Archiv für die Kategorie ‘Beilage’

Mac ’n Cheese

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Mittwoch, 08. Oktober 2014

Die letzten Tage und Wochen ging es hier drunter und drüber. Der Arbeitstitel könnte »Zwei Hochzeiten und ein Todesfall« heißen. Dazwischen gab es noch diverse andere Feiern, Geburtstage und die typischen kleinen Auswüchse im Stuttgarter Nachtleben. Dementsprechend haben sich meine Essgewohnheiten auf ein Mehr an Käse, viele Nudeln und andere Saugfähige Speisen eingestellt. Ich hoffe das ich in nächster Zeit hier wieder etwas öfter meinen geistigen Ballast ablegen kann. Sei es mit gescheiten Rezepten oder einfach nur mit ein paar Bildern meiner Eskapaden…

Macaroni and Cheese hatte ich das erste mal in den USA probiert, oft darüber gelesen, mir irgendwie aber nie selber gekocht. Dann war es schließlich so weit. Ich hatte die passenden Nudeln, jede Menge Käse, ein Überbleibsel vom Käse-Kartoffelbrei und dem überbackenen Chicorée den ich hier demnächst anpreisen möchte. Das Rezept, sofern ich davon überhaupt reden kann, ich hatte nämlich keines zur Hand, hab ich dann auch sehr einfach gehalten.

Zutaten waren einfach nur diese kleinen Gabelspaghetti, al dente gekocht, Zwiebeln angedünstet, mit Mehl bestäubt um diese helle Mehlschwitze dann mit etwas Brühe abzulöschen. Zu dieser sämigen Sauce kommt dann Sahne, eine bis anderthalb volle Hände geriebener Gruyere-Käse, gescheiter Pecorino, frisch rein gerieben, sowie noch ein Teil geriebener Emmentaler. Dazu dann die Nudeln sowie frisch gemahlener schwarzer Pfeffer. Eine Prise Muskat war auch dabei. Im Ofen bei ~170 bis 180°C Umluft wird das Ganze dann in kleinen Backförmchen überbacken.

mac-n-cheese

Wow, lecker und sättigend. Stelle ich mir auch geil als Beilage zu Spareribs, Pulled Pork oder Chickenwings vor. War auf jeden Fall so wie ich es mir vorgestellt habe. Bis auf die Menge an Flüssigkeit. Das Ganze könnte mein nächsten Mal ruhig noch cremiger sein. Vielleicht bedarf es da noch einem Schmelzläse, mehr Sahne oder sowas in der Art. Übung macht wohl auch hier den Meister 😮

mac-n-cheese-backform

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Gigantes im Tomatensauce, Bohnen sind toll!

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Donnerstag, 19. Juni 2014

Die letzten Tage war es wieder so weit. Temperaturen jenseits der 30°C Marke. Dazu kein verdammter Luftzug in Stuttgarts Talkessel. Der Verschleiß an Kleidern steigt proportional zum Bierkonsum (viel Trinken und kalte Gedanken). Minimum 3 T-Shirts am Tag und eine Unterhose pro Woche. Um den Unterhosenverbauch einigermaßen an den der T-Shirts anzugleichen wurde wohl, so denke ich zumindest, die Bohne erfunden. Wie lange es dann noch dauerte, bis das Wunderwerk der Hülsenfrucht-Technik anstatt in Tacos, Chilis oder herrlich fermentierten chinesischen Pasten bei den ständig gestrigen Grichen  Verwendung fand, weiß wohl nur Gott alleine. Seit ich aus dem Schmuddel-Verein ausgetreten bin bekomme ich von dem aber sowieso keine vernünftige Antwort mehr.

Es folgt eine detailliere Abbildung meiner Selbst beim heimlichen Bohnengenuss. Die Bohnen sind hier aber als Reis, die wiederum als Nudeln getarnt sind, getarnt:

van-camps-tenderoni

Nun aber zurück zur verrückten Hitze, dem ewigen Hunger und der darauf angepassten Temperatur des Essens. Hier haben sich die Griechen zur Abwechslung mal wirklich was tolles einfallen lassen. Die lassen ihre Bohnen, welche zuvor in einer Sauce aus Zwiebeln, Knoblauch sowie etwas Dill gekocht wurden, einfach abkühlen. Die Schlaumeier. Kommt wohl noch aus der Zeit als Griechenland, während der Herrschaft des Cro Magnon Mensch, sich vom Urkontinent Pangaea abgekapselt hatte. 275 * 106 BC wenn man die Zeit-Dilatation durch meine P-Leiste im euklidischen Raum berücksichtigt.

