Mit ‘wild’ getaggte Artikel

Kaninchen mit Thymian und Weißwein (nach Marcella Hazan)

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Montag, 06. Juni 2011

…eigentlich ja mit Rosmarin und Weißwein, Rosmarin war aber keiner da, darum eben Thymian. Auf Staudensellerie musste leider auch verzichtet werden. Trotzdem war das Gericht wirklich super lecker und saftig.

PS: Habe das Kochbuch der Frau Hazan neu erstanden da ich davon im Internet gelesen habe. Die erste Tomatensoße (nur aus Tomaten, Zwiebel und Butter sowie Salz) aus dem Buch ist genau so wie ich mir gutbürgerliche italienische Küche vorstelle. Ohne viel Schnickschnack. Könnte also passieren das in nächster Zeit mehr aus dem Kochbuch hier beschrieben und verköstigt wird. Das durchblättern des 400-Rezepte starken Buches hat auf jeden Fall ordentlichen Hunger verursacht.

Zutaten

  • Kaninchenteile
  • Weißwein
  • Knoblauch
  • Thymian
  • Tomatenmark
  • Fleisch oder Gemüsebrühe (Frau Hazan nimmt hier Brühwürfel, hat mich etwas verwirrt, habe ich so in einem Kochbuch noch nie gesehen aber gut… )
  • Salz, Pfeffer

Rezept

1. Die Hasenteile über Nacht wässern (was ich nicht gemacht habe, denke das macht man wenn das Vieh frisch geschlachtet wurde. Werde das aber noch mal nachschlagen). Hase, geschälte Knoblauchzehe und etwas Olivenöl in einen Bräter geben. Bräter verschließen und bei ca. 140 bis 150°C für ca. 2 Stunden in den Ofen. Ab und an den Meister Lampe wenden.

2. Weißwein angießen. Thymian dazu, pfeffern, salzen. Bräter nun offen in den Ofen geben. Weißwein nahezu verdunsten lassen.

Man könnte jetzt fälschlicherweise annehmen das es sich hier um Fett handelt, dem ist aber nicht so. Das Weiße ist der Saft aus dem Hasen mit dem Weißwein zusammen.

3. Tomatenmark mit etwas Brühe vermengen. Dazu geben. Wieder offen in den Ofen geben für ca. 15 – 20 Minuten. Am Ende abschmecken.

Hase nach Marcella Hazan mit Pappardelle | klar hätte man die Pappardelle auch durch die Soße schwenken können, im Eifer des Hungergefechts wurde das aber vergessen…

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Hirsch Bolognese

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Donnerstag, 02. Juni 2011

Eines schönen Feiertages erwacht der Protagonist und stolze Fleischwolfbesitzer, durch das übliche Grollen der Magengegend, aus seinem wohl verdienten Alkoholschlaf. Eben dieser Wundersaft, genauer die Vorfreude auf selbigen, einer Blindheit gleich, trägt wie immer die Verantwortung für den Mangel an Essbarem im Hause. Zum Glück konnte noch eine Dose von den saftigen Roten in Aluminium erborgt werden.

Eben diese Roten, gepaart mit etwas weißem, von der Fluidität ~1,0 mPa s bei 20°C, was etwas weniger wie der Raumtemperatur entspricht, einem durch Elektro-Strom angetriebenen Zerwirkungsapparates sowie 2*1/2 der besonders gesunden Allium cepa, welche durch erhitzen die sulfidhaltigen ätherischen Öle ausgetrieben werden, ergeben dann das Ragù di Cervo.

Ingredienzien

  • saftige Rote in Aluminium
  • 2*1/2 der leckeren Allium cepa
  • etwas Faserstoff der paarhufigen Cervidae
  • Elektrostrom betriebener Zerwirkungsapparillo
  • weißes, alkohlhaltiges, sehr fluides Zeuch
  • Natriumchlorid, Früchte der Piperaceae

Hirsch distortion…

Hier kann eigentlich jeder loslegen wie er mag. Bzw. wer nach dem oben geschriebenen Quatsch überhaupt noch Bock hat kann hier einfach den Hirsch zerwirken, die zwiebligen zu kleinen Kuben schneiden, alles andünsten, saftige Rote und fluides Weißes dazu und dann für ca. 2 Stunden köcheln.

