Mit ‘zwiebeln’ getaggte Artikel

Pizza Bolognese

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Mittwoch, 06. November 2013

Ja, auch wenn mancher Jammerlappen gleich daher kommt und meint die Pizza gehöre auf gar keinen Fall in die Rubrik “Italien”, ich pack sie da trotzdem rein. Der Belag mag seltsam anmuten, der Geschmack hat aber überzeugt. Gut, Vegetarier, Diät-Fritzen und sonstige Heulsusen nehmen anstatt der Bolognese eben eine einfache Tomatensauce mit Kräutern und Knoblauch, ich, der bekanntlich sogar beim Schlaf des Gerechten 2800 kcal verbraucht, lächelte müde und genoss diese Perversität als Entrée vor den Nudeln.

Und wenn man sich mal die müßigen Diskussionen über Herkunft und Belag der angeblich originalen Pizza rein zieht vergeht einem eh der Appetit. Klar, eine Pizza Napoletana ist was wunder herrliches, will ich gar nicht bestreiten, ab und an muss ich aber auch mal ausbrechen, kulinarische Ketten sprengen und wüst meine gerade omnipräsente Lust auf so etwas stillen.

pizza-bolognese

Der Rand ist zu meinem Bedauern etwas hell geraten. Schuld ist aber wie immer nur der Ofen!

pizza-bolognese-stueck

Das Rezept schenke ich mir. Pizzateig und Bolognese findet ihr über eine Suchmaschine eurer Wahl oder auch hier auf dem Blog. Außerdem fanden sich noch frische Champignons, in feiner Streifenform, sowie rote Zwiebeln, zu Ringen gedemütigt, auf der Pizza an.

Gib deinen Senf dazu

Man meatballs, Woman meet balls…

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Dienstag, 15. Oktober 2013

Eine Ode an die besten, leckersten, lockersten und saftigsten Hackbällchen! Ob mit Pasta, im Baguette oder zwischen zwei Toastbrotscheiben – da passt einfach alles.

hackbaellchen-pfanne

Leckerstes Rinderhack, vermischt mit eingeweichten Brötchen, Zwiebeln, Knoblauch, einem Klecks Senf, Salz, frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer sowie einer ordentlichen Portion geriebenem Pecorino brutzelt in der Pfanne seiner gottgegebenen Perfektion entgegen. Aus Neugier gesellen sich ein paar Lorbeerblätter in die illustre Runde dieser Aromen.

hackbaellchen-tomatensauce-kraeuter

Zugedeckt unter einer leckeren Sauce aus frischesten passierten Tomaten, aromatisiert mit etwas Knoblauch und Kräutern der Provence, eifern die Prachtstücke ihrer Vollendung entgegen.

hackbaellchen

Am Ende wird auf Pasta entspannt…

hackbaellchen2

… oder auf noch mehr Pasta …

italian-meatball-sandwich

… oder hier zwischen diesen zwei gemütlichen Toastbrotscheiben. Gute Freunde wie Cornichons, Zwiebelringe, scharfer Senf, Tomatenscheiben, Schinken und geriebener Käse, im Ofen leicht angeschmolzen, dürfen bei dieser Orgie netterweise beiwohnen.Und mal ehrlich. Solch ein Italian-Meatball-Sandwich ist einfach ne tolle Erfindung!

Gib deinen Senf dazu

Civet de lapin – Kaninchenpfeffer aus der Provence

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Samstag, 05. Oktober 2013

Alles begann mit Kaninchen, dem damit zusammenhängenden Kaufzwang und einem neuen französischen Kochbuch welches ich seit mehreren Tagen allabendlich ausführlichst studiere. Diese verdammte Kombination quälte mich so lange bis ich dem Druck endlich nachgegeben habe und eines der darin enthaltenen Gerichte, in neuer Kombination und natürlich abgewandelt, nach gekocht habe. Wirklich einfach und vor allem gemütlich in der Zubereitung.

kaninchenpfeffer-2

Zutaten

Civet de lapin

  • Kaninchen (ganz oder als Puzzle)
  • Rotwein (trocken, wenn möglich aus der Provence)
  • Bouquet garni
  • 2 Zwiebeln und 2 Karotten
  • Pilze (hier Champignons)
  • ~ 10 bis 15 Konoblauchzehen
  • ~ 10 schwarze Pfefferkörner
  • ~ 10 Wacholderbeeren
  • Kräuter der Provence
  • 1 bis 2 Nelken
  • Salz, Pfeffer
  • Cognac
  • Sahne
  • Stärke