Was ihr also braucht

  • (große weiße) Bohnen. Werden wohl auch Limabohnen oder Riesenbohnen genannt.
  • eine Tomate
  • Zwiebel
  • Knoblauch
  • etwas Dill
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer, etwas getrockneten Chili

Und das macht ihr mit dem Zeug

  1. Bei trockenen Bohnen diese über Nacht einweichen und dann in ungesalzenem Wasser gar kochen. Bei Bohnen aus der Dose habt ihr den Stress nicht und ihr könnt euch mit einem Fläschle Wein entspannen oder paar Oettinger rein perlen.
  2. Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Tomate ebenso. In Olivenöl erst den Knofi und die Zwiebel andünsten, danach die zu regelmäßigen Hexaedern geformten Tomaten dazu. Alles etwas einköcheln lassen. Nun die Bohnen dazu geben. Mit Salz und Pfeffer sowie etwas Dill und Chili abschmecken. Für weitere 5 Minuten leise köcheln lassen *psssst*.
  3. Am Ende überlasst ihr die ganze Chose der Raumtemperatur. Diese wird mit einher ansteigender Entropie für einen Abfall der Temperatur in den fiesen Bohnen sorgen. Am Ende dieses thermodynamischen Prozesses könnt ihr mit dem Verzehr beginnen.

gigandes-bohnen-in-tomatensauce

So im Nachhinein könnte ich mir das ganze auch gut als Baked Beans vorstellen. Quasi die Versionen mit den dicken Bohnen. Ob dann allerdings der Dill benötigt wird müsste man noch erforschen. Denke den könnte man dann auch mit Käse, wie z.B. Cheddar, den man oben drauf zu gratinieren streut, ersetzen 😀 Das die alten Griechen so was noch nicht kannten enttäuscht mich dann doch wieder etwas. Wobei hier andere Länder weit voraus sind. Schon seit Jahren. Oder hat eure Mutter Sonntags so was leckeres und übermenschlich tolles wie Baked Beans gemacht? Ne, immer nur Lobster, Foie Gras und Perlhuhn…

boston-baked-beans-werbung

Hippokrates hätte, so fern er sich der Existenz von Baked Beans bewusst gewesen wäre, diese sicher als wertvolle Medizin verehrt und verordnet. »Wenns Ärschle brummt ist´s Herzle gesond« und so.

Richtig gut machen sich die Gigandes plaki, um wieder auf das Ursprungsthema zurück zu kommen, in einem Ortef. Dieser höchst leckeren Form der griechischen Vorspeise. Reis in Weinblättern liegen neben Feta, schwarzen Oliven, Tsatsiki und Weißbrot gemeinsam auf dem Teller. Hat der braune Kackstift vor Hitze eh schon in die Hose gemalt kann man dazu auch noch dick Pommes und frittierte Calamari machen. Dann ist bei der Hitze aber sowieso schon fast alles zu spät.

Das handwarme Oettinger, etwas Korn sowie die ein oder andere ostdeutsche Bückware, serviert mit einem Papiertaschentuch um den Gang zum Bad zu ersparen, gibts dann noch als krönenden Nachtisch. Also lasst die Pommes lieber mal weg… ich geh mich jetzt auf jeden Fall mal selber falsifizieren.

 

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Purée Crécy – Gelbe Rüben Püree

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Mittwoch, 30. Oktober 2013

Wollte heute ja eigentlich das Chicken Cacciatore Rezept veröffentlichen, geschrieben ist es auch schon. Leider hab ich alle Fotos unterbelichtet. Unter den Umständen muss das also noch warten und es gibt ein leckeres Gelbe Rüben Püree aus Frankreich. Purée Crécy. Dieses Karottenpüree aus der Île-de-France ist sehr günstig und schnell zuzubereiten. Perfekt zu einem kleinen gefüllten Spanferkelrücken. Natürlich mit einer leckeren Sauce. Leider ist meinem gequälten und aufgedunsenen Geiste entschwunden woraus diese Sauce bestand. Tut aber nichts zur Sache, könnt Ihr kombinieren wie Ihr lustig seid. Soviel Freiheit darf sein 😉

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Wie der Name ja schon verrät braucht es für diese wunderbare Beilage vor allem eines. Karotten. Anders als bei meinem Standardrezept kommen hier aber keine Kartoffeln mit rein sondern Reis. Die Karotten werden hierbei in Fleischbrühe gegart. Zusammen mit etwas Rundkornreis und einem Bouquet garni. Ist beides gar wird das Bouquet entfernt und das Ganze durch ein Sieb gestrichen. Am Ende kommt wird noch etwas Butter eingearbeitet. Natürlich darf auch hier Salz und Pfeffer nicht fehlen. Ob weißer oder schwarzer Pfeffer kann man machen wie der auf dem Dach.

puree-crecy-1

Dazu gab es wie schon gesagt einen wundervollen gefüllten Spanferkelrücken.

puree-crecy-spanferkel

Und nein, keinen Ganzen. Nur ein Teilstück. Dazu kann ich aber leider kein Rezept anbieten da ich diesen schon fertig vorbereitet gekauft hatte. Das super samtige Püree war aber eine wahrhaft geile Beilage dazu. So viel Resterinnerung ist noch da. Mit dem Püree kann man auf jeden Fall nichts falsch machen – außer man mag keine Karotten 😉

 

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