Mit Natriumchlorid und den Frückten abschmecken. Aus dem Kuheuter gewonnene Sahne 30 Minuten vor der Fertigstellung dazu geben und abschmecken.

Nachtrag: Im Nachhinein fand ich diese Bolognese nicht so toll bzw. einfach zu untypisch für dieses Pastagericht. Eben nicht das was man erwartet wenn man eine Gabel von dieser Soße zum Mund führt. Hatte irgendwie etwas von der Bolognese-Variante mit Leber. Also mein Fall war es nicht und ich hab darum das Rezept schlecht bewertet. – Nunja, sowas weiß man ja auch erst wenn es zu spät ist ;-)

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Hirschgeschnetzeltes in Preiselbeerrahm an Butterspätzle

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Sonntag, 19. Dezember 2010

Eigentlich sollte es gestern ja Schweinefilet in einer Pfeffersoße geben, die Metzerauslage, ich welcher ich Hirschschnitzel entdeckte, hatte mich dann aber ziemlich schnell und widerstandslos umgestimmt. Anfangs wollte ich das Hirschschnitzel am Stück in der Pfanne braten, nach kurzer Bedenkzeit wurde daraus dann aber ein Geschnetzeltes. Hatte ich so noch nie und hab es mir auch gleich lecker vorgestellt – wen wundert´s ;-)

Außerdem waren die Schnitzel vakuumiert und zusätzlich auch schon ziemlich dünn geschnitten. So wurde dann das daraus:

Zutaten

  • Hirschschnitzel (pro Person eines, pro dicker Person evtl. 2 – 4)
  • Sahne
  • Wild oder Kalbsfond
  • kräftiger Rotwein
  • Preiselbeeren (aus dem Glas)
  • Schalotte
  • Butter
  • Salz, Pfeffer

Rezept

1. Das Hirschschnitzel quer zur Faser in dünne Streifen schneiden.

Was für ein herrliches Stück Hirsch!

Wichtig ist es das Fleisch immer quer zur Faser zu schneiden da es sonst zäh wird

Schalotte sehr fein schneiden, Butter in einer Kasserolle erhitzen, das Hirschgeschnetzelte darin sehr kurz und scharf anbraten – nur um Röstaromen zu erzeugen, Fleisch sollte blutig bleiben da es später in der Soße gar gezogen wird.

Das Fleisch noch nicht würzen da es ja noch eine Weile außerhalb der Kasserolle verbringt

Fleisch also gleich wieder herausnehmen, die Schalottenwürfel hinein, evtl. ein Stück Butter hinterher, Schalotte glasig werden lassen, mit einem Schuss Rotwein, dem Fond ablöschen.

Vom Wein kommt ein Schuss in die Soße, der Rest in den hohlen Kopp

2. Alles einreduzieren. Das Fleisch darf nebenher ruhig kalt werden, macht nichts aus. Nach ca. 10 Minuten Sahne zugeben, weiter einreduzieren.

3. Nebenher habe ich mir Butterspätzle gemacht. Dazu einfach aus Eiern, Mehl, Salz und Pfeffer einen Teig herstellen. Spätzle in kochendes Wasser oder Brühe schaben, in Eiswasser abschrecken. Vor dem Servieren in Butter schwenken.

4. Wenn die Soße die gewünschte Konsistenz erreicht hat mit Salz, Pfeffer und etwas Preiselbeeren abschmecken. Bei den Preiselbeeren aber aufpassen, es passiert schnell das die Soße dadurch zu Süß werden kann.

5. Spätzle in Butter schwenken, nebenher das vorher angebratene Hirschgeschnetzelte mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Danach in die Soße geben und gar ziehen. Dauert nur ne Minute. Alles sofort heiß essen :-)

Ganz ehrlich – im Restaurant ist es auch nicht besser. Hatte auch noch eine Birne die ich braten und mit Preiselbeeren füllen wollte. Irgendwie hatte ich an dem Tag aber nicht die nötige Muße. War trotzdem sehr lecker. Das nächste mal werde ich die Spätzle aber noch in Kräutern schwenken um etwas mehr Frische hinein zu bringen.

