sehr interessieren …

    Das mit dem Salzen ist wahrlich ein Mysterium. Witzig das ich nicht der Einzige bin der so verfährt :p

    In diesem Sinne, auch ein Danke für deinen Kommentar hier.

    edit: Hab in deinem Kommentar die URL korrigiert, da war das ) noch im Link …

    Gruss Tom

  3. Tom sagt:

    So, beim Kartoffelsalat-Rezept sind nun auch Bilder dabei 🙂

  4. […] Hier gibts außerdem noch mal ein anderes Fleischküchle Rezept. Etwas Detaillierter. Weiterführende Linkshttp://de.wikipedia.org/wiki/Karottehttp://www.gastrophil…d-wein-das-muss-sein/http://www.gastrophil…fleischkuchle-du-sau/ […]

  5. […] gab es bei mir Fleischküchle aus frisch durchgelassenem Rindfleisch. Sehr […]

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