Archiv für die Kategorie ‘Nachgekocht’

Buffalo Chicken-Wings…

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Samstag, 08. Februar 2014

… hatte ich das erste mal wirklich in Chicago. Hier in Deutschland scheint es das nicht zu geben. Obwohl das so lecker ist! Auch wenn damit geworben wird. Oder ich ging bisher immer in die falschen Läden? Wer weiß… Seis drum. Muss ich mir das halt mal wieder selber kochen/backen/herklöppeln. Wie so viele Sachen die es in Deutschland einfach nicht gibt. Hier will ich mich auch gar nicht mit fremden Lorbeeren schmücken sondern gleich damit raus rücken das ich das abgeschaut habe. Wieso das Rad neu erfinden, die hinterm Teich haben das ja schon drauf. Daher geht ein Dank an diesen Artikel! Witzigerweise hatte ich noch exakt die selbe Sauce daheim und sogar Selleriesalz 😀

buffalo-chicken-wings-sauce-zutaten

Leider konnte ich nicht ganz so viel Worcestershire Sauce hinzugeben da meine, wie auf dem Bild unschwer erkennbar, fast leer war. An dieser Stelle auch noch mal ein Danke an den ReWe der natürlich keine originale Lea & Perrins® Worcestershire da hatten. Diese anderen nachgemachten Marken sind nicht so mein Fall, also hab ich eben keine nachgekauft.

Etwas habe ich dann aber doch noch abgeändert – und zwar die Garmethode. Im Normalfall, so dachte ich zumindest, werden die Chicken-Wings ja frittiert. Dazu ist meine Fritteuse aber bedeutend zu klein und mit dem Fett wollte ich es dann nicht auch noch übertreiben. Immerhin hab ich mir an die 30 Stück gemacht 😮 Also hab ich die Teile im Ofen gemacht. Anfangs etwas Weizenmehl mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver sowie Chipotle-Pulver gewürzt, darin dann die Wings gewendet und ab in die Backform (die mir mal wieder zu klein war. obwohl ich schon ne große habe).

chicken-wings-roh

Im Ofen dann bei ~ 180 °C eine gewisse Zeit gebacken. Habe nicht auf die Uhr gesehen. Denke aber das 50 bis 60 Minuten hinhauen könnten. Waren perfekt! Sehr saftig und das Fleisch ist beim Essen regelrecht vom Knochen gefallen. Aber bevor man Essen kann muss die typische Buffalo Sauce noch gemacht werden. Hier habe ich mich zwar an den Zutaten (siehe Link) orientiert, die Mengen hab ich mir aber frei aus dem Pumpärmel geschüttelt.

~ 150 ml von der Frank’s Hot Sauce, ca 2 EL brauener Rohrzucker, ~ 1/2 Knoblauchzehe fein gehackt (wobei ich gehackten Knoblauch aus dem Glas genommen habe, hab ich irgendwann mal beim fiesen Inder gekauft), ~ 1/2 TL Selleriesalz, ein paar Spritzer Worcestershiresauce und etwas von der guten und sehr scharfen Habanero-Sauce für das fruchtige Aroma. Alles im Topf aufgekocht und am Ende noch ~ 50 g Butter drin aufgelöst. Sind die Chicken-Wings dann fertig werden sie mit der Sauce überzogen/nappiert. Dazu einfach eine Portion Wings in eine Schüssel geben, etwas Sauce dazu und durch schwenken.

buffalo-chicken-wings

Dazu hab ich mir dann noch einen Blue Cheese Dip gemacht. Außerdem gab es Sellerie-Sticks. Hatte ich so in Erinnerung. Wobei ich wirklich nicht verstehe WIESO es diese Sellerie gibt. Das kann man doch so roh nicht essen… Zumindest für mich ist das nix.

buffalo-wings

Waren auf jeden Fall genau so wie erwartet. Den Geschmack hat es m.M.n. auf den Kopf getroffen. Gute Essig-Note von der Frank’s Sauce, leichter Ausgleich durch den braunen Zucker. Leider musste ich nach ~ 15 Wings aufhören, zum Glück gibt es die aber dann heute zum Mittagessen 😉 Jetzt wäre es nur noch super wenn das auch mal einer hier anbietet. Weil meine Küche sieht aus wie Sau und ich muss meine Spülmaschine noch zwei mal laufen lassen 😉

Ach und Wechselklamotten nicht vergessen! Ich sau mich ja ab und an schon gut ein, hier musste ich aber tatsächlich mein komplettes Gesicht waschen. Das kommt auch nicht so häufig vor 😉

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Petite Baguette

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Donnerstag, 17. Januar 2013

Gestern am späten Abend überkam mich auf einmal ein unbändiger Hunger auf Brot. Natürlich habe ich keines gefunden. Mehl und Hefe war da. Also schnell mal im Netz geschaut wie sowas geht. Bei Aurélie hab ich dann dieses tolle Rezept gefunden und sogleich umgesetzt. Gut, ich hab jetzt keine Küchenwaage, auch kein tolles Backblech mit Einkerbungen worin sich die Baguette-Rohlinge entspannen können, ebenso hab ich von Teigen und dem Backhandwerk an sich keinen Schimmer. Einzig beim gehen lassen – da meine Freunde habe ich große Ahnung…