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sauer-scharfes Straußen-Curry

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Montag, 13. Dezember 2010

Beim samstäglichen Einkauf von Zutaten für eine Lasagne, die eine Freundin noch als nachträgliches Geburtstagsgeschenk offen hatte, konnte ich an der Metzgertheke wieder ein mal nicht widerstehen. In der Auslage lagen wunderbare Straußensteaks. Was ich genau daraus machen würde stand zu diesem Zeitpunkt noch in den Sternen.

Am Sonntag dann entschied ich mich für ein Curry. Genauer gesagt für ein sauer-scharfes Curry – ähnlich einem Vindaloo-Curry.

Zutaten

  • Straußensteak (jede andere Fleischart geht natürlich auch)
  • Gemüse oder Fleischbrühe / Fond
  • eine Zwiebel, eine Knoblauchzehe
  • schwarze Pfefferkörner, Nelke, Cumin, Koriander (gemahlen), Chilischote(n) (getrocknet), Kurkuma, Zimt (gemahlen)
  • Essig, Öl

Rezept

1. Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Die oben genannten Gewürze in einer Kaffeemühle (vorsicht, keine wo zuvor Kaffee darin gemahlen wurde, schmeckt sonst alles nach Kaffee)zu Currypulver mixen. Wer keine extra Kaffeemühle für Currypulver besitzt nimmt eben in einem Mörser. Menge für ein Straußensteak ca. 2 Teelöffel Cumin, 2 Teelöffel gemahlenen Koriander, eine Nelke, ca. 5 Pfefferkörner, 1 1/2 Chilischoten 1/2 Teelöffel Kurkuma und eine Prise Zimt.

2. Das Fleisch mit der Currymischung, der Zwiebel und dem Knoblauch sowie ca. 3 EL Öl und einem EL Essig für ca. 2 Stunden marinieren.

3. In einem Topf das Fleisch mit Marinade scharf anbraten. So viel Brühe angießen das das Fleisch knapp bedeckt ist. Nun so lange schwach köcheln lassen bis fast alle Flüssigkeit verdunstet ist. Mit Salz oder Fischsoße abschmecken.

Dazu passt Reis.

Ich gebe zu das es sprichwörtlich beschissen aussieht – schmecken tut es aber ausgezeichnet ;-)

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Kaninchen Cannelloni

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Sonntag, 21. November 2010

Irgendwie hatte ich die ganze letzte Woche schon wieder diese Bilder im Kopf. Bilder von im Ofen gratinierten Cannelloni, dampfend heiß, badend in einer Béchamel welche mit Pecorino anstatt Parmesan gemacht wurde. Die Cannelloni, natürlich selbst gemacht, enthalten zweierlei Füllung. Zum einen ein tomatiges Kaninchen-Ragout und zum anderen eine Kaninchen-Farce.

Für den Nudelteig hatte ich zum Glück kompetente Hilfe in Form unserer Zwischenmieterin. Ich kann mit dem Zeug nicht so viel anfangen. War dann eine ganz schöne action in einer 2,5 Quadratmeter Küche zu zweit zu hantieren. Gott sei Dank ist von den vier Herdplatten auch noch eine kaputt. Die Tatsache das es ja auch noch Maronensuppe gab machte dieses groteske Schauspiel auch nicht besser. Gedauert hat das alles auch nur ca. 4 Stunden, also genug Zeit sich nebenbei ordentlich und gepflegt zu betrinken.

Da seit heute auch ein Pürierstab zu unserem umfangreichen Küchenequipment gehört gab es vorweg, wie oben bereits gesagt, auch eine Maronensuppe. Das kommt aber ein ander mal. Ich bin schon froh wenn ich das Cannelloni Rezept aus meinem versoffenen Hirn hier in Buchstaben auf den Blog bringe. Quasi ne ordentliche Buchstabensuppe im Gulliver.

So, Kaninchen tot, Klappe zu.