Beilage: Galette lyonnaise (Kartoffel-Zwiebel-Gratin)

  • ~ 400 g Kartoffeln (mehlig kochend)
  • ~ 300 g Zwiebeln
  • Milch
  • Butter
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • Semmelbrösel

Rezept

1. Das Kaninchen zerteilen und mit den Knoblauchzehen, den Zwiebeln und den in dünne Scheiben geschnittenen Möhren, Wacholderbeeren, Pfefferkörner und dem Bouquet garni im Rotwein für ~ 12 bis 24 Stunden marinieren. Wer hat: Pfeffer und Wacholder in einen Teebeutel geben um diese Geschmackslieferanten am Ende einfacher entfernen zu können. Hierfür gibt es auch extra kleine Stoffsäckchen.

rosmarin-thymian-knoblauch

kaninchen-rotwein-marinieren

2. Kaninchenteile gut abtropfen, scharf in etwas Öl anbraten.

kaninchen-cognac

Cognac erwärmen (Kerze o.Ä.) anzünden und damit das Fleisch flambieren.

cognac-flambieren

Sobald der Alkohol verbrannt ist mit der Marinade ablöschen, Nelken dazu, Kräuter der Provence, leicht salzen und bei sehr leichter Hitze für ~ 1,5 bis 2 Stunden schmoren.

3. Für die Beilage Backofen auf 190 °C vorheizen, Kartoffeln schälen, würfeln und kochen. Nebenher die Zwiebeln fein würfeln und in der Zeitdauer, welche die Kartoffeln zu Garen benötigen,in Öl  sanft golden anbraten. Nicht zu dunkel werden lassen. Kartoffeln abgießen und mit Milch, Butter, Salz, Pfeffer und Muskat zu einem feinen Püree verarbeiten. Zwiebeln im Mixer pürieren und unter das Püree heben. Alles in Backformen füllen, mit Semmelbrösel bestreuen, ein paar Butterflocken darüber verteilen und im Ofen gratinieren.

4. In der Zwischenzeit die Hasenteile aus der Sauce nehmen und das Fleisch von den Knochen lösen. Bouquet garni, Pfefferkörner sowie Wacholderbeeren entfernen. Wer nicht auf Knoblauch steht kann diesen auch entfernen wobei die Zehen auch sehr leicht zerfallen.

Etwas Sahne angießen und abschmecken. Pilze putzen, halbieren, scharf anbraten und dazu geben. Wer mag kann hier noch mit Stärke andicken. Auch eine Mehlschwitze würde gehen wobei man dann erst den Mehlgeschmack heraus köcheln lassen sollte. Hasenfleisch wieder in die Sauce geben, erhitzen und heiß servieren.

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Als Beilage gehen aber sicherlich auch normaler Kartoffelpüree, Nudeln oder Brot. Galette lyonnaise kommt zwar nicht auch aus der Provence passt als Beilage meiner Meinung nach aber sehr gut. Und mal ehrlich, mir scheiß egal ob das aus der selben Region kommt wenn es schmeckt.

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Galette lyonnaise, super leckere Kartoffel-Zwiebeln-Kombination.

Im Originalrezept ist hierbei, also beim Pfeffer, auch nicht von Kaninchen sondern von Hase (lièvre) die Rede. Auch kommt hier keine Sahne und auch keine Pilze zum Einsatz. Dafür Salbei welchen ich nicht bekommen habe. Abgebunden wird hier auch mit geriebener Brotrinde. Somit braucht es dafür eigentlich gar kein Rezept – die ganzen Schmorgerichte unterscheiden sich bei der Herstellung ja eh kaum. Einzig Details lassen eine andere Region vermuten.

Die Beschaffung eines einigermaßen erschwinglichen Cognacs (brauch den eigentlich ja nur zum Kochen [auch wenn ich beim nächsten Saufgelage die restliche Flasche vernichten werde]) war auch eine Aufgabe für sich. Im ersten Supermarkt kostete der billigste ~20€, dachte ich schau ob es noch billiger geht. Im Getränkemarkt gab es dann nur einen Cognac für ~36€. Muss ja jetzt auch nicht sein. Im letzten aus eigener Kraft erreichbaren Supermarkt gab es dann ganze zwei Cognacs. Hab den billigeren für 26€ genommen. Nächstes mal bestelle ich den vorher im Internet. Unzumutbare Zustände sind das doch! Hauptsache 10 verschiedene Scotch, Whiskeys  usw.

Reinhaun!

Gib deinen Senf dazu

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