Nach einigem groben Schätzen, Kneten, Warten, Falten, Warten, Falten, Warten, Falten, Warten, Rollen, Warten, Einschneiden, Backen, Warten war es dann so weit. Meine ersten selbst gebackenen, annähernd dem französischen Original entsprechenden Baguettes (dachte bisher das diese Teile dann Flûte bzw. Parisienne genannt werden) entspannten sich zur normalen Temperatur auf meiner Arbeitsfläche.

petite-baguette-1

Im Hintergrund sind noch zwei „Brötchen“ zu sehen die ich aus dem Teigrest geformt habe. Im Nachhinein hätte ich mit diesem Teig aber eher die Länge der Baguettes vergrößern sollen. Beim nächsten Mal dann 😉 Außerdem ist das im Baguette im Vordergrund mit Mehl bestäubt worden, hinten wurde mit Wasser bepinselt. Einfach um den Unterschied zu testen. Mit Mehl gefällt mir persönlich aber besser.

petite-baguette-querschnitt

Auch im Anschnitt hat mich das Baguette überzeugt. War echt luftig. Ich hätte aber mit dem Anschneiden etwas länger warten sollen. Der Teig war hier noch sehr heiß – ich konnte es aber einfach nicht erwarten 😉

Fazit: Danke noch mal Aurélie, ein wirklich tolles Rezept welches, im gegensatz zu diesen eingedeutschten fetten und weichen Riesenbaguettes, wirklich einen Geschmacklichen accent auf meinen Tisch zauberte! Nun, da der erste für mich noch sehr unsichere Schritt in Richtung des Backhandwerks getan wurde, werden weitere folgen. Hoffentlich sicherere. Vielleicht wird auch ein Tanz daraus. Ob Walzer oder Pogo steht noch in den Sternen.

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(angeblich) der perfekte Kartoffelpüree – nach Heston Blumenthal

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Donnerstag, 03. Januar 2013

Als unglaublich großer Kartoffelpüree-Fan, es soll ja sogar Menschen geben die diese Art der köstlich kartoffligen Kartoffel-Zubereitung (kkK) nicht mögen, musste ich dieses Rezept jetzt einfach mal probieren. Vieles erscheint plausibel, manches macht mir als nicht-Brite dann aber auch etwas Angst. Die Kartoffelschalen in etwas Milch aufzukochen um den Geschmack einzufangen – genial. Die aus Limettensaft und Agar-Agar hergestellten „Geschmacksbomben“ muss ich da jetzt wirklich nicht drin haben… Der größte Trick, so Blumenthal, sei es die Stärke in der Kartoffel zu binden. So soll der Kartoffelpüree am Ende nicht schleimig werden. Aber mal ehrlich, wenn man nicht gerade mit dem Küchenmixer arbeitet wird da auch so nichts schleimig. Vielleicht haben die auf der Insel da ja andere Kartoffeln – keine Ahnung.

Genug Gewäsch, so gehts ab… Festkochende Kartoffeln waschen, schälen und in Würfel von ca. 1,5 cm Seitenlänge schneiden und gut wässern um das erste mal Stärke los zu werden. Die Schalen aufbewahren. Ungesalzenes Wasser auf exakt 72°C erhitzen und die Kartoffeln darin für 30 Minuten erhitzen. Die Stärke soll somit in den Kartoffeln gebunden werden. Hierfür hab ich ein Ofenthermometer benutzt. Man muss öfters mal nach regulieren um die Temperatur zu erhalten. Am Ende der 30 Minuten die Kartoffeln unter fließendem Wasser wieder erkalten.

kartoffeln-70-grad-staerke-einschliessen-blumenthal

Jetzt die Kartoffeln für 25 bis 30 Minuten in gesalzenem Wasser gewöhnlich gar kochen. Nebenbei die Kartoffelschalen in der Milch, welche später für das Püree gebraucht wird, aufkochen und ~5 bis 10 Minuten ziehen lassen.

kartoffelaroma-milch

Die fertig gekochten Kartoffeln abgießen und trocken dampfen lassen. Durch eine Kartoffelpresse pressen. Ich hab keine, also hab ich eine flotte Lotte benutzt. Danach durch ein feines Sieb streichen. Mit der Milch und ca. 25% Butter, gemessen an der Kartoffelmenge, zu einem glatten Püree verrühren. Alles ordentlich salzen.

kartoffeln-durch-sieb-streichen

Jetzt werden diese seltsamen Limetten-Geschmacksbomben gemacht. Da lass ich aber die Finder davon. Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen das dies schmecken soll. Stattdessen habe ich noch mit Muskatnuss abgeschmackt. Ein für mich unerlässlicher Geschmacksgeber bei Kartoffelgerichten. Keine Ahnung wieso Blumenthal darauf verzichtet.

kartoffelpueree-nach-blumenthal-1

kartoffelpueree-paprikahaehnchen

Fazit: Seltsam. Wirklich seltsam. Einerseits lecker, andererseits wie gesagt seltsam. Ich weiß jetzt nicht ob mein Sieb zu grob war (kann ich mir eigentlich nicht vorstellen) aber das Püree hatte vom Mundgefühl die Konsistenz von Polenta. Und das obwohl ich es durch dieses feine Sieb gestrichen habe.

Da ich die Idee so toll finde wird das wiederholt. Dann streiche ich das Püree zwei mal durch das Sieb und schaue dann wie es sich verhält.

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