Einkaufsliste

Für das Ragout und die Farce:

  • Kaninchen (hab zwei Kaninchenrücken gehabt)
  • Weißwein
  • Karotte, Sellerie
  • Schalotten, Knoblauch
  • Tomaten (Dose)
  • Salz, Pfeffer, Chili (Pulver), Rosmarin, Thymian, Lorbeerblätter
  • Schweineschmalz, Olivenöl
  • Kalbsfond
  • Brötchen
  • Milch, Sahne

Béchamel:

  • Butter
  • Mehl
  • Salz, Pfeffer
  • Pecorino
  • Muskatnuss

Nudelteig:

  • Mehl
  • Eier
  • Gries
  • Salz

Nu gehts los…

1. Schalotten (ca. 8 bis 10 Stück) und Knoblauch fein hacken. Karotte und Sellerie sehr fein würfeln.

Notwendiges Übel – kann man die Teile nicht größer züchten?

2. Im Mörser aus Salz, Pfeffer und etwas Chilipulver ein Gewürz herstellen. Das Kaninchen damit schön pudern. In einem großen Topf Schweineschmalz erhitzen und das Kaninchen von allen Seiten anbräunen.

Hat das gemeine Langohr Farbe genommen kommen die Schalotten und der Knoblauch ebenfalls in den Topf. Sobald die Zwiebeln glasig sind wird alles mit Weißwein, einer Dose Tomaten und Kalbsfond abgelöscht. Als Maß für den Weißwein und den Fond nehme hier einfach die leere Dose Tomaten zur Hand. Einfach füllen. So wird auch noch der restliche Tomatensaft ausgespült. Die sehr fein gewürfelte Karotte und Sellerie zugeben.

Lorbeerblätter, etwas Pfeffer und Salz dazu geben. Das ganze kocht nun auf kleiner Flamme für ca. eine Stunde.

Jetzt kann das Fleisch abgelöst werden. Der Großteil kommt wieder in die Soße, ein kleiner Teil, ca. 1/4, (besonders das Bauchfett) in ein separates Gefäß geben. Daraus wird später die Farce hergestellt. Das restliche Fleisch eben sehr fein schneiden und zurück in den großen Topf.

Tipp: Das Kaninchen 10 Minuten abkühlen lassen verhindert das man sich permanent die Griffel verbrennt.

Nun einfach weiter kochen bis das ganze Wasser verkocht ist und die Soße eine sämige Konsistenz bekommt. Dann nochmal abschmecken, Ragout fertig! Quasi Ragout Fin.

3. Für die Béchamel Butter schmelzen und mit Mehl eine helle Mehlschwitze herstellen. Mit Milch ablöschen. Salzen, frische Muskatnuss dazugeben. Reichlich geriebenen Pecorino dazu. Abschmecken.

Schau schau junger Maltschik – super Pecorino nach langer Reifezeit – für béchameltauglich befunden

4. Aus dem zur Seite gestellten Fleisch, einem in warmer Milch eingeweichten Brötchen und dem Stabmixer die Farce pürieren. Mit Salz, Pfeffer und etwas gehackten Rosmarin abschmecken.

5. Den Nudelteig herstellen. Hierzu habe ich kein Rezept, schlagt einfach im Kochbuch nach. Wie gesagt hat das die Tina, unsere Zwischenmieterin, gemacht. Ich hingegen war mit dem Konsum von Alkohol und Tabakwaren beschäftigt. Ab und an hab ich aber fotografiert ;-)

Mach ihn platt!

Verläuft ja alles (noch) in geordneten Bahnen…

Deckel drauf, die Oberschicht der Cannelloni, ein Playboy im Herd.

6. Nudelteigscheiben kurz vorkochen und in kaltem Wasser abschrecken. Dann jeweils mit einer Bahn Kaninchen-Sugo und einer Spur Farce belegen, zusammenrollen und so die Backform füllen.

(T)roll dich Kaninchen

Mit dem Rest-Ragout werden die Lücken verschlossen.

Am Ende alles großzügig mit Béchamel begießen. Mit reichlich geriebenem Pecorieno bestreuen und im Ofen bei mittlerer Hitze für ca. 30 – 40 Minuten backen.

Und das wars am Ende. Leider ist es auf dem Teller etwas zerlaufen.

Unglaublich aufwändig. Mit Freunden Kochen macht Spaß, darum für gut befunden.

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Hasenpfeffer in Rotwein – lecker und fein

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Sonntag, 07. November 2010

Gestern beim Einkauf einen Hasen entdeckt. Hasenpfeffer gab es schon ewig nicht mehr, geht relativ einfach, man kann sich wunderbar nebenher betrinken und dazu ist die Geschichte noch sehr lecker. Perfekt für einen Samstag Abend. Dazu selber gemachte Knöpfle und als Amuse-Gueule eine französische Zwiebelsuppe.

Zutaten

  • ein Hase (wer hätte es gedacht)
  • 1 Liter Rotwein
  • Suppengrün (Karotten, Knollensellerie, Lauch)
  • 3 – 4 Zwiebeln
  • Pfefferkörner, Wacholderbeeren, Lorbeerblätter, Salz
  • Tomatenmark
  • Mehl

Rezept

1. Den Hase über Nacht in Rotwein, den grob zerteilten Zwiebeln, Karotten, Sellerie, Pfefferkörner, angedrückten Wacholderbeeren und Lorbeerblättern marinieren.

Der rot gebeizte Hase darf nach fast 24 Stunden in der Marinade an der frischen Luft trocknen

2. Die Hasenteile sowie das Suppengrün aus der Marinade heben und leicht trocknen. Hasenteile scharf anbraten und leicht mehlieren.

Bei Seite stellen. Suppengrün ebenfalls scharf anbraten, Tomatenmark hinzufügen und weiter anbraten. Hasenteile etwas salzen und mit samt dem Suppengrün in einen Bräter geben. Mit der Marinade bedecken und abgedeckt für ca. 90 Minuten im Ofen schmoren.

3. Beilage zubereiten. Bei uns waren das Knöpfle. Dazu einfach einen etwas dickeren Spätzleteig aus Mehl, Eiern und Salz herstellen und unter Zuhilfenahme eines Spätzlehobel die Knöpfle hobeln.  Am Ende die Hasenteile aus dem Bräter holen und den Rest durch ein Sieb passieren.

Während die Soße den letzten Schliff durch eine Prise Salz bekommt wartet der zarte Hase am Rande des Kochgeschehens geduldig ab.

Man beachtet wie dickflüssig die Soße geworden ist. Kein Soßenbinder, keine Mehlschwitze, keine Butter, einfach nur durchs Sieb passiert.

Abschmecken und fertig. Als Beilage gab es bei uns Eierknöpfle. Als Vorspeise eine französische Zwiebelsuppe und ein paar Flaschen Wein und Bier sowie diverse Tabakwaren. Gedankt wurde das durch einen nicht vorhandenen Kater. Danke :-)

Vorweg die Zwiebelsuppe. Leider besitzt unser Gasherd nur Unterhitze. Der Käse war also nicht so wie er sein sollte. Lecker war es trotzdem.

Hasenpfeffer und selber gemachte Knöpfle, lecker wars.

Zum Essen gab es diesen Wein.

Danach folgten noch drei andere.

Ein durchaus leckerer Abend. Zur Nachahmung gedacht ;-)

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My Springbock lies over the ocean, my Springbock lies over the sea, my Springbock lies over the ocean, oh please make Springbockzwiebelrostbraten with Kässpätzle for me!

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Mittwoch, 15. September 2010

Mal wieder was schnelles. Ein Rezept brauchts dafür eigentlich auch nicht. Ich reiße also alles nur kurz an :)

Zutaten

  • Springbockfilet
  • Käse nach Gusto
  • Spätzle (Rezept existiert hier m.M.n. auch, sonst muss ich wohl noch eines nachliefern)
  • Zwiebeln
  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • Geflügelfond
  • Öl, Butter

ab dafür

1. Spätzle herstellen.

2. First the Springbock:

springbock-zwiebelrost-kaesspaetzle-01

Sehr scharf von beiden Seiten anbraten.

springbock-zwiebelrost-kaesspaetzle-02

Im vorgeheizten Ofen (Gas Stufe 3 – 4) während der Weiteren Zubereitung ziehen lassen.

3. Halbe Zwiebel fein würfeln und in Öl glasig dünsten. Etwas Zucker zugeben und die Zwiebeln kurz karamelisieren. Vorbereitete Spätzle mit etwas Butter zu den Zwiebeln in die Pfanne geben. Etwas Farbe nehmen lassen. Den Käse Reiben (Bergkäse eignet sich hervorragend – muss man aber mögen) und zu den Spätzle in die Pfanne geben. Etwas Geflügelfond zugießen. Auf kleiner Flamme warm halten, ab und an wenden.

4. Eine große oder zwei kleine Zwiebeln in sehr feine Ringe schneiden und mit sehr wenig Öl oder Fett in einer seoeraten Pfanne goldgelb dünsten. Soll auch mit der Fritteuse gehen habe ich aber noch nicht probiert.

5. Springbock aus dem Ofen holen und kurz ruhen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Alles servieren.

springbock-zwiebelrost-kaesspaetzle-03

I Like the smell of Zwiebelrostbraten vom Springbock an Kässpätzle at the morning…

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Steak vom Känguru mit sautiertem Rosenkohl und Spätzle nebst Soße

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Dienstag, 08. Dezember 2009

… ist doch wohl der ideale Abendschmaus bei diesem Pisswetter und der einhergehenden Kälte. Da ich gestern beim Griechen schon Schwein und Lamm hatte dachte ich das heute ein saftiges Kängurusteak doch mal eine kleine Abwechslung wäre. Erst recht nach dem mich dieses prächtige Stück Fleisch aus der Metzgerauslage quasi angebettelt hat sofort gekauft zu werden. Nun gut, Rosenkohl, Speck und den anderen Kram hatte ich noch daheim also schnell durch den Regen nachhause gefahren und los gekocht!

Zutaten

  • Kängurusteaks (eines pro Person)
  • Rosenkohl (ich habe gefrorenen genommen da dieser erstens nach einem anstrengenden Arbeitstag schneller verarbeitet ist (geputzt usw.) und zusätzlich nicht so bitter ist. Ähnlich Grünkohl ist ein mal einfrieren bei dem Gemüse eine feine Sache).
  • Speck oder Katenschinken
  • 2 – 3 Eier
  • Milch
  • Mehl
  • Sonnenblumenöl, Butter
  • Salz, Pfeffer

Rezept

1. Spätzleteig vorbereiten. Rezept folgt. Spätzle ins kochende Wasser schaben, sobald diese oben schwimmen abschöpfen und in Eiswasser abschrecken, danach in eine bereitgestellte Schüssel geben.

2. Als erstes einen Topf mit Salzwasser zum kochen bringen. Darin die gefrorenen Rosenkohl-Röschen (pro Person ca. 5 – 8 Stück) ca. 8 – 10 Minuten kochen (je nach Größe und gewünschter Bisfestigkeit). Bei frischem Rosenkohl vorher die äußeren Blätter entfernen, den Strunk abschneiden und kreuzförmig einritzen. Nach ca. 5 Minuten den Rosenkohl abgießen. Nebenher eine Pfanne für das Kangurusteak aufsetzen und den Backofen vorheizen (Gas Stufe 5 oder 6).

3. Butter in einer Pfanne zerlassen und darin den Rosenkohl sautieren. Die Hitze nicht zu groß wählen da die Butter sonst verbrennen könnte. Nebenher das Kangurusteak in etwas Sonnenblumenöl scharf anbraten (von beiden Seiten ca. eine Minute). Danach samt Pfanne in den vorgeheizten Ofen stellen. Nebenher in einer weiteren Pfanne wieder Butter zerlassen und die vorbereiteten Spätzle darin schwenken.

kaenguru-rosenkohl-01

Links: Känguru entspannt sich in der heißen, geschmiedeten Pfanne | Rechts: Das Gleiche macht der Rosenkohl zusammen mit dem Speck. Hier aber in Butter.

4. Den Rosenkohl habe ich bis zum gewünschten Gargrad in Butter sautiert. In den letzten 1 – 2 Minuten kam der Speck dazu weshalb ich mir hier das Salz erspart habe. Rosenkohl erst am Ende Pfeffern bzw. fertig abschmecken.

5. Die in Butter geschwenkten Spätzle auf einem Teller anrichten. Sautierten Rosenkohl samt Speck dazu. Das nebenher im Ofen gargezogene Kängurusteak würzen, in zwei Hälften schneiden und dazu anrichten. Soße dazu (hier kein Rezept da ich noch welche vom Coc au Vin1 in Eisbeuteln vorbereitet hatte) mit auf den Teller. Es würde auch etwas Demi Glace gehen natürlich. Fertig.

kaenguru-rosenkohl-02

Lecker Kängurusteak an sautiertem Rosenkohl und Spätzle. Geiles Abendessen!

1 Rezepte nicht chronologisch zu veröffentlichen erzeugt hier ein Zeitparadoxon :o

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Kaninchenragout mit breiten Nudeln

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Montag, 26. Oktober 2009

Kaninchenragout mit breiten Nudeln gibts heute. War heute das zweite mal in der Gourmet-Abteilung des Kaufhofs in Stuttgart (ist im untersten Stock). Das erste mal konnte ich mich ja noch zusammenreißen aber diesmal ging das irgendwie nicht. Wollte eigentlich Irish Stew machen, konnte dies aber auf Grund des mangelnden Warenangebotes, im tollen Cannstatter Carré, leider nicht verwirklichen, weil die da, Gott weiß warum, kein Lammfleisch in ihrem Sortiment führen. Gut, ich flaniere also durch die Regale und entdecke dann auch den Grund für mein heutiges Gericht. Ragout aus Kaninchenschlegeln.

Hab also die besagten Kaninchenschlegel gekauft und dazu spontan versucht etwas brauchbares zu kochen. Ohne Rezept versteht sich.

Hier folgt also das “Rezept”.

Zutaten:

Bouquet garni, Zwiebeln, Knoblauch, Kanienchenschlegel

  • 1-20 Kaninchenschlegel (je nachdem wie groß der Hunger und der verfügbare Topf ist)
  • 1 Bouquet garni
  • 1 Dose Tomaten (frische sind mir da immer zu schade dafür)
  • etwas Weiswein
  • Kalbs oder Rinderfond
  • 2 Zwiebeln oder Schalotten (bzw ein Bund Suppengrün)
  • Knolle frischer Knoblauch
  • Salz, schwarzer Pfeffer (fisch gemahlen+ Pfefferkörner), Lorbeerblätter, Rosmarin, Thymian
    Olivenöl

Rezept:

1. Aus dem Suppengrün (Lauch habe ich weg gelassen) und den Zwiebeln bzw. Schalotten mageres Mirepoix herstellen. Mirepoix in Olivenöl / Schweineschmalz o.Ä. gut anbraten, am Ende die Kaninchenschlegel hinzufügen und auch anbräunen.

mirepoix-kanienchenschenkel

2. Wenn alles schön angeschwitzt ist und eine gesunde Farbe entwickelt hat die Tomaten darüber geben, ca. 100 ml  Fond sowie ca. 100 ml Weißwein. Pfefferkörner, Salz und das Bouquet garni in den Topf  geben und nun ca. 1,5 – 2 Stunden schmoren lassen.

kanienchenragout-schritt-3

3. Perfekt ist es wenn sich das Fleisch irgendwann von selbst vom Knochen löst. Dann einfach die Kaninchenschenkel raus holen und mit einer Gabel das Fleisch ablösen und locker zerkleinern. Knochen in den Müll und das Fleisch zurück in den Topf.

kanienchenragout-schritt-4

Solange das Fleisch weiter im Topf zieht kann jetzt das Nudelwasser aufgesetzt werden. Darauf werde ich aber nicht mehr weiter eingehen da es dazu ja keiner Anleitung bedarf … Das Bouquet garni, die Lorbeerblätter und Pfefferkörner könnt ihr jetzt auch wieder raus-fischen wenn ihr bock habt. Mich stört sowas nicht und ich lasse alles so wie es ist und schöpfe quasi drum herum aus dem Topf ;)

Hat echt lecker geschmeckt. So siehts dann am Schluß aus:

kaninchenragout-fertig

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